[Der neue Tag] "Kein unfairer Wettbewerb"

Startbeitrag von Stilllegungskandidat am 26.06.2009 12:00

Hier der Link zum Artikel:
[www.oberpfalznetz.de]

Was soll man davon halten? Die BEG macht sich selber was vor bzw. es ist ihr egal und die SPD nutzt das jetzt in Wahlkampfzeiten, man will schließlich die 5%-Hürde in Bayern überspringen :-)

Es ist aber wirklich traurig dass die BEG die aktuellen Ausschreibungen nicht bis Dezember aussetzt und dann die neue EU-Richtlinie nutzt, die den Arbeitnehmern (Plural) bessere Bedingungen bietet.

Ich zitiere mal schnell noch was:
"Bei den Ausschreibungen gehe es nicht darum, eine Leistung möglichst billig zu bekommen, sondern mehr Qualität auf der Schiene zu erhalten, betonte Czeschka."

Klar, hat man beim Dieselnetz Oberfranken gesehen. Ist jetzt nicht die Schuld der EVU, das hat die BEG so vorgegeben und entschieden.

Noch ein Zitat:
"Annette Karl (SPD) aus Neustadt/WN beklagte sich über die offenbar "vom Sperrmüll geholten" Alex-Waggons auf der Strecke Hof-München. Hier müsse die BEG auf moderneres Wagenmaterial drängen"

Hätte sie doch besser geschwiegen, es wäre nicht so viel Unsinn dabei herausgekommen.
Die SPD hat doch so viel Geld, wieso spendiert sie nicht neue Wagen? Und darauf kann man auch Wahlplakate drucken "Sperrmüll würde SPD wählen" oder sowas in etwa.

Antworten:

Vom Sperrmüll geholte Alex Wagen :-)

Irgendwie hat die Dame nicht so ganz unrecht

von HobbyEisenbahner - am 26.06.2009 19:08

Re: "Sperrmüll"

Frage an den Hobby-Eisenbahner: kennt er die Wagen nur aus der Foto-Position außerhalb des Zuges, oder fährt er auch mit und kann persönlich den Vergleich des Reisekomforts mit 'modernen' Zügen anstellen, also z. B. Großraum im VT 612 mit 6er Abteil eines früheren Bm?

von Bahnwärter1848 - am 26.06.2009 21:02

Re: Vom Sperrmüll geholte Alex Wagen :-)

Zitat
HobbyEisenbahner
Irgendwie hat die Dame nicht so ganz unrecht


Ich nehme aus dieser Aussage heraus, das du die zusatzlichen kosten für neues Wagenmaterial (Das von der BEG ja NICHT Bestellt/Bezahlt wurde/wird) übernehmen wirst?

von Der Ex-Wiesauer - am 26.06.2009 22:48

Re: Ich dachte der 612er kommt da her...

Zitat
HobbyEisenbahner
Irgendwie hat die Dame nicht so ganz unrecht


Die Frau hat doch keine Ahnung und HobbyEisenbahner scheinbar auch nicht. Wie gesagt, finanziert doch neue Wagen, es hat keiner was dagegen, legt das Geld auf den Tisch und dann gibts neue Wagen.

Die Alex-Wagen sind wirklich jedem 612er mit der klinischen Beleuchtung und Sitzen mit Komfort-Null-Ausstattung vorzuziehen.
Würde die DB übrigens ihre Wagen abgeben müssen, hätte man auch wesentlich jüngere Wagen bekommen, aber auch die liebe SPD hat hier eine gesetzliche Regelung verpasst, denn auch die ex-IR-Wagen wurden mit Steuergeldern finanziert und umgebaut.

Dieser Spruch war einfach purer Populismus, aber das ist man von dem Verein auch nicht anders gewohnt. Andere schlecht machen, das ist das Markenzeichen, damit kann man davon ablenken dass man keine Ahnung hat :-)

von Stilllegungskandidat - am 26.06.2009 23:20

Mehr Qualität -> Mehr Steuern.

