Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Cargonaut, Wunsiedel-Holenbrunn Hbf, 330kW_Fan, Noricus, Schienenschliefer, fahr-gast, Martin Pfeifer, ---------------------------------, domos

Die LED Zugzielanzeigen in den 610ern nehmen zu

Startbeitrag von 330kW_Fan am 19.07.2009 13:53

Tach zusammen,

in den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass es jetzt mindestens dre 610er gibt, bei denen die aus dem 004 bekannten LED Zugzielanzeiger innen und außen nachgerüstet wurden. Es handelt sich um den 004, 010 und 015. Es scheint also, dass die schon länger geplante Ausrüstung jetzt anläuft. Für diejenigen, die es noch nicht kennen:

Innenansicht in der 1.Klasse


AUßenansicht (in der unteren Zeile laufen die Zwischenhalte durch)

(Wenn man oft genug draufhält schafft man es die sogar ohne Strich drinn zu fotografieren. Liegt daran, dass die Zeilen des Displays erst gelöscht und danach erst wieder neu aufgebaut werden.)

Servuz,
Benedikt

Antworten:

Sind sicher praktisch

Die Dinger sind bestimmt praktisch, vor allem gegenüber ihren Vorgängern, den Zuglaufschildern. Grad bei der ganzen Flügelei machen sie sich hoffentlich nützlich, erst gestern war ich selbst in Nürnberg und durfte dem üblichen Chaos bei den Reisenden ("Is des der nach Schwandorf?") beiwohnen.

Allerdings vermisst man die guten alten Zuglaufschilder (aus Eisenbahnfansicht) doch ein wenig ;-)

von domos - am 19.07.2009 14:01

Der einzige Vorteil....

... der elektronischen Anzeigen ist dieser, daß bereits das neue Zugziel bei der Einfahrt an den Bahnsteig eingegeben ist. Damit fällt natürlich eine bedeutende Ausrede für die Reisenden weg :D Die Fragen "Is des der Zug nach Schwandorf?" werden weiterhin bleiben, weil die Leute einfach lieber fragen, als selbst Ihr Hirn anzustrengen. :D

MfG

von Cargonaut - am 19.07.2009 14:30

Re: Der einzige Vorteil....

Tach zusammen,
so wie ich das mitbekommen habe, müssen die Anzeigen in den beiden 610 Hälften einzeln eingestellt werden. Also der einzige Vorteil für das Zugpersonal ist, dass es sämtliche Beschilderung von innen erledingen kann. Die Zuglaufschilder fallen natürlich leider weg, obwohl der Platz noch vorhanden ist (sehen ganzschön doof aus, die Kästen ohne Zuglaufschilder).

Grüße,
Benedikt

von 330kW_Fan - am 19.07.2009 14:47

Re: Der einzige Vorteil....

Statt der LED Zugzielanzeige würde dem 610 eine Erneuerung der Inneneinrichtung gut tun. Dafür ist scheinbar kein Geld vorhanden.

von --------------------------------- - am 19.07.2009 16:05

Lieber nicht, wer weiß, wie das enden würde...

Servus,

die altersbedingten Verschleißerscheinungen im 610 möchte ich lieber nicht so pauschal modernisiert eintauschen, schon gar nicht gegen Sitze vom Format 612, 648 und Co.

Dann stünde noch zu befürchten, dass die schaltbare Innenbeleuchtung bei derlei Maßnahmen zu Gunsten einer kaltweißen Fußballstadionillumination geopfert wird.

Beste Grüße,
Michael


von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf - am 19.07.2009 17:30

Re: Der einzige Vorteil....

Zitat
330kW_Fan
Tach zusammen,
so wie ich das mitbekommen habe, müssen die Anzeigen in den beiden 610 Hälften einzeln eingestellt werden.


Wenn das stimmt, kann ich nur sagen, was für ein Schrott. Naja, für was Besseres war dann wohl kein Geld mehr da....
Hauptsache die Prämien werden in dem Unternehmen pünktlich und in ausreichender Höhe gezahlt.

MfG

von Cargonaut - am 19.07.2009 17:42

Re: Lieber nicht, wer weiß, wie das enden würde...

Servus,

ich glaube nicht, das so etwas noch passiert. Der Rahmenvertrag zwischen der BEG und DB Regio für die nicht ausgeschriebenen Fahrzeuge lässt auch solche "Altbau"-Fahrzeuge wie den 610'er zu. Ob es explizite Qualitätskriterien wie nicht völlig durchgesessene Sitze oder "Deckenverkleidung in weiß, keine abgestandene Raucher-Patina" gibt, weiß ich nicht. Glauben tue ich es nicht, also könnten die Pendos noch an die 12 Jahre in diesem nicht wirklich verkehrswerbenden Zustand durch die Gegend fahren.

von Martin Pfeifer - am 19.07.2009 17:46

Re: Der einzige Vorteil....

