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Forum der Handball-Regionalliga- Nord
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rotznase, mulf, Mexx, Handballfuchs, Lewap15, Besserwisser, Knubbel83

TSG trennt sich von "Hatter-Handball"

Startbeitrag von rotznase am 02.02.2007 10:45

(Nordwest-Zeitung - Freitag, 02. Februar 2007)


REGIONALLIGA Gehälter stehen weiter aus – Neues Trainer-Trio – Heute Abend Derby gegen Edewecht

Neue alte Gesichter bei der TSG

Stephan „Eddi“ Janßen

Alter: 41

Beruf: Bankangestellter

Handball als Spieler: VfL Oldenburg, Neuenkruger TB

Handball als Trainer: u.a. Regionalliga-Frauen VfL Oldenburg, Oberliga-Frauen BV Garrel, mehrere Jugendmannschaften

Das neue Trainergespann der TSG Hatten-Sandkrug besteht aus Stephan Janßen, Hauke Rickels und Andreas Szwalkiewicz.

Janßen und Rickels kennen sich gut aus ihrer gemeinsamen Arbeit als Trainer im HVN-Stützpunkt in Metjendorf.

Auf dem Spielfeld soll Andreas Szwalkiewicz das Heft in die Hand nehmen. Janßen kennt das Team aus seiner Tätigkeit als TSG-Torwarttrainer. Rickels wird Experte für Spieler der zweiten Mannschaft.

Hauke Rickels

Alter: 32

Beruf: Angehender Referendar für Haupt- und Realschule

Handball als Spieler: Jever, VfL Oldenburg, Bürgerfelder TB, TSG Hatten-Sandkrug

Handball als Trainer: TSG II, Jugendauswahl, HVN-Stützpunkt Metjendorf

Die Sandkruger bekommen eine Mannschaft für das Spiel zusammen. Aus dem ursprünglichen Kader werden nur noch fünf Akteure auf dem Platz stehen.

Von Christian Schwarz
SANDKRUG - Die Zusammenarbeit der TSG Hatten-Sandkrug mit der Hatter-Handball Sports Agency Ltd und ihren Geschäftsführern Dieter Meivers und Klaus Kröger ist beendet. Nachdem die Regionalliga-Handballer auch nach einer erneut eingeräumten Frist keine Gehälter erhalten hatten, handelte der Vorstand der TSG. „Wir haben das Heft nun in die Hand genommen“, sagt der erste Vorsitzende Jens Büsselmann. Für das Punktspiel heute Abend um 20.30 Uhr gegen VfL Edewecht werde die TSG definitiv ein Team aufs Feld schicken.

Aus den Reihen der ersten Mannschaft werden noch fünf Akteure mit dabei sein, Spieler der zweiten Mannschaft springen ein. Da Klaus Kröger auch nicht mehr als Trainer im Amt ist, werden seine Aufgaben während des Spiels auf drei Köpfe verteilt. Co-Trainer Andreas Szwalkiewicz, der Coach der zweiten Mannschaft, Hauke Rickels, und Stephan Janßen, der auch schon kurz als Torwarttrainer der TSG gearbeitet hatte, werden die Truppe betreuen. Für das Derby heute Abend setzt das Trainer-Trio auf den Überraschungseffekt. Ihm ist aber bewusst, dass das Saisonziel nur Klassenerhalt lauten kann. Mit neun Punkten Vorsprung vor den Abstiegsrängen ist die Regionalliga keineswegs sicher.

Nach der schlechten Nachricht, dass weiterhin kein Geld von Seiten der Hatter-Handball fließe, haben sich die Verantwortlichen zusammengesetzt. Hauke Rickels erarbeitete einen Plan, nach dem für die kommenden Wochen sicher gestellt sein soll, dass genügend Spieler aus der zweiten Mannschaft in die erste aufrücken können, ohne sich dort „festzuspielen“. Denn die TSG II braucht ihre Spieler auch dringend, die Qualifikation für die neue eingleisige Landesliga steht auf dem Spiel.

Will die erste Mannschaft in der Liga bleiben, wird eines unerlässlich sein, das ebenso schwierig ist wie selbstverständlich – es muss eine Mannschaft da sein, die spielt. Dass die fünf Spieler der TSG I weiterhin mit dabei sein werden, ist keine Selbstverständlichkeit. Am 15. Februar endet die Wechselfrist. Wenn bis dahin kein schlüssiges Konzept vorliegt, wie es in den nächsten Monaten weitergehen soll, drohen auch sie zu gehen. Das wäre umso ärgerlicher, als dass die Beteiligten hinter den Kulissen erhebliche Mühen auf sich nehmen, um eine Lösung zu finden. „Gerade die Abteilungsleiterin Handball, Edith Ruge, hängt sich voll rein“, sagt Hauke Rickels, „sie bleibt dabei die Ruhe selbst.“

Weniger ruhig ist die Situation zwischen der TSG und dem Ex-Partner Hatter-Handball. Der Vorstand hat deren Geschäftsführer nun aufgefordert, zu erklären, welcher Sponsor seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen sei, wie es in der offiziellen Begründung der Finanzmisere hieß. Abgesehen von den sportlichen Problemen kommen noch finanzielle auf die TSG zu. Denn hochklassiger Handball wird auch in Zukunft nicht umsonst zu bekommen sein. Vertrauen bei Sponsoren muss wieder aufgebaut werden. Die TSG erwartet eine Menge Arbeit – und den VfL Edewecht.

