Vorbericht TSG Hatten-Sandkrug vs. Vfl Edewecht

Startbeitrag von Mexx am 02.02.2007 08:46

Donnerstag, den 01.02.2007:

Edewecht kommt vor dem Derby in Sandkrug nur schwerlich in Stimmung

VfL am Freitag beim angeschlagenen Lokalrivalen zu Gast – Ungewißheit über Austragung

Edewecht. Es ist gerade einmal acht Monate her, da gastierte die TSG Hatten/Sandkrug im Derby und Abschlussmatch der letzten Saison beim Lokalrivalen VfL Edewecht, schloss die Saison trotz einer 27:28-Niederlage mit einem guten dritten Platz ab und kündigte in der anschließenden Pressekonferenz durch Trainer Klaus Kröger für die kommende Saison den Sturm auf die Tabellenspitze an.

Von dieser klaren Ansage und der Zielsetzung „Aufstieg in die zweite Bundesliga“ ist nach der Hälfte der diesjährigen Spielzeit aber nicht mehr viel übrig geblieben. Nach einer sportlichen Krise zu Saisonbeginn, die den selbsternannten Aufstiegsfavoriten frühzeitig aus dem Titelrennen manövrierte, gesellte sich nun auch noch eine finanzielle dazu, die mittlerweile offenbar gar den gesamten Leistungshandball bei der TSG gefährdet.

„Das ist keine gute Entwicklung“, sorgt sich auch VfL-Manager Manfred Trepper um die Lage beim Lokalrivalen und empfindet dabei wenig Schadenfreude: „Derbies sind immer das Salz in der Suppe einer langen Saison und halten das Interesse am Handball in der Region hoch. Und da die TSG der einzig verbliebene, echte Lokalrivale ist, wäre es nur zu schade, wenn sie sich nun aus der Regionalliga zurückziehen müsse.“

Sportlich gesehen, sollte einem Verbleib in der dritthöchsten deutschen Spielklasse eigentlich nichts im Wege stehen. Die TSG hat dafür bereits jetzt schon genügend Punkte gesammelt. Doch wie steht es finanziell nun wirklich um die Landkreis-Oldenburger? Kann der Spielbertrieb überhaupt noch bis zum Ende dieser Saison aufrecht erhalten werden?

Fragen, die natürlich auch die Edewechter beschäftigen, denn nachdem die TSG bereits das letzte Auswärtsspiel in Köthen kampflos abgeben musste (ein Großteil der Spieler, die seit mehreren Monaten keine Gehälter mehr bezogen hatten, waren nicht mehr bereit anzutreten bzw. hatten in der Zwischenzeit bereits den Verein gewechselt) und keine spielfähige Mannschaft stellen konnte, fragt man sich auf Seiten der Ammerländer ernsthaft, ob das anstehende Lokalderby am Freitagabend um 20.30 Uhr (Schulzentrum Schultredde in Sandkrug) überhaupt stattfindet.

„Wir bereiten uns so vor, als würde es ganz normal stattfinden. Und so lange wir offiziell nichts anderes erfahren, bleibt das auch so“, stellt VfL-Trainer Holger Niekamp ganz klar fest. Allerdings sei die Arbeit im Training zurzeit nicht so ganz einfach. „Natürlich wird innerhalb der Mannschaft derzeit, und gerade nach dem Hattener Spielausfall in Köthen, viel darüber spekuliert. Die Konzentration auf das Wesentliche leidet darunter schon ein wenig“, klagt er. Es wäre ihm schon daran gelegen, „wenn da mal Klarheit herrsche.“ Laut Aussagen der TSG-Führung vom vergangenen Wochenende, sollte in einer klärenden Sitzung am Dienstagabend darüber entschieden werden, wie es in den kommenden Wochen weitergehe. Doch bis heute ist aus dieser Sitzung noch nichts bekannt geworden.

Hinzu kommt, dass die VfLer in den letzten sieben Wochen gerade einmal zwei Pflichtspiele zu bestreiten hatten, daraunter auch noch ein wenig aussagekräftiges Pokalspiel beim Oberligisten Neerstedt. „Wir wissen momentan noch gar nicht so richtig, wo wir stehen“, tappt Niekamp noch ein wenig im Dunkeln. Immerhin, bis auf Daniel Heisig, der sich bekanntlich im bislang einzigen Punktspiel in diesem Jahr in Staßfurt verletzte und mittlerweile erfolgreich an der gerissenen Achillessehne operiert wurde, und den noch trainingsrückständigen Sebastian Steinert, hat Niekamp alle an Bord.

Gegen eine nach den Abgängen von Schulte (zurück nach Bissendorf), Bengtsen (zurück nach Dänemark), Mosel (Barnstorf), de Carlos (zurück nach Spanien) und Ruckh (suspendiert) in weiten Teilen veränderte und sowohl am morgigen Freitag, als auch für den erstlichen Saisonverlauf wohl auf die Unterstützung aus der Zweitvertretung angewiesene TSG-Sieben, sollte auch eine sich noch nicht ganz wieder im Rhythmus befindende VfL-Mannschaft siegreich das Parkett verlassen können. Immerhin konnten die Ammerländer ja bereits das Hinspiel – und damals noch gegen das komplette TSG-Ensemble – deutlich mit 31:23 für sich entscheiden...

Quelle: Online-Redaktion VfL Edewecht (01.02.2007)


...heute Abend wissen wir mehr....

...Wer coacht eigentlich die TSG ????...

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