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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Guliver, Mitterteicher, Schwandorfer, R32chris, WaldbahnerDEG, 218 002-4

[ZM] Ilztalbahn: Radweg oder Bahn? Die CSU sucht eine Position

Startbeitrag von 218 002-4 am 13.07.2009 01:59

Heute in der Passauer Neuen Presse, Ausgabe Freyung-Grafenau:

Kein Beschluss nach Informations- und Diskussionsabend der Ortsverbände

Von Otto Draxinger
Röhrnbach. Wieder einmal stand das Thema Radweg kontra Ilztalbahn auf der Tagesordnung. Diesmal hatten die Vorsitzenden der CSU-Ortsverbände Kumreut und Röhrnbach, Peter Robl und Josef Gutsmiedl, die CSU-Ortsvorstände sowie die JU- und Frauenunion-Vorsitzenden der Gemeinden Fürsteneck bis Freyung zu einer Informations- und Diskussionsversammlung eingeladen. Auch der Vorsitzende des Fördervereins Radwegenetz, Michael Hauck, war in das Gasthaus Tausch gekommen. Verantwortliche des Fördervereins Ilztalbahn bzw. der Ilztalbahn GmbH waren nicht eingeladen. Referenten waren Bürgermeister Hermann Baumann aus Hutthurm sowie der Leiter Marketing/Vertrieb der Niederlassung Süd der Regionalbus Ostbayern GmbH aus Passau, Günter Neumayer.

Die CSU-Ortsverbände Kumreut und Röhrnbach sähen keine wirtschaftliche Möglichkeit der Nutzung als Bahn, sagte Gutsmiedl in seiner Begrüßung. Es gehe nunmehr um klare und offene Strukturen und Kosten. Es sei zudem zu befürchten, dass sich der Busverkehr wegen sinkender Fahrgastzahlen weiter aus der Fläche zurückziehe.
Kumreuts Ortsvorsitzender Peter Robl brachte zum Ausdruck, dass man über die Thematik informieren und diskutieren wolle, nachdem ein Pressebericht vom 10. Dezember 2008 aussagte, dass der Freyunger Kreistag das Projekt „Bahnreaktivierung“ unterstütze, dabei von der Errichtung eines grenzüberschreitenden Personenverkehrs gesprochen werde, jedoch niemand nach den kostenmäßigen Auswirkungen gefragt habe. Die dabei beabsichtigte Aufnahme eines „Regelverkehrs als öffentliches Verkehrsmittel“, die sich aus der Satzung des Fördervereins Ilztalbahn ableiten lasse, habe den Ortsverband zudem dazu bewogen, auch mit dem Unternehmen Regionalbus Ostbayern in Verbindung zu treten.
Die Trasse der Ilztalbahn nannte Robl zu ortsfern. Die vergleichbare Waldbahn im Bereich Grafenau/Zwiesel lebe im Wesentlichen nur vom Schülertransport, während anderweitige Fahrgäste nach eigener Beobachtung Mangelware seien. Der Landkreis Freyung-Grafenau habe aber im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) den Busverkehr der RBO als zuverlässigen Partner. Dieser fahre in die Ortschaften hinein und erschließe den gesamten Landkreis mit seinen etwa 80 000 Einwohnern. Auch Fragen hinsichtlich der Verkehrssicherheit einer „Bimmelbahn“, welche Kosten daraus für die Kommunen erwachsen würden und ob dieser finanzielle Aufwand angesichts des Nutzens einer Bahnreaktivierung gerechtfertigt sei, wurden von Robl aufgeworfen, nachdem er zudem auf ein im Landkreis existierendes fahrplanunterstütztes Busstreckennetz für den Tourismusverkehr verwies, das bei Bedarf auch die Möglichkeit des grenzüberschreitenden Umsteigens biete.

