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KKC

Achim vs. Köthen, Homepage Köthen Bericht

Startbeitrag von KKC am 02.02.2006 08:20

HG 85 vor ganz schwerer Aufgabe beim Tabellenführer
Die HG 85 reist am Samstag (Anwurf 19.00 Uhr) ohne Illusionen zur SG Achim-Baden, dem Top-Favoriten der Regionalligameisterschaft dieser Saison, der in heimischen Gefilden noch keinen einzigen Punkt abgegeben hat. 20 Spiele – 17 Siege so lautet die beeindruckende Bilanz des Tabellenführers. Der Schlüssel zu diesen Erfolgen lässt sich leicht ausmachen, denn 679-mal konnte der Klassenprimus bislang in des Gegners Tor einnetzen – 26 Tore mehr als der Tabellenzweite, die TSG Hatten-Sandkrug. Aufbauend auf diesen durchschlagenden Angriff kann Trainer Uwe Inderthal auch auf eine Defensive bauen, die sich kaum in Bedrängnis bringen lässt. Nach der Niederlage in Glinde beklagte Trainer Inderthal allerdings die fehlende Einstellung seiner Spieler, die das Kampfpotential der Kurrat-Schützlinge offensichtlich unterschätzt und dadurch zurecht verloren hatten.
Der Gastgeber demonstrierte in der zurückliegenden Saison seine Leistungsstärke. Mit nur fünf Punkten Abstand zum Zweitligaaufsteiger TSV Burgdorf belegte er den zweiten Tabellenplatz und hatte dabei die beste Abwehr und den zweitbesten Angriff aller Mannschaften aufzubieten. Der ambitionierte Regionalligist will in der jetzigen Saison nichts Geringeres als die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die zweite Bundesliga. Er ist auf dem besten Wege zu diesem Ziel, weil die Disziplin und der Teamgeist stimmen. Gegenüber dem Vorjahr leistete sich der Tabellenführer bisher fast keine Ausrutscher. Nur drei Mannschaften, alle aus Sachsen-Anhalt, hatten bis jetzt das Rezept parat, die Achimer zu besiegen bzw. in Nöte zu bringen. Staßfurt (30:25) und am letzten Samstag die SG Eintracht Glinde (31:29) verwiesen den Tabellenführer als Verlierer in das Spielprotokoll und Oebisfelde (26:26) behielt einen Punkt in der Heinz- Pieckert- Halle. Ansonsten wurde alles, was zu gewinnen war, gewonnen und das vor allem zu Hause in beeindruckender Manier. Kantersiege gegen die TSG Bremervörde zu Hause (36:23) oder auswärts bei der TG Münden (21:44) stehen zu Buche. Auch die HG 85 gehört zu den Mannschaften, die auf eigenem Parkett nichts ausrichten konnte.

Mit dem derzeitigen Kader verfügt die SG Achim/Baden über ein Aufgebot, das in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands keinen Gegner fürchten muss. Sämtliche Positionen sind teils sogar dreifach ausgeglichen besetzt. Achim hat eine bombenstarke erste Sieben und das beste Torhütergespann der Liga. Der 31-jährige Torhüter Ariel Panzer besticht durch seine hervorragenden Reaktionen, ist über Außen kaum zu bezwingen und glänzt als Initiator von Tempogegenstößen. Mit Holger Eilts steht Uwe Inderthal ein kaum minder glänzendes Juwel für das Tor zur Verfügung. Absolute Stützen des Teams sind Aljoscha Schmidt (143 Tore), Mattias Köhnecke (110), Mario Allendörfer (106) und Daniel Stahl (67). Auf die Außenleute seiner Deckung Sven-Malte Hoffmann, Aljoscha Schmidt, Roman Döhling und Patrick Denker kann sich der SG-Trainer absolut verlassen, weil die sehr wenige Fehler produzieren. Eine tragende Säule der Abwehr ist Cord Katz (32 Jahre). Mit der Harmonie in der Mannschaft des Gastgebers werden sich für die Köthener Defensivabteilung um Thomas Karl und Vasile Sajenev sicherlich mehr als ein paar Probleme auftun wie sich schon bei der Hinspielniederlage (21:28) zeigte. Den Paraden des großartig haltenden Stig-Top Rasmussen war es zu verdanken, dass die HG 85 bis zur Halbzeitpause (11:14) immer noch auf eine Überraschung hoffen konnte. Auch in Halbzeit zwei hatte sie nur Kampf und unbändigen Willen entgegen zu setzen, was an diesem Tag gegen einen besseren Gegner nicht ausreichte. Die Bachstädter leisteten sich, so wie am letzten Wochenende gegen Hatten-Sandkrug auch wieder, in der Vorwärtsbewegung zu viele leichte Fehler und zeigten Schwächen im Torabschluss.

