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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 8 Jahren, 5 Monaten
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Martin Pfeifer, fahr-gast, Stilllegungskandidat, Eisenbahnfreund, Schwandorfer, KBS 425d, Peles, Brotbüchse, Schulleiter, Oberfranke

Bund will sich an Bahnstrecke Selb-Asch beteiligen

Startbeitrag von Schulleiter am 09.07.2009 10:39

[www.frankenpost.de]

Antworten:

Servus,

irgendwie kommt mir das jetzt ein bißchen krank vor: erst baut man eine Straße ohne Brücke quer und störend über die Bahnlinie und jetzt kommen von überall her positive Zeichen für eine Reaktivierung. Und das ganze nur für 4 Millionen Euro? Das ist ja geradezu ein Spottpreis!

Fangt an!

von Martin Pfeifer - am 09.07.2009 17:44
Zitat
Martin Pfeifer
irgendwie kommt mir das jetzt ein bißchen krank vor: erst baut man eine Straße ohne Brücke quer und störend über die Bahnlinie und jetzt kommen von überall her positive Zeichen für eine Reaktivierung. Und das ganze nur für 4 Millionen Euro? Das ist ja geradezu ein Spottpreis!


Ich glaubs erst wenn da wieder ein Zug fährt...
(Dann aber hoffentlich mit lauter Pfeifftafeln vor den Häusern der Selber die sich erst ein Haus an der Bahn kaufen und dann aufregen wenn wieder was fährt)

von Stilllegungskandidat - am 09.07.2009 20:05

Wer nach der Wende wirklich darauf vertraut hat, dass die Strecke für immer platt gemacht werde und ein Haus gebaut hat, ist nur naiv. Denn mit der Angleichung der Lebensverhältnisse wird der Verkehrsbedarf im PV ansteigen. Güterverkehr wird es so oder so nicht mehr geben. Da können die Leute ganz beruhigt sein.

Auch wären hier wahrscheinlich sogar EU-Gelder anzuzapfen.

von Brotbüchse - am 10.07.2009 09:33

4 Mio EUR

Der Preis von 4 Mio wird sich wohl "nur" auf die Streckenreaktivierung beziehen OHNE Neubau der Straßenbrücke. Denn die Kosten der Brücke muß ja lt. damaligen Planfeststellungsbeschluß der Ortsumgehung Erkersreuth so oder so zu 100% der Straßenbaulastträger übernehmen.
Wobei die 4 Mio mir auch ohne Straßenbrücke noch sehr niedrig angesetzt erscheinen...

Grüße von Peles


von Peles - am 10.07.2009 10:37

Re: 4 Mio EUR reicht locker...

Wer diese ehemalige Hauptstrecke kennt und begangen hat, der weiss dass der Betrag reichen muss. An der Strecke sind max . 3 kaputte Schwellen und wo ist etwas Schotter "geborgt" worden. Dann gibt es noch 400 Meter mit starkem Anflug von Bäumchen. Der Rest ist Signaltechnik und Reaktivierung BÜ etc. ... Brücke geht wie dargestellt lt. früherer Entscheidung extra und nicht aufs Konto "Bahn".

Strecke ist m.E. - wenn die Bäumchen weg und Brücke da sind, schon so befahrbar! Keine Spurerweiterungen oder so, wurde schon alles geprüft.

Also, das sollte wirklich "leicht" für die Fachleute zu bewerkstelligen sein. Schön auch zu lesen, dass die BEG im Boot ist und sogar eine Prognose für Fahrgastzahlen existiert.

Gut dass sich hier einiges geändert hat. Na, dann mal los -Verbindungen die durch eine Grenze zwischen den Systemen unterbrochen waren, müssen wieder her, wenn die Grenzen "fallen"!

Gruss an alle!

Stefan


von Oberfranke - am 10.07.2009 11:13

Re: 4 Mio EUR

Die 4. Mio reichen wohl für den Oberbau und die BÜ's.

