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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Ärger im Alex

Startbeitrag von Regensburger am 19.08.2009 17:31

[www.mittelbayerische.de]

Leider lässt die Kundenfreundlichkeit im Alex in letzter Zeit etwas nach, wie ich finde. Ich hoffe aber, dass man in Deutschland nicht auch auf das niedrige Niveau fällt, das Arriva in Großbritannien hat.

Antworten:

und wo ist das Problem ? Ohne Ticket in der 1. Klasse kostet 40 Euro

und ich kann das nicht mehr hören, wenn Schüler zu Schwarzfahrern werden, die sind bereits 17, rauchen vermutlich, saufen vermutlich (wie ich es in München immer erlebe) und tun so als können sie nicht lesen. Und die sollen mal meine Rente zahlen ).

Fakt ist jedenfalls, das es auch bei großen Andrang nicht gestattet ist, sich mit 2. Klasse Fahrschein in der 1. Klasse aufzuhalten, auch nicht zu stehen.

So steht es auch auf den riesigen Aufklebern bei der DB. Und so ist es auch bei den privaten.

Die Rechtslage ist also klar.

Es würde jedoch im Ermessen es Zugbegleiters liegen die erste Klasse freizugeben, das wird von Fall zu Fall gemacht, so neulich auch im ICE als der Zugteil nach Bremen fehlte.

Leider besteht bei den Fahrgästen die Meinung wenn die 2. voll ist so kann man in die erste wechseln, das ist aber nicht so.

Genauso wenig gibt es einen Sitzplatzanspruch, weder im Bayreuther Stadtbus, oder bei irgendeneinem EVU und auch nicht im Fernverkehr, es wird immer Züge geben die zu bestimmten Zeiten überfüllt sind, sei es im Berufsvekehr oder im Ausflugsverkehr.



von Neuenmarkt - am 19.08.2009 18:22
Servus !

...naja, Kundenfreundlichkeit oder nicht...das Fingerspitzengefühl hat hier vielleicht etwas gefehlt...aber so is es halt in Deutschland: es fällt schwer sich an Gesetze und Regelungen zu halten und wenn es dann an den eigenen Geldbeutel geht, dann beruft sich jeder darauf wieso keine Ausnahme gemacht wird...nicht umsonst haben die "Arriva`s" in den 1.Klasse-Bereichen schöne große Schilder aufghängt..."reserviert für Fahrgäste mit Fahrkarte 1.Klasse" oderso...
...im Übrigen ist dieser "1.Klasse-Tourismus" auf gewissen Streckenabschnitten die Regel...Nürnberg-Hersbruck fällt mir da spontan ein, wo die Experten genau beobachten das der Zub in einem anderen Zeugteil einsteigt und somit nicht kontrolliert wird bzw nicht kontrolliert werden kann und die 1.Klasse is ja so schö leer
is ;-)...
...ein anderes Beispiel ist die Fahrradmitnahme: da werden auch ohne Rücksicht auf Verluste allmöglichen Einstiegsräume, Gänge vollgstellt und wehe ein Zub erlaubt sich dann die Kundschaft darauf hinzuweisen die nächste Verbindung zu nutzen, weil es keine Stellplätze mehr gibt...Hauptsache ich komm mit, nach mir die Flut...so ist das überwiegende Denken anno 2009...

Grüssle Oli


von Oliver218254 - am 19.08.2009 18:25

1. Klasse-Anteil ALEX

Zitat
Neuenmarkt
Leider besteht bei den Fahrgästen die Meinung wenn die 2. voll ist so kann man in die erste wechseln, das ist aber nicht so.


Genau, und ob die Reaktion angemessen war, kann man als Außenstehender ohnehin schlecht beurteilen. Die meisten Leute setzen sich nämlich nicht aus Versehen, sondern ganz bewusst in die 1. Klasse, nach dem Motto "Mal abwarten was passiert".

Aber:
Was ich hier gerne mal wieder ansprechen möchte, ist der meiner Meinung nach immer noch zu hohe Anteil 1. Klasse in den ALEX-Zügen (auch wenn das keine Entschuldigung ist, sich dort einfach reinzusetzen). Auf dem Nordast müßte bei einem 5-Wagen-Zug eigentlich ein halber Waggon ausreichen. Meistens ist aber neben dem ABvmdz (die Neuzugänge von diesem Jahr) auch mindestens noch ein ABvmz im Zug, wenn nicht gar zwei. Ich kann mir nicht vorstellen, daß soviel benötigt wird.

Ich bin mal gespannt, ob wenigstens die Doppelstockwagen als reine B-Wagen bestellt werden. Das würde das Verhältnis dann normalisieren.

