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Kaiblstrick, black devil, Zuhörer, der kritische, Grünes Weibchen, Dark Angel, Zwettler Demokrat, Handkassa, Grünes Männchen

Wirbel im Stadtamt Zwettl

Startbeitrag von Grünes Männchen am 03.02.2007 21:21

Beitrag von: [www.zwettl.gruene.at]

Wirbel um Karenzierung im Stadtamt


Leserbrief zu "Wirbel um Karenzierung": Präpotenz im Gemeindeamt

Mit großer Bestürzung haben wir den Artikel „Wirbel um Karenzierung“ über den Umgang von maßgeblichen Repräsentanten der Stadtgemeinde Zwettl mit MitarbeiterInnen der Gemeinde in der NÖN der Vorwoche gelesen. Offensichtlich wurde eine Mitarbeiterin gedrängt, ihren Antrag auf einjährigen, unbezahlten Sonderurlaub zur Verbesserung ihrer Englischkenntnisse zurückzuziehen und stattdessen die Auflösung ihres Dienstverhältnisses zu akzeptieren.

Dass Fremdsprachenkenntnisse bei den Vertretern der ÖVP Zwettl keinen hohen Stellenwert haben, sollten wir ja schon gewohnt sein. Dass aber Englischkenntnisse in einem zu den Tourismusbetrieben zählenden Hallen- und Freibad sogar unerwünscht sind, erschüttert uns zutiefst.

Anstatt danach zu trachten, bildungshungrige MitarbeiterInnen so schnell wie möglich los zu werden, muss es Aufgabe der Stadtgemeinde Zwettl sein, einerseits größtmögliche Unterstützung für eine diesbezügliche Bildungsinitiative zu bieten, andererseits Vorbild für die Privatwirtschaft zu sein.

Die angegebenen Probleme der Nachbesetzung einer eingeschulten Mitarbeiterin gibt es auch jetzt – nach deren Kündigung – und ist ein lächerliches Scheinargument! Gleichzeitig hätten sich viele Arbeitssuchende, Wiedereinsteigerinnen, ... über die Möglichkeit einer einjährigen Anstellung als Karenzvertretung gefreut.

Symbolisch und stellvertretend für unzählige andere Beispiele ist die Präpotenz der Mehrheitsfraktion ÖVP. Ohne das Ansuchen auf Sonderurlaub von der zuständigen Stadträtin Andrea Wiesmüller zumindest in den Ausschuss einzubringen, geschweige denn den zuständigen Gemeinderat zu informieren wird festgestellt, dass der Antrag auf Sonderurlaub „aller Voraussicht nach nicht bewilligt wird“.

In der Gemeinderatssitzung vom 12.12.2006 wurde dem Gemeinderat lediglich vorgelegt, über die einverständliche Auflösung des Dienstverhältnisses, um welche die Betroffene ersucht hätte, abzustimmen. Warum wurde das zuständige Gremium nicht korrekt informiert? Wer also hat hier im Vorfeld anstelle eines Gemeinderatsbeschlusses im Alleingang entschieden? Wer wünscht Mehrheitsverhältnisse die solch undemokratisches Vorgehen ermöglichen?

Zum Glück hinterfragen immer mehr Menschen – auch öffentlich - die Vorgehensweisen und Geschehnisse in der Gemeindestube, sodass sich die Zwettlerinnen und Zwettler, so wie in diesem Fall, selbst ein Bild machen können.

Antworten:

Zwettl`s Komunalpolitiker werden wohl Ihre Präpotenz nicht so schnell ablegen.
Da muß Ihnen zuerst das Wasser bis zum Hals stehen.

von Dark Angel - am 03.02.2007 21:40
Mit dieser Aktion hat die Frau Wiesmüller deutlich vorgeführt, wie in Zwettl
Demokratie gelebt wird: Selbstherrlich und ohne demokratisches Verständnis.