Die Einbindung in Selb-Plößberg inkl. Signalisierung wird wohl etwas problematischer.

Wenn man "Nägel mit Köpfen" machen will, muss wohl Selb-Plößberg wieder besetzt werden, denn momentan ist Rehau-Selb-Stadt ein Stichblock. Und dann ginge es auch nicht ohne neuen Bahnsteig inkl. Unterführung. Die Reaktivierung würde nur Sinn machen, wenn sich die Züge in Selb-Plößberg kreuzen. Ansonsten müssten die Fahrgäste warten, bis der Gegenzug aus Rehau wiede da ist, um von Asch direkt nach Selb-Stadt zu gelangen.

von Eisenbahnfreund - am 10.07.2009 12:00

Re: 4 Mio EUR

Zitat
Eisenbahnfreund
Die 4. Mio reichen wohl für den Oberbau und die BÜ's.

Die Einbindung in Selb-Plößberg inkl. Signalisierung wird wohl etwas problematischer.

Wenn man "Nägel mit Köpfen" machen will, muss wohl Selb-Plößberg wieder besetzt werden, denn momentan ist Rehau-Selb-Stadt ein Stichblock. Und dann ginge es auch nicht ohne neuen Bahnsteig inkl. Unterführung. Die Reaktivierung würde nur Sinn machen, wenn sich die Züge in Selb-Plößberg kreuzen. Ansonsten müssten die Fahrgäste warten, bis der Gegenzug aus Rehau wiede da ist, um von Asch direkt nach Selb-Stadt zu gelangen.


Ist nicht geplant Oberkotzau von Hof aus zu steuern? Man könnte ja in Plößberg Estw-Technik verlegen (analog Neustadt oder bald auch Vilseck) und dann von Hof aus steuern, dann muss Plößberg auch nicht besetzt werden und wenn man dann Rehau auch noch von Hof aus steuert hat man personalkostenmäßig sogar gespart.

1000 Fahrgäste pro Tag hört sich doch gut an, das ist eine Zahl die eine Reaktivierung durchaus rechtfertigt.

von Stilllegungskandidat - am 10.07.2009 18:18

Re: 4 Mio EUR

Zitat
Eisenbahnfreund
Die 4. Mio reichen wohl für den Oberbau und die BÜ's.

Die Einbindung in Selb-Plößberg inkl. Signalisierung wird wohl etwas problematischer.

Wenn man "Nägel mit Köpfen" machen will, muss wohl Selb-Plößberg wieder besetzt werden, denn momentan ist Rehau-Selb-Stadt ein Stichblock. Und dann ginge es auch nicht ohne neuen Bahnsteig inkl. Unterführung. Die Reaktivierung würde nur Sinn machen, wenn sich die Züge in Selb-Plößberg kreuzen. Ansonsten müssten die Fahrgäste warten, bis der Gegenzug aus Rehau wiede da ist, um von Asch direkt nach Selb-Stadt zu gelangen.


Servus,

ich kann mir eine Wiederherstellung der Kreuzungsmöglichkeit in Selb-Plößberg nicht so richtig vorstellen, allein schon wegen der dann notwendigen zwei zusätzlichen Weichen sowie der Frage, wie man das denn mit dem Bahnsteig-Zugang macht.
Grundsätzlich müsste eine Weiche ausreichen! Dann käme ein Flügelungskonzept zum Tragen, bei dem die Züge in Selb-Plößberg geteilt bzw. vereinigt werden.

Die Strecke Selb-Plößberg Asch ist 7,3 km lang, als Anhaltspunkt nehme ich für Selb-Plößberg - Asch mal die 10 min Fahrzeit des mit 9,2 km längsten Abschnittes Rehau - Schönwald auf der KBS 858. Wir setzen ferner Triebwagen mit automatischer Kupplung voraus, d.h. keine 628'er (aber deren Fahrzeiten).