Purer Populismus, sehe ich auch so. Immer schön groß die Klappe aufreissen, mehr Qualität fordern und über den "Sperrmüll" schimpfen der aktuell angeboten wird.
Aber genauso dann Steuersenkungen fordern.

Da frage ich mich dann schon.

Die Logik ist doch einfach:

Steuersenkungen -> Weniger Geld das der Staat ausgeben kann -> Weniger Qualität

Mehr Qualität -> Höhere Preise -> ... ;-)

Aber das will man dem Stimmvieh ja nicht so laut sagen.

Grüße,
Peter

von Guliver - am 27.06.2009 08:08

"Kein Lohndumping"...

Also der letzte Satz, da frag ich mich schon:

Zitat

Die geringere Bezahlung von Zugbegleitern sei kein Lohn-Dumping, sondern dem technischen Fortschritt geschuldet. In modernen Wägen habe das Personal schlicht weniger betriebliche Aufgaben.


Menschen durch Automaten ersetzen und dann auch noch die verblieben Menschen schlecht bezahlen, soll kein Lohndumping sein?

Einen Zugbegleiter auf seine reinen betrieblichen Aufgaben zu reduzieren, da frag ich mich schon. Als ob ein Zugbegleiter nur für den sicheren Betriebsablauf zuständig wäre, und alle anderen Aufgaben von ihm gerade mal für einen 400 Euro-Jober ausreichen würden, wenn überhaupt. Also in meinen Augen sind die vielfälltigen Aufgaben eines Zugbegleiters im Zug im direkten Kundenkontakt (ob nun positiv durch Beratung und Hilfe oder negativ bei Vandalismusunterbindung, Schwarzfahrer bestrafen...) ein mindestens ebenso wichtiger Bereich, wie die Aufgaben als Zugchef.

Durch die technisch mögliche Entlastung von betrieblichen Aufgaben, wäre im Gegenteil eine Ausweitung der Aufgaben der Zugbegleiter im Zug möglich. Aber statt dessen schafft man die Zugbegleiter radikal ab und ersetzt sie stichprobenartig durch billige Kontrolleure deren einzige Aufgabe das auffinden von Schwarzfahrern ist.

Grüße,
Peter


von Guliver - am 27.06.2009 08:34
Ich finde ja diesen Satzteil recht interessant:

Zitat
oberpfalznet.de
Mindestsitzplatzkapazitäten in den Hauptverkehrszeiten vorschreiben

Schön, dass sich in dieser Hinsicht wenigstens ansatzweise mal was tut! Ich finde, es ist ein untragbarer Zustand, dass z.B. im RE 32051 nun auch schon die Moosburger komplett stehen müssen (in Freising ist das ja eh schon immer so; aber auch die MVV-Fahrgäste haben m.E. einen Anspruch darauf, auch auf schnellem Wege nicht als "Vieh-Transport" befördert zu werden). Genauso mittags/nachmittags rückzu in den alex: Erst in Landshut sind die Gänge wieder frei für einen unbeschwerlichen Weg zum Ausstieg. Und dass man in München schon 10 min vor der Abfahrt [im 2. Wagen hinter der Lok] keinen anständigen Sitzplatz mehr bekommt (denke mal, das wird nicht nur freitags, wo schon 1-2 Wagen mehr zur Verfügung stehen, so sein), ist nicht gerade bahnimagefördernd - zumal dann gerade auch die "Einmal-Fahrer" unterwegs sind. Wie meinte doch die gute Frau, die letzte Woche bei mir im Abteil saß, nachdem sie zusammen mit ihrer Tochter wohl schon durch die ganzen vorderen Wagen gelaufen war: "Ich bin seit 20 Jahren nicht mehr Zug gefahren, und das heute wird jetzt auch das einzige Mal bleiben"... Und leider fahren diese Fahrgäste dann noch in den Alex-alt-Wagen mit, deren Inneneinrichtung man die sechs Einsatzjahre nun halt doch schon ein wenig ansieht, so dass es eben zu solchen Ansichten kommen kann...:

Zitat
oberpfalznet.de
"vom Sperrmüll geholten" Alex-Waggons auf der Strecke Hof-München


Naja, eben Auto-Land Deutschland... :-( Mit dem eigenen Pkw ist man bekanntermaßen nunmal (z.B.) in München zur HVZ "erschossen". Hinzukommen in den meisten Fällen Parkplatzprobleme vor den Einrichtungen, zu denen die Leute möchten. Deswegen wird man wohl auf dieser Relation auch in den nächsten Jahren keine Fahrgäste loswerden...
Übervolle U-, S- und Straßenbahnen lassen grüßen...

MfG VT 22

von VT 22 - am 27.06.2009 10:30

Man merkt eben....

... es geht mit großen Schritten auf die Bundestagswahl zu. Da dürften solche Äußerungen noch eher harmlos sein. Freuen wir uns auf die Wahlkampfschlachten bis zu dem Tag, an dem 62,2 Millionen Wahlberechtigte glauben, sie könnten mit ihrer Stimme an diesem System etwas ändern. Die Steuererhöhungen werden definitiv nach der Wahl kommen und die Straßen werden wieder leer bleiben.

Aber nun genug OffTopic. Ich geh dann mal das System Bahn am Leben erhalten bis 1:35Uhr ;-)

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 27.06.2009 11:16
Zitat
VT 22
Ich finde ja diesen Satzteil recht interessant:

Zitat
oberpfalznet.de
Mindestsitzplatzkapazitäten in den Hauptverkehrszeiten vorschreiben

Schön, dass sich in dieser Hinsicht wenigstens ansatzweise mal was tut! Ich finde, es ist ein untragbarer Zustand, dass z.B. im RE 32051 nun auch schon die Moosburger komplett stehen müssen* (in Freising ist das ja eh schon immer so; aber auch die MVV-Fahrgäste haben m.E. einen Anspruch darauf, auch auf schnellem Wege nicht als "Vieh-Transport" befördert zu werden). Genauso mittags/nachmittags rückzu in den alex: Erst in Landshut sind die Gänge wieder frei für einen unbeschwerlichen Weg zum Ausstieg. Und dass man in München schon 10 min vor der Abfahrt [im 2. Wagen hinter der Lok] keinen anständigen Sitzplatz mehr bekommt (denke mal, das wird nicht nur freitags, wo schon 1-2 Wagen mehr zur Verfügung stehen, so sein), ist nicht gerade bahnimagefördernd - zumal dann gerade auch die "Einmal-Fahrer" unterwegs sind. Wie meinte doch die gute Frau, die letzte Woche bei mir im Abteil saß, nachdem sie zusammen mit ihrer Tochter wohl schon durch die ganzen vorderen Wagen gelaufen war: "Ich bin seit 20 Jahren nicht mehr Zug gefahren, und das heute wird jetzt auch das einzige Mal bleiben"... Und leider fahren diese Fahrgäste dann noch in den Alex-alt-Wagen mit, deren Inneneinrichtung man die sechs Einsatzjahre nun halt doch schon ein wenig ansieht, so dass es eben zu solchen Ansichten kommen kann...:


*Also, als ich noch damit gefahren bin, waren hinten immer noch Plätzchen frei. Wenn sich vorne alle reindrücken, um dann in MH eine Minute schneller an der U-oder S-Bahn zu sein, müssense halt stehen ...

Und ab 12/09 wirds ja besser ... :)

von ubahnfahrn - am 27.06.2009 16:12

Re: Brandgefahr ab Dezember? Platzprobleme aber garantiert

Zitat
ubahnfahrn

*Also, als ich noch damit gefahren bin, waren hinten immer noch Plätzchen frei. Wenn sich vorne alle reindrücken, um dann in MH eine Minute schneller an der U-oder S-Bahn zu sein, müssense halt stehen ...


