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Fishermans Friend, Boom8

TSV Ottersberg - SG Schortens

Startbeitrag von Boom8 am 13.01.2006 06:48

Heimsieg bringt Platz drei

Verbandsliga Nordsee Männer: Der TSV Ottersberg kann mit einem Heimsieg gegen den Tabellenachten SG GGR/HFC Schortens mindestens auf Tabellenplatz drei vorrücken. Trainer Marco Behrmann ist allerdings bei einem Blick auf die Tabelle gar nicht so wohl zumute: "Wir liegen zwar nur einen Punkt hinter den drei Spitzenteams, sind aber auch nur wenige Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt. Das ist eine ganz verrückte Saison", staunt Behrmann. Der Ottersberger Coach hat vor der SG GGR/HFC Schortens gehörigen Respekt: "Die machen 60 Minuten lang Tempo und haben mit Manuel Euler einen überragenden Mittelmann in ihren Reihen", weiß Behrmann. Gegen Schortens, Damme und Bexhövede wird sich zeigen, wohin der Ottersberger Weg führt. "Wenn wir 6:0 Punkte holen, sind wir oben dabei. Sonst müssen wir den Blick nach unten richten", warnt Behrmann. Während der Woche gewann seine Mannschaft ein Trainingsspiel gegen den Landesligisten TSV Daverden mit 33:29. Dabei überzeugte besonders Rückraumspieler Michael Meyer. Alle Akteure sind fit, so dass der achte Saisonsieg gelingen sollte.

Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr, Tennishalle Sportzentrum

(c) Achimer Kurier / Verdener Nachrichten

Antworten:

Gardinenpredigt - laut und wirkungsvoll
Nach Behrmanns Pausenansprache startet Ottersberg zur Aufholjagd und sichert sich einen Punkt


Von unserem Redakteur
Thomas Müller, Achimer Kurier

OTTERSBERG. Wenn sie beim TSV Ottersberg schwächeln, dann offenbar alle. Dass es mit der Zeitanzeige in der Tennishalle Fährwisch ab der 34. Spielminute nicht mehr klappte, war nur symptomatisch für die Partie der Handball-Verbandsliga Nordsee gegen die SG GGR/HFC Schortens. Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verbuchte das Team von Trainer Marco Behrmann ("Bei meiner Gardinenpredigt in der Pause wurde es richtig laut") mit dem 32:32 (13:16) wenigstens einen Punkt. Am Ende also noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen.
Doch bis das Unentschieden gesichert war, durfte lange gezittert werden. Der erste Durchgang ließ nichts Gutes erwarten. Thomas Cordes (3.) warf die Gastgeber zwar in Front, und nach dem 1:1-Ausgleich gab es noch eine kurze Erfolgsphase, in der Ottersberg auf 3:1 davon zog. Doch mit dem 3:3 (8.) leitete Schortens einen Wechsel in der temporeichen Partie ein. Erst beim Stand von 23:22 ging die Führung mal wieder an die Gastgeber. Dazwischen lagen rund 40 Minuten des Bangens. Teils mit bis zu vier Toren lagen die Gäste in Front, trafen fast nach Belieben, so dass TSV-Coach Behrmann maulte: "Unsere Deckung ist offen wie ein Schweizer Käse, und an unserem Rückzugsverhalten werden wir im nächsten Training kräftig arbeiten." Immerhin traf Top-Torjäger Mirco Drescher trotz fast ebenso vieler "Fahrkarten" zehn Mal - dass es nicht mehr Treffer waren, lag an der kurzen Deckung für ihn nach dem Seitenwechsel. Vor allem aber kam jetzt der Ottersberger Rückraum besser zum Zuge. Namentlich Thorben Könemann, der vor der Pause nur einmal getroffen hatte, danach aber noch vier "Pfunde" nachlegte.
Geduldig knabberte Ottersberg den Vorsprung der Gäste auf. Die konditionelle Voraussetzung dafür stimmte, obwohl die Behrens-Mannen nach der Weihnachtspause nur eine Trainingseinheit absolviert sowie ein Testspiel gegen Landesligist TSV Daverden gewonnen hatten. Geschmack an der Aufholjagd hatten auch Rechtsaußen Dierk Schoff - der 43-Jährige zielte viermal ins Schwarze - und sein Pendant auf Links, Steffen Liepold (2), gefunden. Wenn auch spät. Seinen ersten Treffer markierte Liepold zum 27:27, seinen zweiten zum 32:31. Doch die Freude über die Führung währte nicht lange, denn in der hektischen Schlussphase gelang Schortens noch der unterm Strich verdiente Ausgleichstreffer.
Fast hätten die Ottersberger sogar noch Nummer 33 nachgelegt. Beim letzten Wiederanwurf reklamierte Stefan Carstens Behinderung durch einen Schortenser Spieler. Dem taktischen Störmanöver folgten eine kurze Rangelei und ein Freiwurf. Doch Mirco Drescher verfehlte mit seinem Distanzwurf von der Mittellinie. Das wäre auch ein wenig zuviel des Guten gewesen.

von Fishermans Friend - am 16.01.2006 10:19
Liepolds Tor reicht nicht - 32:32

Handball-Verbandsligist TSV Ottersberg fehlen lediglich fünf Sekunden zum Sieg gegen Schortens

OTTERSBERG Fast hatte es gestern danach ausgesehen, als sollte die Partie des Handball-Verbandsligisten TSV Ottersberg gegen die SG GCR/HFC Schortens doch noch ein glückliches Ende für die Gastgeber nehmen. 15 Sekunden vor dem Ende markierte Steffen Liepold mit einem gefühlvollen Leger von Linksaußen zum 32:31 den vermeintlichen Siegtreffer. Doch die Ottersberger Fans hatten sich zu früh gefreut. Fünf Sekunden vor dem Ende erwiesen sich die Gäste einen Tick cleverer, verwerteten einen Abpraller zum glücklichen, aber nicht unverdienten 32:32 (13:16)-Endstand.