Z.B. zur Zeit Abfahrt Selb-Plößberg 8:03; Ankunft Selb Stadt 8:11 Uhr. Auf der Rückfahrt Abfahrt Selb Stadt 8:30 Uhr; Selb-Plößberg 8:37 Uhr. Wegen der Flügelung (Annahme: der Zugteil nach Selb Stadt bekommt jeweils den Aufenthalt) sähe es zukünftig so aus:
Ankunft aus Hof in Selb-Plößberg 8:03 Uhr
Weiterfahrt nach Asch um 8:04 Uhr, dort an 8:14 Uhr
Weiterfahrt nach Selb Stadt 8:06 Uhr, dort an 8:14 Uhr

Abfahrt aus Selb Stadt bereits um 8:27 Uhr, Selb-Plößberg an 8:34 Uhr
Abfahrt aus Asch 8:26 Uhr; Ankunft Selb-Plößberg 8:36 Uhr
gemeinsame Weiterfahrt 8:37 Uhr.

Das Beispiel zeigt es, es passt auch, wenn der Zug nach Asch jeweils warten muss. Dumm dran ist in der Tat nur der Eckverkehr Asch - Selb Stadt. Dessen Bedeutung schätze ich allerdings nicht so hoch ein. Der Preis einer getrennten Führung der Linien Selb Stadt - Hof und Asch - Hof wäre, das für eine der beiden Linien die bisherigen Anschlüsse von bzw. an die RE's nach Nürnberg und die Alex-Züge flöten gehen, lediglich die Vogtlandbahn nach Regensburg wird in Hof noch erreicht, nicht aber in der Gegenrichtung. Da treibt man also den Teufel mit dem Beelzebub aus, und letzterer ist meiner Meinung nach schlimmer.

Wie schon weiter unten erläutert, muß Selb-Plößberg nicht mehr besetzt werden. Ein kleines ESTW, egal von wo aus gesteuert, reicht völlig aus und dürfte auch in dieser Summe enthalten sein. Speziell bei der Lösung mit der Flügelung und nur einer Weiche könnte man sehr schön Rehau und Selb-Plößberg gemeinsam einem Fdl anvertrauen...

von Martin Pfeifer - am 10.07.2009 20:08

Re: 4 Mio EUR

Kann Oberkotzau bei Bedarf nicht heute schon von Hof aus gesteuert werden? Und wenn ich richtig informiert bin, dann wurden in den 80er Jahren bei einer Sanierungsmaßnahme zumindest bis Rehau im Rahmen des Abbaus der freilaufenden Telegrafenleitungen Steuerkabel verlegt.
Eine personelle Besetzung von Plößberg dürfte bei den technischen Möglichkeiten im Jahr 2009 absolut unnötig und kostenseitig undenkbar sein:
Da hier Rückfallweichen nicht in Frage kommen, spricht eigentlich alles für einen signalisierten Zugleitbetrieb, bzw. noch preiswerter einen technisch unterstützten ZLB wie auf der KBS 857. In letzteres System würden sich auch elektrisch ferngestellte Weichen integrieren lassen (siehe auch Siegelsdorf-Markt Erlbach in Mittelfranken).
Ein planmäßiger Flügelzugbetrieb würde schon aus praktischen Gründen automatische Kupplungen voraussetzen, die VT des zukünftigen Betreibers Agilis werden jedoch mit manuellen Standardkupplungen ausgerüstet werden.
Nebenbei erwähnt:
Ähnliche Schwierigkeiten im Betriebsablauf würden sich auch auf der KBS 857 ergeben, wenn die Höllentalban wieder eröffnet werden sollte, hier allerdings nur rein theoretisch, da allein schon aus Kostengründen (ein empfindlicher 2stelliger Millionenbetrag) ein Wiederaufbau der "HTB" reinens Wunschdenken bleiben dürfte.


von fahr-gast - am 11.07.2009 06:55

Re: 4 Mio EUR

Zitat

Ein planmäßiger Flügelzugbetrieb würde schon aus praktischen Gründen automatische Kupplungen voraussetzen,


Naja, im Zweifelsfall ist die Standzeit eben eine Minute länger und man hängt per Hand zusammen...

