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Kumpelblase

TS Hoykenkamp vs. HSG S/N - Dollowski schafft Wende vom Totalausfall zum Remis-Retter

Startbeitrag von Kumpelblase am 06.10.2008 14:38

Dollowski schafft Wende vom Totalausfall zum Remis-Retter
Rückraumspieler der HSG Schwanewede/Neuenkirchen bügelt 23:26-Rückstand gegen Hoykenkamp vier Minuten vor Schluss aus
Von Olaf Kowalzik


SCHWANEWEDE. Ausgerechnet Rafael Dollowski! Ausgerechnet der Mann, dem 50 Minuten im Gastspiel der Verbandsliga Nordsee gegen den TS Hoykenkamp überhaupt nichts gelang, ja der sogar schnurstracks in Richtung Totalausfall marschierte, hat den Handballern der HSG Schwanewede/Neuenkirchen beim 27:27 (13:12) gegen den Mitaufsteiger noch einen Punkt gerettet.

Vier Minuten vor Schluss beim 23:26, als alles bereits auf einen Sieg der Hoykenkamper hinzudeuten schien, als die ohnehin schon personell geschwächten Gäste praktisch aus dem letzten Loch pfiffen, da ließ der Rückraumschütze mit dem unverwechselbar langen Armzug endlich wieder die "Peitsche" knallen. Siebenmal zuvor hatte das nicht funktioniert, lediglich den 22. HSG-Treffer konnte er zehn Minuten vor Ultimo markieren. Doch der schien für ihn so etwas wie eine Initialzündung gewesen zu sein, denn in den finalen vier Minuten klappte bei ihm jetzt alles. Egal ob von Linksaußen, per Tempogegenstoß oder wie gewohnt aus der zweiten Reihe: Es schepperte nur noch im Hoykenkamper Netz.

40 Sekunden vor Schluss traf "Rafi" zum Ausgleich, wenige Zeigerstriche vor dem Abpfiff nahm sich der HSG-Spielertrainer Michael Wallrabe dann den TSH-Goalgetter Nico Skormachowitsch etwas zu unsanft zur Brust und sah per dritter Zeitstrafe den Roten Karton. Egal, denn es war ein taktisches Foul. Der Gastgeber durfte nur noch den Freiwurf ausführen, traf aber nicht.

"Trotzdem weiß ich nicht so recht, ob das für uns nun ein Punktgewinn oder doch eher ein Verlust ist", konnte sich der "Schwäne"-Coach auch nach einer kurzen Verschnaufpause nicht entscheiden. Fakt ist: Sein Team hatte einen schier uneinholbar wirkenden Rückstand noch mit einem Kraftakt wettgemacht. Es hatte aber auch schon mit 8:2 (10.) und 21:18 (42.) geführt, den Sack aber eben nicht zugeschnürt.

"Das ist uns schon gegen Neuenhaus und Bremervörde passiert", rechnet Michael Wallrabe nach. "Meine Mannschaft muss jetzt schnell lernen, dass nicht die Schönheit der Treffer entscheidend ist, sondern dass überhaupt erst einmal etwas Zählbares für uns herausspringt."

Andererseits hatten die "Schwäne" das Aufsteigerduell ohne Daniel Sommerfeld und Jan Mühlbrandt sowie ohne ihren Linkshänder Benjamin Probst bestreiten müssen. Dennis Bolz und Mark Jachens waren dazu angeschlagen in die Partie gegangen. "Da war uns schon im Vorfeld etwas mulmig zumute", gestand Wallrabe. Im Tor sorgte jedoch Simon Bülter mit 21 Paraden für die nötige Stabilität, vorne kamen dagegen die beiden Kreisläufer Helge Rohdenburg und eben Michael Wallrabe selbst gegen die überraschend offensive 3:3-Deckung des Drittletzten ungewohnt oft zum Zuge.

