Zeitungsartikel 19.01.01 Nr. 2

Startbeitrag von The big throat am 19.01.2001 11:55

Geschrieben von The big throat am 19. Januar 2001 12:55:32:
Strafklage gegen Sportzentrums-Verantwortliche





Der Verwaltungsrat der SC Herisau AG wird Anfang nächster Woche Strafanzeige gegen das Sportzentrum Herisau wegen Veruntreuung und Unterschlagung einreichen. Zudem wird das Sportzentrum wegen offener Zahlungen aus der Bandenwerbung betrieben.

















Die Klage richte sich gegen Richard Kunz, Präsident des Sportzentrums, und Betriebskommissionspräsident Christoph Buchmann, schreibt Rudolf Frehner, Präsident der SCH AG, in einem Communiqué. Zudem werde gegen den zurückgetretenen Vizepräsidenten und Juniorenobmann Peter Haltiner eine Verantwortlichkeitsklage «wegen sträflicher Vernachlässigung seiner Pflichten und dem daraus entstandenen Schaden» geprüft. Er sehe sich im Interesse des Clubs zu diesen Massnahmen gezwungen, schreibt Frehner.


Die vom Club akquirierte Bandenwerbung, die wegen dem Fanionteam aufgegeben wurde, betrage je nach Berechnungsschlüssel zwischen 170 000 und 240 000 Franken. Die Beträge laufen über ein Konto des Sportzentrums. Gemäss Vertrag beansprucht dieses 60 000 Franken. Die restlichen Mittel gehen an den Club.

   




«Klares Konkursdelikt»





«Diese Mittel, die für Löhne und Aufwendungen des Clubs dringend benötigt werden sind vom Sportzentrum blockiert mit der Begründung, der Präsident habe den Konkurs nicht ausgeschlossen und das Sportzentrum decke mit diesem Verhalten nur die künftigen Eiskosten ab. Im Falle eines tatsächlichen Konkurses würde das Sportzentrum mit dieser Zurückbehaltung der Liquidität ein klares Konkursdelikt begehen», heisst es in der Meldung. Da man nicht ohne Not in den Konkurs gehen wolle, müsse der Vorstand der SCH AG diesen Weg wählen.

   

Nach Frehners Ansicht ist das Verhalten der Sportzentrums-Verantwortlichen «nicht mehr nachvollziehbar und grenze ans Kriminelle.» Die massiv mit Steuergeldern gestützte Anlage werde von «unfähigen Beamten» geführt und sei auf Einnahmen über die SCH AG angewiesen. Gleichzeitig werde der Club laufend schikaniert. Unabhängig von der «beängstigenden Verfilzung der verschiedensten Instanzen» werde die Strafklage im Appenzellerland eingereicht.





Überleben gesichert





Das Überleben des Clubs sei trotz der «destruktiven Haltung» gesichert, schreibt Frehner. Die dem Club zur Verfügung stehenden Mittel würden nicht als Sponsoringbeiträge eingeschossen, sondern über eine Kapitalerhöhung oder Darlehen. Die Zeiten, wo jedes Jahr ein neuer Präsident «geschlissen» werde, seien vorbei, auch wenn es das Ende des Clubs oder des Sportzentrums bedeute, erklärt Frehner. Ihm sei «unverständlich, dass sich die Herisauer Steuerzahler das Gehabe der Verantwortlichen des Sportzentrums bieten liessen. Er könne sich dieses nur mit der Obrigkeitsgläubigkeit der Appenzeller erklären.






Appenzeller Zeitung vom 19.1.2001, Seite 49



letzte Aktualisierung: 18.1.2001, 19.00 Uhr


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