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 11.07.2009 09:50

Re: 4 Mio EUR

Servus,

Zitat
fahr-gast
Kann Oberkotzau bei Bedarf nicht heute schon von Hof aus gesteuert werden?

Ja, zu bestimmten Zeiten ist Oberkotzau nicht besetzt und wird von Hof aus ferngesteuert.

Zitat
fahr-gast
Und wenn ich richtig informiert bin, dann wurden in den 80er Jahren bei einer Sanierungsmaßnahme zumindest bis Rehau im Rahmen des Abbaus der freilaufenden Telegrafenleitungen Steuerkabel verlegt.

Ob die vorhandene Kabeltrasse für eine Fernsteuerung ausreicht, kann ich nicht beurteilen. Dazu müsste man wissen, wieviele Adern das verlegte Luftkabel hat und wieviele noch frei sind. Das dürften nach meiner Einschätzung nicht allzuviele sein.

Dann kommt eventuell noch die von der Strecke Hof - Bad Steben bekannte Abgrenzung zwischen DB-Netz-Hauptstrecken (Hof) und den Regionalnetzen hinzu, die ja dazu führte, das der Arbeitsplatz des Zugleiters für Hof - Bad Steben sich heute in Wiesau befindet. Wenn die Strecke weiterhin zum Regionalnetz gehört, wäre der zuständige Fdl in Hof bei der falschen Bahn-Einheit angesiedelt.

Zitat
fahr-gast
Eine personelle Besetzung von Plößberg dürfte bei den technischen Möglichkeiten im Jahr 2009 absolut unnötig und kostenseitig undenkbar sein:
Da hier Rückfallweichen nicht in Frage kommen, spricht eigentlich alles für einen signalisierten Zugleitbetrieb, bzw. noch preiswerter einen technisch unterstützten ZLB wie auf der KBS 857. In letzteres System würden sich auch elektrisch ferngestellte Weichen integrieren lassen (siehe auch Siegelsdorf-Markt Erlbach in Mittelfranken).


Der technisch unterstütze Zugleitbetrieb kommt nicht in Frage: die Strecke ist heute eine Hauptbahn, wenn auch nur mit vmax 75 km/h. Sie müsste zur Nebenbahn mit vmax = 60 km/h degradiert werden. Nun erkläre dem normalen Reisenden einmal, das der Zug zwischen Rehau und Hof auf einmal 2 min länger unterwegs ist (unveränderte Fahrzeuge vorausgesetzt). Und eine Kompensation durch das bessere Beschleunigungsvermögen sieht auch etwas doof aus, wenn andere Abschnitte beschleunigt werden, weil der Zug besser anfährt, hier aber nicht.

Im übrigen gibt es zur Zeit für den technisch unterstützen Zugleitbetrieb m.W. nach keine Lösung zur Integration elektrisch gestellter Weichen. Auf der von Dir genannten Strecke Siegelsdorf - Markt Erlbach hat der Kreuzungsbahnhof Wilhermsdorf Rückfallweichen und im Endbahnhof Markt Erlbach gibt es zwei Fahrstraßen, aber alle fahrstraßen-relevanten Weichen sind ortsgestellt und schlüsselabhängig; in einem Schlüsselwerk werden die Fahrstraßen gebildet und gesichert. Signalisierter Zugleitbetrieb wäre allerdings möglich. Wobei hier auch die Frage der Zugsicherung für die grenzüberschreitende Strecke Selb-Plößberg - Asch mit reinwirkt, denn die CD muß das auch abnicken. Eine durchgehende grenzüberschreitende Verbindung mit signalisierten Zugleitbetrieb auf deutsche Seite gibt es ja in Bayrisch Eisenstein bereits, von daher sehe ich da keine prinzipellen Probleme.