Zitat
Cargonaut

Wenn das stimmt, kann ich nur sagen, was für ein Schrott. Naja, für was Besseres war dann wohl kein Geld mehr da....
Hauptsache die Prämien werden in dem Unternehmen pünktlich und in ausreichender Höhe gezahlt


Die Technik der BR610 ist auf dem Stand der später 80er Jahre. Das gilt auch für die Elektronik. Es ist anzunehmen, daß es einfach zu aufwendig wäre das System so zu modifizieren, daß die Anzeigesteuerung aller im Zug vorhandenen VT via Datenbus vom Führenden VT aus zentral zu steuern.
Schließlich ist anzunehmen, daß die verschlissenen VT610 mittelfristig außer Dienst gestellt werden, auch im Hinblick auf die immer schwieriger werdende Ersatzteilbeschaffung für das verschleißbehaftete Hochflur-Hydrauliksystem.

Man darf gespannt sein, ob in der Zeit "nach 610-611-612" noch an der Neigetechnik im Regionalverkehr festgehalten wird. Ich denke eher wohl nicht. Der Hauptgrund für die kürzeren Fahrzeiten dürfte ohnehin eher die großzügige Motorisierung mit besserer Beschleuingung dieser Baureihen haben.

von fahr-gast - am 19.07.2009 18:01

Re: Der einzige Vorteil....

Zitat
fahr-gast
Zitat
Cargonaut

Wenn das stimmt, kann ich nur sagen, was für ein Schrott. Naja, für was Besseres war dann wohl kein Geld mehr da....
Hauptsache die Prämien werden in dem Unternehmen pünktlich und in ausreichender Höhe gezahlt


Die Technik der BR610 ist auf dem Stand der später 80er Jahre. Das gilt auch für die Elektronik. Es ist anzunehmen, daß es einfach zu aufwendig wäre das System so zu modifizieren, daß die Anzeigesteuerung aller im Zug vorhandenen VT via Datenbus vom Führenden VT aus zentral zu steuern.


Wohl wahr, aber schon die alten Innenanzeigen konnten komplett für einen Doppeltriebwagen eingestellt werden und mußten nicht für jede Hälfte extra eingestellt werden.

MfG

von Cargonaut - am 19.07.2009 18:08

Liegt eher am etwaigen Ausschreibungskriterium "Neigetechnik"

Servus,

ein Kleingewerbe-EVU wird sich kaum Diesel-Neigetechnik anschaffen; dies rechnet sich im Hinblick auf die Vertragslaufzeit/Ausschreibungsdauer und den Wartungsaufwand kaum.

Vermutlich deshalb wurde und wird in diesem Bereich seitens der BEG nichts ausgeschrieben, man hat dort so seine Erfahrungen mit der allerersten (und wieder zurückgezogenen) Ausschreibung zur Interregio-Linie 25.

Insofern bleibt die Neigetechnik bei der DB (mich freuts wegen dortiger annehmbarer Tarifverträge).

Fazit: Was 8 Grad schwenkt und 160 fahren kann, bleibt bis auf weiteres so wie es ist.

Schöne Grüße,
Michael


von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf - am 19.07.2009 18:10

Re: Der einzige Vorteil....

Zitat
fahr-gast
Man darf gespannt sein, ob in der Zeit "nach 610-611-612" noch an der Neigetechnik im Regionalverkehr festgehalten wird. Ich denke eher wohl nicht. Der Hauptgrund für die kürzeren Fahrzeiten dürfte ohnehin eher die großzügige Motorisierung mit besserer Beschleuingung dieser Baureihen haben.


Servus,

naja - momentan lernen Miriaden an Ingenieursgenerationen, dass man Radsatzwellen nicht aus einem Gemisch aus Pappe und Weißblech fertigen sollte.
Insofern wäre es schon denkbar, dass künftig praxistaugliche NT-Züge angeboten werden, in anderen Ländern klappt deren Einsatz schließlich seit langer Zeit auch...

Die großzügige Motorisierung (nebst Beschleunigung) ist sicher ein Faktor. Auf Streckenabschnitten wie z.B. Marktredwitz-Kirchenlaibach lassen sich diverse Verspätungsminuten jedoch nur mit der Wackeltechnik relativieren.

Beste Grüße,
Michael


von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf - am 19.07.2009 18:36

Zukünftige SPNV-Neigetechnik-Triebzüge

Seitens der BAG-SPNV bestehen offenbar fortgeschrittene Konzepte für innovative Niederflur-NeiTech-DMU-/EMU-Triebzüge (ca. 70 m LüP, 3 Wagen, 200 Sitzplätze); angedacht auch als Hybrid-Variante für Mischverkehr mit/ohne Fahrdraht. Der technische Abstimmungsprozeß mit den Bahnherstellern scheint weitgehendst abgeschlossen zu sein. - Mal abwarten, was sich daraus als "Innovation" ergibt.

Klar ist, für die technisch anfälligen Wackeldackelvarianten 610/611/612 wird es bei den Wettbewerbsprojekten keine Neuauflage geben.

Eine Stückzahl um die 240 bis 280 Einheiten bundesweit, muß nicht von den Zuschlags-EVU's gekauft werden. Kann auch von einem Leasingunternehmen verfügbar gehalten werden. Dadurch Risikominderung für die Betreiber-EVU's.

Die Züge können von den Bestellern bei den Folgeausschreibungen wieder als Rollmaterialvorgabe gesetzt werden.

von Noricus - am 20.07.2009 09:37
Na ja, kleine Verschönerungsmaßnahme für ein ausrangierbares Fahrzeug. Es wird eigentlich Zeit, dass die Industrie mal wieder etwas ordentliches liefert.

von Schienenschliefer - am 20.07.2009 19:05
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.