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Re: TS Hoykenkamp vs. HSG S/N - Zwei Tore Vorsprung sind nicht genug

Zwei Tore Vorsprung sind nicht genug
Hoykenkamp sichert sich in der Handball-Verbandsliga den ersten Heimpunkt - und ist zurecht unzufrieden
Von Andreas D. Becker

HOYKENKAMP. 82 Sekunden waren es noch. Eine Minute und 22 Sekunden ging es nur darum, diesen Zwei-Tore-Vorsprung zu verteidigen. Diesen so hart erkämpften Vorsprung, der der TS Hoykenkamp so lange Zeit nicht gelingen wollte. Doch in diesen wenigen Sekunden gelang es den Handballern in der Verbandsliga Nordsee der Männer nicht, die HSG Schwanewede/Neuenkirchen auf Distanz zu halten. Die Gäste glichen noch zum 27:27 (12:13) aus und feierten aufgekratzt ihren Auswärtspunkt. Hoykenkamp war zurecht geknickt.

"Das war ein Punktverlust", sagte auch TSH-Trainer Torsten Stürenburg, der 22 Sekunden vor dem Ende noch eine Auszeit genommen hatte. Es half nicht. Zwar wurde Alexander Kirchhof auf Rechtsaußen ganz passabel angespielt, doch den Ball brachte er nicht im Tor unter. Nico Skormachowitsch, dessen Jersey sich wie kein anderes in den Reihen der Turnerschaft vom Schweiß dunkelrot gefärbt hatte, stieg noch einmal in die Luft, wollte einen seiner Brachialhammer aufs Tor kanonieren - doch die HSG-Defensive pflückte ihn eine Sekunde vor dem Ende aus der Luft. Lennard Timmermann konnte dann nur noch aus neun Metern direkt aufs Tor werfen. Der Ball war nur noch ein Friedensstatement.

Abgeschlagen nach zehn Minuten

Andererseits durften sich die Hoykenkamper auch nicht beschweren. Bis zum 22:21 durch Lennard Timmermann (47.) lagen sie eigentlich immer hinten (abgesehen von flüchtigen Ein-Tor-Führungen). Es sah sogar richtig gehend böse für die Gastgeber aus. Nach zehn Minuten führte die HSG bereits 7:2. Stürenburg zog die Grüne Karte und versuchte, alle Mannschaftsteile zu ordnen. Denn weder die Abwehr stand besonders sicher, noch wirkte die Offensive in irgendeiner Form aufgeräumt. Mit fünf Treffern in Folge glich die Turnerschaft zum 8:8 aus (18.) - dabei profitierte sie kräftig davon, dass die HSG zwei Minuten lang in doppelter Unterzahl agierte. In dieser Zeit trafen Martin Wessels, Patrick Stolz und Skormachowitsch drei Mal. Es waren wichtige Treffer. Ansonsten wäre Hoykenkamp sehr früh sehr weit abgeschlagen gewesen. So blieb die Stürenburg-Sieben im Geschäft.

Aber eine klare Führung spielte sie sich nicht heraus. Mit aller Macht versuchten es die Hausherren, aber es wollte ihnen einfach nicht gelingen, die Partie zu biegen. In der 35. Minute gab es den ersten Hoffnungsschimmer, als Timmermann für die Turnerschaft traf (16:15), doch wieder gelang es den Hausherren nicht, sich weiter abzusetzen. Schwanewede/Neuenkirchen zog sogar seinerseits auf 21:18 davon (43.), doch Skormachowitsch, Wessels und Marten Verzagt egalisierten, Timmermann warf erneut die Führung - und dieses Mal wirkte es auch so, als wenn die Hoykenkamper den Sack zumachen könnten. Zwei Mal führten sie mit zwei Treffern - und zwei Mal scheiterten sie zu oft an sich selbst. "Immerhin war es der erste Heimpunkt", trotzte Stürenburg dem Ganzen noch ein Quantum Positivismus ab.

von Kumpelblase - am 06.10.2008 14:39
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