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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Guliver, Schwandorfer, ubahnfahrn, guest, Neuenmarkt, JimKnopff, Wunsiedel-Holenbrunn Hbf

Wirtschaftsausschuss des Landtags einstimmig für Hof-Regensburg...

Startbeitrag von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf am 15.05.2009 09:09

Servus,

ich hoffe, dieses elektrisierende Thema nervt nicht zu sehr, ist ja auch bereits x-fach durchgekaut, deshalb rein zur Kenntnis:

[www.frankenpost.de]

dazu noch:

[www.frankenpost.de]

Beste Grüße,
Michael

Antworten:

Südliche Fortführung Landshut-Mühldorf-Rosenheim?

Was mir zu dem Thema einfällt, gibt es eigentlich irgendwelche Pläne diese Strecke dann weiter südlich auch zu elektrifizieren? Also von Landshut über Mühldorf nach Rosenheim? Dadurch könnte ja eine weitere durchehend elektrifizierte Güterzugstrecke von Brenner über Regensburg und Hof nach Berlin geschaffen werden.

Damit würde aber dann auch Mühldorf praktisch komplett seinen Status als "Dieselparadies" verlieren, wenn München-Mühldorf-Freilassing/Burghausen und Rosenheim-Mühldorf-Landshut elektrifiziert sind, bleiben ja kaum mehr Dieselstrecken übrig. Und die werden zumeist mit 628ern befahren. Einzig Mühldorf-Simbach-Ried-Linz wäre in meinen Augen dann noch eine Hauptstrecke die mit Dieselfahrzeugen befahren würde.

Grüße,
Peter

von Guliver - am 15.05.2009 11:52

Re: Südliche Fortführung Landshut-Mühldorf-Rosenheim?

Servus Peter!

Das ist ja ein genialer Gedanke! Leider ist es dann aber mit der Elektrifizierung von Landshut über Mühldorf nach Rosenheim nicht getan. Die Bahnhöfe auf der Strecke müssten meiner Meinung nach ausgebaut werden (längere Kreuzungsgleise). Auf dem Abschnitt Mühldorf - Rosenheim schauts noch schlechter aus! Da können zu bestimmten Zeiten nicht mal Lz-Loks fahren, weil Kreuzungsmöglichkeiten fehlen. Machbar wäre deine super Idee allemal, aber die Kosten....

Schöne Grüße
Gabriel

von JimKnopff - am 15.05.2009 11:59

Keine Millionen für die Bahn ...

... im Abschnitt Regensburg-Landshut-Rosenheim mehr übrig, da erstmal für etwa 1 Mrd. ¤ die Autobahn (B15n-->A93) in dieser Relation gebaut werden muß.
Wenn diese dann fertig ist, ist es genauso, wie bei der Strecke München-Mühldorf-Passau (A94) die Frage, ob ein Bahnausbau mangels Bedarf überhaupt noch notwednig ist und nicht stattdessen sogar die Eisenbahnstrecke stillgelegt werden muß.

von ubahnfahrn - am 15.05.2009 12:11

Re: Südliche Fortführung Landshut-Mühldorf-Rosenheim?

Zitat

eine weitere durchehend elektrifizierte Güterzugstrecke von Brenner


Wenn man bedenkt, daß die ganze Linie Kufstein - Rosenheim - Mühldorf - Frontenhausen - Landau - Plattling - Zwiesel - Eisenstein (- Klatovy) ursprünglich dazu gedacht war, die Braunkohlegebiete Böhmens mit dem Brenner zu verbinden, ein toller Gedanke irgendwie. ;-)
Aber bevor wir hier irgendwelche utopischen Planungen machen, muß erstmal der erste Meter Fahrdraht auf Regensburg - Hof hängen.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 15.05.2009 12:19

Steht seit Jahren auf VDV Liste/ Autobahn bekommt 32-fache der Gelder für Bahnstrecken.

Die Idee stammt aber nicht von mir, sondern steht seit Jahren auf der VDV-Liste über Wünsche zum Streckenausbau (Auf der Liste unten Nr. 191 Ausbau Knoten München Seite 19).

