Mehr Asphalt fürs grüne Herz

Startbeitrag von Neuenmarkt am 28.04.2009 06:52

Mehr Asphalt fürs "Grüne Herz"

Für eine Studie zur Reaktivierung der Höllentalbahn fehlen noch 6000 Euro
Von OTZ-Redakteur Peter Hagen

Oettersdorf. Für eine Studie, auf deren Grundlage die Reaktivierung der Höllentalbahn realistisch geprüft werden könnte, sind derzeit noch 6000 Euro vonnöten.
Für diesen Hinweis eines Vertreters der IHK Ostthüringen zu Gera gab es gestern kaum Gehör, als der Arbeitskreis Bau und Verkehr der CDU-Landtagsfraktion in Oettersdorf sein Verkehrsforum abhielt. Dort klopfte sich deren verkehrspolitischer Sprecher Gottfried Schugens lieber stolz auf die Brust angesichts der "vielen Hundert Millionen Euro", die unter CDU-Verantwortung in den Ausbau von Straßen geflossen sind. Eine Abkehr von der Asphaltierung des "Grünen Herzens" Deutschlands steht bei der CDU-Verkehrspolitik auch nicht in Aussicht.
Lutz Irmer, Abteilungsleiter im thüringischen Verkehrsministerium, zeichnete recht konkrete Planungen, wie der Saale-Orla-Kreis in Zukunft noch mehr von Schnellstraßen durchkreuzt werden soll. Dazu zählt der Neubau der B 90 zwischen der Autobahn und der "Trompete" bei Bad Lobenstein, in deren Zuge auch eine neue Stauseebrücke entstehen soll. Ab 2015 soll zudem der Verkehr über eine neue Ortsumgehung von Birkenhügel rollen, hierzu laufe das Planfeststellungsverfahren. Für den Ausbau der B 90 in Richtung Gefell werde dieses Jahr das Planfeststellungsverfahren anlaufen. Baubeginn könne damit nicht vor 2012 sein. Noch keine Antwort hat Irmer auf die Frage zum weiteren Verlauf der B 90 an Eliasbrunn und Ruppersdorf vorbei ins Sormitztal.
Für Schleiz ist der Neubau der B 94 östlich an der Kreisstadt vorbei vorgesehen. Dittersdorf soll mit einer neuen Trassenführung vom Durchgangsverkehr zur Autobahn entlastet werden.
Der restliche sechsstreifige Ausbau der A 9 zwischen Schleiz und Triptis soll laut Irmer bis 2013 passieren - finanziert durch eine Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP), ähnlich der Finanzierung beim Autobahnausbau an den Hörselbergen. Bau, Betrieb und Unterhaltung des Streckenabschnitts bleiben demnach für 20 Jahre in privater Hand. Finanziell sei zudem Vorsorge getroffen, dass die beim Autobahnausbau abzureißende Eisenbahnbrücke bei Moßbach wieder errichtet werden könne, falls sich für die Bahnstrecke zwischen Unterlemnitz und Triptis ein ernsthafter Betreiber findet.
"Die Schiene ist ein Problem der Wirtschaftlichkeit", hatte Schugens in seinem Resümee gesagt und aber wenigstens eingeräumt, dass man sich die Schienenwege "zumindest offen halten" sollte.

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