Es wäre alles besser, wenn der MVV nicht gelten würde und damit nur die Freisinger mitfahren, denen die schnellere Anbindung auch was wert ist. Es gibt die S-Bahn alle 20 Minuten und genug Regionalzüge, da müssen nicht auch noch die Züge mit längerem Laufweg von Freisingern terrorisiert werden.

Die Besetzung von Zügen ist ein altbekanntes Problem, man muss sich mal an einen Bahnhof stellen wo der Zug beginnt, dort ist vorne bzw. hinten (je nachdem) alles voll, während es danach immer mehr abbaut.

Zitat
ubahnfahrn
Und ab 12/09 wirds ja besser ... :)


Genau, es werden Wagenzüge gegen 440er getauscht (sofern die dann laufen und nicht vorher alle ausgebrannt sind). Viel Spaß beim stehen...

von Stilllegungskandidat - am 27.06.2009 17:09

Re: Man merkt eben....

Zitat
Cargonaut
... es geht mit großen Schritten auf die Bundestagswahl zu. Da dürften solche Äußerungen noch eher harmlos sein. Freuen wir uns auf die Wahlkampfschlachten bis zu dem Tag, an dem 62,2 Millionen Wahlberechtigte glauben, sie könnten mit ihrer Stimme an diesem System etwas ändern.


Das System an sich ist nicht verkehrt, nur die Vertreter des Systems und was sie draus machen. Soziale Marktwirtschaft gibts ja nicht mehr, die Wirtschaftslobby kontrolliert ja das Land und die Politiker sind die Marionetten mit schönen Versorgungsposten.
Wir sind doch mitten im Wahlkampf oder würde es sonst so dumme Sachen wie die Abwrackprämie geben? Wir alle dürfen die Neuwagen von ein paar Leuten finanzieren, wahnsinn, was man mit dem Geld alles machen hätte können, z. B. auch Schulden zurückzahlen. Aber muss man ja nicht, wenn das Geld ausgeht, man hat ja den Bürger.

Zitat
Cargonaut
Die Steuererhöhungen werden definitiv nach der Wahl kommen und die Straßen werden wieder leer bleiben.


Wie wäre es mit einem Rücktrittsrecht? Wenn wir betrogen werden, muss es sofort Neuwahlen geben. Aber einmal im Monat Wahl wird etwas viel :-)

Natürlich wird es Steuererhöhungen geben, jeder der an was anderes glaubt ist naiv! Es werden auch wieder Steuern erhöht die uns alle treffen, vor allem den Mittelstand, der ist ja die Melkkuh in diesem Land.

"Niemand hat die Absicht Steuern zu erhöhen"

von Stilllegungskandidat - am 27.06.2009 19:05

Die Prager fahren doch bald durch Freising?

Zitat
Dirty Diesellok
Es wäre alles besser, wenn der MVV nicht gelten würde und damit nur die Freisinger mitfahren, denen die schnellere Anbindung auch was wert ist. Es gibt die S-Bahn alle 20 Minuten und genug Regionalzüge, da müssen nicht auch noch die Züge mit längerem Laufweg von Freisingern terrorisiert werden.


Ab Dezember gäbs sogar für Regensburger und Landshuter pro Tag in jede Richtung 2 Möglichkeiten dem auszukommen. Die "Prager" halten dann ja nur noch in Landshut. Freising, Moosburg, Neufahrn wird ausgelassen.

Grüße,
Peter

von Guliver - am 28.06.2009 01:07

Re: "Sperrmüll"

Natürlich kenne ich die Wagen, bin letzten Sommer mehrmals damit von München nach Regensburg gefahren. Bei gefühlten 35 Grad ohne Klimaanlage mit 5 anderen Leuten auf engsten Raum in einem Abteil eingepfercht zu sein empfinde ich als unangenehm. Ich bin nicht sonderlich groß (183) trotzdem ist kaum ein angenehmes Sitzen möglich, wenn man nicht ständig mit den Beinen des Gegenübers in Kontakt kommen will. Ausserdem ist es ein Witz, dass die Dinger noch offene Klos haben. Mit solch alten Material hätte ich den Engländern jedenfalls nicht die Ausschreibung gewinnen lassen, auf der ja Fernverkehrsniveau gefordert war.