Gruß 223 061

von 223 061 - am 19.08.2009 18:45

Re: 1. Klasse-Anteil ALEX

Zitat
223 061

Aber:
Was ich hier gerne mal wieder ansprechen möchte, ist der meiner Meinung nach immer noch zu hohe Anteil 1. Klasse in den ALEX-Zügen (auch wenn das keine Entschuldigung ist, sich dort einfach reinzusetzen). Auf dem Nordast müßte bei einem 5-Wagen-Zug eigentlich ein halber Waggon ausreichen


...das liegt möglicherweise daran, weil die Garnituren wechselweise auf dem Nord- und Südast eingesetzt werden...auf dem Südast macht dieses Vorgehen mit den 2 AB-Wagen dann ja wieder Sinn, weil ja in Immenstadt geteilt wird...
...aber Recht hast scho: von Regensburg nordwärts würde ein AB genügen, allerdings müßte dann zwischen NRH und MH wiederrum um einen AB verstärkt werden, weil da doch ein höhere Nachfrage nach der "Ersten" da is...hab jetza allerdings auch scho öfter beobachtet das die 1.Klasse-Abteile mittels angeklebten Zetteln zur 2.Klasse wurden...

Grüssle Oli

von Oliver218254 - am 19.08.2009 19:08

Re: 1. Klasse-Anteil ALEX

Zitat
Oliver218254
Zitat
223 061

...hab jetza allerdings auch scho öfter beobachtet das die 1.Klasse-Abteile mittels angeklebten Zetteln zur 2.Klasse wurden...

Grüssle Oli

Servus,

falls sich hier jemand auf meine Sichtungen beruft... Bitte dabei beachten, das die Angaben B; AB etc nur anhand der Markierung durch den gelben Strich über den Fenstern erfolgen. Wie die Fahrzeuge tatsächlich freigegeben sind, kann ich aus der Fotografenperspektive in den seltensten Fällen erkennen. Diese Angabe dient mir eigentlich nur zur Identifikation der Wagenzüge um z.B. den Einsatz der TEE's verfolgen zu können.


von Martin Pfeifer - am 19.08.2009 20:32

"Wir tun mal so als ob wir das nicht gesehen hätten"

Ich will ja den Kindern nichts unterstellen, aber man kennt ja die Fälle - sich reinsitzen und dann unterhalten sich die Kiddis:

"Hey das ist ja erste Klasse - voll cool"
"Ja aber da dürfen wir doch nicht rein"
"Na und wenn der Schaffner kommt, sagen wir daß wir das nicht gesehen haben"
....

Manche machen sich da halt nen Spaß draus - und wenns nicht klappt mal bei Mami und Pappi weinen gehen, "wir armen kleinen, braven Kinder" .... bla, bla, bla.

von Gast - am 19.08.2009 20:35

Re: und wo ist das Problem ? Ohne Ticket in der 1. Klasse kostet 40 Euro

Zitat
Neuenmarkt
und ich kann das nicht mehr hören, wenn Schüler zu Schwarzfahrern werden, die sind bereits 17, rauchen vermutlich, saufen vermutlich (wie ich es in München immer erlebe) und tun so als können sie nicht lesen. Und die sollen mal meine Rente zahlen ).

Fakt ist jedenfalls, das es auch bei großen Andrang nicht gestattet ist, sich mit 2. Klasse Fahrschein in der 1. Klasse aufzuhalten, auch nicht zu stehen.

So steht es auch auf den riesigen Aufklebern bei der DB. Und so ist es auch bei den privaten.

Die Rechtslage ist also klar.
...


Dazu noch einmal eine Frage an unsere Tarifexperten. Den Schülern wurde ja das erhöhte Beförderungsentgelt von 40 Euro abgenommen und sie wurden gleichzeitig in die zweite Klasse geschickt.

Ich war bisher der Meinung, das ich mit dem erhöhten Beförderungsentgelt für das Schwarzfahren gleichzeitig einen Fahrschein erwerbe, mit dem ich meine einmal angetretene Reise zu Ende führen kann. Ist dem so oder hat sich das mittlerweile geändert?

von Martin Pfeifer - am 19.08.2009 20:36

Weiterfahrt mit FN

Hallo Martin,

da gibt es verschiedene Varianten. Im VGN z.B. kannst Du mit den 40 Euro deine Fahrt zu Ende führen. Also du zahlst 40 wenn Du eine Station mit der Straßenbahn fährst, kannst aber auch in Pegnitz erwischt werden und für 40 bis Treuchtlingen fahren.

In Normalen DB Zügen und auch im RVV (der hat keine eigene FN Regelung) zählt die FN vom Einstiegsort bis zum nächsten Bahnhof nach der Kontrolle, doppelter Fahrpreis, mindestens 40 Euro. Und ab dem nächsten Bahnhof dann Fahrkarte mit Bordpreis bis zum Ziel.

Also hätten die Mädels sitzen bleiben können, dann aber noch den 1. Klasse Preis bis zum Ziel zahlen müssen. So haben Sie 40 Euro bis zum nächsten Halt gezahlt, ab dort hatten sie dann ihre in der 2. Klasse gültige Schülerkarte.

