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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 8 Jahren, 1 Monat
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vor 8 Jahren, 1 Monat
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KBS 867, Martin Pfeifer, Neuenmarkt

Weidenberg-Warmensteinach kostet 4 Millionen, laut DRE

Startbeitrag von Neuenmarkt am 04.08.2009 08:03

Die Wiederbelebung der Bahnlinie Weidenberg-Warmensteinach kostet nach einer Analyse der Eigentümer rund vier Millionen Euro
04.08.2009
06:50 h


In das Projekt Wiederbelebung der Bahnlinie Weidenberg-Warmensteinach ist wieder Bewegung gekommen. Der Eigentümer der Strecke - die Deutsche Regionaleisenbahn - hat jetzt einen Kostenplan vorgelegt. Demnach soll die Sanierung der Bahntrasse inklusive Übergänge und Haltepunkte 4,1 Millionen Euro kosten. Jetzt soll das Fahrgastpotenzial auf der Strecke ermittelt werden.

[www.radio-mainwelle.de]

Antworten:

PM des Nordbayerischen Kuriers

Hier die Pressemitteilung des Nordbayerischen Kuriers dazu:
Zitat

Bahnstrecke kostet 4,1 Millionen Euro

WARMENSTEINACH. Totgesagte leben länger. Das gilt auch für das Projekt der Wiederbelebung der Bahnlinie Weidenberg–Warmensteinach, in das jetzt wieder Bewegung kommt.

Die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE), Eigentümer der Strecke, hat nun mit großer Verspätung die Kostenkalkulation für die Sanierung der Strecke vorgelegt: 4,1 Millionen Euro soll die Wiederherstellung der Bahntrasse für ein Tempo von 60 Stundenkilometern kosten, inklusive Übergänge und Haltepunkte.

Bei einer Mitgliederversammlung des DBV-Fördervereins Fichtelgebirgsbahn in Oberwarmensteinach wurden die nächsten Pflöcke eingeschlagen, teilt Andreas Munder mit, der als Geschäftsführer der Tourismus & Marketing GmbH (TMO) an der Versammlung teilnahm.

In der jüngeren Vergangenheit hatten sich namentlich die Freien Wähler im Bayerischen Landtag und die FDP im Bayreuther Kreistag für die Wiederbelebung der Bahn nach Warmensteinach stark gemacht. Als nächster Schritt hin zu einem möglichen Zuschuss des Freistaats soll nun das Fahrgastpotenzial der Strecke ermittelt werden. Unklarheit besteht aktuell noch, wie detailliert und umfangreich diese Prognose ausfallen muss; eine Frage, die der Weidenberger Bürgermeister Hans Wittauer klären will.

Parallel soll als örtliche Leitungs- und Koordinierungsgremium eine „Bahnkommission“ gebildet werden, der Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Forst und weiteren Interessenvertretern angehören; Federführung hat hier die Gemeinde Warmensteinach.

Und da wäre noch die ausstehende Entscheidung des Kreistages Bayreuth, seinen Beschluss aufzuheben, den öffentlichen Verkehr zwischen Weidenberg und Warmensteinach per Bus abzuwickeln ...

„Ich hoffe nun sehr, dass dieses bedeutende Thema nun rasch an Dynamik gewinnt“, so TMO-Geschäftsführer Andreas Munder, „aus fremdenverkehrspolitischer Sicht ein enorm wichtiger Faktor, da rund fünf Prozent aller Bundesbürger mit der Bahn ihre Inlandsurlaubsreise antreten und dieses Potenzial an uns vollkommen vorbeigeht.“ Das Verkehrsvolumen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sei in der Zeit von 1996 bis 2006 um 18 Prozent (von 89 Millionen auf 105 Millionen Zugkilometer) gestiegen, die Nachfrage stieg überproportional um 25 Prozent, so Munder, der auch an den Beitritt zum VGN 2010 erinnert. Wenn das Fichtelgebirge erst mal wieder mit der Bahn erreichbar ist, sei die Region auf Plattformen zu vermarkten wie dem Bahnreiseveranstalter Ameropa oder dem Bahnreisevermittler bahnurlaub.de.

