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Forum der Verbandsliga Nordsee
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Coach66, fabouleus, uwef, Gerold Neuhaus, bkk

Zweiter Aufstiegsplatz in Sicht

Startbeitrag von uwef am 30.12.2006 12:44

Motivationsschub für Handball-Landesligisten / Zusatzbelastung für Verbandsligisten

BREMEN-NORD (EB). Die HSG Schwanewede/Neuenkirchen und die HSG Lesum/St. Magnus dürfen über den Jahreswechsel und darüber hinaus plötzlich wieder vom Sprung in die Handball-Verbandsliga Nordsee der Männer träumen, weil es einen zweiten Aufsteiger geben wird. Für die Teams in der Etage über ihnen, wie zum Beispiel den Verbandsligisten TV Grambke, ist es dagegen alles andere als eine erfreuliche Nachricht.

Normalerweise sollte es zum Ende der laufenden Serie nur zwei Aufsteiger in die Verbandsliga Nordsee geben: Je einer aus der Landesliga Bremen und einer aus der (noch) zweigeteilten Landesliga Niedersachsen. Jetzt sieht es jedoch ganz danach aus, dass zum Saisonende durch die "Lex Weser-Ems" insgesamt vier Mannschaften aus den Landesligen in die nächsthöhere Spielklasse aufrücken werden, also je zwei aus Niedersachsen und Bremen.

"Ich gehe davon aus, dass das von den Vorständen des niedersächsischen und des Bremer Handball-Verbandes (BHV) auf ihrer gemeinsamen Sitzung am 8. Januar beschlossen wird", ist sich jedenfalls der Bremer Landesliga-Staffelwart Rainer Fritze sicher. Kein Wunder, schließlich war der Handballverband Niedersachsen (HVN) ja genau mit diesem Wunsch als treibende Kraft an den BHV heran getreten.

Warum die Neuorientierung im laufenden Spieljahr? Weil dessen Bezirk Weser-Ems in seinen Durchführungsbestimmungen pro Landesliga-Staffel, die erst in dieser Serie zu einer einteiligen zusammen geführt wird, je einen Aufsteiger in die Verbandsliga vorgesehen hat. Abgesprochen war zwischen den Landesverbänden aus Bremen und Niedersachsen aber nur ein Aufsteiger pro Verband. Ob das Dilemma nun aufgrund einer verbandsinternen Kommunikationspanne der Niedersachsen, wie die einen behaupten, oder mutwillig geschehen ist, um die eigenen Interessen des Bezirks Weser-Ems durchzusetzen, wie andere glauben, sei dabei einfach einmal dahingestellt.

Normalerweise wäre das aber immer noch kein großes Problem, denn nach dem Motto "hoch sticht tief" hätte der Bezirk Weser-Ems das Problem intern lösen und seine Spielbestimmung entsprechenden den Regelungen der höheren Verbandsliga Nordsee anpassen müssen. In diesem Fall hat sich jedoch der HVN mit der Bitte an die Bremer gewandt, ihm dabei aus der Bredouille zu helfen.

"Wir wollten den Niedersachsen helfend unter die Arme greifen und sind ihnen deshalb entgegen gekommen. Schließlich sind wir ja auch irgendwie von ihnen abhängig, wenn wir auch weiterhin leistungsstarke Spielklassen haben wollen", erklärt Rainer Fritze, weshalb es nun zum Saisonende je zwei Aufsteiger aus Niedersachsen (die Meister der beiden Landesligen, zurzeit der OHV Aurich II und der FC Schüttorf 09) und Bremen (der Meister und der Vizemeister aus der einteiligen Landesliga, zurzeit der TSV Daverden und der TSV Bremervörde II) geben soll.

Rein sportrechtlich gesehen wähnt er sich dabei seiner Meinung nach in guten Schuhen, da mit dem Vorschlag niemand benachteiligt sei. "Es ändert sich ja nur etwas an der Aufstiegsregelung, nicht am Abstieg", erklärt der BHV-Staffelwart.

