Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
13
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Noricus, Guliver, ubahnfahrn, Brotbüchse, Frankenland, Cargonaut, Harald, Wunsiedel-Holenbrunn Hbf, Stilllegungskandidat

Frankenpost: Hamburg-Triest über Marktredwitz

Startbeitrag von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf am 11.07.2009 06:36

Servus,

[www.frankenpost.de]

Grüße,
Michael

Antworten:

Elektrifizierung, Güterverkehr und ...

Zitat

... dass die beiden bestehenden Nord-Süd-Magistralen hoffnungslos überlastet seien.
Welche beiden wären das denn ?
Hannover-Würzburg und ... ?

Zitat

... Nach der Wiedervereinigung könnte über Nordostbayern eine Verbindung auf der Schiene "mit besonderem Charme" geschaffen werden, die den Hafen Hamburg über Marktredwitz mit dem Hafen in Triest verbinde.
Also erstmal Deutschlnad wieder vereinigen ... (Hab ich da die letzten 20 Jahre was verpaßt ???)

Zitat

..."Wir brauchen die Elektrifizierung der Bahnlinie nach Regensburg und nach Nürnberg. Beide dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden."
Dann mal her mit den ¤uros. Die Strecke Marktredwitz-Regensburg ist schon für unter 200 Mio ¤ zu haben, für ein paar ¤ mehr gings mit dem Draht sogar bis Furth im Wald.

Zitat

... Der Personenverkehr in den Osten führe über Furth im Wald, der Güterverkehr über Marktredwitz.
Dann sollte auch die andere Strecke mal etwas hergerichtet werden, besonders auf tschechischer Seite.

Zitat

...Es sei nicht hinzunehmen, dass es nach 20 Jahren Wiedervereinigung immer noch große Lücken im Infrastrukturnetz zwischen Ost und West gebe.
Zumindest bei den Verbindungen Bayern-Tschechien hat sich bahninfrastrukturell gar nichts getan, dafür gibts ne tolle neue Autobahn A6 und drei (B12/B20) bis vierspurige (B85/B16) Bundesstraßen.

von ubahnfahrn - am 11.07.2009 07:16

Re: Elektrifizierung, Güterverkehr und ...

Und noch etwas:

Zitat

...In Marktredwitz sei man für ein Container-Terminal gerüstet.



Bis vor wenigen Jahren gab es in Marktredwitz ein real existentes Container-Terminal....


Gruß,
Harald




von Harald - am 11.07.2009 08:27

Wahlpropagandistische Wortseifenblasen der Politiker

Das andauernde leere und die Öffentlichkeit bewußt verarschende Geschwätz bestimmter Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker zum Theme "Schließung der nordostbayerischen Elektrifizierungslücken" ist schon das langweiligste Phrasentheater der Nachkriegsgeschichte.

Alle palavern sich wiederholend aus für die Elektrifizierung; doch konkret gegen die allseits bekannten Hemmschuhe, Bundesverkehrsminister und Vorstand Deutsche Bahn, wagt sich von denen keiner energisch und nachhaltend vorzugehen.

Wenn der Personenverkehr beschleunigt werden soll - wie alle immer hinausposaunen - und nicht von nur aufgemotztem Schrottwagenmaterial, Nürnberg - Furth i.W. geführt werden soll (eine "neue" Ideenvariante, gegen die bisher beschriehene Führung über Marktredwitz-Cheb), dann muß auch dafür der fernverkehrsgerechte Ausbau in die propagandistischen Mäuler genommen werden.

Eine private Vorfinanzierung des Ausbaus und die Elektrifizierung beider TEN-"Transitstrecken" durch Dritte wäre in den Raum stellbar; natürlich nicht zinsfrei wie Lindau-München.

Doch wenn es konkret an die Finanzen für den Schienenverkehr gehen soll, ziehen die betreffenden Leerschwätzer wieder den Schwanz ein.

