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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
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Guliver, Stilllegungskandidat, 183 003, Martin Pfeifer, ubahnfahrn, fahs-gast, Harald

[PM] "Ja zum Zugverkehr Viechtach - Gotteszell"

Startbeitrag von Guliver am 21.06.2009 18:46

Ticketmeldung der Passauer Neuen Presse:
Zitat

Ja zum Zugverkehr Viechtach - Gotteszell

VIECHTACHER BAYERWALD-BOTE. Rund 70 politische Entscheider der Region haben am späten Samstagnachmittag an der Info-Fahrt des Vereins "Wanderbahn im Regental" teilgenommen. Erklärtes Ziel der Verantwortlichen ist die Wiederaufnahme eines regulären Bahnverkehrs auf der bestehenden Strecke zwischen Viechtach und Gotteszell-Bahnhof im Landkreis Regen. Zur Begeisterung der Vereins-Verantwortlichen sagten dabei die Mandatsträger der Region, Staatsminister und örtlicher Abgeordneter Helmut Brunner und MdB Ernst Hinsken, ihre Unterstützung zu. Landrat Heinz Wölfl forderte alle Gemeinderäte auf, in Resolutionen die Wiederbelebung der Strecke zu fordern. Er wolle im Kreistag Gleiches anstreben.


70 politische Entscheider + Veranstalter... War sicher kuschlig in dem Regioshuttle.


Ein Problem das ich in Teisnach bemerkt hätte: Dort wurde ein Kreisverkehr sehr geschickt platziert: Er grenzt direkt ohne Übergang an die Bahnstrecke an. Kommt also in Zukunft jede Stunde ein Zug vorbei, stehen die am Bahnübergang wartenden Autos direkt im Kreisverkehr.

Grüße,
Peter

Antworten:

Zitat
Peter_Wolf
Ticketmeldung der Passauer Neuen Presse:
Zitat

Ja zum Zugverkehr Viechtach - Gotteszell

VIECHTACHER BAYERWALD-BOTE. Rund 70 politische Entscheider der Region haben am späten Samstagnachmittag an der Info-Fahrt des Vereins "Wanderbahn im Regental" teilgenommen. Erklärtes Ziel der Verantwortlichen ist die Wiederaufnahme eines regulären Bahnverkehrs auf der bestehenden Strecke zwischen Viechtach und Gotteszell-Bahnhof im Landkreis Regen. Zur Begeisterung der Vereins-Verantwortlichen sagten dabei die Mandatsträger der Region, Staatsminister und örtlicher Abgeordneter Helmut Brunner und MdB Ernst Hinsken, ihre Unterstützung zu. Landrat Heinz Wölfl forderte alle Gemeinderäte auf, in Resolutionen die Wiederbelebung der Strecke zu fordern. Er wolle im Kreistag Gleiches anstreben.


70 politische Entscheider + Veranstalter... War sicher kuschlig in dem Regioshuttle.


Ein Problem das ich in Teisnach bemerkt hätte: Dort wurde ein Kreisverkehr sehr geschickt platziert: Er grenzt direkt ohne Übergang an die Bahnstrecke an. Kommt also in Zukunft jede Stunde ein Zug vorbei, stehen die am Bahnübergang wartenden Autos direkt im Kreisverkehr.


Finde ich toll dass sich die Region so für eine Reaktivierung einsetzen, denn in anderen Regionen bekämpft man die Bahn eher (Wiehltal, Bayreuth/Bindlach/Warmensteinach, aber auch nicht weit entfernt im Passauer Raum).
Allerdings sollten die Gemeinden auch mitziehen und einige Bü's auflassen bzw. zusammenlegen und die Streckenhöchstgeschwindigkeit sollte auch erhöht werden.
Schade dass man damals absolut kurzsichtig zwischen Viechtach und Blaibach die Gleise rausgerissen hat, denn das würde die Strecke richtig interessant machen und vor allem sowohl die beiden Netze verbinden als auch den Bayerwald eisenbahntechnisch nicht mehr zweiteilen.

Diesen Einsatz würde man sich auch mal bei Passau - Freyung wünschen, denn diese Strecke hat sogar größeres Potenzial.