Selbst, wenn Rene Uelsmann und vielleicht auch Andreas Grube wieder dabei sein sollten ( entscheidet sich erst in der letzten Trainingseinheit), der Gastgeber hat die besseren Einzelspieler in seinen Reihen und aufgrund der Größe seines Kaders den Vorteil, öfter durchwechseln zu können als die HG 85. Trainer Rene Linkohr stehen Jens Große (Handbruch) und Ants Benecke (Urlaub) nicht zur Verfügung. So erhält Linksaußen Tobias Ufer, der in letzter Zeit mit seinen Torerfolgen in der 2. Mannschaft auf sich aufmerksam machte, seine Chance auf ein Debüt in der 1. Mannschaft.

Antworten:

Achim vs. Köthen, achimer Zeitungsbericht

Selbstvertrauen statt Verunsicherung
Wie die SG Achim/Baden das morgige Heimspiel gegen die HG 85 Köthen gewinnen will

Von unserem Redakteur
Thomas Müller

ACHIM. Nach außen hin schien es eine ganz normale Woche gewesen zu sein nach der enttäuschenden 29:31-Niederlage der SG Achim/Baden in der Handball-Regionalliga Nord gegen die SG Eintracht Glinde: Kein Straftraining am Sonntag, der Montag wie immer frei. Ansonsten - alles wie immer. War das wirklich so?War es selbstverständlich nicht. Denn bevor es für die SG-Mannen morgen ins Heimspiel gegen den Tabellensechsten HG 85 Köthen geht, galt es eine Sache aufzuarbeiten, an der alle Beteiligten schwer zu knabbern haben - der ersten richtigen Niederlage sozusagen. Die SG Achim/Baden hatte zwar schon einmal einen doppelten Punktverlust hinnehmen müssen (in der Hinrunde gegen Concordia Staßfurt). Doch in jener Begegnung durfte sich die SG zugute halten, mit Verletzungspech gestraft zu sein. In Glinde dagegen gab es keine Ausreden, weshalb SG-Trainer Uwe Inderthal nochmals klarstellt: "Die Glinder haben nicht gewonnen, weil sie so gut waren, sondern wir so schlecht." Wie gesagt, Sonderaktionen seitens des Trainers gab es unter der Woche nicht. Was freilich nicht bedeutet, dass Inderthal die Niederlage auf sich beruhen ließ: Fehleranalysen in Gespräche mit der gesamten Mannschaft, in Einzelgesprächen, dazu die Trainingseinheiten allerdings in verschärfter Form. Mit den Maßnahmen ist der Hesse anscheinend recht zufrieden: "Die Jungs haben’s kapiert, sonst hätten sie in der Woche nicht so gut mitgezogen."Bei aller Kritik - und die sprach Inderthal nicht zu knapp aus - wollte er keine schädliche Unruhe oder Verunsicherung in die Mannschaft tragen. Sein Credo: Als Tabellenführer musst du Selbstvertrauen haben. Deshalb wird sich seine erste Sieben morgen nicht grundsätzlich von der Anfangsformation in Glinde unterscheiden. "Abgesehen von kleineren Umstellungen", schränkt Inderthal ein. Dennoch rechnet er damit: "Zu Beginn wird es gegen Köthen vielleicht noch etwas nervös zugehen."Gespannt sein darf man darauf, wie die SG Achim/Baden diesmal in der Abwehr steht. Wie kein anderer weiß Inderthal um den Schwachpunkt seiner Mannschaft: "Seit Wochen ist Deckungsarbeit der Schwerpunkt im Training." Fast klingt es nach Verzeihen, wenn er folgende Parallele anführt: "Auch bei der Handball-EM sehe ich keine Mannschaft, in der gleichzeitig sechs gut nach vorn und nach hinten arbeiten." In Köthen hatte die SG kaum Probleme mit der Verteidigung, kassierte lediglich 21 Gegentore.Noch ein Punkt, der sich eigentlich stabilisierend auswirken sollte: Mit Ausnahme von Cord Katz und Stefan Kloppe haben alle Spieler ihre Verträge verlängert. Inderthal: "Da können wir ja jetzt in Ruhe arbeiten." Dass sich seine Mannschaft morgen keine weitere Niederlage erlauben darf, lässt Inderthal nicht zweifeln: "Unter Druck hat die Mannschaft noch immer die besten Leistungen gebracht."Anpfiff: Sonnabend, 19 Uhr, Gymnasiumhalle Achim



von KKC - am 03.02.2006 07:40
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