Zitat
fahr-gast
Ein planmäßiger Flügelzugbetrieb würde schon aus praktischen Gründen automatische Kupplungen voraussetzen, die VT des zukünftigen Betreibers Agilis werden jedoch mit manuellen Standardkupplungen ausgerüstet werden.

Die Flügelung von Zügen mit der üblichen Schraubenkupplung wird heute bereits praktiziert, und zwar in Schleswig-Holstein auf der Strecke Lübeck - Puttgarden, wo in Neustadt (Holstein) Gbf ein 628'er abgehängt wird und auch wieder drauffährt, der Neustadt (Holstein) Pbf bedient. Macht halt 2 min mehr Aufenthalt, was m.E. nach nicht gut aussieht. Abgesehen davon bleibt die Frage offen, ob die CD die 101-plätzigen RegioShuttle akzeptieren wird...

Soweit ich es recherchieren konnte (siehe diese Pressemitteilung von 2008), enthält die Ausschreibung des Dieselnetzes Oberfranken keine Option / Preisanfrage etc für den zusätzlichen Verkehr nach Asch. Die BEG müsste also mit Agilis verhandeln. In diesem Zusammenhang wäre es denkbar, das neben dem Kauf neuer Fahrzeuge (ein Mehrbedarf von 2 Triebwagen ist als sicher anzusehen) auch vorhandene Fahrzeuge umgerüstet werden.

Zitat
fahr-gast
Nebenbei erwähnt:
Ähnliche Schwierigkeiten im Betriebsablauf würden sich auch auf der KBS 857 ergeben, wenn die Höllentalban wieder eröffnet werden sollte, hier allerdings nur rein theoretisch, da allein schon aus Kostengründen (ein empfindlicher 2stelliger Millionenbetrag) ein Wiederaufbau der "HTB" reinens Wunschdenken bleiben dürfte.

Wir hätten dann ja immerhin eine Musterlösung...

von Martin Pfeifer - am 11.07.2009 12:59

Re: 4 Mio EUR

Zitat

Der technisch unterstütze Zugleitbetrieb kommt nicht in Frage: die Strecke ist heute eine Hauptbahn, wenn auch nur mit vmax 75 km/h.


Rehau - Selb Stadt ist eine Nebenbahn.

Zitat

Sie müsste zur Nebenbahn mit vmax = 60 km/h degradiert werden.


Wieso 60km/h?

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 11.07.2009 13:09

Re: 4 Mio EUR

Zitat
Schwandorfer
Zitat
Martin Pfeifer
Der technisch unterstütze Zugleitbetrieb kommt nicht in Frage: die Strecke ist heute eine Hauptbahn, wenn auch nur mit vmax 75 km/h.


Rehau - Selb Stadt ist eine Nebenbahn.

Zitat
Martin Pfeifer
Sie müsste zur Nebenbahn mit vmax = 60 km/h degradiert werden.


Wieso 60km/h?


Servus,

gemeint war es so, das auch der Abschnitt Oberkotzau - Rehau in den TUZ einbezogen wird, also jener Abschnitt, der heute noch Hauptbahn ist. Wenn man dies nur ab Rehau macht, würde auf Oberkotzau - Rehau alles beim alten bleiben, inklusive des Fdl und der Formsignale.

Die Geschwindigkeitsangabe 60 km/h für eine Nebenbahn mit Zugleitbetrieb ist falsch. Da die EBO auf Nebenbahnen einen Verzicht auf Einfahrsignale nur bis zu 50 km/h zulässt, wären es gar 50 km/h.

