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vor 11 Jahren, 8 Monaten
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Staßfurter

Spielbericht: Köthen - Staßfurt

Startbeitrag von Staßfurter am 20.02.2006 07:57

Revanche für Heimspielniederlage gelungen

Die voll besetzte Heinz Fricke Halle in Köthen, darunter gut 150 Staßfurter, verbreitete eine ordentliche Karnevalsstimmung, wobei die Akteure auf dem Parkett eine positive Rolle spielten. Davon lagen die Gästen 45 Minuten vorn, hatten nur in der Anfangsphase einige knifflige Situationen zu überstehen, um sich dann für die Heimniederlage schadlos zu halten. Ein kollektiver Sieg der taktisch diszipliniert spielenden Concorden, den viele Köthener Fans mit Sachverstand akzeptierten.

Man muss dabei gewesen sein. Das Spiel war sein Eintrittsgeld wert. Schon allein die 7m – Duelle Lakisa gegen Rasmussen. Einmal konnte der Däne einen Ball abwehren, dann machte der Weißrusse ernst und demütigte Rasmussen regelrecht. Mal knallhart, dann wieder rollte er den Ball am bewegten Torhüter vorbei über die Torlinie. Völlig entnervt wurde Köthens Keeper dann wieder durch Tuchen ersetzt. Schon vom Anpfiff an war zu merken, dass den Torhütern eine entscheidende Rolle zukommt. In der ersten Hälfte standen sich Tuchen und Schröter gegenüber. Der knappe Pausenstand spricht für eine sehr gute Leistung der beiden, was Staßfurts Trainer Prokop veranlasste, seinen jüngsten Mann durchspielen zu lassen. Eine schwere Entscheidung, da auch Stops die letzten Spiele super stand und das gegen Köthen beim Kurzeinsatz mit zwei abgewehrten 7m bestätigte. Doch erst einmal nutzte die HG ihren Heimvorteil, mit 1:0, 2:1, 3:1, 4:2 bis hin zum 5:4 vorn zu liegen. Kairis, der diesmal lieber die harte Köthener Abwehr mied, machte seinen ersten, wie auch mehrere Treffer aus dem Rückraum (Ausgleich mit Anlauf). 7m – Tor Lakisa, 5:6. Noch zweimal, nach super Doubletten mit S. Wartmann und Kairis hämmerte Lakisa den Ball in den Köthener Kasten (6:8). Aufregung in der 20. Minute, als Rüchardt den roten Karton der Magdeburger Schiedsrichter sah. Diese ernteten bis dahin, vor allem von den Staßfurter Fans Pfiffe, da deren Meinung nach einige doch unsportliche Aktionen der Gastgeber übersehen wurden. So eigentlich nicht übersehbar der Schlag von Schellbach an Schröder. Mit Ansage der fällige Feldverweis für Sanejev nach Foul gegen Abel, der ohne Abstriche Rüchardts Position einnahm. Bemerkenswert, wie die Concorden dem Spiel der Gastgeber begegneten, der taktischen Linie folgten und Disziplin hielten. Beredtes Beispiel nur vier Zeitstrafen und fünf 7m. Nach 25. Minuten erstmals ein Viertorvorsprung durch Kairis (6:10), der die Latte als Mitspieler einbezog und per Nachwurf verwandelte. Mit der zweiten Halbzeit tauschte Tuchen seinen Platz mit Rasmussen. Schröter blieb, wie auch Abel, der mit Wiederanpfiff den Dänen vernaschte (9:13). Sprach Prokop schon im Vorbericht von Köthens robuster Abwehr, bestätigte sich dies noch stärker. Anschlusstreffer schon in der 37. Minute. Dazu die doppelte Manndeckung gegen Lakisa sowieso plus Kairis. Köthens nun offensivere Deckung ließ die Partie noch beweglicher werden. Die Tordifferenz bestimmten zwar die Gäste weiter, doch nun enger (12:14, 13:14, 14:15). Doch irgendwie immer der Eindruck, das Spiel ist gelaufen. Nur selten das Gefühl, dass die Begegnung kippen könnte. Nach 42 Minuten durch Lakisa 16:19 und die Fans „Jetzt geht`s los!“ Hickethier 16:20. Von nun an hielten die Concorden die Gastgeber immer wenigstens auf zwei Tordistanz. Dazu trägt auch der inzwischen ins Spiel gekommene V. Wartmann bei, der zweimal hintereinander zum 24:27 und 25:28 trifft. In den letzten vier Minuten versuchten die Gastgeber durch das offene Spiel, die Partie zu kippen. Keinen Staßfurter Zuschauer hält es mehr auf den sowieso schon engen Sitzen. Mit stehenden Ovationen sahen sie gelassen den verdienten Auswärtssieg entgegen und erleben nach dem Schlusspfiff, wie die Spieler ihren Trainer in die Luft werfen.

Es spielten: Andreas Stops und Michael Schröter im Tor; Steffen Wartmann, Christian Rüchardt, Jens Wienöbst, Volker Wartmann (2), Roman Bruchno (1), Svajunas Kairis (6), Sebastian Retting (3), Anton Lakisa (11/5), Jens Lingott, Philipp Hickethier (2), Matthias Schröder und Maik Abel (4). Auf der Bank: Heinz Prokop, Daniel Maschke, Sebastian Hoppe, Kathin Rüderich, Steffen Koppius und Dirk Heinrichs.

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