Antworten:

Na endlich möchte man sagen!
Jetzt kann wieder konstruktiv gearbeitet werden.
Die Trennung vom "Finanziellen Träger" ist vollzogen, jetzt hat der Verein (und nur der Verein) wieder das Heft in der Hand.
Die 2. Herren gewährleistet zusammen mit den verbleibenden aus der 1. den Spielbetrieb und setzt damit ein deutliches Zeichen für den Verein.

Das Finanztheater ist noch nicht endgültig aufgeklärt (wird es meiner Meinung nach auch nie werden!), aber deutlich in den Hintergrund gerückt!

Es wird wieder Handball gespielt!

Ich hoffe auf (positive) sportliche Schlagzeilen.



von rotznase - am 02.02.2007 10:56
Welche Spieler sind denn geblieben ?



von Knubbel83 - am 02.02.2007 12:09
Swalkiewic

*Gerüchte-Mode ON*
Adnan Salkic
Muris Salkic
Elvis Brkic
*Gerüchte-Mode OFF*

*Spekulier-Mode ON*
Mitschke oder Ruckh
*Spekulier-Mode OFF*

Nichts genaues weis man nicht!
Lassen wir uns überraschen wer heute Abend aufläuft



von rotznase - am 02.02.2007 12:18
eigentlich halte ich mich aus solchen sachen raus, aber ich möchte gerne eine frage stellen, wenn sie vielleicht auch schon mal gestellt wurde:

warum lässt hatten sich auf leute ein, wo schon von anfang an bekannt ist, welche geschichten diesen "geschäftsführer" auf der stirn stehen. es ist über die region bekannt, wie diese person wirtschaftet. wir leben hier in einer handball-region. hätte man damals nicht eine andere lösung finden können? wer schon eine englische ltd. und keine gmbh gründet, der führt nichts gutes im schilde...ich glaube nicht, dass es aus kostengründen passiert ist.
ganz ehrlich, auch wenn ich es auf keinem fall hatten oder sonst irgendwem wünsche, aber etwas selbstgemachte leiden sind das schon, oder?

ich kenne noch hatten aus meiner "jugend" (bin jetzt 26) und da war hatten der traum aller jugendspieler. die standen da schlange. jetzt ist da nichts mehr von zu sehen, da auch der oben erwähnte seine hände im spiel hatte. statt auf die jugend zu setzen wurden immer mehr externe erfahrene spieler geholt. dann ist es klar, dass die jugend auch kein ziel mehr vor den augen hat.

gerade ihn hatten, so wurde erzählt, gab es eine starke identifikation mit dem verein. die halle war zu den zeiten auch voller, oder? man wollte den nachwuchs anschauen und nicht externe spieler.gut "exoten" braucht man, keine frage, aber der stamm sollte schon aus der "gegend" kommen.

Die letzten Kämpfer, die schon seit ihrer Jugend dabei sind, sind jetzt auch die spieler, die dem verein die treue halten. davor ziehe ich mein hut !

ich hoffe man lernt aus den fehlern....

von mulf - am 02.02.2007 12:27
Fokken, Kuper und Schimpf wurden nicht erwähnt.
Die kommen/kamen von der TSG.

Meine Meinung :

Den sogenannten Sponsor, der ausgefallen ist, hat es nie gegeben. Das damit verbundene Budget war ein Hirngespinst eines der Verantwortlichen von denen sich die TSG nun endlich getrennt hat.
Den brennenden Fragen sind die für das finanzielle Chaos Verantwortlichen aus dem Weg gegangen (keine Pressekonferenzen nach dem Spiel und keine Informationen gegenüber den Verantwortlichen vom Verein).
Das den Verursachern selber kaum ein Risiko entstanden ist, sieht man alleine daran, daß eben eine Ltd. und keine GmbH gegründet worden ist.

Gut ist die öffentliche Reaktion des Vereinsvorstandes, der jetzt ganz klar für einen Schnitt sorgt und dieses unsegliche Theater beendet.

Fakt ist, daß es völlig in den Sternen steht, ob sich superkurzfristig jemand findet, der den verbleibenden Spielerstamm bezahlen will.
Wohl eher nicht mit dem Hintergrund.

Dann sieht es jetzt wohl nach einem Neuanfang mit unbezahltem Handball aus.



:-( :-( :(

von Mexx - am 02.02.2007 12:56
Natürlich muss man sich auf Vereins/Abteilungsseite Fragen wie
"warum holt man sich solche Leute ins Boot?",
"Sind falsche Prioritäten gesetzt worden?" oder
"Wer ist schuld an der insgesamt negativen Entwicklung?"
gefallen lassen.