MfG

von Zugbegleiter - am 20.08.2009 06:59

Re: Weiterfahrt mit FN

Zitat
Zugbegleiter
In Normalen DB Zügen und auch im RVV (der hat keine eigene FN Regelung) zählt die FN vom Einstiegsort bis zum nächsten Bahnhof nach der Kontrolle, doppelter Fahrpreis, mindestens 40 Euro. Und ab dem nächsten Bahnhof dann Fahrkarte mit Bordpreis bis zum Ziel.

MfG



Wie deckt sich diese Regelung mit den BB? Ich bin der Auffassung, dass Martins geschilderte Lösung tarifkonform ist, nicht aber die Variante, von der Du berichtest.

Neulich ging es einer Bekannten aus Münchberg so. Sie hatte (unbeabsichtigterweise) keinen gültigen Fahrschein dabei, bekam 40 Euro aufgebrummt plus (!) den normalen Fahrschein.

Ich legte mit oben geschildeter Begründung (also dass es unrechtens sei, FN und normales Fahrgeld abzuzocken) für Sie in Baden Baden Widerspruch ein und bekam Recht - das Ganze wurde eingestellt.

Wenn es also Gang und Gäbe ist, dass die Schaffner derart (tarifunkonform?) abrechnen, und dem Widerspruchsverfahren mit der Begründung á la Martins Beitrag (bei mir: Fall Münchberg) statt gegeben wird, bräuchte sich zukünftig kein Schwarzfahrer mehr Gedanken machen...

von ABomz - am 20.08.2009 08:27

Für 40 Euro bis Hamburg?

Wenn ich Dich richtig verstehe meinst Du also einmal 40 Euro und alles ist Ok? Dann kauf ich mir in Zukunft nie mehr ein Ticket, steig einfach ein und kommt einer Zahl ich 40 Euro und ich kann hin wo ich will ;-)

Des ist der ganz normale Weg. 40 Euro (oder doppelter Fahrpreis) bis zum nächsten Halt, dann normaler Fahrpreis.

von Zugbegleiter - am 20.08.2009 08:40

Re: Für 40 Euro bis Hamburg?

Tach zusammen,

die Regelung besagt ja, dass es doppelte Fahrpreis, jedoch mindestens 40¤ sind, die beim Fahren ohne gültige Fahrkarte bezahlt werden müssen. Da die beiden ja allerdings (so vermute ich) in Schwandorf eingestigen sind, und ab dort der Fahrpreis 1. Klasse nach Regensburg 13,40¤ beträgt, müssen die 40¤ entrichtet werden. Allerdings is diese Fahrpreisnacherhebung tatsächlich eine "Fahrkarte" (wohin man auch immer will, immer doppelter Fahrpreis, jedoch mindestens 40¤). Somit war der Verweis aus der 1. Klasse nicht gerechtfertigt. Je nach dem, um was es sich für Personen gehandelt hat, allerdings nachvollziehbar. (ich will hier niemandem was unterstellen, nur falls es sich um die oben schon beschriebene Art Jugendliche gehandelt hat)

Servuz,
Benedikt

von 330kW_Fan - am 20.08.2009 08:52

Typisch Deutsch

Zitat
Neuenmarkt
und ich kann das nicht mehr hören, wenn Schüler zu Schwarzfahrern werden, die sind bereits 17, rauchen vermutlich, saufen vermutlich (wie ich es in München immer erlebe) und tun so als können sie nicht lesen. Und die sollen mal meine Rente zahlen ).

Fakt ist jedenfalls, das es auch bei großen Andrang nicht gestattet ist, sich mit 2. Klasse Fahrschein in der 1. Klasse aufzuhalten, auch nicht zu stehen.

So steht es auch auf den riesigen Aufklebern bei der DB. Und so ist es auch bei den privaten.

Die Rechtslage ist also klar.



Klar ist aber auch, dass sich nun jeder Zeitungs- und Internetleser ein Bild vom gebotenen "Service" beim Alex machen kann (überfüllte Züge, gnadenloses Kontrollpersonal). Jedes seriöse Dienstleistungsunternehmen sollte eigentlich darauf bedacht sein, derartige negative Schlagzeilen unbedingt zu vermeiden.

Im konkreten Fall hätte man die beiden Damen auf ihr Fehlverhalten höflich hinweisen und sie um Wechsel in die zweite Klasse bitten können. Das wäre die einfachste Lösung gewesen. Aber nein, es musste ja mal wieder "typisch deutsch" auf der Rechtslage beharrt werden.

Übrigens kann ich dem Zeitungsartikel nicht entnehmen, dass die Damen geraucht und gesoffen hätten. Insofern scheint mir dann auch der Kommentar zur Lesekompetenz der Damen unangebracht.

