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Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
extirschenreuther, Mitterteicher, excargo, Gerald H, Martin Pfeifer, Stilllegungskandidat, Der Ex-Wiesauer

Bahnhof Liebenstein(Oberpf) (m1B)

Startbeitrag von Der Ex-Wiesauer am 15.06.2009 19:16

Servus,

neulich hatte ich die Gelegenheit, die noch vorhandenen Gleisanlagen in Liebenstein(Oberpf) (ehem. Bahnstrecke Wiesau - Tirschenreuth - Bärnau) zu besichtigen.

Dazu hab ich eine Frage:

Wurde der Liebensteiner Bahnhof noch bis zum Schluss, also bis zur Stilllegung des Personenverkehrs auf der Strecke von Personenzügen angefahren? Oder wurde der Bahnhof nur zur Holzverladung genutzt?

Ausserdem: Seit wann ging das wunderschöne EG in privatbesitz über?

Ehemaliges Empfangsgebäude Liebenstein(Oberpf):




Viele Grüße und danke schonmal für die antworten,

Christian

Antworten:

Servus,

zum ersten Teil der Frage: im mittlerweile getrost als Standardwerk zu bezeichnenden Buch "Nebenbahnen in der Oberpfalz" der Autoren Hoch / Kuhfahl ist der letzte Fahrplan der Gesamtstrecke Wiesau - Bärnau vom Sommer 1975 abgedruckt. Demnach hielten die beiden Personenzug-Paare in Liebenstein. Lediglich Schmelitzhöhe wurde njr von einem der beiden Paare bedient, dieses war ein GmP. Der reine Personenzug fuhr durch.

Zum Verkauf des Liebensteiner EG findet sich dort aber nichts, ein Bild von 1988 deutet aber bereits stark auf Privatbesitz hin. Das Gebäude ist gut in Schuß (frisch renoviert) und die Fenster mit Blumen geschmückt.

von Martin Pfeifer - am 15.06.2009 19:40

Re: Auch eine Frage

Zitat
Der Ex-Wiesauer
Wurde der Liebensteiner Bahnhof noch bis zum Schluss, also bis zur Stilllegung des Personenverkehrs auf der Strecke von Personenzügen angefahren? Oder wurde der Bahnhof nur zur Holzverladung genutzt?


Der Bahnhof lag ja doch weit vom Ort entfernt, aber lange Jahre war es doch noch der Endpunkt der Bahnlinie für den Güterverkehr oder?
War hier nur die erwähnte Holzverladung oder wurde auch das "Liebensteiner Kartonagewerk" deren Lastwagen man immer durchs Land fahren sieht, damals noch artgerecht bedient?

von Stilllegungskandidat - am 15.06.2009 20:56

Re: Holz

Soweit ich die Strecke ab Mitte/Ende der 80er selbst erlebt habe, wars nur Holz.

von Gerald H - am 16.06.2009 05:12
hallo,

bis Anfang der 90er wurde laut Fahrplan Liebenstein angefahren um die Wagen für die Schmelitz zu umfahren (Anschluß einseitig aus Tirschenreuth). In der Regel wurde aber in der Schmelitz "englisch rangiert" um sich die Fahrt nach Liebenstein zu sparen.
Gruß excargo

von excargo - am 17.06.2009 06:59
hi alle,
stimmt so nicht ganz.
schmelitz war beidseitig angeschlossen, liebenstein wurde zum umsetzen nie angefahren. grund fuer das haeufige umsetzen war der "werksverkehr" auf der schmelitz, eine der laderampen war naemlihc nur per bahn zu erreichen, deshalb hatte man einen ausrangierten eisenbahnwaggon gekauft, diesen immer beladen und an der hinteren rampe wieder ausgeladen, weshalb eine lokdurchfahrt hinten leere waggons rein vorne volle raus idr nicht moeglich war.
letzter grosser kunde in liebenstein war das lagerhaus, holz zuletzt ca 4 waggons im jahr. interessant uebrigens dass der granit fuers nuernberger reichstagsgelaende zt aus liebenstein stammte und von haeftlingen aus flossenbuerg am bahnhof verladen wurde.
gruesse

von extirschenreuther - am 21.06.2009 15:37
Hallo Bahnfreunde,
es wurde Holzschwarten (Reste von Baumstämmen für Bretter) oder
Außenschale eines Baumes meiner Erinnerung nach Kehlheim ins
damalige Papierwerk transportiert.
Heute wäre die Holzindustrieanrainer wieder froh, wenn sie einen Gleisanschluß
hätten. Leider karren jetzt sehr viele Holz LKW durch das Stiftland. Traurig!!!

von Mitterteicher - am 29.06.2009 13:47
an den liebensteiner saegewerken kann man sehr gut den ganzen schwachsinn sehen fuer den wir steuerzahler blechen muessen: dank fleissiger nutzung durch die werkseigenen lkws sind die strassen in und um liebenstein meist innerhalb kuerzester zeit hinueber und muessen auf kosten des steuerzahlers repariert werden. zum ausgleich haben die saegewerke einen grossteil ihrer lkw flotte nach tschechien ausgeflaggt weil steuern loehne usw billiger und so noch einen teil der arbeitsplaetze ins sichere tschechien gerettet. und weil man auch noch so superqualifizierte arbeitsplaetze fuer ein paar unterbezahlte brettlschlichter schafft kriegt man mitunter auch schon mal eine medaille von der landesregierung fuer innovative unternehmensideen.

von extirschenreuther - am 30.06.2009 19:15
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