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Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Kilian Salzer, Fahrdienstleiter, DerMittelhesse, Martin Pfeifer

?? Nbg-Rothenburger Str. ??

Startbeitrag von Kilian Salzer am 18.04.2009 12:31

Wurden die neuen Gleise über Ostern in Betrieb genommen bzw. haben die Arbeiten für die Verschwenkungen stattgefunden? Bei DB-Bauarbeiten stand zwar etwas, aber man weiß ja nie... Trotz täglicher Suche in den verschiedenen Foren habe ich keinen Hinweis gefunden.

Neue Termine für die Verschwenkungen habe ich auch nicht mehr entdecken können; bei "DB-Baumaßnahmen" (Bauarbeiten bis Juli aufgeführt) ebenfalls nichts!

Antworten:

Zitat
Kilian Salzer
Wurden die neuen Gleise über Ostern in Betrieb genommen bzw. haben die Arbeiten für die Verschwenkungen stattgefunden? Bei DB-Bauarbeiten stand zwar etwas, aber man weiß ja nie...!


Nein! Für die Anbindung vom neuen Südgleis Ende März waren nicht genug Abnahmeprüfer für die Sicherungstechnik vom EBA da (an dem Wochenende waren zu viele andere Baustellen...) Damit war natürlich die Anbindung vom neuen Nordgleis zu Ostern auch hinfällig. Bis zur Anschwenkung dürfte es nun etwas dauern - die EVU müssen 28 Wochen (!) vorher über solche Baumaßnahmen informiert werden...

Gruß Steffen

von Fahrdienstleiter - am 18.04.2009 14:21
Damit dürfte sich die gesamte Baumaßnahme zwischen Nürnberg und Fürth um mind. 1/2 Jahr verzögern. Vermutlich waren die Baufirmen schon bestellt, um Brücken abzureißen, neu zu bauen und besonders die tunnelartige Überwerfung fertig zu stellen.

Werden die Firmen nun Regressforderungen stellen? Muss das EBA, sprich der Staat, zahlen? Wenn diese (nun verschobene) Verschwenkung ebenfalls 28 Wochen vorher angekündigt wurde, wieso kann das EBA seine Leute nicht einteilen bzw. gibt es keine Ersatzleute (die schnell mal vereidigt werden)?

von Kilian Salzer - am 18.04.2009 14:40
Zitat
Kilian Salzer
Damit dürfte sich die gesamte Baumaßnahme zwischen Nürnberg und Fürth um mind. 1/2 Jahr verzögern.


Dazu schreibe ich lieber nix... ;-) und verweise auf den heutigen Zeitungsartikel:

[www.nz-online.de]

Gruß Steffen

von Fahrdienstleiter - am 18.04.2009 15:28
Zitat
Kilian Salzer
Damit dürfte sich die gesamte Baumaßnahme zwischen Nürnberg und Fürth um mind. 1/2 Jahr verzögern. Vermutlich waren die Baufirmen schon bestellt, um Brücken abzureißen, neu zu bauen und besonders die tunnelartige Überwerfung fertig zu stellen.

Werden die Firmen nun Regressforderungen stellen?

Solange die Baufirmen den Auftrag behalten und er Ihnen nicht aus besonderen Gründen (z.B. Unzuverlässigkeit) entzogen wird, können die Baufirmen nach der "Verdingungsordnung für Bauleistungen" (VOB) Ihren Mehraufwand geltend machen. Sie müssen sich allerdings bemühen, den Schaden so gering wie möglich zu halten, d.h. z.B. sich selber um Ersatzaufträge bemühen oder Kurzarbeit einführen. Große Firmen haben da im allgemeinen keine Probleme, die Mitarbeiter umzudisponieren, während eine kleinere Firma da schon mal in den plötzlichen Leerlauf kommt. Auch kann die Bahn versuchen, durch das Vorziehen anderer Baumaßnahmen im gleichen Bereich die Beschäftigungslücke (und hier auch den Zeitverzug) so gering wie möglich zu halten. Da werden jetzt sicherlich einige Leute rotieren, und zwar "wie eine frisierte Bohrmaschine an Starkstrom"

Zitat
Kilian Salzer
Muss das EBA, sprich der Staat, zahlen? Wenn diese (nun verschobene) Verschwenkung ebenfalls 28 Wochen vorher angekündigt wurde, wieso kann das EBA seine Leute nicht einteilen bzw. gibt es keine Ersatzleute (die schnell mal vereidigt werden)?


Im Zweifelsfall werden dies die Gerichte entscheiden müssen. Die Bahn AG muss solche Bauarbeiten ja vorher beim EBA bekanntgeben, das EBA sieht im Vorfeld jeden Plan schon einmal zur Genehmigung und weiß daher recht gut, was läuft. Außerdem muß man davon ausgehen, das die Bahn aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit über die Kapazitäten des EBA sehr gut informiert ist und solche Konflikte im Vorfeld selber erkennen kann.

Wenn jetzt die Bahn beim EBA die entsprechenden Prüfer für die Sicherungstechnik bestellt hat und das EBA hat von vornerein gesagt, das sie dafür keine Leute (auch von anderen Außenstellen) hat, muß halt von der Bahn entschieden werden, was am wichtigsten ist. Hier abzuwarten, welches Projekt am ehesten platzt und die woanders benötigten Resourcen freisetzt, ist grob fahrlässig. Auch plötzliche Krankheit eines Mitarbeiters ist höhere Gewalt und rechtfertigt sicher keine Schadensersatz-Forderungen, zumal wenn das EBA vorher auf dieses Risiko hingewiesen hat.

Sicherungstechnische Prüfer sind handverlesene Spezialkräfte mit langjähriger Erfahrung auf den Sachen, die sie prüfen dürfen. Da kann man nicht mal so eben einen Signalmechaniker vereidigen und dann loslegen.

Falls Du so etwas werden willst: hier mal eine aktuelle Stellenausschreibung des EBA.

von Martin Pfeifer - am 18.04.2009 17:31
Zitat
Fahrdienstleiter
Bis zur Anschwenkung dürfte es nun etwas dauern - die EVU müssen 28 Wochen (!) vorher über solche Baumaßnahmen informiert werden...


Scheinbar gilt das aber nur bei der ersten Ankündigung einer Baumaßnahme, nicht bei Terminverschiebungen. Wie man so hört, soll die Inbetriebnahme des Südgleises nun am 11. Mai und die des Nordgleises vier Wochen später, also am 8. Juni, erfolgen.

Gruß,

Christoph

von DerMittelhesse - am 19.04.2009 22:10
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