Aber abwarten, ich glaubs erst wenn dort wirklich Züge im Taktverkehr fahren bzw. die BEG diese bestellt. Landschaftlich ist es ja eine wunderschöne Strecke.

von Stilllegungskandidat - am 21.06.2009 19:26
Zitat
Peter_Wolf

Ein Problem das ich in Teisnach bemerkt hätte: Dort wurde ein Kreisverkehr sehr geschickt platziert: Er grenzt direkt ohne Übergang an die Bahnstrecke an. Kommt also in Zukunft jede Stunde ein Zug vorbei, stehen die am Bahnübergang wartenden Autos direkt im Kreisverkehr.


Theoretisch wäre es doch möglich, auch eine "Ehrenrunde" zu drehen, oder?
Aber auch auf der vor längerer Zeit reaktivierten Strecke Laupheim West - Laupheim Stadt gibts doch m. W. einen Kreisverkehr, der sogar von der Bahnstrecke durchschnitten wird, sieht also in der Draufsicht wie ein Durchmesserzeichen aus.



von Harald - am 21.06.2009 19:26

Ehrenrunde dürfte etwas länger dauern.

Die "Ehrenrunde" dürfte etwas länger dauern bei Fahrten in Richtung Viechtach.

Da direkt vorher der Bahnhof Teisnach liegt, dürfte ein technisch gesicherter Bahnübergang sich ja aus Sicherheitsgründen schon schließen, wenn der Zug in den Bahnhof einfährt?



von Guliver - am 21.06.2009 19:29

Speziell diesen BÜ dürfte man kaum auflösen.

Den angesprochenen Bahnübergang in Teisnach dürfte man kaum auflösen können, liegt er doch an einer Hauptverkehrsstraße. Auch eine Brücke oder Unterführung dürfte aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ziemlich schwer zu verwirklichen sein. Da zum einen die Rampen für eine Brücke dort kaum zu verwirklichen sind, und eine Unterführung dürfte an dem kurz nachher zu überquerenden Fluss Regen scheitern.

von Guliver - am 21.06.2009 19:33

Re: Speziell diesen BÜ dürfte man kaum auflösen.

Zitat
Peter_Wolf
Den angesprochenen Bahnübergang in Teisnach dürfte man kaum auflösen können, liegt er doch an einer Hauptverkehrsstraße. Auch eine Brücke oder Unterführung dürfte aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ziemlich schwer zu verwirklichen sein. Da zum einen die Rampen für eine Brücke dort kaum zu verwirklichen sind, und eine Unterführung dürfte an dem kurz nachher zu überquerenden Fluss Regen scheitern.


Für den Bü in Teisnach würde sich sicher eine gute Lösung finden lassen. Ich dachte auch eher an Feldüberwege und evtl. gibts ja auch Bü die man zusammenlegen kann, das alleine würde ja die Strecke schon beschleunigen, da die Züge dort sehr oft auf 20 bzw. tw. sogar 10 km/h runterbremsen müssen und die Autofahrer oftmals sehr rücksichtslos sind, d. h. bei Regelverkehr eine gefährliche Situation wenn man nicht besser sichert, denn das langsame Tempo der Züge animiert ja geradezu noch schnell rüber zu fahren.

von Stilllegungskandidat - am 21.06.2009 19:44

[PM] "Ja zum Zugverkehr Viechtach - Gotteszell" (Gesamter Artikel)

Bayerwaldbote 22.6.2009
Zitat

Ja zum Zugverkehr Viechtach-Gotteszell

Info-Fahrt des Wanderbahn-Vereins begeistert 70 Teilnehmer - Ganze Region soll jetzt an einem Strang ziehen

Von Gunther
Schlamminger
Viechtach/Gotteszell. Es wäre eine super Sache, wenn das klappen würde: Diese Aussage war immer wieder zu hören, als der Verein „Wanderbahn im Regental“ am späten Samstagnachmittag politische Mandatsträger aus der Region mit dem Zug von Viechtach nach Gotteszell-Bahnhof und wieder zurück gebracht hat. Zwischen den Fahrten beeindruckte Andreas Fried mit den vom Verein zusammengetragenen Informationen zur Strecke.
Gespannte Erwartung herrschte auf dem Bahnsteig. Zwar befördert die Wanderbahn seit der Einstellung des planmäßigen Verkehrs 1991 an rund 30 Terminen im Jahr 10 000 Fahrgäste auf der Strecke Viechtach-Gotteszell-Bahnhof, aber sie tut dies in historischen Triebwagen. Jetzt fährt der moderne RegioShuttle VT 28 mit Waldbahn-Lackierung vor, sein Name ist „Zelezna Ruda“, und bringt Abgeordnete, Landrat, Bürgermeister, Kreisräte, Stadt- und Gemeinderäte zum Staunen. „Ah, wie schön“, heißt es mehrmals, als sich der Zug am Regenfluss entlang schlängelt.