Fakt ist auch, dass die erste Klasse im Alex nicht wirklich einen höheren Komfort bietet, denn sie unterscheidet sich von der zweiten Klasse nur durch andersfarbige Sitzpolster und einen Sitz weniger im Abteil. Dann ist noch ein Zug ausgefallen und der fragliche Zug war überfüllt. Daher sehe ich hier erstmal Versäumnisse bei den Verkehrsunternehmen, die zwar nicht pauschal das Sitzen in der ersten Klasse mit zweitklassigem Fahrschein rechtfertigen. Allerdings wirkt es schon sehr befremdlich, wenn beim kleinsten Regelverstoß 40 Euro vom Fahrgast kassiert werden, während die Verkehrsunternehmen offenbar selbst nicht in der Lage sind, ihre Hausaufgaben zu erledigen.

Wenn die Damen weiter solche "typische deutschen" Erfahrungen machen werden, werden sie vielleicht auch darüber nachdenken, ins Ausland auszuwandern, z.B. in die schöne Schweiz, wo die erste Klasse ihr Geld noch wert ist und wo es die Bahnen irgendwie immer schaffen, genügend Sitzplätze anzubieten, während das in Deutschland ja ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint. Insofern wäre ich mir dann auch nicht so sicher, dass die Damen mal deine Rente zahlen werden.

von Schulleiter - am 20.08.2009 09:15

Typisch Deutsch? so nicht

Also moment mal ... Gesetze, Verordnungen, Beförderungsbestimmungen usw. sind dazu da, dass man sich daran hält, sonst könnte ja jeder (noch mehr) machen, was er will.

"Kleiner Regelverstoß" .... Wenn ich einen Beförderungsvertrag für die 2. Wagenklasse abgeschlossen habe, kann ich nicht einfach erwarten, eine wertvollere Gegenleistung in Form einer Beförderung in der 1. Wagenklasse zu erhalten. Manche vergessen wohl, dass es in Vertragsverhältnissen genau definierte Leistungen und Gegenleitungen gibt.

Versäumnisse eines EVU oder der Aufgabenträger hinsichtlich Kapaziität oder Sitzabstand können nicht dazu führen, dass sich jeder nach Gutdünken dorthin "pflanzt", wo er es für richtig hält. Wehret den Anfängen, sonst brennt sich den entsprechenden Kandidaten schnell im Hirn fest, dass ihre erstklassige "Sitzplatzwahl" folgenlos bleibt. Nach dem Motto, wenn keiner kommt umso besser; wenn doch, dann müssen wir uns nur - ohne Strafe - in die 2. Klasse trollen. Das kann nicht sein!

§ 13 EVO (Eisenbahn-Verkehrsordnung):

(1) Der Reisende hat Anspruch auf Beförderung in der Klasse, auf die sein Fahrausweis lautet. Ein Anspruch auf einen Sitzplatz oder auf Unterbringung in der 1. Klasse bei Platzmangel in der 2. Klasse besteht nicht. Der Tarif kann Ausnahmen zulassen. Das Eisenbahnpersonal ist berechtigt, den Reisenden Plätze anzuweisen. Auf Verlangen der Reisenden ist es verpflichtet, für deren Unterbringung zu sorgen.

(2) Der Reisende hat keinen Anspruch auf Entschädigung, wenn er keinen Sitzplatz findet und ihm keiner angewiesen werden kann.


Gruß Oliver



von WaldbahnerDEG - am 20.08.2009 09:44

Re: Typisch Deutsch

Zitat
Schulleiter
...Wenn die Damen weiter solche "typische deutschen" Erfahrungen machen werden, werden sie vielleicht auch darüber nachdenken, ins Ausland auszuwandern, z.B. in die schöne Schweiz, wo die erste Klasse ihr Geld noch wert ist und wo es die Bahnen irgendwie immer schaffen, genügend Sitzplätze anzubieten, während das in Deutschland ja ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint. Insofern wäre ich mir dann auch nicht so sicher, dass die Damen mal deine Rente zahlen werden.


Klar es ist selten der Fall aber ich bin in der Schweiz schonmal in einem völlig überfüllten Interregio (der 8Wagen hatte) von Vevey bis nach Lausanne gestanden - und zwar schon im EIngangsbereich!

Abartig war letztes Jahr ein Samstag, an dem ich auf Oktoberfest mit dem ALex fahren wollte, da war die abfahrt um 05:42 in Weiden und schon da hab ich bis München stehen müssen, in Schwandorf konnten schon viele nicht mehr einsteigen weil der Zug voll war...

Manchmal verstehe ich die Zubs aber auch, denn wenn man freundlich ist und dann angepöbelt wird, weil man jemanden zurechtweist, dann wird der Ton automatisch schroffer, ist bei mir genauso :-)

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Presse eh nur über Missstände schreibt, aber über positives kaum.

