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Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Martin Pfeifer, fahr-gast, Schwandorfer

Telegraphenmasten Cham - Kötzting

Startbeitrag von Schwandorfer am 20.06.2009 09:40

Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, daß zumindest auf dem 2008 erneuerten Abschnitt zwischen Cham und Chamerau nahezu sämtliche Telegraphenmasten gefallen sind?
Einzelne stehen noch, im Bereich Göttling sogar noch sieben am Stück...

Nur für den Fall, daß jemand sich auf Fotomotive mit Masten freut, die dann gar nicht mehr da sind.

Viele Grüße

Tobias

Antworten:

Servus,

mir ist vor einiger Zeit aufgefallen, das konsequenterweise hinter Chamerau (so etwa km 10) die Drähte selber entfert wurden, die Masten aber noch stehen.

von Martin Pfeifer - am 20.06.2009 20:13
Werden die Zugmeldungen dann über Funk bzw. GSM-R getätigt, oder wird hier schlicht auf Sicht gefahren? Trägerfrequenzblock TF71 (falls dieser hier überhaupt vorhanden war) ist dann ja auch nicht mehr möglich.
Andernorts, etwa an der KBS853 werden die Masten ja sogar erneuert; an der KBS 857 wird das alte Fernsprechsystem angeblich auch weiterhin vorgehalten, als Rückfallebene bei GSM R-Totalausfall.

von fahr-gast - am 21.06.2009 08:41
Servus,

Zitat
fahr-gast
Werden die Zugmeldungen dann über Funk bzw. GSM-R getätigt, oder wird hier schlicht auf Sicht gefahren?


die Strecke wird im Zugleitbetrieb betrieben, Zugleiter ist der Fdl in Cham. Die Zugmeldungen werden über Funk / GSM-R abgewickelt. Als Rückfallebene, so sie denn überhaupt offiziell definiert ist, dienen wahrscheinlich die Diensthandys der Mitarbeiter und der Postanschluß des Stellwerkes in Cham.

Fahren auf Sicht gibt es in Deutschland höchstens noch bei Straßenbahnen innerorts auf zweigleisigen Strecken. Außerorts auf eigenen Bahnkörper sind in der Regel so hohe Geschwindigkeiten zugelassen, das der Bremsweg inklusive der Reaktionszeit nicht mehr übersehbar ist, da sind dann auch Blocksysteme vorhanden. Eingleisige Strecken haben bei Straßenbahnen immer eine Zugsicherung, die Gegenfahrten ausschließt. Bei so etwas ist das Unfallrisiko viel zu hoch, und einsehbar ist das in den seltesten Fällen, zumal auch noch schlechtes Wetter (Regen, Nebel, Schneefall) zu berücksichtigen ist.

Zitat
fahr-gast
Trägerfrequenzblock TF71 (falls dieser hier überhaupt vorhanden war) ist dann ja auch nicht mehr möglich.


Tf 71 setzt vorhandene und benutzte Stellwerke voraus, die gibt es auf der Strecke Cham - Kötzting schon seit 1996 nicht mehr.

Zitat
fahr-gast
Andernorts, etwa an der KBS853 werden die Masten ja sogar erneuert; an der KBS 857 wird das alte Fernsprechsystem angeblich auch weiterhin vorgehalten, als Rückfallebene bei GSM R-Totalausfall.


Die KBS 853 wird im Stichstreckenblock betrieben, da sind planmäßig keine Zuglaufmeldungen notwendig. Hier konnte die weitere Vorhaltung der Streckenfernsprechleitung sogar preiswerter sein als GSM-R.

Auch bei der KBS 857 vermute ich wirtschaftliche Gründe. Wenn die Leitung noch in gutem Zustand ist und vor einigen Jahren für viel Geld überholt wurde, würde ihr Abbruch einiges kosten und das Ergebnis durch die vorzeitige Abschreibung des Restwertes das Ergebnis unerwünscht belasten. Also einfach stehen lassen. Als Rückfallebene für den Zugleitbetrieb ist sie nur bedingt benutzbar, das die Leitung ja in Hof endet, der zuständige Zugleiter aber in Wiesau sitzt, wohin keine wahrscheinlich direkte Leitung führt.

von Martin Pfeifer - am 21.06.2009 09:09
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