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vor 11 Jahren, 8 Monaten
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Matthias Berger

Spielbericht Bremervörde gegen Wolfen

Startbeitrag von Matthias Berger am 19.02.2006 12:54

Wolfen landet Überraschungscoup
TSV Bremervörde erzittert sich sechstes Unentschieden – Cleverness gefragt

Von Matthias Berger

Am Samstag hatte die HSG Wolfen eine schwere Auswärtsaufgabe zu bewältigen. Im hohen Norden wartete der TSV Bremervörde auf die Wölfe. Nach dem deutlichen Hinspielerfolg hielten die Ostestädter alle Trumpfkarten in der Hand.
Zur Halbzeit führten die Mannen um Harald Szygula mit 13:12. Der Favorit wackelte in der zweiten Halbzeit, rettete aber das sechste Unentschieden in dieser Saison. Ein Wolfener Punktgewinn, welchen keiner erwartet hätte.

Bereits zur dritten Spielminute führten die Gäste mit 3:0 und sorgten damit für die erste faustdicke Überraschung. Der Gastgeber und Favorit dieser Begegnung fand schwer in das Spiel. Die Schützlinge von Frank Mühlner haben die Vorgaben ihres Coaches von der ersten Minute an vollständig umgesetzt. Aus einer 5:1 Deckung heraus agierte der Wolfener Angriff mit der notwendigen Durchschlagskraft. Stefan Förster sorgte für den notwendigen Rückenhalt. Aus geblockten Bremervörder Würfen ernteten die Fuhnestädter einfache Torchancen, welche auch eiskalt genutzt wurden.
Erst ab der vierten Minute schienen die Nordlichter aufzuwachen. Die gefürchtete Rückraumachse hatte Wolfen gut ausser Gefecht gesetzt aber immer wieder konnte der gefährliche Kreisläufer, Marcus Hölling, angespielt werden. Die sich bietenden Möglichkeiten nutzte er, um sein Team wieder in Tuchfühlung zu bringen. Hendrik Hein, welcher den arbeitsbedingt ausgefallenen Alexander Backes ersetzte, fand ab diesem Zeitpunkt die richtigen Mittel, um diesen Akteur die Torgefährlichkeit zu nehmen.
Keine der beiden Mannschaft konnte sich absetzen und ging maximal mit einem Tor in Führung. Bezeichnend für die Nervosität, welche in diesem Spiel lag, war die Fehlerquote auf beiden Seiten. Reihenweise wurden sogenannte Großchancen ausgelassen. Bremervörde hat sicher nicht mit so viel Gegenwehr und schwer zu bespielenden Gegner gerechnet, fuhren sie doch im Hinspiel den höchsten Auswärtssieg der Saison ein. Wolfen witterte die Morgenluft und ärgerte den Favoriten gehörig. Zum Seitenwechsel führten die Hausherren mit 13:12.

Diesen Vorsprung bauten die Bremervörder nach Wiederanpfiff auf 15:12 aus, ehe Stefan Gragert verkürzen konnte. Als sich die Gastgeber bis zur 39.Minute auf 19:15 absetzte, zeigten diese die Möglichkeiten ihrer Favoritenrolle. Drei Treffer von Christian Pechek und ein Tor durch Marco Mitschke brachte die Wölfe aber zurück in das Spiel. Bremervörde versuchte noch einmal davonzuziehen, scheiterte aber häufig an den eigenen Nerven. Beim 22:20 in der 47.Minute hatten die Hausherren alle Fäden in der Hand. Für die Gastgeber folgten jetzt 12 bittere Minuten ohne Torerfolg. Wolfen setzte sich bis eineinhalb Minuten vor dem Spielende auf 22:25 ab. Die Gäste hatten dem haushohen Favoriten deutlich ein Bein gestellt und verspielte den sicher geglaubten Doppelpunktgewinn in der Endphase. Nicht genutzte Möglichkeiten zum Einnetzen und zu eilig vorgetragene Angriffe luden die Hausherren zum sechsten Unentschieden der Saison ein. Dieses Ergebnis ist durchaus gerecht. „In der Schlussphase haben wir einen Punkt verspielt, kehren aber mit mehr zurück, als jeder von uns erwartet hätte. In solchen Spielsituationen müssen wir einfach cleverer spielen, aber das zu lernen, braucht auch Zeit. Die Mannschaft wächst mit solchen Erfahrungen und das ist gut so.“, resümiert der Wolfener Trainer Frank Mühlner im Anschluss an diese Begegnung.

Dieser Überrachungscoup sollte eigentlich Auftrieb genug sein, wenn in der nächsten Woche der direkte Tabellennachbar VfL Edewecht nach Wolfen kommt. Da haben wir auf jeden Fall noch eine Rechnung offen, meint der Kapitän Stefan Förster.

Mannschaftsaufstellung: Förster; Kemnitz (Tor); St.Blechschmidt (1); S.Blechschmidt; Hein; Niestroj (2); Lindner; Gragert (4); Mitschke (4); Hanke; Peschek (11/4); Schürhoff; Dobrovodsky (3/1)

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