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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Fahrplanidee zur Einbindung Bayreuths in den 00-Knoten Nürnberg

Startbeitrag von Node am 19.08.2009 11:44

Hallo,

schon seit längerer Zeit überlege ich mir wie man den Anschluss insbesondere Bayreuths, aber auch der damit verbundenen Linien an den 00-Knoten in Nürnberg verbessern kann, ohne dabei im großen Stile zusätzliche Zugleistungen zu benötigen. Eine Idee hat sich in den letzten Tagen herauskristallisiert, die ich gerne zur Diskussion stellen würde. Sie ist sicherlich in vielen Bereichen knapp bemessen, aber mehr als die HAFAS-Daten und Wikipedia stehen mir nicht zur Verfügung, so dass ich mit den normalen Fahrplandaten arbeiten musste.

Derzeit fährt in Bayreuth zur geraden Stunde um (z.B.) 12:13 der RE nach Nbg, gefolgt um 12:27 vom IRE. Beide bedienen den gleichen Knoten. Der RE fährt derzeit mit 610. Am IRE kann man nichts weiter machen, aber der RE könnte vorverlegt werden, und zwar durch eine durchgehende Linie Lichtenfels-Bayreuth-Nürnberg. Die Weiterführung nach Saalfeld entfällt dann, aber das wechselte ja schon in den vergangen Jahren.

Fahrplankonzept: Der um 10:43 ab Nürnberg fahrende IRE wird um 1-2 Minuten vorverlegt, um früher in Trebgast zu sein, wo (zumindest scheint es so) die Kreuzung des von Lichtenfels kommenden IRE ist. Dieser kann so 1-2 Minuten eher in Bayreuth sein (oder evtl. kann er das wegen Fahrzeitreserven auch so), um nach 2 Minuten Halt in Bayreuth um 11:55 weiter nach Nürnberg zu fahren.

Bayreuth 11:55
Creußen 12:03
Schnabelwaid 12:07
Pegnitz 12:15, ab 12:18
Neuhaus 12:26, ab 12:27
Hersbruck 12:39, ab 12:40

Nürnberg 12:55 --> Abfahrt der ICE nach München und Frankfurt/Köln wird gerade so mit der Mindestumsteigezeit erreicht. Bei diesen vermute ich könnte man aber auch noch 1 Minute schieben.

Der zu vereinigende Marktredwitzer Zugteil führe bei der derzeitigen Haltepolitik so:

Marktredwitz 11:26
Kirchenlaibach 11:59
Pegnitz 12:15

Der Anschluss von der Vogtlandbahn aus Richtung Regensburg kann hier aber nur knapp hergestellt werden, wenn diese direkt nach dem RE Richtung Neustadt in Weiden abfährt.

Angenehmer Nebeneffekt: Bei Abfahrt der RB nach Weiden in Bayreuth gegen 11:35 oder allgemein um halb würde in Kirchenlaibach ein Vollknoten entstehen.

Die Gegenrichtung:

Nürnberg ab 13:04
Hersbruck 13:18, ab 13:19
Neuhaus 13:31, ab 13:32
Pegnitz 13:40
Schnabelwaid 13:48
Creußen 13:52
Bayreuth 14:00, weiter nach Lichtenfels

bzw. Kirchenlaibach 14:00, Marktrediwtz 14:27 und damit direkter Anschluss an die Vogtlandbahn.

Der Über-Eck-Anschluss in Hersbruck bleibt erhalten, nur mit 20 Minuten Wartezeit.

Ein paar Probleme gibt es noch:
- So funktioniert das ganze in Bayreuth nicht. Kann die Weidener Strecke zur Kreuzung des nach Nürnberg fahrenden Zuges mitbenutzt werden? Außerdem hat der aus Lichtenfels kommende RE in Neuenmarkt ein paar Minuten Aufenthalt, dient dieser nur um die gleiche Abfahrtszeit wie der Würzburger RE in Richtung Bayreuth zu erhalten? Wenn ja könnte man ja schon in Harsdorf kreuzen, wäre früher da und könnte in Neuhof kreuzen? Realistisch? Ebenso könnte man Schnabelwaid nur alle 2h bedienen und diese Bedienung auf den "anderen" RE verlagern, um jeweils 1 Minute zu gewinnen.