Da das Kind aber nunmal in den Brunnen gefallen ist, macht es wenig Sinn diese Fragen JETZT zu stellen!
Momentan hat ganz klar das aktuelle Geschehen Priorität.

Desweiteren wird eine Aufarbeitung der letzten Jahre kaum öffentlich erfolgen.
Viel wichtiger ist, dass man intern die entsprechenden Konsequenzen zieht und sich wieder auf die (erfolgreiche) Arbeitsweise aus der Vergangenheit besinnt.

Und das die "Identifikation mit dem Verein" durchaus noch vorhanden ist, zeigt das Beispiel 2. Herren (hier wird noch unbezahlter Handball mit "Eigengewächsen" gespielt).
Hier stellt man sich in den Dienst des Vereins und springt ein, um zu retten was noch zu retten ist.



von rotznase - am 02.02.2007 12:56

Re: TSG trennt sich von

Adnan Salkic,Muris Salkic sind in Bremervörde im Gespräch!?

von Besserwisser - am 02.02.2007 13:03

Re: TSG trennt sich von

@ rotznase.

du hast recht, das kind ist im brunnen, dennoch muss sich der verein solche fragen gefallen lassen, wenn sie an ihrem image arbeiten wollen.

potentielle sponsoren werden auch solche fragen stellen, warum man so jemanden ans ruder lässt bzw. gelassen hat.

(wenn du ein gebrauchtwagen kaufst, möchtest du doch auch die vorgeschichte wissen, oder?)

ich möchte auch nochmal wiederholen, dass der 2. mannschaft, als auch die übriggebliebenen, die noch bleiben, ein großes maß an respekt verdienen, da sie diejenigen sind, die Hatten an leben erhalten wollen. ich wünsche ihnen deshalb viel glück und auch spaß in der verbleibenden restsaison.


ulf duda

von mulf - am 02.02.2007 13:40

Re: TSG trennt sich von

Viel ERFOLG Hauke.!!

von Lewap15 - am 03.02.2007 10:37

Re: TSG trennt sich von

Hatten sollte einen totalen Shlußstrich ziehen.
Also Zurücknahme des Teams.
Tolle Wettbewerbsverzerrung die die dort betreiben momentan.
Wie Emden damals, erst auf dick Kohle machen, ein Sponsor springt ab, und alles geht den Bach hinunter.
Tolle wirtschaftliche Aussichten!
Oder habe sich die "Macher" der "Hatter Handball" die Taschen vollgesteckt????????????????????????????????

von Handballfuchs - am 03.02.2007 23:12

Re: TSG trennt sich von

Vorstand kämpft um eine Zukunft in der Regionalliga

von Fabian Speckmann Hatten.
Als sich die Handballer der TSG Hatten gestern Nachmittag auf den Weg zur Kohlfahrt gemacht haben, werden sie neben den traditionellen Gaumenfreuden auch eine ordentliche Portion Erleichterung und Zuversicht im Gepäck gehabt haben. Es geht weiter, mit dem Handball in der Regionalliga. „Wir wollen die Saison ordentlich beenden“, sagt Abteilungsleiterin Edith Ruge.

Hinter der TSG-Führung liegen turbulente Tage. Weil die Hatter-Handball Sports Agency Ltd. ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Regionalliga-Mannschaft seit Wochen nicht mehr ganz nachgekommen war, drohte die Mannschaft auseinander zu brechen. Zum Spiel in Köthen waren die Hatter schon nicht mehr angetreten (der HR berichtete) und einige Spieler hatten den Verein bereits verlassen.
Der personelle Aderlass ist wohl noch nicht beendet, denn die Salkic-Brüder stehen vor einem Wechsel nach Bremervörde. Dennoch soll es bei der TSG weitergehen. Was letztlich zu den Problemen der Sports Agency geführt hat, ist weiter offen. Fest steht nur, dass die GVO als Hauptsponsor ihren Verpflichtungen immer nachgekommen ist. Unter die Zusammenarbeit mit der Agentur wurde ein Schlussstrich gezogen. „Das Kapitel ist beendet. Wir müssen jetzt selbst nach vorne gehen, mit unseren Sponsoren sprechen und die Möglichkeiten ausloten, die es gibt, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten“, erklärt Ruge. Sportlich möchte die TSG die Klasse halten, um für Werbepartner attraktiv zu bleiben. „Wir denken schon über die Saison hinaus auch an die Regionalliga. Die Leistungen der Sponsoren müssen auch einen Gegenwert haben“, sagt sie.
Allerdings ist offen, welches Personal den neuen Trainern fortan zur Verfügung stehen wird. Einen weiteren Spielausfall soll es nicht geben. „Jetzt müssen wir ausloten, wer es sich leisten kann, weiter für die TSG zu spielen. Die, die am Freitag gespielt haben, wollten uns helfen.“ Die Abteilungsleiterin ist allerdings optimistisch, auch in den nächsten Wochen eine Mannschaft stellen zu können, die den Klassenerhalt schaffen kann.


Für den Rest müßt ihr Kröger und Meiwers fragen....

von Mexx - am 04.02.2007 09:30
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