„Auch die überaus sinnvolle Umsetzung eines Radwegs ohne mühsame Anstiege ist zwischen Weidenberg und Warmensteinach möglich – und das ohne die Bahntrasse zu nutzen“, so Munder. Die Bahnwiederbelebung wird von allen Fremdenverkehrsvereinen am Ochsenkopf und dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband Bayreuth unterstützt. agw


von KBS 867 - am 04.08.2009 09:51
Zitat
Neuenmarkt
Die Wiederbelebung der Bahnlinie Weidenberg-Warmensteinach kostet nach einer Analyse der Eigentümer rund vier Millionen Euro
04.08.2009
06:50 h


In das Projekt Wiederbelebung der Bahnlinie Weidenberg-Warmensteinach ist wieder Bewegung gekommen. Der Eigentümer der Strecke - die Deutsche Regionaleisenbahn - hat jetzt einen Kostenplan vorgelegt. Demnach soll die Sanierung der Bahntrasse inklusive Übergänge und Haltepunkte 4,1 Millionen Euro kosten. Jetzt soll das Fahrgastpotenzial auf der Strecke ermittelt werden.

[www.radio-mainwelle.de]


Servus,

nach meiner Ansicht eine sehr mutige Rechnung. Laut der Festschrift zur Wieder-Eröffnung Bayreuth - Warmensteinach haben die 13,2 sanierten Kilometer zwischen Bayreuth Hbf und Weidenberg 7 Millionen Euro gekostet. Bei einfacher Dreisatz-mäßiger Umrechnung müssten die 9 km zwischen Weidenberg und Warmensteinach schon 4,8 Millionen Euro kosten. Ob selbst das ausreicht, müssten mal die Bahnkenner vor Ort überprüfen. Auf Bayreuth - Weidenberg wurden auf 7,8 km = 60% das Gleis komplett neu gebaut und auf den restlichen 40% nur die Schienen selber ausgetauscht. Kommt hier auch so ein Verhältnis zustande?

Mit Hilfe einer topographischen Karte zähle ich drei Bahnübergänge, die wohl Kandidaten für eine technischen Sicherung sind. Proportional umgerechnet anhand der Streckenlänge dürften es nur 2 sein, macht eine halbe Mille extra.

Und der größste Posten scheint mir auch zu fehlen: der Ersatz für die Behelfsbrücke bei Mengersreuth.

Ich glaube, das das kaum unter 6 Mio Euro geht.

von Martin Pfeifer - am 04.08.2009 17:32

Posten für Zusatzkosten

Servus Martin,

also als Bahnanlieger (ca. 50 m zur Strecke) kann ich folgendes sagen:
- Schienen liegen nur noch bis Mengersreuth vor dem Bü Mittlernhammer, danach wurden alle Gleise durch die DRE entfernt
- es sind drei Bahnübergänge über die stark befahrene Staatsstraße 2181 bei Mengersreuth, Mittlernhammer und Warmensteinach die auf jeden Fall technisch gesichert werden müßten. Mengersreuth hatte eine Schrankenanlage die jedoch abgebaut wurde, die beiden anderen Blinklicht. Es müßten m.M. nach alle drei mit Schranken gesichert werden.
- weiterhin sind mindestens 10 ungesicherte Bü's vorhanden (Ortsdurchfahrten, Zufahrten zu Grundstücken/Baugebieten)
- alle drei großen Brücken der Strecke (Mittlernhammer, Sophienthal und Weidenberg) sind sanierungsbedürftig und wurden vor einiger Zeit als einsturzgefährdet bezeichnet

Eine Kostenschätzung kann ich leider nicht machen da ich mit den Preisen nicht auskenne, aber es ist eine mutige Schätzung wenn man bedenkt was der Teil Bayreuth-Weidenberg gekostet hat.

Schönen Abend noch
Andreas

von KBS 867 - am 04.08.2009 18:35
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