- Die Busanschlüsse in Pegnitz sind nur alle 2h gegeben (evtl. Rettung durch IRE-Halt in Pegnitz), wie auch der gesamte Takt in der Region "aufgeweicht" wird - dafür aber mit dem Gewinn des Anschlusses nach Frankfurt und München/alle zwischen 00 und 38 in München nach Süden abfahrenden Züge

- Auf die RB Neuhaus-Nürnberg wird wohl in Erlenstegen aufgelaufen. Kann man in Nürnberg Ost überholen, die RB 1 Minute vorverlegen (Fahrzeitreserven, Wende ist schon Kurzwende) oder den Halt Nürnberg Ost in dieser Stunde streichen? Ab Erlenstegen fährt die Straßenbahn.

Das Ganze alle 2h, wenn der IRE fährt. Im BEG-Konzept scheint eine Beschleunigung des REs Bayreuth/Hof Würzburg ab 2011 (Ausschreibung Nürnberg-Würzburg/Saalfeld) mit E-Talent vorgesehen zu sein, um den Knoten in Würzburg zu erreichen, aber dies ginge ja quasi auch nur mit einer Fahrzeit Bayreuth-Bamberg von 60 Minuten und damit ähnlich knappen Konstruktionen? Zumal damit auch noch Mehrleistungen verbunden wären.

Über ein "Zerreißen" und Durchdenken der Idee würde ich mich freuen.

MfG Node

Antworten:

war die letzten Jahre so

man erreichte mit dem FSX den ICE 3 nach München oder Köln und in der Gegenrichtung ebenso.

Fahrzeit Bayreuth-Nürnberg 47 Minuten, umsteigen und dann 59 Minuten nach München, knapp 2 Stunden von Bayreuth nach München oder in der Gegenrichtung.


Dann wurde der FSX wieder auf den alten ICE BR 605 Taktfahrplan gelegt und nun kommt man in Nürnberg aus München zur Minute 57 an und der RE fährt48 bzw. IRE 42 und analog die Gegenrichtung, leider


von Neuenmarkt - am 19.08.2009 18:26

AÜZ NN=8 Minuten,

d.h. alles unter diesem Wert wird nicht als Anschluß behandelt und veröffentlicht. Eine Ankunft `55 bzw. Abfahrt `04 sind damit nicht zulässig.
Einzige Ausnahme: bahnsteiggleich. Hier gelten 5 Minuten AÜZ. Allerdings wird diese Möglichkeit bereits von Zügen Richtung NNA wahrgenommen.

Dann gibt es noch ein weiteres Problem: Eine Linie NLF-NBY-NN müsste komplett auf VT 612 umgestellt werden, da die 610er die Eurobalisen nicht lesen können. Damit entfiele auch die vereinigte Führung mit dem Schwandorfer von Nürnberg bis Hersbruck, da die Linien nach Schwandorf/Weiden wegen nicht in ausreichender Zahl vorhandener 612er dann komplett auf 610 umgestellt werden müssten.

Allerdings dürfte Deine Idee spätestens bei einer Ausschreibung der NeiTech-Netze *sehr* interessant werden...

Noch eine kleine Schlußbemerkung:
Generell sind Kursbücher für die Fahrplanung nicht das geeignete Medium, da man Bauzuschläge, Fahr- und Haltezeitüberschüsse sowie zwingend notwendige Pufferzeiten nicht erkennen und in eigene Planungen einarbeiten kann. Meines Wissens gab es bei der IRFP mal eine kostenlose Version von FBS, das dürfte Deinen Ambitionen entgegenkommen.







von guest - am 19.08.2009 18:46

Re: AÜZ NN=8 Minuten,

Also befinden sich Eurobalisen auf der Strecke nach Lichtenfels? Inwieweit wird dort NeiTech verwendet? Der morgige RE NBY ab 6:28 fährt mit 610 und braucht 15 Minuten für NNE - NBY.

Den Schwandorfer RE hatte ich insgeheim sowieso gleich dem Weidener wieder zugeschlagen, das habe ich wohl oben vergessen.

In Nürnberg können doch 2 Züge teilweise am gleichen Bahnsteig stehen? Zumindest auf Gleis 7(?) gibt es das doch? Kommt man von Hersbruck kommend überhaupt so weit und/oder kann man die nur für in Nürnberg beginnende Züge verwenden? 2x 610 sollten doch zusammen mit einer RB nach NNA an einen 400m-Bahnsteig passen.

