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Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Fahrdienstleiter, Martin Pfeifer, JimKnopff

"Nicht über Puffer gehen!" - Unfallverhütung der 30er Jahre (m4B)

Startbeitrag von Fahrdienstleiter am 24.05.2009 15:28

Hallo,

ich habe in meiner Sammlung diese Plakate für die Unfallverhütung gefunden. Aufgrund von beiliegenden Schriftstücken dürften sie um 1936 entstanden sein.
Sie dürfen aber auch heute noch recht aktuell sein. ;-)

"Signal nicht zu früh geben!":



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"Nicht über Puffer gehen!":



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"Hände fort vom Türrahmen! Doppelte Unachtsamkeit"



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Interessant sind auch diese alten Befehle, ebenfalls aus den 30er Jahren.
Sie stammen aus einer großen Mappe mit "Unterrichtstafeln für den Dienstunterricht" und sind dementsprechend groß (80 x 43 cm).



Gruß Steffen

Antworten:

Hallo Steffen!

Tolle Plakate und Befehlstafeln hast du da sammeln können! Diese herrlichen Zeichnungen von damals!!! Passen aber in die heutige Zeit immernoch! Interessante Pufferbauarten waren das damals! Danke fürs Zeigen!

Schöne Grüße
Gabriel

von JimKnopff - am 24.05.2009 20:10

...und als der "FFD 101/102 Reingold" noch Planmäßig fuhr...(mB)

... entstand dieser Aushangfahrplan:

Ankunft "FFD 101 Reingold" um 12:41 aus Basel / Ankunft "FFD 102 Reingold" um 14:56 aus Holland...



Anmerkung:

FFD steht für "Fernschnellzug mit besonders ausgestatteten Wagenpark"... das habe ich einer der "Unterrichtstafeln" entnehmen können. :-)

Wie dieser Fahrplan allerdings ins Archiv eines kleinen sächsischen Bahnhofs gelangen konnte ist mir ein Rätsel!

Gruß Steffen



von Fahrdienstleiter - am 24.05.2009 20:24

Re: ...und als der "FFD 101/102 Reingold" noch Planmäßig fuhr...(mB)

Zitat
Fahrdienstleiter
...
Wie dieser Fahrplan allerdings ins Archiv eines kleinen sächsischen Bahnhofs gelangen konnte ist mir ein Rätsel!
...


Servus,

Mannheim ist halt entgegen der Meinung des vormaligen DB-Vorstandes halt keine Milchkanne.

Eine Wonne, die damaligen Zugläufe!

Danke für die Scans. Speziell der Vorsichtsbefehl ist sehr interessant, finden sich darauf doch gründe, die spätestens 1959 gestrichen wurden, z.B. die abweichende Fahrt auf nmehrflügeliges Signal.

von Martin Pfeifer - am 25.05.2009 07:40

Re: ...und als der "FFD 101/102 Rheingold" noch Planmäßig fuhr...(mB)

Zitat
Martin Pfeifer
Eine Wonne, die damaligen Zugläufe!


... dazu passend das ganze Gegenteil... Bahnhof Achern!



Gruß Steffen




von Fahrdienstleiter - am 25.05.2009 08:04

Jetzt ist das Rätsel gelöst...

Zitat
Fahrdienstleiter
Wie dieser Fahrplan allerdings ins Archiv eines kleinen sächsischen Bahnhofs gelangen konnte ist mir ein Rätsel!


Jetzt ist das Rätsel (nach fast 25 Jahren) gelöst: Es sind (leider) nur Anlagen zu einer Dienstvorschrift, deshalb steht in den Ecken auch " Anlage.. zu §..." . Das erklärt auch wie sie in Sachsen gelandet sind...

Gruß Steffen

von Fahrdienstleiter - am 25.05.2009 14:47

Re: Jetzt ist das Rätsel gelöst...

Zitat
Fahrdienstleiter
Zitat
Fahrdienstleiter
Wie dieser Fahrplan allerdings ins Archiv eines kleinen sächsischen Bahnhofs gelangen konnte ist mir ein Rätsel!


Jetzt ist das Rätsel (nach fast 25 Jahren) gelöst: Es sind (leider) nur Anlagen zu einer Dienstvorschrift, deshalb steht in den Ecken auch " Anlage.. zu §..." . Das erklärt auch wie sie in Sachsen gelandet sind...

Gruß Steffen


Servus,

das erklärt auch, warum jener von Achern nicht vollständig ausgefüllt ist. Denn bei der Zugdichte zwischen 5:30 Uhr und 10:30 Uhr, sogar mit einem Eilzug ist es doch reichlich unwahrscheinlich, das dann auf einmal Schicht im Schacht ist. Damals war vom Traumziel "20-Stunden-Woche bei doppeltem Lohnausgleich" noch weit weg, es wurde 48 Stunden die Woche und sogar an normalen Arbeitsplätzen im Büro etc sonnabend vormittag gearbeitet.

von Martin Pfeifer - am 25.05.2009 19:02
Zitat
JimKnopff
Hallo Steffen!

... Interessante Pufferbauarten waren das damals! ...


Servus,

das sind sogenannte Stangenpuffer. Die Feder - eine Wickelfeder - lag zwischen der Stange und dem Korb, welcher vorne die Stange führt. Diese Art war bis Anfang der zwanziger Jahre üblich. Sie wurde dann durch die heute üblichen Hülsenpffer ersetzt, weil die Puffer die höheren Kräfte bei einem auflaufenden Wagen nicht mehr aufnehmen konnte. Infolge der Erhöhung der zulässigen Achslast auf 20 t ab der Mitte der 20-er Jahre wurden auch die Wagen (leer und erst recht beladen schwerer). Wie lange sich solche Puffer halten konnten, weiß ich nicht, ich weiß nur, das sie heute auch bei Museumsbahnen verboten sind, weil sie nicht mehr der aktuellen EBO genügen.

von Martin Pfeifer - am 25.05.2009 19:07

Alte Pufferbauarten

Hallo Martin!

Danke für die lehrreiche Erklärung! Schauen ja auch schon sehr filigran aus, so dass sie nicht viel Energie wegstecken könnten.

Schöne Grüße
Gabriel

von JimKnopff - am 25.05.2009 19:28
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