Für FH, Urlauber und Einheimische

Vereins-Vorsitzender Arnulf Baier ist klar, dass vor allem der erste Abschnitt zwischen Viechtach und Teisnach für Feriengäste interessant ist. Schon jetzt transportiert er viele Kanufahrer und Wanderer. Die weitere Strecke aber könnte aufgrund des entstehenden FH-Standortes in Teisnach vor allem für Studenten und die dort ansässigen Firmen Bedeutung erlangen.
„Wir müssen es schaffen, dass das Wirtschaftsministerium die Bahnstrecke in das Waldbahnnetz aufnimmt und Bahnverkehr bestellt“, sagen Baier und Andreas Fried während des Zwischenstopps im Gasthof Hacker neben dem Gotteszeller Bahnhof. Rund eine Stunde lang erläutert Fried hier die Vorteile des Bahnbetriebs auf dieser Strecke, und verhehlt auch nicht, dass vor allem an einigen Bahnübergängen und Haltepunkten investiert werden müsste. Dies könne der Streckenbesitzer aber finanzieren, denn der Betreiber des voraussichtlich für zehn Jahre zu vergebenden Bahnverkehrs müsste Trassen- und Stationsgebühren zahlen. Die Strecke selbst sei in gutem Zustand.
Für die Fahrgäste ergäbe sich der Vorteil, dass sie zum Beispiel mit dem BayernTicket, das sie jetzt schon für die Fahrt von Gotteszell nach München nutzen, ohne Mehrkosten bis Viechtach fahren könnten.
Noch einen Aspekt sprach Fried an: Sollte es nichts werden mit dem Bahnverkehr, stünden wohl auch die rund 100 Arbeitsplätze in den Viechtacher Bahnwerkstätten im Feuer. Demnächst läuft nämlich die vom Freistaat vorgegebene Bestandsgarantie aus, als er die Regentalbahn an den britischen Arriva-Konzern verkaufte. Sollte es aber wieder Bahnbetrieb geben, könnten die Züge nach planmäßiger Fahrt nach Viechtach hier auch weiterhin gewartet werden. Das spart Kosten.
Staatsminister Helmut Brunner informierte die gut 70 Zuhörer, dass er im Wirtschaftsministrerium bereits angefragt habe, ob man für die Strecke wieder Zugverkehr bestellen wolle. Derzeit nicht, lautete die Antwort, außerdem wäre eine Potenzialprognose zur zu erwartenden Anzahl der Fahrgäste nötig. Persönlich ließ er sich davon nicht entmutigen: Unter Applaus sagte er, dass ein Bahnanschluss Voraussetzung für eine Weiterentwicklung des ländlichen Raumes sei. „Unsere Straßen sind jetzt schon überlastet“, sagte er und sicherte seine Unterstützung zu. MdB Ernst Hinsken regte an, ähnlich wie bei der Bahnstrecke Straubing-Bogen eine Bürgerbefragung durchzuführen oder Unterschriften zu sammeln. Als Vertreter der Gemeinde Zachenberg, auf deren Grund der Bahnhof Gotteszell steht, freute sich 2. Bürgermeister Josef Artmann über die Initiative, bevor sich Landrat Heinz

Landrat-Appell an
die Gemeinderäte

Wölfl energisch erhob und ankündigte, in der nächsten Kreistagssitzung eine Resolution für den Wiederbetrieb der Bahnlinie vorzulegen. „Ich bitte um entsprechende Beschlüsse in allen Gemeinderäten noch vor der Sommerpause“, appellierte Wölfl an die anwesenden Bürgermeister und Gemeinderäte.
Wanderbahn-Chef Arnulf Baier war überwältigt von dieser Resonanz. Er bat die Entscheidungsträger, an einem Strang zu ziehen: „Gemeinsam können wir es schaffen“. Um 19.07 Uhr ging es dann mit dem RegioShuttle nach Viechtach zurück. Nach 51 Hupsignalen vor Kurven und Bahnübergängen fuhr der Zug um 19.45 Uhr sicher in den Bahnhof der Stadt ein.


von Guliver - am 22.06.2009 04:15

Am Ende schweisst Geld die Region zusammen

Zitat
Einstürzende Zielbahnhöfe
Finde ich toll dass sich die Region so für eine Reaktivierung einsetzen, denn in anderen Regionen bekämpft man die Bahn eher

Allerdings sollten die Gemeinden auch mitziehen und einige Bü's auflassen bzw. zusammenlegen und die Streckenhöchstgeschwindigkeit sollte auch erhöht werden.


