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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Martin Pfeifer, 628 245-2, ---------------------------------, milchi, domos, JimKnopff, 218 400

HiNobf: Die Entgleisung des 614 025-5 in Nürnberg Hbf 1985 (m. 2 B.)

Startbeitrag von --------------------------------- am 26.05.2009 15:28

Hallo,

bei der Einfahrt in Nürnberg Hbf am 11.09.1985 gelangen mir diese beiden Fotos.

624 025-5 ist wahrscheinlich in Folge einer falschen Weichenstellung entgleist. Eine 211 mit dem Einheitshilfsgerätewagen vom Bw Nürnberg Hbf ist auch schon vor Ort. Die Eingleisung läuft auf vollen Touren.



Eine Nahaufnahme von den Eingleisungsarbeiten.



Schöne Grüße

Axel

Antworten:

Hallo Axel!

Interessante Bilder! Den hats ja schön rausgedreht!

Damals hat man wohl von Warnwesten nichts gewusst, sonst wären Bilder viel oranger! ;-)

Schöne Grüße
Gabriel

von JimKnopff - am 26.05.2009 16:52
Servus
weiß jemand seit wann dieser 614 umlackiert wurde ???
(Tolle Bilder Axel ;) )

Viele Grüße

von 218 400 - am 26.05.2009 16:55
Zitat
218 400
Servus
weiß jemand seit wann dieser 614 umlackiert wurde ???


Laut [www.v160.de] seit Juni 1997.


Gruß, domos

von domos - am 26.05.2009 17:14
Zitat
JimKnopff
Hallo Axel!

Interessante Bilder! Den hats ja schön rausgedreht!

Damals hat man wohl von Warnwesten nichts gewusst, sonst wären Bilder viel oranger! ;-)

Schöne Grüße
Gabriel


Servus Gabriel,

nach meiner Erinnerung kamen die Warnwesten bei der Bahn erst nach 1990 in größerem Stil auf. Vorher war das alles kein Problem, man vertraute noch auf den Überlebens-Willen der Bahn-Mitarbeiter und ihren Instinkt. Sogar der besonders gefährdete Streckenläufer war alleine unterwegs und hatte keine Warnweste im heutigen Sinne.

Ich gehe allerdings aufgrund der hier versammelten Menge davon aus, das die Gleise, in welchen die Zuschauer stehen, auch gesperrt sind.

Ansonsten sind dies sehr interessante Bilder, Danke fürs zeigen! Ich wundere mich, das das hintere Drehgestell diese extreme Verdrehung bei der Entgleisung überlebt hat. Es ist zwar das Lauf-Drehgestell, aber gibt es da keine Anschläge?


von Martin Pfeifer - am 26.05.2009 18:49
Guten Abend !

Zur Umlackierung des 614 025-5 in Verkehrsrot habe ich andere Daten gefunden. Nach www.revisionsdaten.de ist die Umlackierung am 22.08.1997 erfolgt. Alle andere Revisionsdaten sind identisch.

Gruß

Axel

von --------------------------------- - am 26.05.2009 18:50
Wie geht eigentlich so eine Eingleisung vonstatten?

von 628 245-2 - am 28.05.2009 07:14

Hier ist es genau richtig erklärt!

Servus,

jetzt hab ich mich glatt verlesen und so schöne Video gepostet :D Ich hatte meinen Spaß! :D


Ach es gibt so schön viel Schwachsinn im Internet man weiß garnicht was man zuerst angucken soll.
Seid ehrlich, haben wir das nicht alle mit unserer Spielzeugeisenbahn genauso gemacht?

[www.youtube.com]



Grüße!

von milchi - am 28.05.2009 09:37
Zitat
628 249-4
Wie geht eigentlich so eine Eingleisung vonstatten?

Servus,

na ja, dann will ich mal versuchen, den Eingleisungsvorgang zu erklären. Da kommt natürlich keine große Hand von oben und auch ein Kran wird wegen der Oberleitung selten eingesetzt (kenne ich nur von Fällen, wo Loks über einen Prellbock hinausgeschossen sind oder wo die Fahrzeuge eine niedrige Böschung hinuntergestürtzt sind).

Auf dem Bild siehst Du unter den Puffern des 614 025 einen großen Querbalken und darunter einen großen Hydraulik-Zylinder. Mit dem Hydraulik-Zylinder wird das Fahrzeug angehoben, das ist durchaus vergleichbar einer Hebebühne in einer Werkstatt oder halt einem Wagenheber im Auto. Jetzt muß das entgleiste Fahrzeug noch zur Seite verschoben werden. Deshalb steht der dicke Hydraulik-Zylinder nicht fest auf dem Untergrund, sondern auf einem weiteren Stahlträger. Auf diesem wird der Zylinder samt aufgebockten Triebwagen dann durch eine weitere Hydraulik nach links oder rechts verschoben, bis halt die Räder wieder über dem Gleis sind.

Im hier gezeigten Fall steht der Triebwagen allerdings "fast" quer zum Gleis. Da immer eines der beiden Drehgestelle / Achsen auf Grund sein muß (die Hebevorrichtungen sind nicht synchronisierbar, somit würde der Triebwagen umkippen) und außerdem der Bewegungsbereich eingeschränkt ist, war hier wahrscheinlich ein mehrmaliger Auf- und Abbau der Hebevorrichtung erforderlich. Der Triebwagen wurde in mehreren Stücken, immer abwechselnd am vorderen und hinteren Drehgestelle ansetzend, in Richtung Gleis gedreht.

Die Mannschaft vom Hilfszug wusste sicherlich am Ende des Tages, was sie geleistet hat, die Teile sind ja nicht gerade Fliegengewichte.

von Martin Pfeifer - am 28.05.2009 17:27
Poh, langwierige Arbeit!

von 628 245-2 - am 28.05.2009 17:43
Zitat
JimKnopff
Hallo Axel!

Damals hat man wohl von Warnwesten nichts gewusst, sonst wären Bilder viel oranger! ;-)

Schöne Grüße
Gabriel


Servus Gabriel,

ich habe heute zufälligerweise in der Chronik zum hundertjährigen Jubiläum des Rbf Seelze den Hinweis gefunden, das dort beim Rbf Seelze die heute übliche Warnkleidung 1985 eingeführt wurde.

Zitat
Chronik 100 Jahre Rbf Seelze, Jahr 1985
Die im äußeren Betriebs- bzw. Rangierdienst eingesetzten Mitarbeiter erhalten neues Warn- bzw. Schutzzeug in der auffallenden Farbe orange mit reflektierenden Streifen. Späteren Generationen wird es einmal unvorstellbar sein, das bis dahin schwarzes Schutzzeug getragen wurde - lediglich durch einen gelben Helm konnte man die Mitarbeiter in der Dunkelheit erkennen.

Der letzte Satz hat sich ja nun bewahrheitet....

von Martin Pfeifer - am 30.05.2009 20:19
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