Vorbericht: HG 85 -TSG Hatten-Sandkrug

Startbeitrag von HBFan am 25.01.2006 09:29

Inf.-Quelle: HG 85-Hp

HG 85 unter Zugzwang

Dem Team der HG 85 stehen an den beiden kommenden Wochenenden die zwei wohl höchsten Hürden der Rückrunde im Weg. Zunächst muss sie am Samstag um 18.30 Uhr gegen die TSG Hatten-Sandkrug auf heimischen Parkett antreten und dann geht es eine Woche später zum Meisterschaftsfavoriten SG Achim-Baden, dem man schon im Hinspiel unterlegen war.
Die kommende Begegnung zwischen dem Tabellenfünften und Tabellenzweiten verspricht Spannung pur, weil die HG 85 nach der deftigen Hinspielniederlage (22:34) auf Revanche brennt. Belegte unser Gast in der vorjährigen Saison am Ende noch Platz 10, so ist in dieser Saison ein deutlicher Quantensprung zu verzeichnen. Die von Trainer Klaus Kröger geführte Mannschaft ist in ihrem Kern gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Es erfolgte eine gezielte Verstärkung des Kaders, in dem der Konkurrenzkampf um die Plätze Raum gegriffen hat. Mit dem 27 Jahre alten Muris Salkic (zuletzt ATSV Habenhausen) und dem ein Jahr älteren Timm Bengtsen (VfL Edewecht) kamen zwei Kreativspieler zur TSG. Salkic hat eine Torquote von 5,1/Spiel aufzuweisen. Der Linksaußen spielt bisher eine gute Saison. Auch auf der rechten Außenbahn spielt mit dem 23-jährigen Nils Mosel, der bereits 119 Tore geworfen hat, ein Gefahrenherd. Michael Laursen steht ihm mit 104 Treffern kaum nach. Auf den Halbpositionen haben sich Andreas Szwalkiewicz (46 Tore) und der Hüne Axel Schulte( 2,07 m, 74 Treffer) bereits als Torgaranten heraus geschält. Ein weiterer Grundpfeiler der bisherigen Erfolge ist der spanische Torhüter Yavier Carlos (zuletzt ATSV Habenhausen), der in vielen Spielen der Fels in der Brandung war. Sportlich wurde das weiter entwickelt, was in der Endphase der vergangenen Saison begonnen wurde: Tempospiel, schnelles Umschalten von Defensive auf Offensive und umgekehrt. Die TSG hat ihre Stärken in der Deckung und im Tempospiel. Schließlich stellt sie mit 623 Treffern den zweitbesten Angriff der Liga.

Der Liga-Zweite hat bereits 31:7 Punkte auf dem Konto. Alle Vereine Sachsen-Anhalts hatten bisher das Nachsehen. In eigener Halle wurden Staßfurt, Oebisfelde, Wolfen, Wittenberg und die HG 85 besiegt, auswärts gelangen Erfolge gegen Glinde und Halle. Lediglich Tabellenführer SG Achim-Baden (27:30) fand das passende Mittel und brachte der TSG die einzige Heimniederlage bei. Die HSG Barnstorf-Diepholz entführte einen Zähler aus der Sporthalle der Gäste. Die Auswärtsbilanz unseres Gegners ist brillant. Der TSV Bremervörde (31:27) und zuletzt der Tabellenführer (38:31) wusste allerdings, wie man die Abwehr der Gäste knackt.

Sollte die HG 85 das Kunststück fertig bringen, einen Sieg zu landen, wären alle Aufstiegsambitionen der TSG erloschen, denn dann beträfe der Abstand zum Spitzenreiter bereits sechs Punkte, die bei der Stärke der Achimer kaum noch aufzuholen sind. Inzwischen ist die 22:34-Hinspielniederlage unserer Jungs gegen die TSG Geschichte, aber Motivation genug, zu zeigen, dass man jetzt auf einem anderen Niveau spielt als zu Beginn der Saison. Diesmal stehen mit Patrick Tuchen und Mario Schellbach zwei Spieler im Kader, die damals fehlten. Definitiv nicht dabei sind Rene Uelsmann (Beckenverletzung) und Jens Große (Bruch in der Wurfhand).

Unsere Abwehr hat sich inzwischen zum Glanzstück der Mannschaft gemausert. Sie hat bisher nur 595 Gegentreffer zugelassen und liegt damit einen Treffer hinter Concordia Staßfurt. Wenn nun auch noch die Offensive zu einer Leistungssteigerung fähig ist, dürfte vielleicht eine Überraschung gelingen. Die Köthener müssen unter allen Umständen geduldig im Angriff bleiben und konzentriert abschließen, dafür haben sie mit Vaidas Dilkas (137 Tore), Jan Jungandreas (69) und Andreas Grube (67) bislang prädestinierte und erfolgreiche Angreifer. Hinter dem Einsatz von Andreas Grube steht noch ein Fragezeichen. Bei der Brisanz der Begegnung wird es auch darauf ankommen, wie die beiden Schiedsrichter Michael May und Joachim Werner die Partie leiten. Die Niedersachsen pfiffen bereits in der Hinrunde die Partie HG 85-TG Münden und hinterließen einen hervorragenden Eindruck, weil sie sich mit ihrer Person im Hintergrund hielten, homogen und sicher entschieden und zu keiner Sekunde einen autoritären Eindruck machten, sondern dort Toleranz übten, wo sie am Platze war.

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