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das C, the Ref, Norde, H2O Loser, Excellsior2000, Boom8

TS Hoykenkamp - SG Schortens

Startbeitrag von Boom8 am 20.01.2006 07:17

Besserer Abschluss gefordert

Verbandsliga Nordsee Männer: "Sie haben sich gefangen", sagt der Trainer der TS Hoykenkamp, Hans Paust, mit Blick auf die nächste Aufgabe: die SG GGR/HFC Schortens. Beweisstück A für seine These ist der Punktgewinn der Friesen gegen den TSV Ottersberg. Von daher geht er davon aus, dass es nicht so einfach wie im Hinspiel wird, das die Hoykenkamper mit 24:19 gewannen. Allerdings plagen Paust leichte Personalprobleme, weil mit Martin Wessels und Lennart Timmermann zwei Außen fehlen. "Es wird aber darauf ankommen, ob wir im Angriff besser als am vergangenen Wochenende sind", sagt Paust. Entsprechend liegt ein Trainingsschwerpunkt in dieser Woche auf dem Abschluss, denn mit den 23 Treffern im Spitzenspiel war Paust nicht zufrieden. Und er fordert, dass die Fehlerquote drastisch reduziert wird. Weil 19 technische Fehler wie gegen Jever könnten der Turnerschaft auch gegen Schortens den Sieg kosten.

Anpfiff: Sonntag, 16 Uhr, Halle Heide

(c)Delmenhorster Kurier

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TS Hoykenkamp: Blatt noch gewendet
Nach 25:28-Rückstand mit 31:30 gewonnen

Von unserem Redakteur
Michael Schön

HOYKENKAMP. Drei Youngster holten gestern für die TS Hoykenkamp die Kastanien aus dem Feuer: Hergen Schwarting glückte im Punktspiel der Handball-Verbandsliga Sekunden vor Schluss das 31:30 gegen die SG Schortens, und Lennard Timmermann, zuvor eiskalter Siebenmeter-Vollstrecker, half die hauchdünne Führung über die Zeit zu retten, indem er den Ball nicht freigab, dafür die Rote Karte kassierte, aber wertvolle Momente für sein Team ausgesprochen clever herausarbeitete. In die Reihe der Matchwinner gehört auch Jan-Dirk Alfs gestellt, der vom Pech seines Torwart-Kollegen Gregor Kleefeld (am Donnerstag beim Training auf den Ball getreten und mit Verdacht auf Fußbruch bis auf weiteres außer Gefecht) profitierte, als Stellvertreter Timo Steins den routinierten Gefährten in der Schlussphase ablöste und den Ostfriesen prompt einige schier hundertprozentige Einwurfchancen nahm. 24:27 lag Hoykenkamp zurück, als Stein den Kasten verließ. Dann kam der Gastgeber mit dem bravourösen Alfs als Rückhalt vermehrt zu Gegenstößen und nach einem 25:28 durch Treffer von Schwarting, Nico Skormachwowitsch, Timmermann (Siebenmeter) und Chris Skormachowitsch zur 30:29-Führung.Nach der Steigerung im Spitzenspiel gegen Jever also erneut ein furioses Hoykenkamper Finale, diesmal aber ein erfolgreiches, das fürs erneute Zittern und Zagen der fast 200 Zuschauer entschädigte. Dabei waren die Schortenser nicht minder stark als die am Wochenende zuvor mit der Tabellenführung angerückten Landsleute. Die Spielgemeinschaft zeigte, dass sie sich nicht von ungefähr erst zehn Minuspunkte eingehandelt hatte - vor dem gestrigen Match also genauso viele wie die Hoykenkamper, die aber aufgrund zweier mehr ausgetragener Spiele in der "engen" Tabelle sieben (!) Plätze besser dastanden. Schortens verfügte über eine physisch starke Truppe mit einem eminent gefährlichen Kreisläufer, der "Gift" für die offensiv ausgerichtete Hoykenkamper Deckung war und auf acht Treffer kam. Da sich auch Schortens zu einer Vorwartsverteidigung gegen die Zweimeter-Rückraumleute Nico Skormachowitsch und Schwarting entschlossen hatte, kam es zunächst zu vielen Ballverlusten hüben und drüben. Nach sieben Minuten stand es 1:1. Während sich die SG GGR/HFC Schortens allmählich fing- trotz einer Zeitstrafenliste, die fast so lang war wie der Vereinsname (insgesamt 26 Minuten), wechselten bei der TSH ständig gute Phasen mit unerklärlichen Einbrüchen, die der Gegner immer wieder nutzte, um sich einen Vorteil zu erarbeiten. "Man hat gesehen, dass bei uns nach der Niederlage gegen Jever die Verunsicherung groß war", gab Hans Paust zu, der Jan-Dirk Alfs mit einem Sonderlob bedachte. Der junge Keeper, der sich schon kurz vor Weihnachten beim Auswärtssieg in Fredenbeck als Matchwinner bewährt hatte, sollte eigentlich schon früher eingewechselt werden, doch Stein hatte noch einnmal Auftrieb bekommen, als der junge Kollege mit dem Aufwärmen begann.