Hier die Liste von 2006:[www.vdv.de] (PDF)
Und hier noch die Liste von 2009:[www.vdv.de] (PDF) (Hier S. 32)

Die B 15 neu zwischen Regensburg, Landshut und Rosenheim, sowie die A 94 zwischen München, Mühldorf und Passau hat der ubahnfan ja schon genannt. Die B 15 n ist mit 1 Mrd Euro Gesamtkosten geplant und die A 94 kostet alleine bei den aktuell im Bau befindlichen bzw. vor kurzem abgeschlossenen Abschnitten von 54 km Länge bei 360 Mio Euro. Zum Vergleich: Für die Rottalbahn wurden 10 Mio Euro für den Stundentakt und Bahnhofssanierungen ausgegeben, zwischen Landshut und Mühldorf wurden 24 Mio Euro ausgegeben. Zusammen also nicht mal soviel wie für 6,2 km A 94 zwischen Pastetten und Forstinning ausgegeben werden (das kostet 45 Mio. Euro).

152 km Bahnstrecke entsprechen also 4,7 km Autobahn, oder anders für die Autobahn wird 32 mal soviel ausgegeben wie für die Bahnstrecken.

Grüße,
Peter

von Guliver - am 15.05.2009 12:22

Man kann nicht früh genug fordern ;-)

Wenn man sich ansieht wie lang es bei Regensburg - Hof dauert bis mal was konkretes passiert kann man eigentlich nicht früh genug fordern ;-)

Kann es sein das bei der 855er schon vor dem Krieg gefordert wurde sie zu elektrifizieren?

Viele Grüße,

Peter

von Guliver - am 15.05.2009 12:56

Re: Man kann nicht früh genug fordern ;-)

Zitat

Kann es sein das bei der 855er schon vor dem Krieg gefordert wurde sie zu elektrifizieren?


Ja, das hätte schon in den 20er-Jahren als durchgehende Elektrifizierung München - Hof stattfinden sollen. Dann kam aber die Inflation und Wirtschaftskrise dazwischen...

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 15.05.2009 13:00

Achtung Lärmschutz

Was mir hier bei diesen Thema auffällt, der Lärmschutz wurde noch nicht besprochen.

Während so die Strecke Hof- Nürnberg bzw. Regensburg hinsichtlich des Baus von Lärmschutzwänden Bestandsschutz genießt (genauso wie der Südring in München) so würde dies bei einem erheblichen Eingriff bzw. Umbau und Komfortsteigerung von Strecken erforderlich.

Das würde also bedeuten, im engen Pegnitztal, wo die Häuser zum Teil bis an die Gleise heranreichen, müssten im Falle einer Elektrifizierung genauso wie auf der Strecke Hof-Regensburg dann Lärmschutzwände errichtet werden.

Wie so etwas aussieht, das kann man gut auf der Strecke München-Augsburg (viergleisiger Ausbau) oder München- Ingolstadt im Abschnitt Petershausen (S-Bahnausbau) sehen.

Könnt ihr euch ein Pegnitztal oder Naabtal mit solchen Wänden vorstellen ?

Wie gesagt, bei einem erheblichen Eingriff fällt die Strecke nicht mehr unter den
Bestandsschutz und die Bahn muss die Bürger dann vor dem Lärm schützen.

Beispiel auch aus München, die Anwohner klagen ständig über den Nonstop Lärm der Züge auf dem Südring (München Hbf-Friedensheimer Brücke-München Ost, also dem Laufweg der Salzburger und Mühldorfer Züge).

Die Bahn ist hier nicht verpflichtet Lärmschutzwände aufzustellen, lt. OB Ude. Sollte jedoch anstatt der 2. Stammstrecke der Südring ausgebaut werden so stellt dies einen erheblichen Eingriff dar und der Bestandsschutz fällt weg und Lärmschutzwände müssen errichtet werden.

von Neuenmarkt - am 15.05.2009 13:32

Ist denn ...

... eine Elektrifizierung alleine schon ein ERHEBLICHER Ausbau, um Lärmschutz für die Bahn vor den Anwohnern einzufordern ?

von ubahnfahrn - am 15.05.2009 17:13

Ja

Und nach den ersten Zahlen dürfte der Lärmschutz sogar teuerer werden als die reine Elektrifizierung...

von guest - am 17.05.2009 20:07

Hamburg-Lübeck?

Da würde mir spontan die Strecke Hamburg-Lübeck einfallen:

Wie sah es dort aus? Welche Lärmschutzmaßnahmen mussten dort im Zuge der Elektrifizierung getroffen werden?

Grüße,
Peter

von Guliver - am 19.05.2009 15:56
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