Spielbericht HG 85 - HSG Wolfen (2 Rote Karten,18 Strafwürfe)

Startbeitrag von HBFan am 18.03.2006 07:30

der Hp der HG 85 entnommen

HG 85 weist Wolfen in die Schranken

Die HG 85 hat in einem packenden Anhalt-Derby, das einiges zu bieten hatte (18 Strafwürfe und zwei rote Karten gegen die Gäste), die HSG Wolfen 2000 bezwungen. Damit sind vorerst die „Machtverhältnisse“ zwischen den Ortsnachbarn geklärt. Aufgrund einer enormen Steigerung in der zweiten Spielhälfte landeten die Bachstädter einen 30:27 (11:14)-Erfolg. Sieggarant war dabei ein überragend haltender Stig-Top Rasmussen, der mit 17 Paraden den HSG- Angreifern den letzten Nerv raubte. Insbesondere bei klarsten Torgelegenheiten stellte der HG 85-Keeper immer wieder seine herausragenden Fähigkeiten unter Beweis. Dabei standen seine Gegenüber Stefan Förster im Wechsel mit Holger Kemnitz deutlich im Schatten. Ein wie aufgedreht spielender Vaidas Dilkas (13 Tore) sowie Andreas Grube mit 9/4 Toren führten schließlich ihre Mannschaft ab der 45. Minute auf die Siegerstraße. Rene Linkohr musste von Beginn an Rene Uelsmann an den Kreis beordern, weil Sebastian Tietz durch Verpflichtungen im Studium verhindert war. Ansonsten kamen seine Arrivierten zum Einsatz.
Die Wolfener hatten vor der Partie selbstbewusst angekündigt, sich für die 23:24-Hinspielniederlage in Krondorf revanchieren zu wollen. Dementsprechend forsch und aggressiv gingen sie auch gleich nach dem Anpfiff zu Werke. Matthias Nistroij spielte zunächst auf der Position, wo eigentlich Christian Peschek erwartet wurde und netzte auch gleich zum 2:0 (5.) für die Gäste ein. Als aber Jaroslav Dobrovodsky bereits in der 13. Minute nach einem Foul an Andreas Grube die rote Karte sah, war Wolfens Trainer zur taktischen Änderung gezwungen. Die blieb weiter auf dem Niveau, das den Gleichklang beider Mannschaften bestimmte. Die Köthener Fans wurden auf eine längere Probe gestellt, denn der Gast hielt über weite Strecken gut mit, führte zur Halbzeit sogar mit drei Treffern.

In der Pause fand Trainer Rene Linkohr offensichtlich die passenden Worte, denn seine Mannschaft zeigte auf der Spielfläche die entscheidende Reaktion. Insbesondere Vaidas Dilkas und Stig-Top Rasmussen liefen nunmehr zu Höchstform auflief, hielten den HG 85 - Motor nicht nur am Laufen, sondern erhöhten dessen Drehzahl. Jetzt drückte der Gastgeber gehörig aufs Tempo und stellte sich mit Bravour der Aufgabe, die Führung an sich zu reißen und nicht mehr aus der Hand zu geben. Die Deckung um Thomas Karl stand wie eine Eins, nahm jetzt wesentlich früher den Zweikampf an und vor allem Stig-Top Rasmussen entnervte ein ums andere Mal Wolfens Werfer. Zudem steigerte sich der Angriff deutlich. Im Tempogegenstoß wurden die Chancen nun weitaus effizienter als im ersten Durchgang zum Torerfolg genutzt. So führte die HG 85 in der 39. Minute (17:15) erstmalig mit zwei Treffern. Vor allem Vaidas Dilkas wirbelte wie aufgezogen. Mehrfach löste er Eins-Eins-Situationen zu seinem Vorteil auf und ließ die Wolfener Torleute die Bälle aus dem Netz holen. Sein neunter Treffer markierte das 20:16 (45). Zuvor verletzte sich Matthias Nistroij während eines Zweikampfes mit Vasile Sajenev am Kopf und schied aus. Ebenso musste Hendrik Hein, allerdings nach einer Tätlichkeit ( Ellbogencheck) gegen Andreas Grube in der 46. Minute das Spielfeld für den Rest des Spiels räumen. Jetzt hatte auch die HG 85-Abwehr Wolfens gefährlichsten Rückraumspieler Christian Peschek unter Kontrolle. Ihm gelangen nur noch vier Tore, zwei davon vom Siebenmeter-Punkt. Er und seine Mitspieler bissen sich an der aggressiven Deckung der Hausherren, die mit zunehmender Spieldauer immer mehr an Stabilität gewann, die Zähne aus. In der 57. Minute beim Spielstand von 28:23 brach von Linksaußen Andreas Grube endgültig den Bann und den Willen der Fuhnestädter. Wolfens Rückraum entfaltete immer weniger Druck, die Würfe büßten hinsichtlich Qualität und Quantität zunehmend ein. Zu viele Versuche landeten am Innenblock der Köthener, der zur Sperrzone zementiert wurde. Durchbrachen ihn die Wolfener dennoch, waren sie eine sichere Beute von Stig-Top Rasmussen. Da sich die Konzentration des Gegners immer stärker auf Vaidas Dilkas richtete, nutze Rene Uelsmann und Vasile Sajenev innerhalb der letzten zwei Minuten die Lücken, die sich dadurch boten und führten ihr Team in die Glückseeligkeit.

Spielplan: 5. (0:2) – 10. (4:4) – 15. (7:6) – 20. (9:7) – 26. (10:12) – 30. (11:14) --- 35. (14:14) – 38. (17:15) – 45. (20:16) – 49. (22:19) – 52. (23:22) – 55.(26:22) – 57. (28:23) – 58. (28:25) – 60. (30:27)

Aufstellung HG 85:
Stig-Top Rasmussen, Patrick Tuchen ; Vaidas Dilkas13, Sebastian Fende, Andreas Grube 9/3 , Jan Jungandreas 4, Thomas Karl, Vasile Sajenev 2, Rene Uelsmann 2, Mario Schellbach
7 Meter:
Köthen 8/5 – Wolfen 10/8
2-Minuten-Strafen:
Köthen 8 - Wolfen 8 ( zwei rote Karten)

Antworten:

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