So gesehen hat Fritze zweifelsohne Recht, trotzdem ist die Entscheidung zumindest für die Mannschaften in der Verbandsliga Nordsee ein zweischneidiges Schwert, denn die wird nun durch die avisierte Änderung der Aufstiegsregelung in der kommenden Saison auf 16 Mannschaften aufgestockt und soll dann in der Serie 2007/2008 wieder auf 14 Mannschaften zurück geführt werden.

Da sind also durchaus vier bis fünf Absteiger aus der Verbandsliga in 2007/2008 drin. Mit Chance auf Linderung oder auch erhöhtem Schmerz, je nachdem, wie die so genannte "gleitende Skala", also die Auf- und Abstiegssituationen in den höheren Klassen, ausfällt und wie viele Aufsteiger von unten zusätzlich beschlossen werden.

Und wer sich in der vergangenen und der laufenden Saison die Leistungsdichte der Verbandsliga-Teams ab dem viertletzten Platz aufwärts anschaut, der kann schon jetzt erahnen, welches Hauen und Stechen in der Spielzeit 2007/2008 um den Klassenerhalt losgehen wird.

Für die Verbandsligisten hat Gunnar Schäfer, der Trainer des ATSV Habenhausen II, außerdem ausgerechnet, dass die Saison 2007/2008 bei fünf Pokalspielterminen ohne Reservespieltag bis zum 18. Mai gehen würde, bei zwei eingeplanten Reservespieltagen sogar bis Anfang Juni. Wenn die Duelle allesamt am Wochenende und nicht an Feiertagen ausgetragen werden. Ganz abgesehen von den höheren Fahrt- und Schiedsrichterkosten. Kein Wunder also, dass die geplante Situation bei den Landesligisten Freude und bei den Verbandsligisten als Mehrbelastung wiederum blankes Entsetzen hervorruft.

( QUELLE: DIE NORDDEUTSCHE ;eingefügt am 2.1.07)

Antworten:

Für mich sind die Schuldigen für diese Misere ganz klar im Vorstand des HBWE zu suchen. In dem sitzen:

Herr Beie (kom. Vorsitzender)

Herr Schemmann (Vize Finanzen)

Herr Dirks (Vize Spieltechnik)

Herr Neuhaus (Vize Öffentlichkeitsarbeit)

Herr Wolf (Vize Lehre)

Wer von den Herren, wieviel Schuld hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Nur der Vorstand des Bezirks als ganzes, hat die Aufstockung durchgeboxt! Nicht mehr und auch nicht weniger!

Ich denke, für fast jeden Spieler, Trainer und Betreuer in dieser Liga ist Handball nur ein Hobby, allenfalls ein bezahltes Hobby. Das Jahr hat 52 Wochen, davon gehen in der Saison 2007/08 ab: 30 Wochenenden für die Spieltage, bis zu fünf für den Pokal und bis zu 10 für die Vorbereitung! Demnach bleiben noch 7 Wochenenden für die Familie und sonstige Aktivitäten. Dazu kommen noch weitere Verpflichtungen in den Vereinen als Jugendtrainer, Schiedsrichter etc. Ich frage mich nach wie vor, denken Funktionäre eigentlich an die, die sie vertreten oder sind es Menschen, die nur das Hobby Handball haben und sonst nichts!

In diesem Sinne einen guten Rutsch und viel Erfolg in 2007!

von Coach66 - am 30.12.2006 14:16
Zitat
coach66
Für mich sind die Schuldigen für diese Misere ganz klar im Vorstand des HBWE zu suchen. In dem sitzen:

Herr Beie (kom. Vorsitzender)

Herr Schemmann (Vize Finanzen)

Herr Dirks (Vize Spieltechnik)

Herr Neuhaus (Vize Öffentlichkeitsarbeit)

Herr Wolf (Vize Lehre)

Wer von den Herren, wieviel Schuld hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Nur der Vorstand des Bezirks als ganzes, hat die Aufstockung durchgeboxt! Nicht mehr und auch nicht weniger! "


Bitte nicht nochmal diese elende Diskussion. Wir kennen deine Meinung aus den vorangegangenen Wochen zur genüge.