Informationen zum Sachstand „Ilztalbahn“ gab Hutthurms Bürgermeister Hermann Baumann. Intensiv habe er sich in der Vergangenheit mit der Thematik auseinandergesetzt und es stimme nicht, dass er von Anfang an für einen Radweg gewesen sei. Noch im Jahr 2000 habe er sich vergeblich für die Bahn eingesetzt, aber außer großen Ankündigungen der Eisenbahnbetreiber, denen er durchaus Idealismus und gute Absichten bescheinige, sei bisher nichts passiert. Die Bahnstrecke sei in erster Linie für den Gütertransport gebaut worden. Ihre ortsferne Trasse würde kein Mensch mit dem Auto aufsuchen, um sie zu benutzen.

Anhand von Presseberichten kritisierte Baumann seiner Ansicht bisher nicht eingehaltene Ankündigungen der im Jahr 2006 gegründeten Ilztalbahn GmbH zur Aufnahme des Bahnbetriebs und zum Zustandekommen des Pachtvertrages, der allerdings mittlerweile „da“ sei. Ebenso bezog er sich auf die Aussagen bezüglich ständig steigernder Investitionskosten, wobei von 770 000 Euro die Rede sei , man tatsächlich aber seiner Einschätzung zufolge drei Millionen Euro brauche. In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass es seitens der Bahnbetreiber keine tragfähigen Konzepte und keine reellen Zahlen gebe und dass auch ein touristischer Wochenendverkehr nur erheblich defizitär durchgeführt werden könne. „Dieser Zug fährt am Menschen vorbei“, so das Fazit Baumann.

Den Vorwurf, die Ilztalbahn GmbH habe Terminprognosen nicht eingehalten, wies der ehemalige CSU-Kreisrat Max Knödlseder in der anschließenden Diskussion allerdings zurück, indem er den zuständigen Entscheidungsstellen angefangen vom Entwidmungsverfahren über die Erteilung der Betriebsgenehmigung bis hin zum Pachtvertrag detailliert bewusste Verschleppungstaktiken zum Nachteil der Bahnbefürworter vorwarf.
Das Schlusswort sprach Bürgermeister Josef Gutsmiedl, der Franken als die beliebteste Radlregion in Bayern anführte und die dort vorhandenen ganz ausgezeichneten Radwege dafür verantwortlich machte. Zu der in der Einladung angekündigten Beschlussfassung über die Positionierung der anwesenden CSU-Ortsverbände zum Thema „Reaktivierung Ilztalbahn“ kam es nicht.

Antworten:

Danke fürs Einstellen, Gerhard.




Die haben wieder mal nicht aufgepasst und nichts aber auch gar nichts dazu gelernt. Wären sie doch mal aller zu einer der Infoveranstaltungen der Ilztalbahn gegangen, dann wäre die Frage der Kosten "einfürallemal" beantwortet ;-)



von WaldbahnerDEG - am 13.07.2009 11:47
Eigentlich brauchen sich die Herren gar nicht mehr positionieren, denn die Ilztalbahn hat die Richtung klar vorgegeben. Da können die Kommunalkasperl hampeln, wie sie wollen (siehe Wiehltalbahn ;-) ).

Zitat

Verantwortliche des Fördervereins Ilztalbahn bzw. der Ilztalbahn GmbH waren nicht eingeladen.


Das sagt doch schonmal sehr viel darüber aus, wie "neutral" die ganze Versammlung abgelaufen ist.

Zitat

Anhand von Presseberichten kritisierte Baumann seiner Ansicht bisher nicht eingehaltene Ankündigungen der im Jahr 2006 gegründeten Ilztalbahn GmbH zur Aufnahme des Bahnbetriebs und zum Zustandekommen des Pachtvertrages, der allerdings mittlerweile „da“ sei.


Wenn man den Akteuren immerwieder gezielt Steine in den Weg legt, verzögert sich die ganze Sache halt ein wenig.

Zitat

Das Schlusswort sprach Bürgermeister Josef Gutsmiedl, der Franken als die beliebteste Radlregion in Bayern anführte und die dort vorhandenen ganz ausgezeichneten Radwege dafür verantwortlich machte.


Dann mögen die Herren doch mal Geld in die Hand nehmen und Niederbayern zur beliebtesten Radlregion in Bayern machen. Das geht nämlich viel besser, wenn die Radler nach einem anstrengenden Tag auf wunderschönen Radlwegen, die NEBEN Bahntrassen herführen, wieder mit dem Zug heimfahren können. Aber halt, da kann man den Bahnbefürwortern ja keins reinwürgen -> schlechte Idee.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 13.07.2009 11:57

Wo gibts in Franken eigentlich Radwege auf Bahnstrecken?