Gruß Schumi




von 294-762 - am 20.08.2009 10:00

mir ist Alex-Personal auch schon negativ aufgefallen

... im Winter/Frühling startete ich einmal frühmorgens in München mit dem Alex. Ich kaufte mir am Automaten am Bahnsteig ein Bayernticket (das Kaufen im Zug wurde ja sehr unattraktiv gestaltet -muss man doch immer bis nach Abfahrt des Zuges im Bistro warten! Das schaut sehr nach einer BEG-Anordnung oder ähnlichem aus)
Außerdem verlangte ich am Tag zuvor (da war auch auf der Fahrt von Hof nach München im Alex unterwegs) beim Schaffner bei der Fahrkartenkontrolle nach einem Bayernticket für morgen - worauf er mir (auch nicht gerade extrem freundlich) entgegnete, dass ich dann doch zum Bistro gehen sollte. Da dachte ich mir dann auch, naja, das Bayernticket krieg ich ja überall. Also, warum im Alex kaufen - ich habs ja zumindest versucht.

Naja, was ich eigentlich sagen wollte: ich war mitm Bayernticket im Alex unterwegs, es war praktisch die erstmögliche Fahrtmöglichkeit mit diesem Ticket und der Schaffner im Alex schnautze mich extrem unfreundlich an, weil ich das Ticket nicht unterschrieben hatte!!

Ich bekam dann ne 5min-Moralpredigt aufgedrückt und dann war das Personal so "gnädig", dass ich nochmal um die 40Euro rumgekommen bin. Wahnsinn!

Seitdem denke ich auch etwasn anders über die Gesellschaft. Früher dachte ich, man versucht sich dort vom oft-negativ-Vorbild DB abzuheben. Aber sowas hab ich selbst bei der DB noch nie erlebt. Weder vor- noch nachher. Ich kann ja auch nicht immer nen Stift dabeihaben; außerdem verlangen bis heute noch nicht alle Schaffner bei der Kontrolle eines ununterschriebenen Tickets, dieses zu unterschreiben! Sehr konsequent auch...

So, für heute hab ich (mal wieder) genug gelästert ;-) Aber so wars halt...


Viele Grüße,
Hannes


von derSchlömener - am 20.08.2009 10:15

Zur Gesetzeslage ...

Also, es gilt grundsätzlich mal für die Beförderungen von Reisenden für ALLE Eisenbahnen die Eisenbahn-Verkehrsordnung (EVO). Und diese besagt in § 12:

§ 12 Erhöhter Fahrpreis
(1) Der Reisende ist zur Zahlung eines erhöhten Fahrpreises verpflichtet, wenn er
a) bei Antritt der Reise nicht mit einem gültigen Fahrausweis versehen ist,
b) sich einen gültigen Fahrausweis beschafft hat, ihn jedoch bei einer Prüfung der Fahrausweise nicht vorzeigen kann,
c) einer Verpflichtung nach § 9 Abs. 3 Buchstabe a, b oder d nicht nachkommt.
(2) Der erhöhte Fahrpreis nach Absatz 1 beträgt das Doppelte des gewöhnlichen Fahrpreises für die vom Reisenden zurückgelegte Strecke, mindestens 40 Euro. Der erhöhte Fahrpreis kann für die ganze vom Zug zurückgelegte Strecke berechnet werden, wenn der Reisende nicht glaubhaft macht, daß er eine kürzere Strecke durchfahren hat.
(3) Der erhöhte Fahrpreis ermäßigt sich im Falle des Absatzes 1 Buchstabe b auf 7 Euro, wenn der Reisende innerhalb einer Woche ab dem Feststellungstag bei einem Bahnhof der befördernden Eisenbahn nachweist, daß er im Zeitpunkt der Feststellung Inhaber eines gültigen Fahrausweises war.
(4) Wer sich der Verpflichtung nach § 9 Abs. 3 Buchstabe c entzieht, hat 7 Euro zu zahlen.
(5) Der Tarif kann Fälle vorsehen, in denen von der Zahlung des nach den Absätzen 2 bis 4 zu entrichtenden Betrages ganz oder teilweise abgesehen werden kann.


Schlechtere Regelungen darf es für Bahnkunden auch hinsichtlich des erhöhten Beförderungsentgelts nicht geben, das ist in § 5 eindeutig geregelt ...

§ 5 Beförderungsbedingungen
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen kann zugunsten des Reisenden von allen Bestimmungen der Abschnitte II bis IV dieser Verordnung in den Beförderungsbedingungen abweichen. Darüber hinaus kann das Eisenbahnverkehrsunternehmen in den Beförderungsbedingungen von § 17 Abs. 1 Nr. 1 abweichen, wenn nach dem vorgesehenen Tarif für den Fahrausweis ein erheblich ermäßigtes Beförderungsentgelt zu zahlen ist.


... denn § 12 steht im II. Abschnitt der EVO.