Die Gemeinderäte der ÖVP: Uninformiert und nur Bestandteil einer Abstimmungsmaschine.

von Zwettler Demokrat - am 04.02.2007 07:27
Die Einschulung einer neuen Kassierin wird der Stadtgemeinde kein Loch in die Gemeindekasse reißen. Vielleicht wollte man die Dame ohnehin los werden, weil sie ihr 14. Gehalt nicht freiwillig in der Parteikasse abgeliefert hat, so wie die Stadt- und Gemeindeärte ihr Zwölftes!

von Handkassa - am 04.02.2007 07:49
In diesem Fall kann ich die "grüne Aufregung" leider nicht ganz nachvollziehen:

a) Dass man auch im Zwettlbad Englisch-Kenntnisse brauchen könnte, ist sicher nicht von der Hand zu weisen, aber dazu bedarf es keines einjährigen Aufenthaltes im Ausland. Mit einem Kurs (z.B. VHS) den man nebenberuflich absolvieren kann, findet man sicher das Auslangen.

b) Wenn man als junger Mensch vor hat, sich für ein Jahr in das Ausland zu begeben (was auch immer der Grund dafür sein mag), sollte man sich das überlegen, bevor man ein fixes Dienstverhältnis antritt. Manchen jungen Menschen fehlt es heute leider am "Timing" bzw. sie wissen nicht was sie wollen.

c) Wenn jemand seine Fremdsprachenkenntnisse durch einen Auslandsaufenthalt so derart perfektionieren möchte, hat er sicher mittel- bis langfristig andere Ziele als im Zwettlbad zu arbeiten (warum soll dann dieses die Umständlichkeiten für: 1. Einschulung eines neuen Mitarbeiters für ein Jahr und dann 2. die ursprüngliche Mitarbeiterin nach einem Jahr wieder einschulen (denn es ändert sich im Ablauf so manches bzw. der Mitarbeiter muss nach einem Jahr so manches wieder auffrischen)).

d) Obwohl ich schon so manche Vorgangsweise im Stadtamt nicht ganz nachvollziehen konnte, sehe ich in diesem Fall diese als Verwaltungsvereinfachung: Denn wenn der Antrag dem GR bzw. StR vorliegt und die zuständige Abteilung (Stadtrat bzw. StA-Direktor) aufgrund diverser Argumente den Gremien empfiehlt, den Antrag abzulehnen, dann wird das auch zu 99,9999....%iger Wahrscheinlichkeit mehrheitlich so geschehen. Warum soll dann das Prozedere durchgespielt werden, wenn "am Ende des Tages" (Zitat Gusenbauer) sowieso eine mehrheitliche Ablehnung herauskommen wird

Zwettl hätte wahrlich andere Sorgen, erinnern wir uns an die leeren Aktenschränke im Bauamt (BIA), Unregelmäßigkeiten bei Auftragsvergaben usw. Sich hier für Transparenz einzusetzen, wäre sinnvoller ...

von Grünes Weibchen - am 04.02.2007 13:26
Wenn ich dieser Logik folge, so wäre es doch eine noch bessere "Verwaltungsvereinfachung" die Gemeinderatssitzungen einzusparen. Denn bei einer Mehrheit von über 72% der ÖVP steht immer von vorherein fest wie die Entscheidung fallen werden. Was demokratisch und richtig ist, wird sowieso im Bürgermeisteramt festgelegt.

von der kritische - am 04.02.2007 21:44
Statt der VP-Gemeinderäte könnten Pappkameraden aufgestellt werden. Verbunden mit einem Schnürl, ziehen tut die Frau Finanzstadtrat, abzählen der Herr Bürgermeister.

Traurig für die VPler, dass sie nur Abstimmungsmaschine spielen dürfen.

von Kaiblstrick - am 04.02.2007 22:49
@ der kritische

Was demokratisch und richtig ist, ist dem BM mutmaßlich wurscht, was diversen Baufirmen und Planern wichtig ist, das ist dem BM mutmaßlich weniger wurscht.
Warum wohl ?
Ich stelle hier die Frage: Ist hier mutmaßlich Korruption im Spiel ?
Da es sich hier um eine sehr brisante Frage handelt, wäre es toll, wenn hier der BM von Zwettl raschest antworten würde. Und zwar hier in diesen Forum.

von black devil - am 05.02.2007 21:49
Das dem Herrn Bürgermeister PRINZ Planer und Baufirmen des Vertrauens wichtig sind, ist wohl sonnenklar. Denn sonst wär nicht ein 2.000.000.- Euro Auftrag innerhalb von 24 Stunden geprüft und danach sofort vergeben worden.

von Zuhörer - am 06.02.2007 08:24
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