Zitat
Schwandorfer
Zitat

Das Schlusswort sprach Bürgermeister Josef Gutsmiedl, der Franken als die beliebteste Radlregion in Bayern anführte und die dort vorhandenen ganz ausgezeichneten Radwege dafür verantwortlich machte.


Dann mögen die Herren doch mal Geld in die Hand nehmen und Niederbayern zur beliebtesten Radlregion in Bayern machen. Das geht nämlich viel besser, wenn die Radler nach einem anstrengenden Tag auf wunderschönen Radlwegen, die NEBEN Bahntrassen herführen, wieder mit dem Zug heimfahren können. Aber halt, da kann man den Bahnbefürwortern ja keins reinwürgen -> schlechte Idee.


Ich frag mich grad, wo gibt es in Franken Radwege auf stillgelegten Bahntrassen? Leichendorf-Andorf und Ochsenfurt-Röttingen. Sonst finde ich jetzt keinen anderen Radweg auf Bahnstrecken in den 3 fränkischen Regierungsbezirken. Also kann die Argumentation nicht wirklich auf die Ilztalbahn zutreffen.

Grüße,
Peter

von Guliver - am 13.07.2009 12:28

Re: Wo gibts in Franken eigentlich Radwege auf Bahnstrecken?

Hallo Bahnfreund,
meines Wissen gibt in der Region NBY noch ehemalige Bahnstrecken,
z.B. Bayreuth (Kreuzstein Abzweigstelle) über NBY-Altstadt (Abzweigbahnhof)
nach Hollfeld und nach Thurnau
Im Fichtelgebirge
Bad Berneck-Bischofsgrün
Kirchenlamnitz Stadt-Weißenstadt
Gruß
Mitterteicher Bahnfreak

von Mitterteicher - am 13.07.2009 12:36

Re: Wo gibts in Franken eigentlich Radwege auf Bahnstrecken?

Zitat

Ich frag mich grad, wo gibt es in Franken Radwege auf stillgelegten Bahntrassen?


Bad Neustadt (Saale) - Bischofsheim
Bad Neustadt (Saale) - Bad Königshofen
Haßfurt - Hofheim
Burgebrach - Ebrach
Bayreuth - Hollfeld
Bayreuth - Kulmbach
Bad Berneck - Bischofsgrün
Kirchenlamitz - Weißenstadt
Georgensgmünd - Spalt

Sowie noch einige weitere, die aber nur zum Teil auf Bahntrassen verlaufen.
Quelle: [www.achim-bartoschek.de]

Viele Grüße

tobias

von Schwandorfer - am 13.07.2009 12:46

Niederbayern trotzdem vorne.

Hab jetzt auch eine bessere Homepage gefunden [www.achim-bartoschek.de]:
Wenn ich mir die Streckenlängen auf Bahnstrecken ansehe, ist Niederbayern trotzdem vorne:
Unterfranken 99,1 km
Mittelfranken 52,3 km
Oberfranken 135,6 km

Niederbayern 171,7 km



von Guliver - am 13.07.2009 12:48

[ZM] "PRO UND CONTRA ILZTALBAHN - DIE DISKUSSION"