Zum Thema 1. Klasse:

§ 13 Unterbringung der Reisenden
(1) Der Reisende hat Anspruch auf Beförderung in der Klasse, auf die sein Fahrausweis lautet. Ein Anspruch auf einen Sitzplatz oder auf Unterbringung in der 1. Klasse bei Platzmangel in der 2. Klasse besteht nicht. Der Tarif kann Ausnahmen zulassen. Das Eisenbahnpersonal ist berechtigt, den Reisenden Plätze anzuweisen. Auf Verlangen der Reisenden ist es verpflichtet, für deren Unterbringung zu sorgen.
(2) Der Reisende hat keinen Anspruch auf Entschädigung, wenn er keinen Sitzplatz findet und ihm keiner angewiesen werden kann.


Vom rechtlichen Konstrukt her wird das "erhöhte Beförderungsentgelt" im übrigen als eine vom gegen die EVO / BB verstoßenden Reisenden zu zahlende Vertragsstrafe gesehen. Was dann aber auch bedeutet, dass diese zusätzlich zum normalen Fahrpreis zu entrichten ist. Hierzu gibt es aber in der Tat unterschiedliche Rechtsauffassungen ... drei Juristen vier Meinungen ;-) Ich enthalte mich jetzt mal der Bewertung ....

Gruß Oliver



von WaldbahnerDEG - am 20.08.2009 10:17

Re:ALEX-Kundenfeindlichkeit

Dem ALEX-Betreiber ist es offenbar egal, wie sein Personal den zahlenden Kunden gegenübertritt; er bekommt sein Geld so uns so von der BEG; d.h. von den Steuerzahlern.

Zu aufgemotztem ALEX-Schrottwagenmaterial harmoniert eben auch mürrisches Zugpersonal - und die BEG zahlt an die absahnende Heuschrecke.

von Noricus - am 20.08.2009 10:45

Re: Typisch Deutsch

Zitat
Schulleiter
Im konkreten Fall hätte man die beiden Damen auf ihr Fehlverhalten höflich hinweisen und sie um Wechsel in die zweite Klasse bitten können. Das wäre die einfachste Lösung gewesen. Aber nein, es musste ja mal wieder "typisch deutsch" auf der Rechtslage beharrt werden.


Wenn man jeden Tag mit Schülern zu tun hat, wird man typisch Deutsch, weil es nämlich immer weile drauf anlegen, einen auf Dumm machen und einfach mal schauen, was passiert. Ich würde es an der Stelle des Zugbegleiters ganz genau so machen. die Schüler sollen Ihr Hirn einschalten.

Zitat
Schulleiter
Fakt ist auch, dass die erste Klasse im Alex nicht wirklich einen höheren Komfort bietet, denn sie unterscheidet sich von der zweiten Klasse nur durch andersfarbige Sitzpolster und einen Sitz weniger im Abteil.


Und was spielt das für eine Rolle??

Zitat
Schulleiter
Dann ist noch ein Zug ausgefallen und der fragliche Zug war überfüllt. Daher sehe ich hier erstmal Versäumnisse bei den Verkehrsunternehmen, die zwar nicht pauschal das Sitzen in der ersten Klasse mit zweitklassigem Fahrschein rechtfertigen. Allerdings wirkt es schon sehr befremdlich, wenn beim kleinsten Regelverstoß 40 Euro vom Fahrgast kassiert werden, während die Verkehrsunternehmen offenbar selbst nicht in der Lage sind, ihre Hausaufgaben zu erledigen.


Zum einen bemängelst Du die Äußerung zu den rauchenden und suafenden schülern, zum anderen verfällst Du genau in derart pauschalisierenden Urteilen. Denn weißt Du, warum der andere RE ausgefallen ist? Nein! Also immer schön ruhig bleiben...

Zitat
Schulleiter
Wenn die Damen weiter solche "typische deutschen" Erfahrungen machen werden, werden sie vielleicht auch darüber nachdenken, ins Ausland auszuwandern, z.B. in die schöne Schweiz, wo die erste Klasse ihr Geld noch wert ist und wo es die Bahnen irgendwie immer schaffen, genügend Sitzplätze anzubieten, während das in Deutschland ja ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint. Insofern wäre ich mir dann auch nicht so sicher, dass die Damen mal deine Rente zahlen werden.


Jetzt muß ich aber mal laut lachen! Die Damen haben dadurch gelernt, mal die Augen zu öffnen und das es verboten ist, sich einfach so in die erste Klasse zu setzen. Wenn der Zub nichts gesagt hätte, bzw nicht glaich abkassiert hätte, dann würden sie das wiede rund wieder tun. wenn Du als "Schullleiter" genau so deine Schüler erziehen willst, wie du es schreibst, braucht man sich nicht zu wundern, wie sich ein Großteil dieser Klientel in den Zügen der DBAG und anderer Anbieter aufführt.

