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Fanship U.S.S. Sagittarius
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Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lt. Jordan, RIKER

ST VOY: Unvollkommenheit

Startbeitrag von RIKER am 25.06.2001 21:25

Bei der Verabschiedung der Borg-Kinder vergießt Seven ein paar Tränen, was nicht auf einen Gefühlausbruch, sondern auf ein defektes Augenimplantat zurückzuführen ist, wie der Doktor bei der folgenden Untersuchung feststellt. Leider entdeckt der Holodoc bei diesem medizinischen Check, dass Sevens Kortikal-Knoten eine schwere Fehlfunktion aufweist, welche Seven über kurz oder lang dem Tod weiht. Captain Janeway gelingt es, in einem Trümmerfeld der Borg einen neuen Knoten zu beschaffen, doch das Gerät war schon zu lange außer Funktion und kann darum von Seven nicht mehr benutzt werden. Trotz großer Anstrengung gelingt es dem Doktor nicht, ein alternatives Heilverfahren zu entwickeln.

Seven of Nine lässt daraufhin alle Hoffnung fahren und versinkt in trübseliger Stimmung, obwohl ihr alle Crewmitglieder einreden, weiterhin zu kämpfen. Sevens aufgeweckter Schüler Icheb, neben Seven und dem nie mehr aufgetauchten Borg-Säugling nun die einzige ehemalige Drohne an Bord, will das traurige Schicksal seiner Mentorin nicht so einfach hinnehmen und bietet Seven seinen Kortikal-Knoten an. Tatsächlich besteht nach seinen Berechnungen eine 87 %-ige Chance, dass sowohl Icheb als auch Seven die Operation überleben würden. Seven ist trotz des geringen Risiko aber unter keinen Umständen bereit, das Leben ihres Schützlings zu gefährden.
Der frustrierte Icheb entschließt sich daraufhin zu einer Verzweiflungstat und trennt mit Hilfe seines Alkovens den Kortikal-Knoten von seinen restlichen seinen Körperfunktionen. Der Doktor drängt die überrumpelte Seven nun zur dringend notwendigen Operation, die auch erfolgreich verläuft. Als Seven den noch immer stark havarierten Icheb auf der Krankenstation besucht, um ihm zu danken, vergießt sie erneut ein paar Tränen, welche dieses Mal aber von Herzen kommen.


Es war zu erwarten, dass nach den turbulenten vorangehenden Folgen zu Beginn der siebten Staffel wieder etwas Ruhe auf unserem heißgeliebten Raumschiff einkehrt. Bis auf den spektakulären Ausritt mit dem erstaunlich schnell gebauten neuen Delta-Flyer zum Borg-Schiffsfriedhof spielte die Handlung komplett auf der Voyager, was nach all den Schlachten in "Unimatrix Zero" kein Manko war, obwohl sich der ein oder andere Action-Liebhaber beim Genuss dieser eher relaxten Folge ein wenig gelangweit haben mag.

"Unvollkommenheit" lässt mich ein wenig im Regen stehen: Die Story war voraussehbar und plätscherte so dahin, und das Ende war wenig überraschend, denn Sevens Tod hätte bei der männlichen Zielgruppe wohl einen Sturm der Entrüstung ausgelöst und für einen spektakulären Einbruch der Quoten gesorgt. Zum Glück bleibt uns sabbernden Fans das Borg-Babe für den Rest der Staffel erhalten. Seven of Nine hat neben ihrem angenehmen Äußeren schließlich noch viele andere Qualitäten. Ein Tod Sevens wäre sowohl für die Crew als auch für den Zuschauer ein herber Verlust gewesen, mit ihren trockenen Sprüchen hat sie den Rest der Besatzung bestimmt schon lange von ihrer Liebenswürdigkeit überzeugt, B'Elanna Torres mal ausgenommen.
Für Icheb bleibt zu hoffen, dass er trotz fehlender Borg-Hardware und mit einem kapitalen Loch im Gehirn die Vorbereitungskurse für die Sternenflotten-Akademie erfolgreich absolviert. Wenn man sieht, was die Akademie-Anwärter schon alles beherrschen müssen, bevor sie einen Fuß in die heiligen Hallen in San Francisco setzen dürfen, da kommen einem glatt Zweifel auf, ob auf der Erde nicht doch mittels "Genetical Engineering" im Stile Julian Bashirs der Intelligenz auf die Sprünge geholfen wird. Meinereiner wäre im 24. Jahrhundert wohl nur als Mitglied der Putzkolonne zu gebrauchen. Man erinnere sich daran, dass sogar der geniale Wesley Crusher die Aufnahmeprüfung zur Akademie in der TNG-Folge "Prüfungen" vergeigt hat.

Fazit: "Unvollkommenheit" hätte als Episode der vierten oder fünften Staffel keine schlechte Figur gemacht, von einer Folge der finalen Staffel erwartete ich jedoch ein wenig mehr als das Gezeigte. Trotzdem sollte man nicht allzu enttäuscht sein, schließlich brachte die Story zwei Charaktere in ihrer Entwicklung deutlich weiter, obwohl dies auf ziemlich ausgetretenen Pfaden geschah. Von mir gibt's diesmal die neutrale Note 3 als Bewertung, da ich mich trotz angestrengter Hirngymnastik immer noch nicht entscheiden kann, ob ich die Folge nun gut oder schlecht fand.

L.L.A.P.
RIKER
[url=STAR TREK WORLD]http://www.beepworld.de/members2/bartleby[/url][/center]

Antworten:

Lass mich raten. Das hast Du aus dem Trekletter rauskopiert. ;-) Die Folge habe ich leider nicht gesehen. Bisher hat sie mir auch keiner ausgeliehen. Aber ich werde sie noch schauen. Dafür eines: ENDGAME ist wirklich ENDGEIL!

Lt. Jordan
aka Niels Koch

von Lt. Jordan - am 30.06.2001 11:56
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