Ausgleichende Gerechtigkeit


HOYKENKAMP (MSÖ). Beim Handball ist es wie im richtigen Leben: Auf das ausgleichende Wirken der Gerechtigkeit ist unbedingt Verlass. Zu dieser Erkenntnis kam auch Trainer Hans Paust nach dem gestrigen 31:30-Erfolg seiner Hoykenkamper gegen die Mannschaft der SG Schortens. "Heute hatten wir das Glück, das uns gegen Jever gefehlt hatte!"

Tatsächlich wäre es undankbar von ihm gewesen, hätte er die beim Verbandsligaspiel in Heide wirkenden Unparteiischen als "Heimschiedsrichter" gebrandmarkt. Immerhin mussten die Gäste gleich 13 Mal auf die Strafbank. Doch auch hier mag irgendwo eine übergeordnete Macht schicksalhaft waltend die Hände im Spiel gehabt haben. Denn die Hoykenkamper wussten aus dem Überzahlspiel herzlich wenig Kapital zu schlagen, produzierten auch in solchen Situationen Fehlpässe und kassierten Gegentreffer. Die TSH-Getreuen rauften sich besonders nach dem 30:29 die Haare. Da hatten die Ihren den Ball und eine doppelte Überzahl, doch von ganz links flutschte das Spielgerät übers ganze Feld ins rechte Seitenaus. Ähnlich katastrophal die Siebenmeter-Bilanz der Heim-Sieben. Nico Skormachowitsch hämmerte den Ball einmal weit über den Kasten, pfefferte ihn einmal genau auf den Torwart, und Martin Wessels wurden sogar zwei verwandelte Strafwurf-Bälle wegen nicht regelkonformer Ausführung wieder aberkannt. Beides

- Überzahlspiel und Siebenmeterwerfen - lässt sich nur bedingt trainieren, so dass in diesen Fällen nur auf eine ausgleichende Gerechtigkeit gehofft werden kann. Oder sprechen wir lieber von Glück, das auf die Dauer nur der Tüchtige hat . . .

von Excellsior2000 - am 23.01.2006 18:41
"...und Lennard Timmermann, zuvor eiskalter Siebenmeter-Vollstrecker, half die hauchdünne Führung über die Zeit zu retten, indem er den Ball nicht freigab, dafür die Rote Karte kassierte, aber wertvolle Momente für sein Team ausgesprochen clever herausarbeitete."

Erstmal vorab: Es gibt viele Zeitungskommentare, die ich nicht o.k. finde, sicher auch bei uns. Aber das haette man auch etwas "sportlicher" schreiben koennen.

Dazu wuerde mich mal ein Kommentar von der Gegenseite interessieren, da ich das Spiel halt nicht gesehen habe.



von H2O Loser - am 25.01.2006 16:57
gibt es dafür nach den neuen Regeln ab Saisonbeginn nicht eine Sperre? Zwei Spiele?

von Norde - am 25.01.2006 20:38
Ja. Wenn der Schiri das auch so in den Spielbericht eingetragen hat, zieht das eine Sperre nach sich.

"Die Situation ist jedoch anders, wenn der Ball nicht im Spiel ist, z.B. nach einem Tor und vor dem Anwurf, oder während sich die gegnerische Mannschaft auf einen Freiwurf, Einwurf oder Abwurf vorbereitet. Hält ein Spieler in dieser Situation zum Beispiel den Gegenspieler fest und wird dadurch der Wurf verzögert oder verhindert, dann handelt es sich nicht um eine Regelwidrigkeit, sondern um unsportliches Verhalten.
Ist die Situation deutlich derart, dass das Spiel in der letzten Spielminute und immer noch nicht entschieden ist, dann ist es richtig, jedwede Form unsportlichen Verhaltens als „grob“ unsportlich zu beurteilen, wenn die andere Mannschaft durch das Verhalten vom Versuch abgehalten wird, eine letzte Chance, in eine Torwurfsituation zu kommen, zu schaffen. Mit anderen Worten, es ist auf Disqualifikation und schriftlichen Bericht zu entscheiden."

von das C - am 26.01.2006 09:17
Zitat: "es ist auf Disqualifikation und schriftlichen Bericht zu entscheiden."

... und auch dann zieht es leider niemals eine Sperre nach sich. Diese angedachte Regeländerung wurde nicht in letzter Konsequenz beschlossen. Sperren gibt es nach wie vor bei Beleidigungen und Ausschlüssen, aber nicht bei oben genannten Fällen.

Viele Grüsse
the ref

von the Ref - am 26.01.2006 12:38
Das ist dann ja in der Tat inkonsequent.
Wozu dann der schriftliche Bericht? Den kann man sich dann ja auch schenken.
Genauso wie die Rote Karte, da es dann in der letzten Minute ja keinen Unterschied mehr macht, ob 2 Min oder Rot... :confused: :rolleyes:

von das C - am 26.01.2006 14:15
tja, traurig, aber wahr :sneg:

von the Ref - am 26.01.2006 21:10
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