HG 85 schenkt Staßfurt zwei Punkte

Startbeitrag von Jpg. am 15.12.2006 21:07

Quelle: www.hgkoethen.de

Concordia Staßfurt gegen HG 85 Köthen (24 : 22)

Zu viele Mängel im Angriff

Ohne Donatas Puikis, der wegen seiner Disziplinlosigkeit im letzten Heimspiel gesperrt war, leistetet die HG 85 gegen die Concordia Staßfurt lange entschlossen Widerstand, doch musste sie am Ende klein beigeben und verlor 22:24 (13:14), weil ihr zu einem Sieg einfach im Angriff die letzte Konsequenz fehlte.
Sie führte nur zweimal und tat sich gegen die kompakte Staßfurter Abwehr schwer, kassierte nach Ballverlusten oder vergebenen Chancen einen Gegenstoß nach dem anderen. Erneut wurde sichtbar, dem Große -Team fehlt ein Antreiber auf der Mitte, der Kreativität und regionalligataugliches Können besitzt.

Ein Spiel mit einer solchen Fehlerquote im Angriff, einem schwachen Überzahlverhalten, inklusive einem vergebenen Strafwurf war eine zu große Hypothek für ein Erfolgserlebnis, das durchaus erreichbar gewesen wäre. Denn der Gastgeber riss mit seinem Auftritt auch keine Bäume aus, gewann aber durch seinen mentalen Vorteil, tiefgründiger motiviert gewesen zu sein und aggressiver im Angriff gespielt zu haben. Zwar schickten die beiden Schiedsrichter Falkenthal und Kohlschmidt in die Kombinationsabläufe der Köthener ein paar sonderbare Pfiffe, die nicht nachzuvollziehen waren, aber das war nicht der Grund der Niederlage. Vielmehr wurden die Angriffe nicht ausgespielt, den Zuspielen fehlte es an Präzision und zu viele Torwürfe verfehlten ihr Ziel. Diese Abschlussschwäche war zwischen der 8. und 23. Minute besonders auffällig, als allein Marcel Kilz fünf Mal der Ausgangspunkt zu Gegentoren der Hausherren war. Herausragende Persönlichkeit auf dem Parkett war Thomas Thiele mit 11/1 Toren. Aber das allein reichte nicht.

Vier Minuten dauerte die Abtastphase, ehe Thomas Thiele das erste Tor (0:1) markierte. Bis zur 13. Minute gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. Thomas Thiele war zu diesem Zeitpunkt der stärkste Köthener. Er erzielte vier seiner sechs Tore in Halbzeit eins. Dann riss bei den Gästen plötzlich der Faden, eine misslungene Aktion reihte sich an die andere. Mittelmann Marcel Kilz schickte die Lederkugel wiederholt unpräzise zu seinen Mitspielern, Daniel Andrä suchte stereotyp den Abschluss und fand ihn nicht. Von den Außenpositionen wurde zu wenig Druck ausgeübt. So war es nicht verwunderlich, dass die Concordia bis zur 21. Minute schon mit sechs Toren (13:7) führte. Zuvor wechselte Jens Große den bis dahin glücklosen Patrick Tuchen gegen Sebastian Loske im Tor aus, nahm Marcel Kilz aus der Partie und schickte Ants Benecke ins Rennen. Erst der kuriose Treffer von Torhüter Sebastian Loske (13:8/24.) entpuppte sich als Startschuss zu einer Aufholjagd, die zur Folge hatte, dass der Köthener Angriff seine Bremsklötze löste und die Concordia in arge Bedrängnis brachte. Denn der gelang bis zum Halbzeitwechsel kein Treffer mehr. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch die HG 85 –Abwehr, aus der sich zwischenzeitlich Mario Schellbach (Rote Karte/23.) verabschiedete. Der Ein-Tor-Rückstand (14:13) am Ende des ersten Durchgangs gab Anlass zur Hoffnung.

Gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte rückten beide Torhüter ins Rampenlicht. Zuerst parierte Sebastian Loske einen Strafwurf von Sebastian Retting und dann war Andreas Stops Sieger gegen Sebastian Tietz, der ihn von der markanten Linie nicht überwinden konnte. Umgehend setzte sich die Concordia durch zwei Treffer von Alexander Weber und einen von Maximilian Haase auf drei Tore ab. Danach gab der Gast mit endlich mehr Kreuzbewegungen und Spieldisziplin der Concordia einige Rätsel auf. Und als auch die Abwehr ihre Intensität steigerte und einige Male ein paar Staßfurter Bälle stahl, zogen die Köthener innerhalb von vier Minuten von14:17 auf 18:17 davon. Aber dann schlug das Pendel wieder zurück, zumal fünf Minuten später für Georg Eulitz (dritte Zeitstrafe) die Partie zu Ende war. Maik Abel und Sebastian Retting sorgten mit ihren Treffern dafür, dass Staßfurt in der 56. Minute 23:20 vorentscheidend führte. Thomas Thiele und Daniel Andrä verkürzten zwar auf 23:22/59., aber Staßfurt hielt clever dagegen.

Aufstellung:
Patrick Tuchen, Sebastian Loske 1; Daniel Andrä 4, Ants Benecke 1, Georg Eulitz, Andreas Grube 1, Thomas Karl , Marcel Kilz 1, Matthias Lache, Mario Schellbach, Thomas Thiele 11/1, Sebastian Tietz 3, Rene Uelsmann

Siebenmeter:Staßfurt 2/1 - Köthen 2/1

Zwei-Minuten-Strafen:Staßfurt 6 – Köthen 7 ( Rote Karte für Mario Schellbach/24. und Georg Eulitz 47.)

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