Die Ausschreibung der NeiTech-Netze dauert halt leider noch ein bißchen, so lange oder gar auf die Elektrifizierung wollte ich nicht warten :)

von Node - am 19.08.2009 19:10

Re: AÜZ NN=8 Minuten,

Die gesamte Strecke von Lichtenfels nach Hof mit dem Flügel nach Bayreuth ist mit Eurobalisen ausgerüstet und wird von den VT 612 mit Neigetechnik befahren.
Der Morgenzug ist nur ein Exot, der einzig aus Umlaufgründen mit einem 610er (zwischen Neuenmarkt und Bayreuth natürlich ohne Neigetechnik) bedient wird. Bei RE 3477 NN-NBY-NHO an Sa/So ist das genauso, auch wenn Bestrebungen laufen (oder schon gelaufen sind???) ihn auf 612 umzustellen.

Das mit den unterteilten Gleisen in Nürnberg ist durchaus richtig - allerdings wird Dir der FdL in NN ziehmlich dankbar sein, wenn Du stündlich mit querfahrenden Zügen aus Nürnberg Ost nahezu den gesamten Ostkopf des Hauptbahnhofes inklusive Strecke von und zur NBS komplett dichtmachst und 10 Minuten später bei Abfahrt nach NNO das Ganze nochmal wiederholst.

Es gab schon heiße Diskussionen, nur weil der Alex ab nächstem Jahr 2 mal am Tag dieses Spielchen macht.
Bei diesen Rahmenbedingungen ist davon auszugehen, daß schon bei einem 2-Stundentakt jeder Pünktlichkeitsgedanke Makulatur ist.

von guest - am 19.08.2009 19:35

Re: AÜZ NN=8 Minuten,

Laut Gleisplan der DB auf [www.deutschebahn.com] kreuze ich mit dem RE aber doch nur die Abstellgruppe? Die RB nach Neustadt könnte sowieso weg, die fährt erst 12:10 ;) Sonst fährt ja auch nicht so viel aus dem 00-Knoten wie aus dem 30-Knoten. Ich würde den RE bahnsteiggleich mit dem ICE nach Frankfurt plazieren, das ist für mich der wichtigere Übergang, nach München kommt man dann entweder mit zügigem Umsteigen oder eben eine halbe Stunde später, das ist kein großes Problem.

Das mit den 612 ist natürlich störend, davon gibt es dann vermutlich wieder nicht genug. Für den 611 gibt/gab es einen Umbau um die Brenzbahn befahren zu können, ob sich der beim 610 noch lohnt ist schon fraglich. Ohne Kurzwende in Nürnberg brauche ich 6 Einheiten dafür, damit ginge auch der jeweils bahnsteiggleiche Übergang.

Das FBS kennt leider in der Demoversion den 610 bzw. allgemein keine Neitechfahrzeuge, scheint wohl komplizierter zu sein.

Es ist klar dass es ein ehrgeiziges Projekt wäre, aber ehrgeizig ≠ unmöglich.

von Node - am 19.08.2009 20:13

Re: AÜZ NN=8 Minuten,

Zitat

da die Linien nach Schwandorf/Weiden wegen nicht in ausreichender Zahl vorhandener 612er dann komplett auf 610 umgestellt werden müssten.


Fährt auf Nürnberg - Weiden aktuell überhaupt noch ein 612? Auf Schwandorf - Nürnberg müßten es momentan ja auch nur 2,5 Zugpaare sein.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 19.08.2009 22:32
Zitat
Node
Kann die Weidener Strecke zur Kreuzung des nach Nürnberg fahrenden Zuges mitbenutzt werden?


Nein, das geht nicht. Zwischen Creußen und Bayreuth könnte man aber in Neuenreuth kreuzen.

von Schulleiter - am 20.08.2009 13:16

Re: AÜZ NN=8 Minuten,

Zitat
Node
Laut Gleisplan der DB auf [www.deutschebahn.com] kreuze ich mit dem RE aber doch nur die Abstellgruppe?


Nein.

Von Nürnberg Ost kommend befährst Du die Gleise 910-196-198-188 und dann gehts rüber - quer über den gesamten Bahnhof mit Ausnahme der S-Bahn. Schließlich willst Du nach Gleis 7.

Zitat
Node
Die RB nach Neustadt könnte sowieso weg, die fährt erst 12:10 ;)


Die kommt dafür auch erst 11.55 Uhr an. Da ist nichts mit wegstellen.

