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vor 11 Jahren, 8 Monaten
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Frank Paulat

Spielbericht Halle - Duderstadt

Startbeitrag von Frank Paulat am 12.02.2006 09:17

Einheit marschiert weiter nach oben

Ungefährdeter Erfolg gegen harmlose Duderstädter / Christian Gast schwer verletzt

Von Frank Paulat

Die Regionalligahandballer des HC Einheit Halle haben auch das vierte Spiel in diesem Jahr siegreich gestalten können. Gegen den Tabellenvorletzten Duderstadt gewann der HCE dank einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche nahezu mühelos mit 36:24 und kletterte in der Tabelle auf den 10. Platz.

„Wir wollten von Anfang an aufs Tempo drücken und Duderstadt unter Druck setzen“, so HCE-Coach Enno Röder zur Marschroute, die sein Team, abgesehen von den ersten fünf Spielminuten, glänzend umsetzte. Bereits nach zehn Minuten waren die Fronten geklärt, als sich der HCE vom 3:3 (5.) auf 7:3 absetzte, weil sich im Tor Mario Huhnstock in guter Form präsentierte und im Angriff die sich bietenden Chancen konsequent genutzt wurden. Vor allem Christian Lingk, in Braunschweig noch ein Schatten seiner selbst, glänzte sowohl als Spielgestalter, als auch im Abschluss, avancierte mit insgesamt sieben Feldtreffern zum besten Torschützen. Zudem stand die Abwehr des HCE um Tobias Suchanke wie ein Bollwerk, der von Röder ein Sonderlob erhielt. „Tobias hat die Abwehr heute blendend organisiert.“

Mit einem weiteren Zwischenspurt zwischen der 15. und 20. Spielminute zog der HCE erst-mals auf acht Tore davon (14:8) und brach damit den letzten Siegeswillen der Gäste, die in den letzten Minuten der ersten Hälfte förmlich in sich zusammen fielen und kaum noch nen-nenswerte Gegenwehr leisteten. So stand bereits zur Pause dank des klaren 20:10-Vorsprungs der Sieg des HCE fest.

Nach dem Pausentee brauchte der HCE einige Minuten, um wieder auf Betriebstemperatur zu gelangen. Duderstadt verkürzte bis zur 35. Minute auf 20:13, doch dann zog der HCE das Tempo wieder an, kam über Steinbach und dem gut aufgelegten Auer zu sehenswerten Tref-fern. Beim Spielstand von 26:15 nach 40 Minuten waren auch die letzten Zweifel am Erfolg des HCE verflogen.

Röder wechselte nun munter durch, gewährte auch der zweiten Reihe Einsatzzeiten. Obgleich hierdurch das Tempospiel des HCE etwas erlahmte, geriet der Erfolg nie in Gefahr. So trugen sich am Ende alle Feldspieler in die Torschützenliste ein. Den Schlusspunkt zum 36:24 setzte wenige Sekunden vor dem Abpfiff Nachwuchshoffnung Falko Müller mit seinem ersten Regionalligator.

Gäste-Coach Ekki Loest musste die Überlegenheit des HCE am Samstag in der anschlie-ßenden Pressekonferenz neidlos anerkennen: „Der HCE hat auch in dieser Höhe völlig verdient gewonnen, weil wir vor allem in der ersten Hälfte nicht die nötige Aggressivität an den Tag gelegt haben, um hier zu bestehen.“

Bereits am kommenden Mittwoch hat der HCE im Nachholspiel gegen Glinde (Anpfiff 20.00 Uhr im BiZ) Gelegenheit, weitere Tabellenplätze gut zu machen, wird sich dort jedoch auf eine stärkere Gegenwehr einstellen müssen.

Überschattet wurde der Erfolg des HCE von der schweren Verletzung von Christian Gast, der im Vorspiel der zweiten Männermannschaft gegen Schönebeck nach einer rüden Attacke per Rettungswagen zum Klinikum Kröllwitz gebracht werden musste. Die dort getroffene ernüchternde Diagnose: ausgekugelte Schulter und Riss sämtlicher Bänder des Schultergelenks. Gast, der bereits am Dienstag operiert werden soll, fällt damit für den Rest der Saison aus.
Auf großes Unverständnis stießen in diesem Zusammenhang die Entscheidungen der bei-den Unparteiischen des Oberligaspiels aus Jessen, die zum einen dieses rüde Foul an Gast durch einen Schönebecker ungeahndet ließen und zudem auch noch dem Physiotherapeuten des HCE, Peter Wiedenhöft, nicht gestatteten, für erste Hilfeleistungen die Spielfläche zu betreten, sondern dem sich am Boden vor Schmerzen krümmenden Gast vielmehr aufforderten, das Parkett zur Behandlung zu verlassen.
Der HCE ließ diesen Vorfall im Spielprotokoll notieren und wird beim Verband in der kom-mende Wochen Maßnahmen gegen dieses Schiedsrichterduo einfordern.

Der HCE spielte in folgender Aufstellung:

Huhnstock (bis 42.), Pajung; Auer (4), Grundmann (7/4), Hollstein (2), Kühnel (2), Lindt (3/1), Lingk (7), Mikalauskas (2), Müller (1), Steinbach (6), Suchanke (2)

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