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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Frau Klitzeklein

oh nein

Startbeitrag von Frau Klitzeklein am 26.02.2006 12:23

Ich muss doch sagen das ich sehr schokiert war über den anruf den ich grad bekommen habe. Es war Schlieper (randvoll) und erzählte mir das er wieder ne freundin hat! alles schön und gut.
Aber wieso denn wieder die olle GichtTante?


Also über die Tatsache das er seine Uschi noch am selben abend mit einer anderen potthässlichen tussi betrogen hab wahr ich weniger schokiert


Da ich ja so besorgt um meinen schlieper bin hab ich gleich im internet nachgeschaut. Und ich muss sagen das ich da bedenkliches über diese Krankheit gelsen habe. man sollte sie nicht auf die leichte Schulter nehmen, und vorallem tritt sie am häufigsten bei Männern auf. Da kommen bei mir tatsächlich einige Fragen auf!

Was ist Gicht?

Die Gicht ist im medizinischen Sinne ein Sammelbegriff für eine Stoffwechselstörung sowie deren Folgekrankheiten. Ursächlich ist dabei immer ein erhöhter Harnsäurespiegel. Unter den Begriff Gicht fallen die Stoffwechselstörung Hyperurikämie (Erhöhung des Harnsäurespiegels), der Gichtanfall verschiedener Gelenke, meist des Großzehengelenks, sowie die Ablagerung von Harnsäurekristallen in verschiedenen Geweben.

Männer sind wesentlich häufiger betroffen als Frauen. In den Industriestaaten haben etwa 20 Prozent der Männer einen erhöhten Harnsäurespiegel. Je höher der Harnsäurespiegel, desto größer ist die Gefahr, einen Gichtanfall, d.h. eine besondere Entzündung eines Gelenks, zu bekommen. Der erste Gichtanfall tritt meist im Alter zwischen 40 und 60 Jahren auf. Die Gicht geht in vielen Fällen mit Übergewicht, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), erhöhten Blutfettwerten und Bluthochdruck (arterieller Hypertonie) einher. Diese Krankheitskombination wird Metabolisches Syndrom genannt.

Wie entsteht Gicht?

Die Gicht entsteht durch einen erhöhten Harnsäurespiegel. Harnsäuren werden sowohl mit der Nahrung aufgenommen als auch im Körper produziert. Ausgeschieden wird die Harnsäure zum größten Teil über die Niere. Der Arzt unterscheidet zwei Ursachen der Gichtkrankheit: die primäre und die sekundäre Form. Die primäre Form tritt häufiger auf als die sekundäre.

Die primäre Form ist eine angeborene Stoffwechselstörung. Sie entsteht durch eine Ausscheidungsstörung der Niere. In sehr seltenen Fällen kann auch eine Überproduktion von Harnsäure die Ursache sein. Bei der sekundären Form verursachen verschiedene Begleiterkrankungen den erhöhten Harnsäurespiegel. Auslösende Krankheiten können z.B. Nierenerkrankungen, Tumorerkrankungen, Blutarmut (Anämie) oder eine entgleiste Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sein. Aber auch verschiedene Medikamente (z.B. harntreibende Medikamente), Alkohol (insbesondere Bier) oder plötzliches Fasten können einen Gichtanfall auslösen.

Wie äußert sich Gicht?

Ein leicht erhöhter Harnsäurespiegel bereitet meist über viele Jahre keine Beschwerden. Häufig ist der akute Gichtanfalls des Großzehengrundgelenks (Podagra) das erste Zeichen der Gichterkrankung. Dabei kommt es zu heftigen Schmerzen, einer Rötung, einer Schwellung und einer Überwärmung des Gelenks. Die Bewegung ist sehr schmerzhaft. Gelegentlich, aber sehr selten ist auch das Kniegelenk oder das Sprunggelenk betroffen. Der akute Gichtanfall kann von Fieber begleitet sein. Wird die Gicht nicht behandelt, kann es im Lauf von Jahren zu einer Ablagerung von Harnsäurekristallen in verschiedenen Geweben (z.B. Ohrmuschel) und Organen (z.B. Niere) kommen.

Wie diagnostiziert man Gicht?

Durch eine Blutuntersuchung wird der erhöhte Harnsäurespiegel nachgewiesen. Einen akuten Gichtanfall diagnostiziert der Arzt bereits durch die Erhebung der Krankengeschichte und die körperliche Untersuchung. Im akuten Gichtanfall zeigt die Blutuntersuchung häufig keinen erhöhten Harnsäurespiegel, sondern nur eine Erhöhung der Entzündungswerte. Röntgenuntersuchungen können Langzeitschäden betroffener Gelenke darstellen.

Wie wird die Gicht behandelt?

Die Therapie des erhöhten Harnsäurespiegels unterscheidet sich von der Therapie des akuten Gichtanfalls.

Ziel der Therapie des akuten Gichtanfalls ist es, mit Medikamenten möglichst schnell die Schmerzen zu reduzieren. Colchicin, entzündungshemmende Schmerzmittel sowie lokale kühlende Umschläge der Gelenke werden kombiniert eingesetzt, sodass in der Regel binnen weniger Stunden eine erheblich Besserung der Beschwerden eintritt.

Langfristiges Ziel ist die Normalisierung des Harnsäurespiegels. Die Normalisierung des Körpergewichts sowie eine ausreichende Trinkmenge (mindestens zwei Liter täglich) stehen dabei im Vordergrund. Zusätzlich sollte eine fleischarme Kost eingehalten werden. Auch übermäßiger Alkoholgenuss erhöht den Harnsäurespiegel und sollte daher vermieden werden. Ferner stehen Medikamente zur Verfügung, die entweder die Harnsäureausscheidung steigern oder die Harnsäurebildung reduzieren. Dadurch werden akute Gichtanfälle verhindert.

Wie können Sie Gicht vorbeugen?

Die Prävention des erhöhten Harnsäurespiegels ist extrem wichtig. Bestimmte Lebensmittel (so genannte purinhaltige Lebensmittel, insbesondere Innereien, Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte), ein hoher Fettanteil in der Nahrung und Alkohol müssen vermieden werden. Eine Gewichtskontrolle reduziert das Risiko zusätzlich. Günstig wirkt sich auch eine hohe Flüssigkeitsaufnahme aus, da diese eine Harnsäureablagerung in der Niere verhindern kann.

Prognose

Die Neigung zu einem erhöhten Harnsäurespiegel kann nicht ursächlich behandelt werden. Wenn ein Gichterkrankter die obigen Ratschläge beachtet und die auslösenden Faktoren meidet, nimmt die Gefahr eines Gichtanfalls ab. Durch eine regelmäßige Medikamenteneinnahme kann der Harnsäurespiegel vermindert werden.

Die Gichterkrankung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sie neben Gelenkschmerzen auch Gelenk- und Nierenerkrankungen verursachen kann. Frühzeitige Erkennung und konsequente Behandlung sind in jedem Fall sinnvoll und notwendig.

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