Am Ende schweisst hier ein besonderer Umstand die Region für die Reaktivierung zusammen. Wo man sich an anderen Stellen darum sorgt, das der lokale mittelständische Busunternehmen durch eine Bahnlinie pleite geht, ist es hier ein Bahnunternehmen, das man in der Region halten will.

Arriva hat ja nur eine zeitlich befristete Zusage für den Standort Viechtach an Bayern gegeben. Und dieses läuft aus. Darum dürfte der Standort Viechtach bald zur Disposition stehen. Ein Umweg von gut 100 km für eine Werktstattfahrt, sowie der Unterhalt einer eigenen 25 km langen Strecke für die Werkstätte, dürfte auf die Dauer nicht unbedingt attraktiv sein. Dazu dürfte eine Deutschlandzentrale mitten im Bayerischen Wald für ein Bahnunternehmen das groß expandieren will nicht unbedingt die erste Wahl sein.

Wir werden sehen.

Grüße,
Peter

von Guliver - am 22.06.2009 04:27

Fahrzeiten ...

Zitat
Peter_Wolf
Ticketmeldung der Passauer Neuen Presse:
Ein Problem das ich in Teisnach bemerkt hätte: Dort wurde ein Kreisverkehr sehr geschickt platziert: Er grenzt direkt ohne Übergang an die Bahnstrecke an. Kommt also in Zukunft jede Stunde ein Zug vorbei, stehen die am Bahnübergang wartenden Autos direkt im Kreisverkehr.

Grüße,
Peter

Da kommt nicht nur jede Stunde ein Zug vorbei, sondern dort kreuzen sie auch:
Viechtach ab 31, (von Plattling: 32) Gotteszell ab 35, 53 an Teisnach ab 55, Gotteszell an 13 (nach Plattling: 20; Wendezeit: 22 Minuten), Viechtach an 17 (Wendezeit: 14 Min.)

Der Kreisverkehr liegt im Kreuzungsbereich zweier mittelmäßig belasteter Staatsstraßen und hat ein Verkehrsaufkommen von etwa 6.000 KfZ/Tag.

von ubahnfahrn - am 22.06.2009 07:24

Re: Speziell diesen BÜ dürfte man kaum auflösen.

Beim Bau dieses Kreisverkehrs in Teisnach war die BÜ-Sicherungsanlage bereits eingeplant, wegen der imensen Kosten jedoch nicht installiert. Leerrohre für die Elektik sind angeblich sogar verlegt worden.
Schließen kann man solche Übergänge sicher nicht, das geht nur bei kleinen Überwegen für die Land- und Forstwirtschaft.

von 183 003 - am 22.06.2009 08:07

Re: Fahrzeiten ...

Nein, Kreuzungen in Teisnach wären nur bei einem 1h-Takt nötig. Bei dem vorgestellten 2h-Takt kommt pro Stunde nur ein Zug.

Ich denke nicht, dass der BÜ schon bei der Einfahrt schließen muss, der Bahnhof liegt ja doch noch einige Meter davor. In Zellerthal (Bad Kötzting-Lam) gibt es eine ähnliche Situation mit Haltepunkt zwischen zwei BÜs. Der BÜ an der Einfahrtseite schließt automatisch durch den nahenden Zug. Nach dem Halt schaltet der Tf dann mit einer Infrarot-'Kanone' den nächsten BÜ ein.

von 183 003 - am 22.06.2009 08:14

Re: Am Ende schweisst Geld die Region zusammen

Zitat
Peter_Wolf
Am Ende schweisst hier ein besonderer Umstand die Region für die Reaktivierung zusammen. Wo man sich an anderen Stellen darum sorgt, das der lokale mittelständische Busunternehmen durch eine Bahnlinie pleite geht, ist es hier ein Bahnunternehmen, das man in der Region halten will.


Also wenn man es genau nimmt will man ein Busunternehmen halten dass sich bei einem richtigen Bahnunternehmen eingekauft hat. :-)

Zitat
Peter_Wolf
Arriva hat ja nur eine zeitlich befristete Zusage für den Standort Viechtach an Bayern gegeben. Und dieses läuft aus. Darum dürfte der Standort Viechtach bald zur Disposition stehen. Ein Umweg von gut 100 km für eine Werktstattfahrt, sowie der Unterhalt einer eigenen 25 km langen Strecke für die Werkstätte, dürfte auf die Dauer nicht unbedingt attraktiv sein.


