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HBFan, Frank Paulat

Vorbericht zum Derby Halle vs. Köthen

Startbeitrag von Frank Paulat am 22.03.2006 13:56

Um mal wider zum Sportlichen überzuleiten, hier der Blick auf das Derby HC Einheit Halle - HG 85 Köthen. Wir freuen uns auf eine spannende und faire Partie, wie in den zurückliegenden Jahren.


Derbyklassiker im BiZ

HCE will gegen Köthen in die Erfolgsspur zurückfinden / Schello kehrt „heim“
Zweite im Vorspiel gegen Irxleben

Von Frank Paulat

Am kommenden Samstag wird die Sporthalle am Bildungszentrum mal wieder aus allen Nähten platzen, wenn der HC Einheit Halle ab 19.30 Uhr das Team der HG 85 Köthen zum ewig jungen Duell bittet. Während es für die Gäste aus Köthen bereits das zweite Derby in Folge ist, am letzten Samstag wurde in eigener Halle Wolfen mit 30:27 bezwungen, bildet das Spiel für den HCE den diesjährigen Derbyauftakt, werden doch neben der HG in dieser Saison auch noch die Teams aus Staßfurt, Oebisfelde und Wolfen im BiZ gastieren.

Das Derby gegen Köthen hat aus Sicht des HCE jedoch einen ganz besonderen Stellenwert. Alle Spiele in den letzten Jahren waren heiß umkämpft, boten neben Spannung pur auch so manch kleine Geschichte, die noch immer für reichlich Gesprächsstoff in beiden Fanlagern sorgt.

Für einen, der noch im letzten Jahr als Kapitän das Dress des HCE trug, dürfte der kommende Samstag ebenfalls ein nicht ganz alltägliches Punktspiel werden, auch wenn er selbst zumindest äußerlich recht gelassen wirkt: „Ich gehe recht entspannt ins Derby, sehe das Ganze mittlerweile lockerer, als noch vor zwei bis drei Jahren.“ Gemeint ist Mario Schellbach, den es bereits zweimal in seiner Laufbahn von Halle nach Köthen verschlagen hat und der nun mit der HG 85 an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.
„Schello“, der im Hinspiel verletzungsbedingt tatenlos mit ansehen musste, wie Köthen in der ersten Hälfte vom HCE fast vorgeführt wurde, will am Samstag seinen Teil dazu beitragen, die Hinspielpleite wettzumachen (22:25), auch wenn er selbst nach seiner schweren Verletzung noch nicht zu alter Form zurück gefunden hat. „Ich bin körperlich noch lange nicht wieder der Alte, dazu fehlt mir einfach zu viel Spielpraxis. Vor allem im Abschluss ist die Sicherheit früherer Tage noch nicht wieder da, dazu ist mein Trainingsrückstand einfach noch zu groß.“ Dennoch rechnet er sich für sein Team in Halle einiges aus: „Die Chancen stehen 50:50, da der Heimvorteil bei so einem Derby eigentlich kaum eine Rolle spielt. Einheit steht zu Hause unter größerem Druck gewinnen zu müssen, als wir.“

Diesen Druck will HCE-Coach Helmut Röder jedoch von seinem Team nehmen und für die nötige Lockerheit seiner Mannen sorgen. Besonderer Maßnahmen zur Einstimmung auf das Derby bedarf es allerdings seiner Ansicht nach nicht: „Vor so einem Spiel brauche ich keinen extra zu motivieren, da wissen alle worum es geht.“ Auf die Erfolgsaussichten am Samstag angesprochen, gibt sich Röder optimistisch: „Das Hinspiel hat gezeigt, dass uns Köthen von der Spielanlage her liegt. Wenn wir Dilkas in den Griff bekommen und unser schnelles Konterspiel aufziehen können, sollten wir gute Chancen haben, den Hinspielerfolg zu wiederholen.“