MfG

von Cargonaut - am 20.08.2009 10:51

Re: mir ist Alex-Personal auch schon negativ aufgefallen

Zitat
derSchlömener

Naja, was ich eigentlich sagen wollte: ich war mitm Bayernticket im Alex unterwegs, es war praktisch die erstmögliche Fahrtmöglichkeit mit diesem Ticket und der Schaffner im Alex schnautze mich extrem unfreundlich an, weil ich das Ticket nicht unterschrieben hatte!!

Ich bekam dann ne 5min-Moralpredigt aufgedrückt und dann war das Personal so "gnädig", dass ich nochmal um die 40Euro rumgekommen bin. Wahnsinn!


Na dann sei doch froh, hätte auch "typisch Deutsch" ausgehen können...

Zitat
derSchlömener
Ich kann ja auch nicht immer nen Stift dabeihaben; außerdem verlangen bis heute noch nicht alle Schaffner bei der Kontrolle eines ununterschriebenen Tickets, dieses zu unterschreiben! Sehr konsequent auch...


Ja, der fehlende Stift... das ist wie mit den Geldscheinen am Fahrkartenautomaten, wo auf einmal alle kein Kleingeld haben. Das Kleingeld für den Zigarettenautomaten haben aber alle... :D

Du weißt doch genau, daß das Ticket unterschrieben sein muß. Dann hat man das auch zumachen. Und wer kein Stift dabei hat, meldet sich beim Zugführer und bittet diesen um einen Stift. Da wird dir ganz sicher nicht der Kopf heruntergerissen.
Janz einfach sind so viele Sachen in unserem Land mit etwas Menschenverstand zu lösen, wozu kein Studium notwendig ist. ;-)

MfG

von Cargonaut - am 20.08.2009 10:57

Re: Typisch Deutsch

Zitat
294-762
Abartig war letztes Jahr ein Samstag, an dem ich auf Oktoberfest mit dem ALex fahren wollte, da war die abfahrt um 05:42 in Weiden und schon da hab ich bis München stehen müssen, in Schwandorf konnten schon viele nicht mehr einsteigen weil der Zug voll war...



Samstags während der Kulmbacher Bierwoche wurde es im letzten Zug von Kulmbach nach Bayreuth auch *sehr* voll (Solo-612, Kulmbach ab 23.53 Uhr). Dabei wurde aufgrund Überfüllung der zweiten Klasse auch die erste Klasse mit bevölkert. Die Schaffner verzichteten jedoch auf eine Fahrkartenkontrolle und zogen sich bald zurück. Verspätung war übrigens ca. +25, der Anschluß in Trebgast Richtung Hof (610) hat jedoch gewartet (und wurde auch von zahlreichen Reisenden genutzt).

von Schulleiter - am 20.08.2009 11:11

Re: Typisch Deutsch? so nicht

Zitat
WaldbahnerDEG
Also moment mal ... Gesetze, Verordnungen, Beförderungsbestimmungen usw. sind dazu da, dass man sich daran hält, sonst könnte ja jeder (noch mehr) machen, was er will.

"Kleiner Regelverstoß" .... Wenn ich einen Beförderungsvertrag für die 2. Wagenklasse abgeschlossen habe, kann ich nicht einfach erwarten, eine wertvollere Gegenleistung in Form einer Beförderung in der 1. Wagenklasse zu erhalten. Manche vergessen wohl, dass es in Vertragsverhältnissen genau definierte Leistungen und Gegenleitungen gibt.

Versäumnisse eines EVU oder der Aufgabenträger hinsichtlich Kapaziität oder Sitzabstand können nicht dazu führen, dass sich jeder nach Gutdünken dorthin "pflanzt", wo er es für richtig hält. Wehret den Anfängen



Ich habe nicht geschrieben, dass man sich nicht an Vorschriften halten soll. Ich habe aber eine naheliegende Lösungsmöglichkeit für den konkreten Vorfall angegeben.

Schleppst du auch das Grundgesetz und das BGB mit, wenn du Brötchen beim Bäcker kaufst oder mal 100 Gramm Leberwurst beim Metzger um die Ecke, damit du ggf. immer daraus zitieren und andere belehren kannst?

Aber bitte, folgen wir deiner typisch deutschen Logik: Alex wirbt auf seiner Webseite mit mehr Komfort, Klimaanlage und Laptopsteckdosen in der ersten Klasse. All das gibt es m.W. in der Realität in den nach Hof eingesetzten Wagen nicht. Insofern wäre es nur konsequent, eine Anzeige wegen Betruges zu erstatten. Wehret den Anfängen!

von Schulleiter - am 20.08.2009 11:23

Re: 1. Klasse-Anteil ALEX

Bei der 'Standardreihung' des Alex ist es auch so gedacht, dass zwei AB-Wagen mitlaufen. Liegt aber wohl an der von der BEG geforderten Sitzplatzanzahl pro Zug, da werden eine bestimmte Menge 1. Klasse plätze gefordert. Haben die Züge diese nicht muss der Betreiber mit Abschlägen rechnen.

von 183 003 - am 20.08.2009 17:46

Avmz?

