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Die A-B-B-F-G-H-J-L-M-M-P-R-S - Fußballmeisterscha
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
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der Trainer, Der Läufer

Valuev

Startbeitrag von der Trainer am 28.05.2009 12:19

Hallo Jungs,
am Samstag, 23 Uhr boxt unser Freund Nikolai. Zu sehen ist das Ganze in der ARD.
Trainer

Antworten:

Habe zu diesem Kampf gerade noch was im Internet gefunden.
Da es sehr lang ist, kann man es lesen, man muß es aber auch nicht....


Hier der Text:
FTD: Der echte und der wahre Champion
29.05.2009 - 18:17
Nikolai Walujew und Ruslan Tschagajew wollen in Helsinki ihr Vorrecht auf den WM-Titel im Schwergewicht klären. Der Kampf soll das diffuse Gezerre der vier Verbände beenden.

Den Zusatz auf dem Namensschild, der ihn als "Champion in Recess", Weltmeister im Wartestand, auswies, ließ er an entscheidender Stelle kurzfristig überkleben. Am liebsten wäre Ruslan Tschagajew ohnehin jenes Prädikat gewesen, das er zu diesem Anlass selbst kreiert hatte. "The Real Champion" stand auf der Rückseite des T-Shirts, in dem der 30-jährige Schwergewichtsboxer auf dem Podium im Valkoinen Saal in Helsinki erschien.

Vor seinem WM-Kampf, der ihn am Samstag in der finnischen Hauptstadt erneut mit Nikolai Walujew zusammenführt, demonstrierte der in Hamburg trainierte Usbeke Selbstbewusstsein. Und legte noch einmal nach.

"Woher hat er das Recht, sich Weltmeister zu nennen?", stichelte das sonst so wortkarge Kraftpaket am Montag gegenüber finnischen Medienvertretern - und meinte damit jenen Widersacher, den er vor zwei Jahren bezwingen, aber nicht von der Bildfläche vertreiben konnte. Es sind in der Tat merkwürdige Vorzeichen, unter denen dieser Rückkampf über die Bühne geht: Der damalige Sieger ist dabei erneut eher der Herausforderer, während der Unterlegene als Titelträger reüssiert. Wer jedoch der echtere Weltmeister nach Version der World Boxing Association (WBA) ist und wer nicht - darüber haben die leidgeprüften Kostgänger des wenig transparenten Showsports zuletzt lange debattieren dürfen.

Man hat sich schon seit Längerem daran gewöhnt, dass es den "Zeh Gottes", mit dem Schriftsteller Norman Mailer einst den Schwergewichtschampion verglich, heute in vierfacher Ausfertigung gibt -
weil vier leidlich etablierte Weltverbände sich das einträgliche Geschäft mit internationalen Titelkämpfen teilen.

Mit der Konfusion, die um ihren prestigeträchtigsten Gürtel entstand, hat die in Venezuela ansässige WBA in den vergangenen Monaten jedoch einen neuen Standard in gelebtem Chaos gesetzt. Plötzlich tauchten gleich zwei Titelträger nach Version eines einzigen Verbands auf: Der eine ein bisschen interimistisch, der andere mehr virtuell.

Das hat der bisher unbesiegte Tschagajew (25 Siege, 1 Unentschieden) nun davon, dass er zweimal vor dem brisanten Rückkampf mit Walujew passen musste. Im April 2007 war der gerade 1,85 Meter große Profi aus dem Universum-Boxstall noch gefeiert worden, als er den um 28 Zentimeter überlegenen Titelverteidiger aus Sankt Petersburg in Stuttgart auspunkten konnte.

Der knappe, aber verdiente Mehrheitsentscheid machte ihn nicht nur zum neuen WBA-Champion, sondern nach allgemeiner Auffassung auch zum besten Konkurrenten der Gebrüder Klitschko, die inzwischen über die drei übrigen Gürtel verfügen. Und er ließ Ästheten durchatmen: Bis auf Weiteres war es mit der Regentschaft des klobig-kolossalen Walujew vorbei.

Nach Tschagajews ereignisarmer Titelverteidigung gegen den Briten Matt Skelton (Januar 2008) scheiterte die russisch-usbekische WM-Revanche zunächst an einem Virusinfekt und später am Abriss der Achillessehne, die den Usbeken beim Sparring stoppte. Also führte die WBA Walujew nach dessen erneutem Sieg über John Ruiz als frischen Titelträger und Tschagajew als "Champion in Recess", der nach der Rekonvaleszenz erster Herausforderer werden sollte. Im Winter aber schossen die WM-Kämpfe ins Kraut. Walujew durfte den Gürtel in Zürich gegen den betagten Evander Holyfield verteidigen, Tschagajew kehrte in Rostock mit einem Punktsieg über den unbesungenen John Davis Drumond in den Ring zurück.

Kritik an Boxverbänden

Selten hat eine Affäre das zweifelhafte Gebaren vieler Boxverbände besser illustriert. Nach der weißen Nacht in Helsinki soll damit jedoch Schluss sein. Der Showdown in der Hartwall Arena ist die zweite WM in Finnland, seit Lokalheld Olli Maeki 1962 in Helsinki von Federgewichtskönig Davey Moore ausgeknockt wurde Und er findet hier statt, weil die Promotionsfirma seines Sohnes Pekka mit dem schwedischen Unternehmen Tailor Events die Rechte daran von Walujew-Promoter Sauerland Event erwarb.

Ein großes Ereignis für Finnland, wo das Boxen gerade wieder boomt. Und eine Schlüsselpartie für die Kontrahenten. Er habe auf diesen Tag zwei Jahre lang gewartet, sagte Walujew, weil er sich erst dadurch für die einzige Pleite in 51 Kämpfen revanchieren könne. Ähnlich freut sich Tschagajew, dass er die Situation jetzt "mit den Fäusten korrigieren" darf: "Es wird Zeit, endlich Klarheit zu schaffen."

Dann los Männer - wir sind für Nikolai - Ehrensache - so ein niedliche Bursche....
Gruß Trainer



von der Trainer - am 29.05.2009 16:37
- auch für diesen langen Artikel gibt es nur einen Punkt!


Gruß

Der Läufer

von Der Läufer - am 29.05.2009 17:56
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