2 Zusätzliche Meldungen von heute
Zitat

PRO UND CONTRA ILZTALBAHN - DIE DISKUSSION

# In einer ausgiebigen Diskussionsrunde stellte Michael Hauck, Vorsitzender des Fördervereins Radwegenetz aus seiner Sicht anhand von Vergleichsregionen und Untersuchungen die touristischen und wirtschaftlichen Vorteile des Radtourismus heraus, demgegenüber eine reaktivierte Bahnstrecke nichts Vergleichbares zu bieten habe
# Martin Krieg aus Röhrnbach plädierte für familien- und kinderfreundliche sowie behindertengerechte Radwege.
# Dr. Heidi Massinger-Biebl aus Waldkirchen forderte dagegen alle Verantwortlichen auf, nicht nach hinten sondern gemeinsam und in größeren Dimensionen nach vorne zu denken, um zu verhindern, in unserer Region von der Entwicklung abgeschnitten zu werden.
# Karl Edenhofer stellte heraus, dass auch ein Radweg viel Geld
gekostet hätte, dass auch für einen Radweg die auf der Bahntrasse
vorhandenen Schadstellen beseitigt werden müssten. Den Kommunen warf er vor, in den vergangenen Jahren nichts für einen
Radwegeausbau geleistet zu haben.
# Solange kein Zug fahre, könne man auch nicht sagen, wie viel Leute mitfahren, meinte Max Knödlseder. Dass der Ilztalbahnförderverein allenfalls auf Tourismusverkehr, wenn möglich bestenfalls auch auf Güterverkehr setze und ein öffentlicher Personennahverkehr nicht Sache der ITB sei, habe man immer herausgestellt. Warum sollten die Menschen im Bayerischen Wald nicht das Recht haben, wie andere Regionen auch Zuschüsse zu bekommen. - od


Zu den Personen:
Michael Hauck: Besitzer des Bahnhofs Fürsteneck, Vorsitzender des Radwegevereins, erklärter Bahngegner.

Karl Edenhofer: ödp Vorstandsmitglied, Kreisrat

Dr. Heidi Massinger-Biebl: CSU, Frauenärztin aus Waldkirchen

Max Knödleder: CSU, 2. Bürgermeister Waldkirchen

Martin Krieg: CSU/JU, Verkaufsberater aus Röhrnbach

Zitat

RBO zur Zusammenarbeit mit der ITB bereit

Ilztalbahn soll aber nicht zu Fahrgastverlusten führen


Röhrnbach. Die Regionalbus Ostbayern GmbH (RBO) stehe den Bemühungen um die Reaktivierung der Bahnstrecke Passau- Freyung grundsätzlich neutral gegenüber und sei zur Zusammenarbeit mit der Ilztalbahn GmbH bereit - wenn die Nutzung der Ilztalbahn auf Freizeit-, Tourismus- bzw. Güterverkehr beschränkt bleibe und es somit zu keinen Fahrgastverlusten des ÖPNV komme. Das sagte der Leiter Marketing/Vertrieb der RBO-Niederlassung Süd Günter Neumayer bei einer CSU-Infoveranstaltung (Bericht siehe unten).
Für einen möglichen Lückenschluss der Ilztalbahn mit tschechischen Bahnstrecken habe die RBO mit Partnern dem Landkreis bereits ein entsprechendes Angebot vorgelegt. Derzeit bewegten sich seinen Angaben zufolge die ohnehin überwiegend aus Schülerverkehr bestehenden Fahrgastzahlen in dem von der RBO gestellten ÖPNV etwa noch auf gleichbleibendem Niveau, wobei Rückgänge aufgrund der demographischen Entwicklung bereits vorprogrammiert seien, so Neumayer. Bereits jetzt gestalte sich der überwiegend eigenwirtschaftlich durchzuführende ÖPNV zunehmend zu einem Bedarfsverkehr. Bei einem etwa wegbrechenden Schülerverkehr, dessen Anteil bei über 70 Prozent liege, würden die Fahrgäste eher rar. - od


von Guliver - am 13.07.2009 12:54

Re: Wo gibts in Franken eigentlich Radwege auf Bahnstrecken?

einen sehr schönen sogar durchs fränkische seenland von SPALT nach Georgensgmünd

von R32chris - am 13.07.2009 15:55

Mal kurz eine Generalabrechnung / 8. August 2009 Bahnhofsfest in Waldkirchen

Wenn ich mir den Artikel in einer ruhigen Minute durchles, dann kann ich (wie so oft bei Veranstaltungen dieser Personen) nur mit den Kopf schütteln:

Busverkehr:

Man befürchtet das die RBO weniger Busse fahren lässt?
Öhm die Herren Kommunalpolitiker sind diejenigen die diese Busse bezahlen! Und solang sie diese Busse bezahlen werden sie fahren. Wenn sie diese Busse nicht mehr bezahlen wollen, sollten sie in München anrufen und sich für die Ilztalbahn einsetzen. Den Züge werden bekanntlich von der BEG bezahlt und nicht von Kommunen und Kreisen.