Röder kommt damit gleichzeitig auf den wohl derzeit gefährlichsten Akteur in den Reihen der Köthener zu sprechen, denn Aufbauspieler Vaidas Dilkas ist derzeit in Topform. Er war am letzten Samstag gegen Wolfen Dreh- und Angelpunkt im Köthener Angriffsspiel, steuerte selbst 13 Treffer bei. Neben ihm wird auch auf den erfahrenen Sajenev im Rückraum zu achten sein, der nach seiner Verletzung zum Saisonbeginn immer besser in Fahrt kommt. Ganz besonders motiviert dürfte auch der Ex-Hallenser Stig Top-Rasmussen im Tor der HG sein, der im Hinspiel zu den Besten seines Teams zählte und mit seinen Paraden in der zweiten Hälfe fast noch die Wende einläutete.

Der HCE wird aller Voraussicht nach in Topbesetzung ins Derby gehen können, auch wenn hinter dem Einsatz von Steffen Grundmann noch ein kleines Fragezeichen steht.
„Steffen hat sowohl in der vergangenen Woche als auch zu Wochenbeginn wegen starken Reizhustens nicht trainieren können“, so Röder. Er hofft jedoch, dass sich sein Linksaußen noch rechtzeitig berappelt, denn gerade seine Konterqualitäten werden am Samstag besonders gefragt sein.

Bei den Spielern des HCE ist die Vorfreude das Spiel des Jahres groß. „Alle Spieler sind heiß. So ein Derby ist fast schon ein Selbstläufer, das will jeder unbedingt gewinnen“, meint Rechtsaußen Axel Steinbach, der im Hinspiel ohne Torerfolg blieb und sich für Samstag deshalb viel vorgenommen hat.

Auch wenn es also eigentlich keiner besonderen Motivation der Spieler des HCE bedarf, so sei abschließend noch angemerkt, dass dem HCE mit einem Sieg am Samstag das Kunststück gelingen könnte, erstmals in einer Saison beide Duelle gegen Köthen zu gewinnen.


Nicht nur aufgrund der begrenzten Zuschauerkapazität des BiZ sei den halleschen Handballfans ein rechtzeitiges Kommen nahe gelegt, sondern auch weil bereits ab 17.00 Uhr im BiZ gute Handballkost geboten wird, wenn im Warm-Up-Spiel zum Derbykracher die Oberligareserve des HCE auf den SV Irxleben trifft.
Die Renner-Schützlinge, die bis auf Feger und Müller am letzten Wochenende in Landsberg restlos enttäuschten, sind gegen das erfahrene Team aus Irxleben zum Siegen verdammt, denn nur noch ganze drei Punkte trennen den HCE II vom ersten Abstiegsrang. Doch der aktuelle Tabellenzweite aus Irxleben, der am letzten Samstag den Tabellenführer und bereits vorzeitig feststehenden Regio-nalligaaufsteiger aus Jessen mal eben mit 29:20 auf die Heimreise schickte, geht als klarer Favorit in die Partie. Nur mit einer erheblichen Leistungssteigerung kann sich der HCE II deshalb berechtigte Hoffnungen auf einen Doppelpunktgewinn machen.

Antworten:

von der Homepage der HG 85 entnommen

Nächstes Derby steht an

Das nächste Anhalt-Derby wirft seine Schatten voraus. Der HG 85 -Tross startet am Samstag gen Süden, wo es um 19.30 Uhr im Bildungszentrum Halle-Neustadt zum Duell mit dem HC Einheit Halle kommt.
Köthens Abwehrstratege Mario Schellbach prognostiziert im Vorfeld das zu erwartende Ereignis gegen seinen ehemaligen Verein zwiespältig: „Die Chancen stehen 50:50 wie vor jedem Derby. Wenn wir allerdings die Konter unseres Gegners im Positionsangriff verhindern können, sind wir die Stärkeren. Lassen wir die Gegenstöße wie im verlorenen Hinspiel zu, sieht es düster aus." Im Gleichklang analysiert Trainer Rene Linkohr die Ausgangslage und betont, dass seine Mannschaft vor einer schweren Auswärtshürde steht: “Wir müssen auf jeden Fall von Anfang an eigene leichtfertige Ballverluste minimieren und in der Rückwärtsbewegung gut arbeiten, um die Stärke des Gegners, das Gegenstoßverhalten, zu unterbinden. Der Angriff muss die Abschlüsse diszipliniert vollziehen.“