"Das Ergebnis geht schon in Ordnung. Das muss ich fairerweise sagen", war Ottersbergs Trainer Marco Behrmann mit dem Resultat dann auch gar nicht so unzufrieden. Dennoch hielt sich seine Freude über den Spielverlauf natürlich in Grenzen, bescheinigte er seinem Team zumindest in der ersten Hälfte eine schwache Vorstellung. "Unsere Deckung war löchrig wie ein Schweizer Käse. Und vom vernünftigen Rückzugsverhalten habe ich auch nichts gesehen. Daran werden wir arbeiten müssen", ärgerte er sich außerdem über die vielen freien Bälle die seine Spieler nicht verwerteten. Schon vor dem Wechsel vereitelte Schortens Torhüter Thomas Hilbinger vier Tempogegenstöße. Folge: Nach dem 5:5 übernahmen die Gäste erstmals das Kommando, setzten sich über 12:9 und 14:10 bis zur Pause auf 16:13 ab. Dabei war der letzte Treffer überflüssig wie ein Kropf, war jedoch ein Spiegelbild der gesamten Leistung. Obwohl die Situation nach einer Parade von Torhüter Harald Lüthje längst geklärt war, verlor ausgerechnet Routinier Dierk Schoof die nötige Ruhe und Übersicht. Sein Pass landete genau in den Armen der Gäste und die ließen sich gegen die aufgerückten Ottersberger nicht zweimal bitten, vollendeten zum 13:16.

Wesentlich besser verlief da schon die zweite Halbzeit. Zwar war von durchdachten Spielkonzeptionen auf Seiten der Ottersberger weiterhin nur wenig zu sehen, aber dafür nutzten Michael Meyer und Thorben Könemann endlich die sich bietenden Lücken im Rückraum. Meyer war es dann auch, der in der 36. Minute für den 17:17-Ausgleich verantwortlich zeichnete. Nachdem Thorben Könemann mit einer schönen Einzelleistung das 24:23 erzielt hatte, folgte die für Trainer Marco Behrmann wohl spielentscheidende Szene. "Wenn Michael in Überzahl trifft, gehen wir erstmals wieder mit zwei Toren in Führung. Das hätte eine Vorentscheidung sein können", verwies er auf die vergebene Möglichkeit. So aber mussten sich die Gastgeber mit dem Punkt zufrieden geben, fehlten bekanntlich nur fünf Sekunden …

von Fishermans Friend - am 16.01.2006 10:23
TSV Ottersberg - SG Schortens 32:32

Mit dieser Punkteteilung gegen den Tabellenvierten der Verbandsliga haben die Schortenser den Nachwies erbracht, dass sie durchaus in der Lage sind, mit den stärksten Mannschaften der Liga mitzuhalten. Obwohl die SG nur acht Feldspieler einsetzen konnte, machte die Mannschaft über die gesamte Spielzeit Tempo und zeigte endlich auch auswärts ihre kämpferischen Qualitäten.

Herausragend war wieder einmal die Leistung von Torhüter Hilbinger, doch auch die Leistungskurve von Kreck zeigt steil nach oben, so dass der Rückraumschütze wieder an gute Zeiten anknüpft.

Schortens überraschte die Heimmannschaft mit einer offensiven 5:1-Abwehr, so dass die gefährlichen Ottersberger Rückraumschützen nicht wie gewohnt zum Zuge kamen. Beim Stand von 9:6 für die SG nahm gegnerische Trainer eine Auszeit, stellte sein Team neu ein. Doch auch SG-Trainer Jörg König reagierte, wechselte seine Abwehrformation und nahm den Ottersberger Drescher an die kurze Leine. Das wiederum hatten die Gastgeber nicht erwartet und die Gäste aus Friesland blieben tonangebend, führten zur Pause mit 16:13.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren besser ins Spiel, glichen schnell zum 17:17 aus. Schortens führte noch einmal mit 21:19, kassierte aber zeitgleich zwei Strafen, so dass Ottersberg die Überzahl nutzte, um erstmals in Führung zu gehen. In der Folgezeit legten die Gastgeber immer wieder vor, Schortens glich aus. In der letzten Spielminute nahmen die Friesländer Hilbinger zugunsten eines weiteren Feldspielers aus dem Tor. Kreck warf auf das gegnerische Tor, der Abpraller kam zu Neumann, der zwei Sekunden vor dem Abpfiff mit seinem fünften Treffer den 32:32-Endstand erzielte.

SG Schortens: Hilbinger, Brosig (n.e.); Kreck 8, Layer 1, Hillers 4, Neumann 5, S. Schmidt 1, Reitzenstein 5, Euler 8/4, Kaiser.

(c)[www.wz-online.de]

von Boom8 - am 16.01.2006 10:25
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