N.B.
Das "Resultat" - nichts - des Ausgangs der kürzlichen "Schienenkonferenz" - als Scheingefecht von Aktivitäten und Engagements - in Coburg der IHK's sagt dazu genug.

von Noricus - am 11.07.2009 09:46

Re: Elektrifizierung, Güterverkehr und ...

Zitat
ubahnfahrn
Welche beiden wären das denn ?
Hannover-Würzburg und ... ?


Wie wäre es mit dem Rheintal?

Zitat
ubahnfahrn
Dann sollte auch die andere Strecke mal etwas hergerichtet werden, besonders auf tschechischer Seite.


Macht man doch, oder warum meinst Du verkehren die Prager in letzter Zeit oft über Klatovy nach Domazlice?

MfG Cargonaut

von Cargonaut - am 11.07.2009 11:51

Re: Elektrifizierung, Güterverkehr und ...

Zitat
Cargonaut
Zitat
ubahnfahrn
Welche beiden wären das denn ?
Hannover-Würzburg und ... ?


Wie wäre es mit dem Rheintal?

Zitat
ubahnfahrn
Dann sollte auch die andere Strecke mal etwas hergerichtet werden, besonders auf tschechischer Seite.


Macht man doch, oder warum meinst Du verkehren die Prager in letzter Zeit oft über Klatovy nach Domazlice?

MfG Cargonaut


Rheintal klingt gut :)

Bringen dann die Bauarbeiten zwischen Pilsen und Furth im Wald wenigstens was bei den Fahrzeiten ?

von ubahnfahrn - am 11.07.2009 13:00

Re: Elektrifizierung, Güterverkehr und ...

Zitat
ubahnfahrn
Also erstmal Deutschlnad wieder vereinigen ... (Hab ich da die letzten 20 Jahre was verpaßt ???)


Es steht ja nichts von deutscher Wiedervereinigung. Man muss da hoffentlich keine Angst haben dass da irgendjemand schon wieder großdeutsche Fantasien hat, gibt ja immer wieder solche Spinner. :-)
(Ernst gesehen, es macht einen wütend wenn man in Vilseck oder bei Oberkotzau schwarz-weiß-rote Fahnen sieht und keiner was dagegen macht!)

Zitat

Zumindest bei den Verbindungen Bayern-Tschechien hat sich bahninfrastrukturell gar nichts getan, dafür gibts ne tolle neue Autobahn A6 und drei (B12/B20) bis vierspurige (B85/B16) Bundesstraßen.


Da wird sich auch weiter nichts tun, man investiert in den Straßenbau und wenn die von dir erwähnten Straßen fertig sind findet man andere Straßen im Zulauf die den dann noch weiter zunehmenden Verkehr aufnehmen sollen und ausgebaut werden.
Für die Eisenbahn hat man kein Geld, nur billige Wahlkampfreden, die hinterher so schnell wieder vergessen werden, wie man sie erzählt hat.



von Stilllegungskandidat - am 11.07.2009 15:50

Re: ...... schwarz-weiss-rot ......

...... was erwartet Ihr noch, wenn schon in staatlichenn Sicherheitsbereichen offen bekennende NPD-Mitglieder unwidersprochen Positionen in Nordbayern einnehmen?

von Noricus - am 11.07.2009 16:01

Wie schauts im Süden aus?

Ein "Ost-Güterzugkorridor" von Leipzig über Hof nach Regensburg ist interessant, aber wie geht es nach Süden weiter?

Über den Knoten München der nicht unbedingt schwach ausgelastet ist? Oder Richtung Passau-Wels, wo man Kopf machen müsste um nach Italien zu kommen? Oder denkt man daran über Mühldorf zu fahren, wo die Strecke nach Landshut-Rosenheim nur eingleisig
und nicht elektrifiziert ist?

Grüße,
Peter

von Guliver - am 11.07.2009 16:07

Re: Wie schauts im Süden aus?

Zitat
Peter_Wolf
Ein "Ost-Güterzugkorridor" von Leipzig über Hof nach Regensburg ist interessant, aber wie geht es nach Süden weiter?