Das habe ich mir von Anfang an gesagt, wenn die Standortbindung für Viechtach wegfällt, ist man weg und verlegt alles nach Berlin schätze ich mal.

Zitat
Peter_Wolf
Dazu dürfte eine Deutschlandzentrale mitten im Bayerischen Wald für ein Bahnunternehmen das groß expandieren will nicht unbedingt die erste Wahl sein.


Expandieren? Darf man jetzt lachen?


von Stilllegungskandidat - am 22.06.2009 11:13

Re: Ah, wie schön...

Zitat
Peter_Wolf
Bayerwaldbote 22.6.2009
Jetzt fährt der moderne RegioShuttle VT 28 mit Waldbahn-Lackierung vor, sein Name ist „Zelezna Ruda“, und bringt Abgeordnete, Landrat, Bürgermeister, Kreisräte, Stadt- und Gemeinderäte zum Staunen. „Ah, wie schön“, heißt es mehrmals, als sich der Zug am Regenfluss entlang schlängelt.


Sind die Herren politischen Vertreter denn erst vor kurzem in die Region gezogen? War wahrscheinlich für viele die erste Zugfahrt, wenn ich das so lese :-)

Könnte nicht auch zwischen Passau und Freyung ein Bw mit vielen Arbeitsplätzen sein? Das würde Wunder bewirken.

von Stilllegungskandidat - am 22.06.2009 11:19

Re: Fahrzeiten ...

Zitat
oberpfalzbahner
Nein, Kreuzungen in Teisnach wären nur bei einem 1h-Takt nötig. Bei dem vorgestellten 2h-Takt kommt pro Stunde nur ein Zug.


Dann ist das doch schon wieder eine Totgeburt. Stündlich muß der Zug schon fahren, um einigermaßen Nachfrage zu erzeugen...

von ubahnfahrn - am 22.06.2009 12:50

Sehe ich nicht unbedingt so.

Auch Zwiesel - Grafenau wird im 2 Stundentakt gefahren. Waldmüchen-Cham sowie Cham-Lam ebenso. Denke nicht das ein 1-Stundentakt, so sehr man sich ihn auch wünscht, wirklich das absolute Mindestmaß für eine Nebenbahn sein muss. Denke eher, das die Forderung nach einem Stundentakt sogar dazu führen kann, das die Kosten für die technische Sicherung der Strecke, Anschaffung zusätzlicher Fahrzeuge und technische Ertüchtigung der Ausweiche dazu führen könnte, das die Reaktivierung von vorne herein abgelehnt wird. Denke wenn überhaupt sollte man mit einer Forderung nach 2 Stundentakt beginnen, da dieser zunächst günstig zu realisieren ist. Jedoch natürlich die Option auf einen 1 Stundentakt von vorne herein einplanen.
Bei 2 Stundentakt ist hat vor allem die Verknüpfung mit dem 2-Stündigen ICE in Plattling wichtig. Das hier keine Wartezeiten entstehen. Der aktuelle Nachteil dieser Regelung, Verbindung mit RB nach München statt RE, fällt ab Dezember mit dem stündlichen RE München-Passau weg.

Grüße,
Peter

von Guliver - am 22.06.2009 14:31

Re: Ehrenrunde dürfte etwas länger dauern.

Zitat
Peter_Wolf
Die "Ehrenrunde" dürfte etwas länger dauern bei Fahrten in Richtung Viechtach.

Da direkt vorher der Bahnhof Teisnach liegt, dürfte ein technisch gesicherter Bahnübergang sich ja aus Sicherheitsgründen schon schließen, wenn der Zug in den Bahnhof einfährt?


Servus,

nein, das muß nicht so geschehen. Üblicherweise wird in solch einer Situation das ganze folgendermaßen gelöst: vor dem Bü keine Einschaltkontakte, im Brenswegabstand ein Überwachungssignal, das nur Bü 0 (Bahnübergang ist nicht gesichert) anzeigt. Zug muß also am Bahnübergang halten. Dabei Betätigung einer Einschalttaste (alternativ: IR-Pistole). Dann steht unmittelbar vor dem Bü ein Überwachungssignal-Wiederholer, der blinkt und mit Bü 1 die Befahrung des Bü erlaubt.