Dazu frag ich mich, ob die Personen wirklich wissen, wie es um die Attraktivität verschiedener öffentlicher Verkehrsmittel aussieht. Züge verschaffen durch ihre Attraktivität mehr Fahrgäste. Vor allem bei Strecken von 50 km und Fahrzeiten von über einer Stunde mit dem Bus. Der öffentliche Verkehr und auch die Busse würden Fahrgäste gewinnen und nicht verlieren.

Nur Schülerverkehr auf der Waldbahn:

Also bei diesen "eigenen Beobachtungen" das auf der Waldbahn nur Schülerverkehr herrscht, musste ich lachen. Zwar ist es durchaus richtig, das Mittags vom Gymnasium Zwiesel viele Schüler nach Frauenau fahren. Jedoch gibt es ansonsten keinerlei Schülerverkehr auf dieser Strecke. Morgens verkehren die Züge für Schüler nicht passend und auch zwischen Klingenbrunn und Grafenau gibt es keinen Schülerverkehr. Auch in Schulferien sind jetzt keine Schüler unterwegs. Jedoch wird die Strecke durchaus gut besucht. Besonders in den Ferien sieht man die Züge voll mit Touristen. Gut eine Einzeltraktion Regioshuttle mit 40 Personen mag in manchen Augen nicht viel sein, aber wenn ich im Parallelbus 1 Stunde früher oder später praktisch alleine mit dem Busfahrer unterwegs bin, dann ist klar, was attraktiver ist.

Fahrplanunterstütztes Bussystem

Was bitte schön ist ein Fahrplanunterstütztes Bussystem? Ein Bussystem das nach Fahrplan fährt? Also praktisch jedes, abgesehen von Rufbussen? Ich denke es ist eher das "angebotsorientierte Bussystem" Igelbus gemeint, das übrigens ein Bussystem ist, das die Fahrgäste der Waldbahn über die Nationalparkregion Rachel-Lusen verteilt. Und der "internationale Übergang" sieht so aus: Man steigt in Finsterau aus, geht 800 m durch den Wald und kommt dann zu einer Straße, wo man auf den Bus der CSAD warten kann.

Wie sähe der internationale Übergang der Ilztalbahn aus? Man steigt in Waldkirchen aus, geht 10 m, fährt mit dem Bus nach Haidmühle/Nove Udoli geht 10 m und steigt in den Zug der CD ein. Bzw. gleiches Spiel zwischen Freyung und Vimperk.

Verkehrssicherheit

Wie sieht es eigentlich mit der Verkehrssicherheit auf Straßen aus? Ich achte gerne mal auf "Marterln". Auf Strecken wie der B12 oder dem Autobahnzubringer Hutturm-Aicha (zu einer Großdiscothek) kommt man schnell auf zweistellige Werte. Dagegen frage ich mich, wieviele Unfälle geschehen auf Nebenbahnen, die von der Bahn verursacht wurden? Die Anzahl dürfte verschwindend gering sein. Die übergroße Mehrheit von Unfällen dürften Bahnübergangsunfälle sein, die durch die Autofahrer verursacht wurden.

Kosten

Interessant finde ich, das sich die Kostenschätzung wieder verringert hat. Sprach man von Seiten des Radwegevereins von 12 Millionen, verringerte sich die Schätzung der Gegner auf 7 Millionen und mittlerweile nennt man 3 Millionen als Kosten einer Reaktivierung.

Grüße,
Peter


PS:
Wie ich grad auf der Ilztalbahn-Homepage sehe: Am 8. August ab 15 Uhr ist in Waldkirchen ein Bahnhofsfest. Einzelheiten werden noch bekannt gegeben.