Zum aktuellen Zustand Rehau - Selb Stadt kann ich aber nichts sagen, bezüglich dieser Strecke sind meine Unterlagen zu veraltet.

von Martin Pfeifer - am 11.07.2009 15:07

Re: 4 Mio EUR

Wäre ein Umbau des Betriebs auf Estw-Technik, ohne den ganzen ZLB-Kram so viel teurer? Man könnte alles von Hof steuern bzw. Rehau - Selb könnte eine SZB-Strecke werden, wo man dann per Pistole seine Ausfahrt anfordert.
Ich bin kein Signaltechnikexperte, aber man wird ja hier in Estw-Zeiten eine günstige Lösung finden können oder nicht?
Alleine der Abzug des Fdl Rehau würde doch einiges an Geld sparen, Oberkotzau sowieso, der könnte ja heute schon von Hof gesteuert werden und Geld sparen.

von Stilllegungskandidat - am 11.07.2009 15:35

Zugsicherung auf Nebenbahnen: Link dazu

Falls es jemand interessieren sollte, hier ein interessanter Link zum Thema Zugsicherungauf Nebenstrecken, bei dem auch die aktuellen Systeme "TUZ" und "AZB" mit dem althergebrachten Schlüsselsystem verglichen werden:

[www.flowi.eu]

mfg.

von fahr-gast - am 13.07.2009 09:08

Re: 4 Mio EUR

Bei einer einfachen Weichenverbindung könnte man das Ganze (Rehau -> Selb-Plößberg -> Asch / Selb-Stadt) nur im sog. "vereinfachten Nebenbahnbetrieb" betreiben. Für diesen Fall würden die 4 Mio. Euro wohl ausreichen. Aber ist das wirklich gewollt? Ich glaube nicht! Kreuzungen wären dann nämlich nur in Rehau möglich.

Ansonsten ist eine neue Signalisierung (mit oder ohne ESTW) inkl. neue Weichen, neuer Bahnsteig, neue Unterführung, etc. erforderlich. Und dann wird's richtig teuer, d.h. 4 Mio + X, wobei das X mindestens nochmal 4 Mio. betragen würde.

Eine weitere Möglichkeit wäre, den Stichblock Rehau - Selb-Plößberg einfach nach Asch zu verlegen und die Strecke Selb-Plößberg -> Selb-Stadt auf Busbetrieb umzustellen. Wäre wohl das Vernünftigste.

von Eisenbahnfreund - am 13.07.2009 09:24

Re: 4 Mio EUR

Höchstgeschwindigkeiten zur Zeit: bis Rehau 80Km/h, bis Selb-Plößberg 70Km/h, bis Selb Stadt 50 Km/h

von KBS 425d - am 13.07.2009 09:28

Re: 4 Mio EUR

"Eine weitere Möglichkeit wäre, den Stichblock Rehau - Selb-Plößberg einfach nach Asch zu verlegen und die Strecke Selb-Plößberg -> Selb-Stadt auf Busbetrieb umzustellen. Wäre wohl das Vernünftigste."



Meinst du das im Ernst? Ein hoher Preis, würde ich meinen. Dann lieber gar keine Reaktivierung nach Asch. Zumal erst vor wenigen Jahren hohe Beträge in die Sanierung/bzw. Neubau einer Brücke bei Selb Stadt investiert wurden.

von fahr-gast - am 13.07.2009 09:32

Re: 4 Mio EUR

Nein, ich meine man sollte die Strecke reaktivieren.

Aber wenn schon, dann richtig. Also mit schöner Signaltechnik, schönem Bahnsteig, usw.

Den Erkersreuthern würde ich auch noch eine schöne Lärmschutzwand bauen.

Ich bin kein Freund von halben Sachen.

von Eisenbahnfreund - am 13.07.2009 09:48

Re: 4 Mio EUR

Zitat
KBS 425d
Höchstgeschwindigkeiten zur Zeit: bis Rehau 80Km/h, bis Selb-Plößberg 70Km/h, bis Selb Stadt 50 Km/h


Servus,

Danke für die Nachhilfe!

von Martin Pfeifer - am 13.07.2009 19:54
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