HG 85 gewinnt in Lehrte

Startbeitrag von HBFan am 11.02.2006 19:23

HG 85 besiegt Lehrte 32:30 (11:10). Bester Werfer der Köthener war Vaidas Dilkas (14/5 Tore).

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Zum schluß war es wieder eine nervensache ..! Glückwunsch !!!! :cheers:

von bex - am 12.02.2006 08:11

Spielbericht von der HG-85-Homepage

Wichtiger Auswärtssieg für die Psyche
Dieses Auswärtsspiel hatte alles, was Handball ausmacht: Euphorie, Kampf und Leidenschaft. Der verdiente 32:30 (11:10) -Auswärtssieg war ein wichtiger für die Psyche. Nach drei Niederlagen in Folge hat die HG 85 am Samstag wieder zwei Punkte eingefahren. Sie gewann beim Lehrter SV und sicherte sich damit den sechsten Tabellenrang. Der Schlüssel zum zwölften Saisonsieg war sowohl in der Defensive als auch erfreulicherweise im Angriff zu suchen. Große Siege haben ihren Ursprung immer in außergewöhnlichen Leistungen einzelner Spieler. An diesem Tag waren es in Köthens Offensive Vaidas Dilkas (14/4), Andreas Grube (5) und der wieder einsatzfähige Rene Uelsmann (5), auf die die Abwehr des abstiegsbedrohten Lehrter SV keine Antwort fand. Ebenso großen Anteil am Erfolg der Bachstädter hatte die von Thomas Karl organisierte Abwehr.
Die HG 85 schluderte in der Anfangsphase mit ihren zahlreichen Chancen (17 Fehlwürfe), kam erst allmählich in die Gänge, steigerte sich aber im zweiten Spielabschnitt prächtig. In der diesmal sowohl durch spielerische als auch kämpferische Elemente geprägten Partie, hielten die individuellen Fähigkeiten die Mannschaft über weite Strecken im Spiel. Fast jeder Angriff im zweiten Durchgang war ein Erfolgserlebnis. Zeitweise führten die Bachstädter mit bis zu sechs Toren. Wenn der Gastgeber seine Angriffe inszenierte, wirkte sich vor allem die 5:1-Deckungsformation, die Trainer Rene Linkohr seiner Mannschaft anordnete, fruchtbringend aus. Mit einer Energieleistung wurde der Sieg in der Schlussphase errungen. Einem läuferisch und spielerisch starken Auftakt des Gastgebers, der dem HG 85 –Angriff mit einer 6:0-Deckung begegnete, folgte einer krasser Abfall nach vierzig Minuten. Fehlpässe, Fehlwürfe und Missverständnisse untermauerten das Bild eines Abstiegskandidaten.

Die HG 85 benötigte neunzehn Minuten, um die Fahrt aufzunehmen, die notwendig war, gegen die zunächst gut positionierten Lehrter, deren Torhüter Cord Betzler und Regisseur Marcel Wendt im Zusammenspiel mit Michael Thiede (11 Tore) die auffälligsten Akteure waren, zu bestehen. Die Angriffe wurden zu diesem Zeitpunkt von den Gästen statisch vorgetragen und überhastet abgeschlossen. Dem Rückraum fehlte noch die Phantasie. Der Gastgeber hatte sich auf diese transparente Spielweise eingestellt, hielt aber sein Konzept über die Dauer von 60 Minuten nicht durch. Nachdem die Köthener Abwehr richtig gut zupackte, war es nur noch eine Frage der Zeit, wann sie die Führung übernehmen würde. In der 19. Minute (7:6) war es dann soweit. Danach stellte sich zehn Minuten lang ein Gleichgewicht der Kräfte ein. Fast mit dem Pausenpfiff gelang Rene Uelsmann der erneute Führungstreffer zum 11:10, der gleichzeitig das Halbzeitergebnis markierte.

Die Pausenbesprechung zeigte alsbald ihre ersten positiven Auswirkungen. Die Sachsen- Anhaltiner diktierten über weite Strecken die Partie. Sie rissen, hoch motiviert, das Spielgeschehen an sich und gingen weitaus konzentrierter zu Werke. Nach sechsunddreißig Minuten war die Führung auf 17:14 ausgebaut. Weil sich die Linkohr-Sieben in der Folge kaum noch technische Fehler leistete, kam sie vorerst nicht in Gefahr, die Partie zu verlieren. Mit Tempo-Handball nahm sie den Kontrahenten auseinander. Weil Vaidas Dilkas weiter sicherer traf und auch Rechtsaußen Jan Jungandreas sein Visier besser eingestellt hatte, lag die HG 85 mit drei bis sechs Treffern (21:15/43.) vorn. Obwohl Lehrtes Trainer Lutz Ewert umgehend den Litauer durch Marcel Wendt bis zum Spielende „beschatten“ ließ, entzog sich der 23-Jährige immer wieder der Sonderbewachung. An den Spielständen 19:24/52. und 21:26/56. hatte er dennoch maßgeblichen Anteil. Im Gefühl des sicheren Sieges schwächte sich die Intensität des Gäste-Spiels etwas ab. Die zuvor hervorragend gestaffelte Abwehr zeigte plötzlich Schwächen und Zeitstrafen ermunterten die Gäste zum letzten Aufbäumen. Die „Einladungen“ ließen sich die Lehrter nicht entgehen und holten Tor um Tor auf. Bis auf 30:31 (59.) kamen sie noch bedrohlich heran. Ihr Trainer setzte nun auf Alles oder Nichts und forderte seine Mannen zur offenen Deckung auf. Genutzt hat es nichts, denn die Bachstädter behielten Übersicht und ihre Nerven. Andreas Grube setzte sich fünf Sekunden vor der Sirene in einer Eins- gegen- Eins-Situation durch und warf den Siegtreffer. Wenn für den Gastgeber nicht ein treffsicherer Michael Thiede gewesen wäre, hätte es für ihn noch deftiger werden können.

Aufstellung HG 85:
Patrick Tuchen ; Vaidas Dilkas 14/5 , Sebastian Fende 3 , Andreas Grube 5, Jan Jungandreas 3, Thomas Karl, Vasile Sajenev 1, Rene Uelsmann 5, Daniel Schwarz, Mario Schellbach, Sebastian Tietz 1

7 Meter: Lehrte 4/4 – Köthen 6/5

2-Minuten-Strafen: Lehrte 6 – Köthen 7

von HBFan - am 12.02.2006 09:49
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