Über den Knoten München der nicht unbedingt schwach ausgelastet ist? Oder Richtung Passau-Wels, wo man Kopf machen müsste um nach Italien zu kommen? Oder denkt man daran über Mühldorf zu fahren, wo die Strecke nach Landshut-Rosenheim nur eingleisig
und nicht elektrifiziert ist?

Grüße,
Peter


Statt Triest ist ja Koper in Slowenien seit einiger Zeit der am stärksten wachsende Hafen im Norden des Mittelmeeres mit bester Schienenhinterlandanbindung und eigener Bahngesellschaft, der Adria-Transport. Leider reden die Politiker immer noch so, als führe alles, was ans Mittelmeer müsse, über Italien.

von Brotbüchse - am 12.07.2009 15:15

Kann ja nicht sein das die Großprojekte ohne Verkehr da stehen ;-)

Man wird schon seine Gründe haben, wieso sich alles auf Italien konzentriert.

Der Lötschbergbasistunnel wurde gerade fertiggestellt, der Gotthardtunnel ist schon zum Großteil gegraben, die Finanzierungsvereinbarungen für den Brennerbasistunnel sind vor kurzem getroffen worden und der Mont-Cenis-Tunnel Frankreich-Italien ist in Planung. Auch der Koralmbahn Graz-Klagenfurt und Semmeringbasistunnel dürften dem Italienverkehr von Wien aus dienen.

Welcher Politiker würde bei diesen Großprojekten die Pferde scheu machen, in dem er behauptet, das in Slowenien ein neuer Hafen entsteht, der nicht über diese Milliardenprojekte angesteuert wird? So manches Verkehrsgroßprojekt wird zur selbsterfüllenden Prophezeihung. Ab einer gewissen Größe entwickelt es eine Eigendynamik die sich nur schwer stoppen lässt. Wie eben die oben genannten 4 Alpen-Basistunnel und der Italien-Verkehr.

Wobei: Koper liegt ja in direkter Nachbarschaft zu Triest? Unterscheidet sich da die Schienenanbindung zwischen beiden Häfen so stark?

Grüße,
Peter

von Guliver - am 12.07.2009 15:51

Re: Kann ja nicht sein das die Großprojekte ohne Verkehr da stehen ;-)

Zitat
Peter_Wolf

Wobei: Koper liegt ja in direkter Nachbarschaft zu Triest? Unterscheidet sich da die Schienenanbindung zwischen beiden Häfen so stark?



Beste Anbindung von Laibach. Von dort geht es über die Schiene entweder nach Kärnten oder Ungarn ohne Umweg über Kroatien. Was Koper interessant macht, sind die geringeren Kosten ggü. Italien. Da aber die alte k.u.k Monarchie immer einen wichtigen Hafen hatte, und der war Triest, entwickelte sich Koper nie so richtig als Alternative. Später dann, in Jugoslawien und der Blockbildung nach 45, stand Koper weiter im Schatten von Triest. Erst mit der Gründung des Staates Slowenien und seiner guten Vekehrsinfrastruktur nach Mittel-/Osteuropa (nicht zum Balkan, denn der spielt für die Slowenen keine Rolle mehr) pulsiert der Hafen richtig.

von Brotbüchse - am 12.07.2009 18:26

der Hafen für Tschechien ist Hamburg.......


... das ist richtig. Was allerdings Marktredwitz damit zu tun hat erschließt sich mir leider nicht.

Haben die Damen und Herren Politiker in den letzten 20 Jahren vielleicht geschlafen, was das Thema Verkehrsgeografie anbetrifft?

Hätten sie nicht gepennt, dann müsste ihnen klar sein, dass der kürzeste Weg von Tschechien nach Hamburg weit an Marktredwitz vorbei führt. Das war schon immer so, hat sich aber seit 1990 durch den Wegfall eines "Transitlandes" noch weiter verkürzt, zumindest zeitlich.



von Frankenland - am 13.07.2009 14:56
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.