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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren
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Guliver, ubahnfahrn, Stilllegungskandidat, Schwandorfer

CZ: Neubaustrecke Praha - Beroun (Link)

Startbeitrag von Stilllegungskandidat am 22.07.2009 12:47

In einem anderen Eisenbahnforum habe ich heute einen interessanten Link entdeckt, der zwar zu einer Seite führt die schon 2007 eingerichtet wurde, aber ich denke es dürfte sich nicht viel geändert haben, so soll zwischen 2010 und 2018 der Bau der Neubaustrecke vollendet werden.
Verfügbar ist die Seite in tschechisch und englisch.

Hier der Link:
[www.praha-beroun.cz]

Antworten:

Zitat
Stilllegungskandidat
In einem anderen Eisenbahnforum ...
Zitat


Bitte, gerne: [www.eisenbahnforum.de] :)


von ubahnfahrn - am 22.07.2009 16:55

Barrandov-Tunnel

Schon sehr beeindruckende Neubaustrecke: 27 km davon 25 km im Tunnel mit Spitzengeschwindigkeiten von 270 km/h. Das ganze auch noch mit 25 kV 50 Hz elektrifiziert, das kein Systemwechsel mehr zwischen Pilsen und Prag stattfinden muss. Die Bauzeit erscheint mir persönlich schon ambitioniert. Einen der längsten Tunnel der Welt will man in gerade mal 8 Jahren fertiggestellen.
Ich wage leicht daran zu zweifeln. Vor allem da gerade der Verkehrshaushalt in Tschechien drastisch gekürzt wird.

Wobei ich auf eine möglichst rasche Fertigstellung hoffe, verkürzt diese Neubaustrecke die Fahrt nach Prag doch um ganze 17 Minuten und 10 km.

Hier [www.thecurveberoun.com] wird von einem Baubeginn 2011 und kosten von 30 Mrd. CZK (1,2 Mrd. Euro) bei einer Bauzeit von 5 - 6 Jahren gesprochen.

von Guliver - am 23.07.2009 11:33

Re: Träumerei dazu (Verkehr CZ - München/Nürnberg)

Zitat
Peter_Wolf
Wobei ich auf eine möglichst rasche Fertigstellung hoffe, verkürzt diese Neubaustrecke die Fahrt nach Prag doch um ganze 17 Minuten und 10 km.

Hier [www.thecurveberoun.com] wird von einem Baubeginn 2011 und kosten von 30 Mrd. CZK (1,2 Mrd. Euro) bei einer Bauzeit von 5 - 6 Jahren gesprochen.


Die Neubaustrecke ist mehr als sinnvoll, derzeit scheint der Zug ja sogar langsamer als der Bus zu sein (laut Link).
Allerdings ist das hoffentlich nur der Anfang, denn Beroun - Plzen sollte man auch ausbauen und tw. begradigen, so das wenigstens 160 km/h drin sind, auch das würde zeitlich viel bringen.
Plzen - Domazlice müsste man auch an einigen Stellen begradigen und auch hier sollte man auf einen 160 km/h-Ausbau hinarbeiten, dazu natürlich elektrifizieren.
Dazu dann der Tunnel Furth, um den Klöpflesberg nicht mehr aufwändig umfahren zu müssen, was für eine internationale Fernverbindung nicht mehr zeitgemäß ist und unnötig Zeit kostet.

Auf deutscher Seite sind natürlich auch einige Ausbauten notwendig.
- 2gleisiger Ausbau Amberg - Furth
- Elektrifizierung Hartmannshof - Furth (Hof - Regensburg braucht man ja nicht erwähnen)
- Ausbau und einzelne Begradigungen um möglichst viele Abschnitte mit 160 km/h befahren zu können (mittel- bis langfristig)
- dazu mittelfristig auch die unverzichtbare Donau-Moldau-Bahn Roding - Regensburg

Man könnte die Züge Prag - München/Nürnberg dann auch evtl. in Cham flügeln und damit Prag - Cham gemeinsam fahren.

Finanzierung? Was ist auch immer an der DMB zu kritisieren? Ist ein Eisenbahnneubau denn was unmögliches? Bei der B16neu und B15neu sagt auch keiner was und das war und ist nicht umsonst, aber eben der heilige Straßenverkehr.
An einer attraktiven Bahnverbindung besteht einfach politisch kein Interesse, das ist wohl das größte Problem, abgesehen von den tollen Sonntagsreden zu Wahlkampfzeiten.

von Stilllegungskandidat - am 23.07.2009 13:57

Träumerei, die schon bald keine mehr ist ...

Zitat
Stilllegungskandidat
Man könnte die Züge Prag - München/Nürnberg dann auch evtl. in Cham flügeln und damit Prag - Cham gemeinsam fahren.