Außerdem was soll das diese Personen hier namentlich zu erwähnen und so noch mehr Öl ins Feuer zu gießen.

von bkk - am 30.12.2006 16:35
- Bitte nicht nochmal diese elende Diskussion. Wir kennen deine Meinung aus den vorangegangenen Wochen zur genüge. -

Stimmt, und genau so könnte man auch auf die Vertreter des BHV schimpfen, denn die haben / werden das Ding ja schliesslich absegnen und dem ganzen Thema also die Zustimmung geben. Es sind also nicht nur die HBWE Leute die schwarzen Schafe.

So long Happy New Year
Fabouleus



von fabouleus - am 01.01.2007 15:54
Ich vertrete meine Meinung nur offensiv. Zum anderen wird hier gerne - vielleicht auch aus Unkenntnis - immer die Rolle des BHV genannt. Welche Chance hat Bremen denn, dem Wunsch aus Hannover zu widersprechen? Keine! Um einen leistungsgerechten, geregelten Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, muss der BHV mit dem HVN kooperieren. Nur mit den Vereinen aus Bremen und Bremerhaven ist das kaum möglich. Damit wird Bremen, als kleiner Partner immer wieder erpressbar. In der letzten Woche traf ich einen Funktionär eines Vereines aus Weser-Ems, der mir im Gespräch zu diesem Thema klar sagte, Bremen macht entweder das was der HVN bzw. der HBWE will oder steht bald alleine dar. Also bleibt uns als Betroffenen nur übrig die Praktiken einiger Funktionäre hier offen zu legen, denn machen können wir dagegen nichts!

von Coach66 - am 01.01.2007 16:09
Nun mal langsam, wovon Du redest ist Erpresseung.

Siehe doch mal o.g. Bericht, der ohne Quellenangabe eingesetzt wurde.

- Normalerweise wäre das aber immer noch kein großes Problem, denn nach dem Motto "hoch sticht tief" hätte der Bezirk Weser-Ems das Problem intern lösen und seine Spielbestimmung entsprechenden den Regelungen der höheren Verbandsliga Nordsee anpassen müssen. In diesem Fall hat sich jedoch der HVN mit der Bitte an die Bremer gewandt, ihm dabei aus der Bredouille zu helfen. -

Der BHV ist also sich des Problems bewusst und ist hilfreich, damit es eine gemeinsame Zukunft gibt.

Also Locker bleiben, ein Jahr auf dem Zahnfleisch gehen und dann wieder fröhlich aus der Wäsche schauen...

Schönen Wochenanfang
Fabouleus

von fabouleus - am 01.01.2007 20:38
Zitat
fabouleus
Nun mal langsam, wovon Du redest ist Erpresseung.


Guten Tag zusammen,
nur noch mal um das deutlich zu machen:
Dem HBWE war die Situation gem. der RTL/HBWE > RTL Verbandsliga sehr wohl bekannt, ebenso dass "über unter sticht". Also hat man nach Lösungen gesucht, ordnungsgemäß Anträge gestellt, die behandelt und beschlossen worden sind. Diese Dinge sind gemeinsam vom HBWE/HVN und BHV behandelt und abgewickelt worden.
Lieber Herr Schäfer, vielleicht mal an geeigneter Stelle sich Hintergrundwissen beschaffen, bevor hier gnadenlos auf eine bestimmte Personengruppe eingeschlagen wird bzw. gar von Erpressung gesprochen wird. Ich biete gerne am 13.01. beim Spiel gegen den TvdH ein Gespräch an.

mit sportlichen Grüßen
Handballbezirk Weser-Ems e. V.
stellv. Vors. Orga + Kommu
EDV Koordinator
Gerold Neuhaus

von Gerold Neuhaus - am 01.01.2007 21:02
Meine Herren fabouleus und Haba,

ich habe nicht von Erpressung gesprochen (strafbar nach §253), sondern lediglich davon, das Abhängigkeit erpressbar macht! Es ist ja wohl allen bekannt, das Bremen spieltechnisch von Niedersachsen abhängig ist, denn es gibt in Bremen und Bremerhaven gar nicht genügend Mannschaften um einen eigenen leistungsorientierten Spielbetrieb aufzuziehen! Außerdem Herr Neuhaus habe ich genügend Hintergrundwissen aus der Zeit als ich für den BHV gearbeitet habe!

