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Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
thetrain, ER20 013, 628 245-2, Martin Pfeifer, ---------------------------------

Kurioses aus Altdorf und Frensdorf m. 2 B.

Startbeitrag von --------------------------------- am 10.08.2009 12:39

Hallo,

aufgrund des heute nicht gerade idealen Fotowetters gibt statt aktueller Sichtungen aus Bayreuth mal wieder etwas zum schmunzeln.

Als bei der Eisenbahn die Betriebsanlagen größer wurden, waren besondere Sicherungsanlagen erforderlich geworden. Gemeint sind hier die Stellwerke. Zunächst standen diese Anlagen noch offen am EG, sowohl auf Neben- wie Hauptstrecken. Durch das weitere Anwachsen der Gleisanlagen sind dann diese offenen Stellwerke häufig hinter einem Holzanbau am EG verschwunden. Dennoch hielten sich offene Stellwerke auf Nebenbahnen bis in die heutige Zeit.

Bevor 1992 in Altdorf die S-Bahn aus Nürnberg ankam, handelte es sich um den Endbahnhof der Nebenbahn aus Feucht. Am EG unmittelbar neben dem Ausgang stand ein offenes Stellwerk zur Bedienung der Weichen und des Einfahrsignals. Das Foto entstand in den 80er Jahren.



Im Bahnhof Frensdorf an der Strecke von Strullendorf nach Ebrach zweigte die Nebenbahn nach Schlüsselfeld ab. Auch hier war ein offenes Stw vorhanden zur Bedienung der entsprechenden Weichen sowie von zwei Einfahrsignalen. Das Foto entstand in den späten 70er Jahren.



Im Forumsgebiet gab es noch weitere offene Stellwerke. Diese befanden sich in den Bahnhöfen Baunach, Reckenddorf, Simmelsdorf-Hüttenbach und Kötzding.

Die Fotos sind nicht von mir gemacht worden, sondern stammen entgegen der Bildangabe aus meiner Fotosammlung.

Noch einen schönen Tag.

Axel



Antworten:

Hallo,

in Baunach ist das offne Stellwerk abgebaut. Die Weichen sind umgebaut. Müssen mit
Schlüssel aufgesperrt werden zum drehen.
In Reckendorf und Rentweinsdorf sind Reste des Stellwerk zu sehen. Aber seit längeren
schon außer Betrieb.

gruß peter



P.S. Der Bahnhof Baunach ist verkauft. Jetzt ist ein Lokal der gehobene Klasse drin.
Sehr zu empfehlen

von thetrain - am 10.08.2009 16:05
Zitat
Roter Baron
Hallo,

aufgrund des heute nicht gerade idealen Fotowetters gibt statt aktueller Sichtungen aus Bayreuth mal wieder etwas zum schmunzeln.

Als bei der Eisenbahn die Betriebsanlagen größer wurden, waren besondere Sicherungsanlagen erforderlich geworden. Gemeint sind hier die Stellwerke. Zunächst standen diese Anlagen noch offen am EG, sowohl auf Neben- wie Hauptstrecken. Durch das weitere Anwachsen der Gleisanlagen sind dann diese offenen Stellwerke häufig hinter einem Holzanbau am EG verschwunden. Dennoch hielten sich offene Stellwerke auf Nebenbahnen bis in die heutige Zeit.

...


Servus,

das ist so nicht ganz richtig. Der Bereich eines Stellwerks ist im wesentlichen durch die sogenannte Stellentfernung begrenzt. Dies ist die zulässige Länge des Drahtzuges zwischen Außenanlage (Weiche; Signal...) und dem Hebel selber. Für Weichen sind dies 350 m. Ab einer bestimmten Größe des Bahnhofs können daher nicht mehr alle Weichen von einem Stellwerk aus gestellt werden. Auch mittlere Bahnhöfe wie Münchberg erhielten daher bei der Centralisierung bereits zwei Türme mit den mechanischen Stellwerken. Allerdings war dann meistens ein draußen vor der Tür aufgestelltes Befehlswerk für den Fdl vorhanden. Eine Innenanordnung hielt man für unzweckmäßig, da befürchtet wurde, der Fdl würde die notwendige Fahrweg-Prüfung vergessen.

Typische Beispiele für Bahnhöfe mit einem Stellwerk am EG sind daher neben den meisten Bahnhöfen an Nebenstrecken vor allem die Durchgangsbahnhöfe ohne Überholungsgleise an zweigleisigen Strecken, wo lediglich die Ladegleise und Anschlüsse zu sichern war. Der Bf Eggolsheim an der KBS 820 war bis Ende Juli dieses Jahres ein geradezu typischer Vertreter der in Bayern sogenannten Klasse Ow mit ausschließlich ortsgestellten und verriegelten Weichen, ähnliches ist auf älteren Bilder z.B. vom Bf Velden (heute Hp) zu erkennen.

Offene Stellwerke im Sinne von komplett im Freien waren in Deutschland eher die Ausnahmen. Man hat sehr schnell erkannt, das sich die Feinmechanik eines Stellwerkes und der Regen nicht vertragen, nicht nur Korrosion, sondern auch Einfrieren im Winter. Die Anordnung unter einem Vordach war daher üblich. Die Holzanbauten wurden oftmals zusammen mit dem Streckenblock errichtet, weil sich Strom und Feuchtigkeit noch weniger vertragen als Stahl und Feuchtigkeit. Weitere Gründe waren dann später auch die Reduzierung des Krankenstandes, da der Fdl nicht mehr Wind und Wetter ausgesetzt war.

von Martin Pfeifer - am 10.08.2009 16:56
War das nicht riskant, wenn die Stellhebel im Freien, also ungeschützt, standen? Konnte dann nicht in einem günstigen Moment jede beliebige Person einen Hebel umlegen und damit unter Umständen großen Schaden anrichten?

von 628 245-2 - am 10.08.2009 18:27
Die Stellwerke konnten nur mit Schlüssel aufgesperrt und bedient werden.

Meist waren die Stellwerke etwas überdacht.

von thetrain - am 10.08.2009 18:35
Zitat
628 245-2
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628 245-2 ist wohnhaft in Bad Steben und dient daher bei besonderen Vorkommnissen als "KBS-857-Korrespondent" für NOBF.


Ich glaube, DAS weiß mittlerweile jeder hier :D:D:D

Das NOBF macht Bad Steben weltberühmt, dank Jan, dem rasenden KBS 857 Reporter!

Alla hopp :)

von ER20 013 - am 11.08.2009 17:55
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