Wie wäre es denn stattdessen mit einem international-schnellem Stundentakt Prag-Pilsen-Cham und dann alle 2 Stunden alternativ nach München und Nürnberg, in der Vor-DMB-Phase sogar noch gemeinsam bis Schwandorf. Der Vorteil dieser Streckenführung ist dann ja, daß mit jeder kleinen Ausbaumaßnahme sofort die Fahrzeit verkürzt werden kann und man nicht Jahrzehntelang auf die EINE ewig lange Neubaustrecke warten muß (Erfurt-Nürnberg...).

von ubahnfahrn - am 23.07.2009 17:29

Kein Interesse an grenzüberschreitenden Verkehr.

Leider scheint es in Bayern kein interesse am grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr zu geben.

Der Bahnübergang Cheb/Schirnding wurde ja vom internationalen Fernverkehr "befreit" und die Vogtlandbahn fährt einen kleinen Schlenker durch Tschechien (sowie ein paar 612er die in Cheb beginnen). Über Furth/Domazlice fahren nur alle 4 Stunden Regionalzüge. Über Bay. Eisenstein/Zelezna Ruda fährt ein paar mal am Tag die Waldbahn, endet aber schon in Spicak.
Dazu gäbs noch Selb/As und Haidmühle/Nove Udoli die beide aktuell nicht in Betrieb sind.
Schon ein deutlich ausbaufähiges Programm. Wieder internationale Züge über Cheb zum Anschluss des nordböhmischen Bäderdreiecks. Dazu mehr Züge zwischen München und Prag, sowie Nahverkehrszüge Pilsen-Landshut mit Anschluss nach Prag und München. Dazu reaktivierung der beiden geschlossenen Übergänge.

Wobei ich vom Flügeln nicht überzeugt bin. Entweder die Züge sind auf dem deutschen Abschnitt unterdimensioniert oder auf dem tschechischen Abschnitt überdimensioniert. Auch wenn stündliche Direktverbindungen ihre Attraktivität haben, würde ich doch eher eine stündlich wechselnde Direktverbindung mit Anschlusszügen bevorzugen, da man so mehr Flexibilität hat, die Züge dem Bedarf anzupassen.

Grüße,
Üeter



von Guliver - am 24.07.2009 04:26

Kappazitätsprobleme ?

Zitat
Peter_Wolf
..., sowie Nahverkehrszüge Pilsen-Landshut mit Anschluss nach Prag und München...

Plattling-Landshut geht nicht, hier fährt schon stündlich der DIEX - elektrisch auf eingleisiger Strecke, die Strecke Pilsen-Plattling ist stromlos.

von ubahnfahrn - am 24.07.2009 04:37

Muss das so bleiben?

Es ist jetzt in meinen Augen nicht unbedingt zwingend das der Fahrplan so bleiben muss. Auf mittlere Sicht sehe ich die Tschechische Oberleitung bis Eisenstein. Auch auf deutscher Seite würde eine Zweigleisigkeit von Plattling - Landshut (+Güterkurve in Plattling) nicht schaden. Da kann man ruhig auch die restlichen Kilometer Plattling-Eisenstein mit Elektrifizieren. Diese Strecke hat eine Kapazität für einen Halbstundentakt (Kreuzungen in Deggendorf, Grafling, Triefenried und Zwiesel).

Kurzfristig sehe ich da keine Perspektive für einen Zug von Landshut nach Pilsen. Da ist mittelfristig eher eine Verlängerung bis Klatovy drin. Das die CD evtl. ihre Os durch die Waldbahn ersetzt und nur noch die R selbst fährt, das sie sich da den Ersatz der alten Dieseltriebwagen sparen kann. Und bald soll es ja auch die passend ausgebildeten Lokführer bei der CD geben, für Prag-Budweis besorgt man sich ja Regioshuttles.

von Guliver - am 24.07.2009 14:30

Re: Muss das so bleiben?

Zitat

für Prag-Budweis besorgt man sich ja Regioshuttles.


Ich dachte, da kommen Desiros?

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 24.07.2009 16:50

Falsche Strecke. Aber CD beschafft 15 RS1

Oh! Du hast natürlich recht. Wobei ich auch nicht ganz unrecht hab ;-) Hab nur die falsche Strecke genannt. Die CD will in der Tat RS1 besorgen.

Hier das Tschechische Orginal:
[www.zelpage.cz]

Und eine zusammenfassende Übersetzung:
[forum.mysnip.de], wo es heißt:
"Man will 15 Niederflur-RS1 ähnlich denen auf den ¦pičák verkehrenden sowie 8 Desiros für Praha – České Budějovice über Písek und Rakovnik anschaffen "

;-) Da ist auch der Fehler meinerseits, hab die im Satz erwähnten Desiros ganz vergessen. Oder werden 15 RS1 und 8 Desiros für die Strecke besorgt? Die Strecke wird in 3:09 zurückgelegt. Bei einem 2 Stundentakt reichen die 8 Desiros für die durchgehenden Schnellzüge aus. Bleibt die Frage, wo man die RS1 einsetzen will?


von Guliver - am 24.07.2009 17:36
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