von HobbyEisenbahner - am 28.06.2009 11:28

Re: "Sperrmüll"

Zitat
HobbyEisenbahner
Natürlich kenne ich die Wagen, bin letzten Sommer mehrmals damit von München nach Regensburg gefahren. Bei gefühlten 35 Grad ohne Klimaanlage mit 5 anderen Leuten auf engsten Raum in einem Abteil eingepfercht zu sein empfinde ich als unangenehm. Ich bin nicht sonderlich groß (183) trotzdem ist kaum ein angenehmes Sitzen möglich, wenn man nicht ständig mit den Beinen des Gegenübers in Kontakt kommen will.


Dann fahr mal LINT bei 35°C Außentemperatur und bekomm dann erstmal von der 18Grad kalten Klimaanlage einen Kälteschock, bevor du auch mit meinen nur 170cm Größe überall anstößt, in der zweier-Sitzgruppe am Vordersitz und in der Vierersitzgruppe muss man dann schauen, wie man die Knie am besten einzieht, damit sie dem Gegenüber nicht stören. Da will ich mit 183cm gewiss nicht mehr sitzen.


Zitat

Ausserdem ist es ein Witz, dass die Dinger noch offene Klos haben. Mit solch alten Material hätte ich den Engländern jedenfalls nicht die Ausschreibung gewinnen lassen, auf der ja Fernverkehrsniveau gefordert war.

Welche Engländer?


Gruß, domos

von domos - am 28.06.2009 12:18

Re: "Sperrmüll"

Zitat
HobbyEisenbahner
Natürlich kenne ich die Wagen, bin letzten Sommer mehrmals damit von München nach Regensburg gefahren. Bei gefühlten 35 Grad ohne Klimaanlage mit 5 anderen Leuten auf engsten Raum in einem Abteil eingepfercht zu sein empfinde ich als unangenehm.


Andere finden einen Großraum unangenehm oder einen Zug dessen Klimaanlage Temperaturen wie im Gefrierfach erzeugt, so dass man im Sommer einen Wintermantel mitnehmen müsste. Man kann es nie allen Recht machen.

Zitat
HobbyEisenbahner
Ich bin nicht sonderlich groß (183) trotzdem ist kaum ein angenehmes Sitzen möglich, wenn man nicht ständig mit den Beinen des Gegenübers in Kontakt kommen will.


Dann werden dich klimatisierte 101-Sitzplätze-650er sicher eher erfreuen oder?

Zitat
HobbyEisenbahner
Ausserdem ist es ein Witz, dass die Dinger noch offene Klos haben. Mit solch alten Material hätte ich den Engländern jedenfalls nicht die Ausschreibung gewinnen lassen, auf der ja Fernverkehrsniveau gefordert war.


Glaubst du wirklich die DB ist mit anderen Wagen angetreten? Die exIR-Wagen wären auch ohne Klima und Bn erst recht.
Fernverkehrsniveau kostet was, man kann nicht wie die BEG sowas fordern, aber nichts dafür zahlen wollen. Jedes EVU liefert das was die BEG will. Wäre ein EVU mit hochmodernen Wagen angetreten, hätte man nicht gewonnen, weil alle anderen günstiger gewesen wären.
Eine Engländerphobie? Es haben außerdem keine Engländer gewonnen, sondern die bayerische Regentalbahn AG.
Sprichst du bei Daimler oder anderen Firmen, wo die Aktien über die Welt verstreut sind dann auch von einer saudischen Firma oder was auch immer?