von Guliver - am 13.07.2009 17:41

Re: Mal kurz eine Generalabrechnung / 8. August 2009 Bahnhofsfest in Waldkirchen

Hallo Peter,
ich bin zwar im Stiftland zu Hause, habe aber in den letzten Pfingstferien
seit langem die Zwieseler Spinne gefahren. Da ist doch außer Schülerverkehr
noch enormer Wandererverkehr. Touristen von und nach Bodenmais zum Beispiel.
Außerdem gibt doch das Waldbahnticket (ca. 7 Euro) Das ist doch eine feine
Sache. Nach Grafenau waren bei meinem Besuch im Zug auch 2 Hände voll
Fahrgäste drin und fast bei jedem Bahnhof ein und aussteigende Fahrgäste.
In deiner Region ist doch was los!
Die Waldbahnfahrzeuge (Regioshuttle) sind doch für diesen Bereich in Ordnung.
Früher noch, als das Bw Plattling noch gab, waren 211 212 und 798/998
im Bayrischen Wald unterwegs. Zwar mit Wendezugsilberlingen und auch
4 achsige Umbauwagen, aber da dachte man noch nicht an die behinderten
Fahrgäste. Da war ja Expressgut sowie Reisekoffer bei jedem Zug viel wichtiger
als bequem einzusteigen.
Jetzt anstatt für Express ist ja der Radltourismus ausgebrochen. Da macht es sinn,
das Fahrrad im Zug mitzunehmen.

Bei der RBO habe ich noch keinen Bus mit Fahrradabteil gesehen, nur als anhängsel
einen zusätzlichen Fahrradanhänger, da dort ja die Fahrräder zeitaufwändig
während des Transportes gesichert werden müssen. Im Zug dagegen kurz anschnallen
und schon kann man sich hinsetzen. Das gleiche beim Aussteigen.

Gruß
Mitterteicher Bahnfreund F.Z.

von Mitterteicher - am 13.07.2009 19:08

"Eigene Beobachtung" eines Ilztalbahngegners.

Eben, diese "eigenen Beobachtungen" bezogen sich auf Aussagen im Artikel den Artikel.

MEINE selbst gemachten Beobachtungen sind so, das in Frauenau, Spiegelau und Grafenau des öfteren 10 und mehr Leute aus- bzw. einsteigen. Und an den Zwischenstationen hin und wieder eine Wandergruppe zusteigt. Der Hauptverkehr geht von und nach Zwiesel. Zwischen den Stationen ist eher weniger Verkehr. Auch ist es deutlich zu sehen, das in den Ferien sehr viele Touristen auf der Waldbahn unterwegs sind. Auch habe ich des öfteren Menschen getroffen die aus Dortmund, Berlin oder Hamburg mit dem Zug bis nach Spiegelau und Grafenau anreisten.

Beim Fahrradverkehr ist in Freyung-Grafenau eigentlich nur der "Finsterau-Bus" zu nennen, der zwischen Spiegelau und Finsterau mit einem Fahrradanhänger verkehrt. Dieser soll jedoch durch eine Konstruktion am Heck der Busse ersetzt werden. Dann sollen auch die Igelbuslinien Grafenau-Lusen, Spiegelau-Rachel und Freyung-Neuschönau Fahrradverkehr anbieten.

Grüße,
Peter

von Guliver - am 13.07.2009 19:16

"Überwiegend eigenwirtschaftlicher ÖPNV"?

Wie ist eigentlich der Satz von Herrn Neumayer zu verstehen das "er überwiegend eigenwirtschaftlich durchzuführende ÖPNV zu einem Bedarfsverkehr" wird?

Heißt das die RBO fährt ausserhalb des Schülerverkehrs ihre Busse eigentwirtschaftlich? Dann kann ich verstehen, das die nicht begeistert sein werden, wenn parallel zu ihren Bussen die Ilztalbahn fährt.

Wobei ich mich ernsthaft frage: Was für ein System haben wir im ÖPNV bei dem die Kommunen lediglich den Schülerverkehr bezahlen und keine Zuschüsse zum Busverkehr leisten? Das damit die ohnehin schon schlechte Angebotsqualität noch weiter sinkt und der "Bedarf" dann gegen Null geht ist klar.

Ich hoffe nur das die ÖPNV-Offensive im Landkreis Passau ein Erfolg wird, das auch die Kommunen etwas nördlicher den Wert guten ÖPNVs erkennen und Geld dafür ausgeben.

Grüße,
Peter


von Guliver - am 14.07.2009 15:03
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