Nachteil dieser Lösung ist, das alle Züge halten müssen, was hier allerdings vertretbar ist.

Mit fällt jetzt spontan konkret kein Haltepunkt ein, wo das verbaiut ist, aber diese Lösung ist eigentlich weit verbreitet.

von Martin Pfeifer - am 22.06.2009 17:20

Spontan mehrere Haltepunkte/Bahnhöfe rund um Zwiesel

Also mir fallen da mehrere Haltepunkte ein, wo es so gehandhabt wird:

Grafenau und Frauenau (in Richtung Zwiesel) wird geschlüsselt und Spiegelau (in Richtung Grafenau).

Mit Infrarot wird auf der Strecke Eisenstein-Plattling gearbeitet. Dort würde mir spontan Gotteszell (in Richtung Plattling) einfallen, wo das per Infrarotpistole statt mit Schlüssel gemacht wird.

Grüße,
Peter

von Guliver - am 22.06.2009 17:41

Re: Spontan mehrere Haltepunkte/Bahnhöfe rund um Zwiesel

Servus Peter,

genauso liebe ich es: einer schildert das Prinzip, der andere weiß dann gleich, wo so etwas angewandt wird. So ergänzen wir uns gegenseitig perfekt.

von Martin Pfeifer - am 22.06.2009 18:25

Re: Spontan mehrere Haltepunkte/Bahnhöfe rund um Zwiesel

Zitat
Peter_Wolf
Also mir fallen da mehrere Haltepunkte ein, wo es so gehandhabt wird:

Grafenau und Frauenau (in Richtung Zwiesel) wird geschlüsselt und Spiegelau (in Richtung Grafenau).

Mit Infrarot wird auf der Strecke Eisenstein-Plattling gearbeitet. Dort würde mir spontan Gotteszell (in Richtung Plattling) einfallen, wo das per Infrarotpistole statt mit Schlüssel gemacht wird.

Grüße,
Peter



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.06.09 19:42 durch Peter_Wolf.



Zunächst mit dem hochmotorisierten RS dank S-Bahn-Beschleunigung die Fahrzeiten verkürzen, die dann dank Bummelzugbetriebsweise(aussteigen, Schlüsseltaster betätigen, einsteigen) aus der Dampflokzeit wieder gedehnt werden - das verträgt sich nicht.

von fahs-gast - am 22.06.2009 23:45

1 Minute bei jeder Fahrt machen das Kraut nicht fett.

Also nun ja. Es sind pro Fahrt genau 1 Minute die durch das schlüsseln gewonnen werden könnte. Wenn überhaupt. Das Schlüsseln in Grafenau erfolgt während der Wartezeit am Endbahnhof. Bleiben lediglich Frauenau und Spiegelau. Und diese 1 Minute, die das schlüsseln dort maximal dauert, stehen die Züge so oder so an der Haltestelle herum.

Von daher wirkt sich das schlüsseln wirklich nicht auf die Fahrzeit aus. Die ist aktuell nicht wirklich niedrig. Aber das liegt weniger am schlüsseln, als daran, das keine längeren Standzeiten in Zwiesel oder Grafenau haben will. Praktisch könnte man mit dem aktuellen Streckenzustand mehrere Minuten einsparen (Durchaus mehrmals erlebt, das die realen Fahrzeiten gut 5 Minuten unter der Fahrplanzeit lagen). Nur baut man dies nicht in den Fahrplan ein. Aufgrund der doch eher überschaubaren Reisendenzahlen an den Bedarfshaltestellen glaube ich kaum, das diese 5 Minuten sehr oft für die Bedarfshalte ausgereizt werden.

Ansich wirklich benötigt werden diese Fahrzeitreserven nur, wenn man einen Stundentakt einführen will. Dann müsste man diese wirklich zusammenstreichen, damit man eine Zugkreuzung in Spiegelau hinbekommt. Aber im aktuellen Ein-Zug-Betrieb würde 5 Minuten Beschleunigung lediglich bedeuten das man 20 Minuten in Grafenau rumstehen würde. Und ob eine Fahrzeit von 45 Minuten statt 50 Minuten wirklich attraktiver ist? Dafür das man mehr Diesel braucht und der Tf und das Tfz 1:20 pro Tag länger ohne Aufgabe in Grafenau rumstehen?

Grüße,
Peter

von Guliver - am 23.06.2009 14:37
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