Also fabouleus und Haba noch einmal. Es ist mit keinem Wort von Erpressung gesprochen worden:

Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Ich werde auch weiterhin meine Meinung hier vertreten und die Dinge beim Namen nennen, so wie ich sie sehe! Dabei kann ich die Dinge schon von verschiedenen Seiten reflektieren! Man kann sich dann meiner Meinung anschließen oder eine eigene vertreten!

von Coach66 - am 01.01.2007 22:22
TRAINERSTIMMEN ZUR MÖGLICHEN AUFSTIEGS-NEUREGELUNG

Michael Wallrabe, Trainer HSG Schwanewede/Neuenkirchen (Landesliga):

„Diese Regelung macht unsere Liga wieder interessanter, denn nur ein einziger Aufsteiger ist für alle Mannschaften einfach zu hart, weil es immer wieder ein Team geben wird, das durchmarschiert und im Kampf nach oben für Langeweile sorgt. Wir haben jetzt den Vorteil, dass die Saison noch nicht frühzeitig gelaufen ist, sondern dass wir trotz zweier unnötiger Niederlagen immer noch eine Minimalchance auf den Aufstieg in die Verbandsliga haben. Da müssen wir aber schon allmählich hoffen, dass der TSV Daverden durchmarschiert und die Punkte nur noch gegen uns abgeben wird. Meine Mannschaft und der Verein wären sicherlich in der Lage, die Verbandsliga zu packen. Außerdem würde mir die Suche nach Verstärkungen als Verbandsligist deutlich leichter fallen. Ich bin auf alle Fälle der Meinung, dass die Spitzenteams der Landesliga auch in der Verbandsliga mithalten können."

Hartmut Theuerkauff, Trainer HSG Lesum/ St Magnus (Landesliga):
„Unser Ziel ist in erster Linie der Klassenerhalt, da blicken wir nicht auf die neue Aufstiegschance, auch wenn diese die Liga wieder attraktiver macht. Die rechnerisch fehlenden sechs Punkte zum Ligaverbleib hoffe ich, bis Ende Januar einfahren zu können. Wenn wir das geschafft haben, können wir es locker angehen lassen und dann sehen, wie es läuft. Auf alle Fälle ist es im Nachhinein schade, dass wir gegen Horneburg, SG Oslebshausen und Barnstorf/Diepholz vier Punkte verschenkt haben. Trotzdem läuft es bei uns zurzeit gut, so dass ich zumindest gerne am dritten Platz dran bleiben möchte. Für die Zukunft brauche ich aber noch ein, zwei Verstärkungen."

Uwe Feldermann, Trainer TV Grambke (Verbandsliga Nordsee):

„Es ist schon traurig, dass die Teams für die Fehler der Funktionäre bestraft werden, ohne dazu auch nur gehört zu werden. Die Spielklasse wird dadurch ganz bestimmt nicht stärker und die Qualität auch nicht besser werden. Damit wird es in der nächsten Saison im Kampf um den Klassenerhalt ein Hauen und Stechen geben. Ganz abgesehen davon, dass die Belastung für die Spieler, die nach wie vor nur einem Hobby nachgehen, immer größer wird. Wo soll denn da noch der Raum für eine Abschlussfahrt oder Spaßturniere, Ruhephase, Urlaub und die Vorbereitung auf die weitere' Spielzeit bleiben? Zwei Absteiger sind in der Tat zu wenig, drei wären für diese Klasse genau richtig. Vier oder noch mehr wären aber bei der Leistungsdichte im Mittelfeld entschieden zu viel.“
aus: DIE NORDDEUTSCHE vom 30.12.2006

von uwef - am 02.01.2007 13:53
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