Zitat
Node
Sonst fährt ja auch nicht so viel aus dem 00-Knoten wie aus dem 30-Knoten. Ich würde den RE bahnsteiggleich mit dem ICE nach Frankfurt plazieren, das ist für mich der wichtigere Übergang, nach München kommt man dann entweder mit zügigem Umsteigen oder eben eine halbe Stunde später, das ist kein großes Problem.


Es ist doch ein großes Problem. Bitte nicht vergessen, daß Du den Bayreuthern eine um 30 Minuten verlängerte Reisezeit in die Landeshauptstadt zumutest. Anschlüsse sind eben nicht nur für zügiges Umsteigen gedacht.
Sie beinhalten ebenfalls das Versprechen, auch mit Kinderwagen, angemessenem Gepäckvorrat usw. den weiterführenden Zug noch zu erreichen.
Du glaubst gar nicht, wie massiv Dir so eine Planung im Realfall um die Ohren fliegen würde.

Zitat
Node
Das mit den 612 ist natürlich störend, davon gibt es dann vermutlich wieder nicht genug. Für den 611 gibt/gab es einen Umbau um die Brenzbahn befahren zu können, ob sich der beim 610 noch lohnt ist schon fraglich. Ohne Kurzwende in Nürnberg brauche ich 6 Einheiten dafür, damit ginge auch der jeweils bahnsteiggleiche Übergang.


Sind mit Sicherheit nicht ausreichend: Tanken, Reinigen, Durchsicht und sonstige Werkstattaufenthalte müssen auch berücksichtigt werden. Also eher 8 Fahrzeuge.

Zitat
Node
Das FBS kennt leider in der Demoversion den 610 bzw. allgemein keine Neitechfahrzeuge, scheint wohl komplizierter zu sein.


Hmm, wird wohl am fehlenden Geschwindigkeitsband für die Neigetechnik liegen. Schade

Zitat
Node
Es ist klar dass es ein ehrgeiziges Projekt wäre, aber ehrgeizig ≠ unmöglich.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.08.09 22:15 durch Node.


Deswegen bin ich so auf die Ausschreibung gespannt...

von guest - am 20.08.2009 19:18

Re: AÜZ NN=8 Minuten,

Zitat
guest

Nein.

Von Nürnberg Ost kommend befährst Du die Gleise 910-196-198-188 und dann gehts rüber - quer über den gesamten Bahnhof mit Ausnahme der S-Bahn. Schließlich willst Du nach Gleis 7.


Ich blockiere die Gleise 14 - 7, das ist richtig. Allerdings fährt da planmäßig nichts zu dieser Zeit, die RB nach Neumarkt fährt um :48 aus. Wie werden überhaupt die beiden neuen Gleise aus Fürth eingebunden? Wenn der ICE auf Gleis 8 könnte wäre z.B. schon wieder etwas gewonnen.

Zitat
guest
Sonst fährt ja auch nicht so viel aus dem 00-Knoten wie aus dem 30-Knoten. Ich würde den RE bahnsteiggleich mit dem ICE nach Frankfurt plazieren, das ist für mich der wichtigere Übergang, nach München kommt man dann entweder mit zügigem Umsteigen oder eben eine halbe Stunde später, das ist kein großes Problem.


Zitat
guest
Es ist doch ein großes Problem. Bitte nicht vergessen, daß Du den Bayreuthern eine um 30 Minuten verlängerte Reisezeit in die Landeshauptstadt zumutest. Anschlüsse sind eben nicht nur für zügiges Umsteigen gedacht.
Sie beinhalten ebenfalls das Versprechen, auch mit Kinderwagen, angemessenem Gepäckvorrat usw. den weiterführenden Zug noch zu erreichen.
Du glaubst gar nicht, wie massiv Dir so eine Planung im Realfall um die Ohren fliegen würde.


Nach München kommt man mit Anschluss und allem drum und dran entweder später mit dem IRE oder genauso auch mit dem RE zur anderen Stunde. Deswegen würde ich den Anschluss auch nicht ausweisen, die die ihn kennen können ihn ja nutzen, und der große Teil fährt eh dann mit dem RE über die NBS nach München :)

Ich verstehe die Bedenken ja durchaus, aber die Frage ist wie viele sich lösen lassen wenn sich die BEG wirklich dahinter klemmen würde - ohne deren Zustimmung geht das sowieso nicht. Und die nächsten Jahre bis zur Ausschreibung nur einen realen 2h-Takt nach Frankfurt ist halt schon nervig.



von Node - am 20.08.2009 21:51
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