Du kritisierst die falschen Herr HobbyEisenbahner, wende dich an die BEG, die machen die Vorgaben, jedes EVU richtet sich nur danach und wer "Fernverkehrsniveau" fordert, muss diesen auch bezahlen. Aber so schlimm wie dargestellt wird ist es einfach nicht und wenn du was anderes willst, kannst ja deinen Geldbeutel aufmachen, man ist sicher dankbar für neue Wagen :-)

von Stilllegungskandidat - am 28.06.2009 12:40

Re: "Sperrmüll"

Auf den Loks steht arriva, und was sich hinter arriva verbirgt kann man hier lesen [de.wikipedia.org]. Ausserdem hab ich keine Englandphobie. Mir ist es eigentlich auch relativ egal, wo eine EVU her kommt, solange das Angebot passt.
Ist die Bahn tatsächlich mit Ex-IR Wagen angetreten? Hatte im Urlaub mal die Gelegenheitheit nach Flensburg mit den modernisierten IR-Wagen zu fahren. Sehr schön, zwar auch ohne Klimaanlage aber immerhin mit geschlossenem WC. Ich mag die Mischung aus Großraum und Abteil. Wirken jedenfalls wesentlich moderner als die Arriva "Museumswagen"

von HobbyEisenbahner - am 28.06.2009 13:00

Re: "Sperrmüll"

Zitat
HobbyEisenbahner
Auf den Loks steht arriva, und was sich hinter arriva verbirgt kann man...


Es ist doch nicht relevant was auf den Loks für ein Aufkleber sein muss. In der UIC-Kennung steht doch klar "VBG" und bei den Wagen "RBG". Betreiber der Züge ist die Regentalbahn AG - Die Länderbahn.
Wenn jetzt der Eigentümer der DB darauf bestehen würde auf alle Züge "Bundesrepublik" draufzuschreiben, würde man dann von Zügen der Bundesrepublik sprechen?

Zitat
HobbyEisenbahner
Mir ist es eigentlich auch relativ egal, wo eine EVU her kommt, solange das Angebot passt.


Die BEG macht aber nun mal die Vorgaben und die Angebote richten sich genau danach.

Zitat
HobbyEisenbahner
Wirken jedenfalls wesentlich moderner als die Arriva "Museumswagen"


Erstens sind es keine Arriva-Wagen, sondern Wagen der Regentalbahn und zweitens hätte man sicher gerne andere Wagen genommen, wenn die DB ihre vielen nicht mehr benötigten Wagen auch abgeben würde. Aber auch die Partei unserer Sperrmüllfreunde hat hierzu nie eine gesetzliche Regelung gefunden (der DB kann man es ja nicht vorwerfen).
Und rede jetzt nicht von Neuwagen, damit hätte man die Ausschreibung gar nicht erst gewonnen, da hätte die BEG schon Neuwagen fordern müssen.

von Stilllegungskandidat - am 28.06.2009 14:13

Re: Arriva's "Sperrmüll" und schmutzige Dieselloks

... irgendwie hat man das Gefühl, dass die mit Insiderwissen versehene 'schmutzige Diesellok' vor Kurzem noch unter anderem Namen sinnvolle Beiträge abgeliefert hat??

von Bahnwärter1848 - am 28.06.2009 19:21

... nicht alle ...

Zitat
Peter_Wolf
Zitat
Dirty Diesellok
Es wäre alles besser, wenn der MVV nicht gelten würde und damit nur die Freisinger mitfahren, denen die schnellere Anbindung auch was wert ist. Es gibt die S-Bahn alle 20 Minuten und genug Regionalzüge, da müssen nicht auch noch die Züge mit längerem Laufweg von Freisingern terrorisiert werden.


Ab Dezember gäbs sogar für Regensburger und Landshuter pro Tag in jede Richtung 2 Möglichkeiten dem auszukommen. Die "Prager" halten dann ja nur noch in Landshut. Freising, Moosburg, Neufahrn wird ausgelassen.


Nicht ganz:
Freising wird lt. PM der BEG leider doch mindestens einmal gehalten.
Neufahrn gar nicht - richtig.
Moosburg a. d. Isar haben die Prager ALEX noch nie gehalten und werden auch nicht, dafür haben ALLE 10 nicht-Prager-ALEX dann in Landshut Anschluß an den DIEX nach MMB. :)

von ubahnfahrn - am 28.06.2009 20:40
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