Die Eleven von Halles Trainer Helmut Röder sind im Kampf um einen gesicherten Regionalligaplatz für die nächste Spielzeit bereits jetzt mit einem Punktestand von 23:27 am Ziel. Sie trennen sechs Zähler von einem Abstiegsplatz. Da kommen mit Sicherheit einige hinzu, denn von noch acht ausstehenden Spielen können sie fünf vor dem eigenen begeisterungsfähigen Publikum austragen. Drei davon sind Anhalt-Derbys, nämlich gegen Staßfurt, Oebisfelde und Wolfen. Schwieriger wird es allerdings, gegen den Spitzenreiter Achim-Baden und die HSG Barnstorf-Diepholz zu punkten.

Mit bis jetzt elf Siegen, einem Unentschieden und dreizehn Niederlagen wird der HC keinesfalls zufrieden sein, denn seine Saisonzielstellung lautete, am Ende unter den ersten fünf Mannschaften zu sein. Zugegeben, die Verletzungen wichtiger Leistungsträger wie Dmitry Radkevich und Neuzugang Matthias Zänsler sowie der Ausfall von Stefan Schöne waren durch die Nachwuchskräfte nicht zu kompensieren. Dass man aber gegen den bereits feststehenden Absteiger MTV Braunschweig und die TG Münden beide Punkte in der Saalestadt verlor, dürfte zu den Negativerlebnissen der Anhänger des Vereins gehören. Nur 11:11 Punkte in den Heimspielen, das entspricht nicht dem Anspruch der Offiziellen. In fünf aufeinander folgenden Heimpartien erspielte sich der HC nur fünf Zähler. Je zwei gegen Duderstadt und Edewecht und einen gegen Bremervörde. Gegen Glinde (27:31) und Hameln (31:32) hatte man das Nachsehen. Letzten Samstag besiegte auch der Tabellenzweite Hatten-Sandkrug (32:27) die Saalestädter.

Trotz dieser Ausgangslage geht die Truppe von Rene Linkohr gewarnt in die Auswärtspartie, denn sie verlor das Hinspiel 22:25 in der Heinz-Fricke-Halle. Schon zur Halbzeit (7:15) waren alle Messen gesungen. Nur einer präsentierte sich in der Form, die ausgereicht hätte, die Hallenser zu besiegen - Torhüter Stig-Top Rasmussen. Der Däne zeigte 13 Glanzparaden und hielt 5 von 9 Strafwürfen. Im zweiten Durchgang starten die Bachstädter eine Aufholjagd, die aber erfolglos blieb. Wenigstens einen (Teil)-Erfolg könnten sie, den glanzvollen Auftritt in der zweiten Halbzeit gegen die HSG Wolfen am letzten Freitag allerdings wiederholend, durchaus diesmal erringen. Berechtigte Hoffnung gibt zum einen die Leistung der Abwehr und erfreulicherweise auch des Angriffs, in dem Sebastian Tietz wieder mit dabei sein wird. Er, der im Hinspiel fünf Tore warf, kann am Kreis mit für „die Musik“ auf dem Spielfeld sorgen. Vaidas Dilkas (bisher 189 Tore) und Andreas Grube (105) sind dazu augenblicklich auf jeden Fall in der Lage. Immerhin erzielten sie in den letzten fünf Spielen, in denen die Köthener 143 Tore warfen, davon 59 % der Treffer. Zu den Säulen beim HC zählen der Linksaußen Steffen Grundmann (führt die interne Torschützenliste mit 140 Toren an) und im rechten Rückraum Christoph Auer (129). Auch Kreisläufer Thomas Hollstein (118) gehört dazu. In letzter Zeit machten auch der Litauer Tautvydas Mikalauskas (90) auf sich aufmerksam.

Das Spiel leiten die Unparteiischen Lewaskewicz/Radtke.

von HBFan - am 23.03.2006 19:24
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