VORBERICHT: HG 85 Köthen -HC Aschersleben

Startbeitrag von Jpg. am 05.12.2006 08:02

Am Freitagabend Tabellenschlusslicht nicht unterschätzen

Am Freitag um 19.30 Uhr empfängt die HG 85 den Handballclub aus dem 42 km entfernten Aschersleben zum ersten Anhaltderby in der heimischen Heinz-Fricke-Sporthalle. Schiedsrichter sind die Herren Foltyn und Möller.
Nach Abschluss der Oberligasaison 05/06 verweigerte zuerst der Tabellenerste Jessener SV 53 und dann auch der –zweite SV Irxleben 1919 nach reichlicher finanzieller Abwägung den Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse Deutschlands. Der Tabellendritte HC Aschersleben war mutig und wagte den Schritt ins Abenteurer, das mit einer anderen Finanzausstattung als in der Oberliga zu bewältigen ist.

Also rüstete man das Umfeld und den Personalbestand der 1. Männermannschaft auf. Dabei baut der Verein auf den Ungarn Ferenc Szam, der mit 196 Treffern erfolgreichster Torjäger der vergangenen Oberliga-Saison war. Ebenso gehört Torhüter Thomas Reuner mit seiner Regionalligaerfahrung, die er auch bei der HG 85 Köthen sammelte, zu den Stützen des Teams. Stabilität soll auch die Verpflichtung von Enrico Gutowski (einst bei der HG 85 und zuletzt beim SV Anhalt Bernburg) gewährleisten. Des weiteren bediente man sich aus den Angeboten umliegender Vereine und verpflichtete Gordon Müller (RL/SC Magdeburg), Daniel Wessig (RL/SC Magdeburg), Nico Meckel (KM/GW Wittenberg- Piesteritz), Andreas Bäuerle (HSV Haldensleben), Enrico Lampe (TSG Calbe) und Torhüter Denis Zeidler (SV Wacker 09 Westernegeln). Neuzugang Johannes Lässing, kam aus Plauen, gab am letzten Freitag sein Heimdebüt. Fünf Oberliga-Spieler verließen den Verein. Der Tabellenletzte hat sich mit Sicherheit die Existenz in der Regionalliga erfolgreicher vorgestellt, denn von bisher 28 möglichen Pluspunkten holte man nur zwei und die zu Hause gegen einen Mitkonkurrenten im nervenaufreibenden Abstiegskampf. Und wie es eben im Sport üblich ist, wenn sich Erfolge nicht einstellen, ist der Trainer das erste Opfer bei den Korrekturüberlegungen. So musste Co-Trainer Frank Seifert, der schon zu Oberligazeiten den glücklosen Jörg Flechtner abgelöst hatte und mit dem derzeitigen Regionalligakader Verlustspiele in Serie seinem Publikum präsentierte, diese Demütigung am eigenen Leibe verspüren. Nach der Heimniederlage seines Teams gegen die SV Oebisfelde zog der Vorstand die Reißleine. In der darauf folgenden Auseinandersetzung gegen Concordia Staßfurt saß bereits der neue Coach Nils Lässig auf der Bank. Er trainierte zuvor die Frauenmannschaft des HSC 2000 Magdeburg (2. Bundesliga). Drei weitere Spiele blieben erfolglos. Schließlich dann der erste Saisonerfolg gegen den Lehrter SV.

Inzwischen zeichnet sich eine qualitative Veränderung ab, wird die Handschrift des Übungsleiters deutlich. Gegen den Spitzenreiter SV Eintracht Glinde lieferte der Tabellenletzte am letzten Freitagabend im eigenen „Wohnzimmer“ einen großen Kampf und verlor nur knapp 35:37 (17:18). Bester Werfer war Enrico Gutowski. Er vernaschte bei seinen 10 erzielten Toren immer wieder die Gäste-Abwehr. Zudem waren beide Eintracht-Torhüter gegen seine Würfe machtlos. Die Bachstädter sollten den Aufwärtstrend des HC sehr ernst nehmen. Immerhin hat Aschersleben in den letzten beiden Auswärtsspielen 69 Tore erzielt. Auffälligste Werfer waren dabei Kreisläufer Andreas Bäuerle und Daniel Wessig mit je 17 Toren. Die Gäste-Offensive muss sich darauf gefasst machen, dass mit dem Wiedereinsatz von Thomas Karl die HG 85-Abwehr zu ihrer alten Stärke zurückfinden wird. Der Weg zum Torerfolg dürfte damit weitaus schwieriger werden. Das sollte auch das Anliegen der Torhüter Patrick Tuchen bzw. Sebastian Loske sein. Von der Offensive der Bachstädter erwarten die Fans, dass sie die Löcher in der schwächsten Abwehr der Liga (465 Gegentoren) rigoros ausnutzen weiß. Es sind zwölf Plätze in der Tabelle, die Köthen von Aschersleben derzeit trennen.

Es ist jedoch zu befürchten, dass sich der auf dem Papier bestehende Leistungsunterschied in dieser Partie nicht bestätigen muss. Bisher kam kein souveräner Heimsieg gegen Mannschaften der unteren Tabelle zustande. Gegen den VfL Horneburg (28:25) und die SV Alfeld (29:27) war die Frage nach dem Sieger bis in die Schlussminuten offen.

Quelle: www.hgkoethen.de

Antworten:

Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.