Zitat
oberpfalzbahner
Bei der 'Standardreihung' des Alex ist es auch so gedacht, dass zwei AB-Wagen mitlaufen.


Danke. Da fällt mir aber noch was ein: Ich habe schon seit langem keinen der reinen A-Wagen (Avmz) vom früheren ALEX gesehen. Diese wurden ja umlackiert und noch einmal hauptuntersucht. Fahren die auf dem Südast oder wo sind die abgeblieben?

Gruß 223 061

von 223 061 - am 20.08.2009 18:22

Nochmal zum Thema, Eigenerlebnis

zum Schulleiter

Mit rauchen und gesoffen meine ich die Generation "doof", das sind die Jugendlichen die von Do-So früh sich zum Beispiel im Kunstparkt Ost in München vollaufen lassen (die Mädchen stehen den Jungs in nichts nach), dann noch kurz vor dem Nachhauseweg das letzte Geld im MC XXXXXX oder B.K. ausgeben und sich dann auf dem Bahnsteig oder im Zug (meistens) die Seele aus dem Leib kotzen, oder einschlafen und dann an der Endhaltestelle aufwachen obwohl sie da gar nicht wohnen (am Tag nicht so schlimm aber es passiert oft bei dem letzten Zug am Betriebstag und dann müssen sie halt zum Beispiel in Tutzing am Bahnsteig warten bis der 1. Zug in der Früh wieder fährt da ja die Schalterhalle bzw. Warteraum aus Sicherheitsgründen verschlossen ist).

Nächstes Beispiel zur Generation "doof", selbst erlebt.

2 Jugendliche (15-16) steigen in den RE nach Bayreuth ein, und ständig wieder aus um draussen zu rauchen und steigen dann wieder ein und dann gleich wieder aus, so ca. 20 Minuten vor Abfahrt. Der KIN (steht allgemein, ich schreibe hier nicht ob männlich oder weiblich) hat das auch beobachtet und fing dann bei Abfahrt des Zuges auch in der "Lounge" des 612er (wo auch die 2 saßen) mit der Fahrkartenkontrolle an.

Die Jugendlichen die vorher noch die ganze Zeit gealbert, in der Goßensprache sich über Computerspiele unterhalten haben usw., konnten natürlich keine Fahrkarte vorweisen.

Die Begründung: "Wir kennen uns am Fahrkartenautomat nicht aus, wir wollten die Karte im Zug kaufen ".

Zu diesem Satz fällt mir nichts mehr ein.

von Neuenmarkt - am 20.08.2009 19:26

Re: Zur Gesetzeslage ...

Servus,

erst einmal herzlichen Dank für die Aufklärung in Sachen Tarifdschungel. Also besser nicht schwarz fahren...

von Martin Pfeifer - am 20.08.2009 20:04

Re: Für 40 Euro bis Hamburg?

Zitat
Zugbegleiter
Wenn ich Dich richtig verstehe meinst Du also einmal 40 Euro und alles ist Ok? Dann kauf ich mir in Zukunft nie mehr ein Ticket, steig einfach ein und kommt einer Zahl ich 40 Euro und ich kann hin wo ich will ;-)


"Schwarzfahren" kostet den doppelten Fahrpreis, und mindestens 40 Euro. Nach Hamburg wirst du also für 40 Euro nicht kommen - das würde in dem Falle 254 Euro kosten (2x den Maximaltarif von 127 Euro).
Allerdings wärst Du als Schwarzfahrer in Süddeutschland ganz schön blöd bei einer Kontrolle gerade Hamburg als Ziel anzugeben, da dies das Teuerste ist, was dir passieren kann...

Zitat
Zugbegleiter
Des ist der ganz normale Weg. 40 Euro (oder doppelter Fahrpreis) bis zum nächsten Halt, dann normaler Fahrpreis.


Im Grunde ist es völlig egal, was deiner Meinung nach der "ganz normale Weg" ist. Solange sich das Verfahren nicht mit den Beförderungsbedingungen deckt, handelt der ZuB dann nicht rechtens (sollten die BB dahingehend geändert worden sein, dass 40 Euro bis zum nächsten Halt UND dann noch ein normaler Fahrschein fällig sind, dann bitte um kurzen Verweis zum entsprechenden BB-Paragraphen).

Mein kürzlich eingelegter erfolgreicher Widerspruch gegen diese m.E. nach tarifunkonforme Maßnahme belegt mir allerdings, dass die Beförderungsbedingungen nach wie vor lediglich 40 Euro (bzw. den doppelten Fahrpreis) vorsehen, und eben nicht 40 Euro PLUS Fahrschein.


von ABomz - am 21.08.2009 05:55

Fehlendes Fingerspitzengefühl ?!?

Hat eigentlich zu diesem Vorfall mal jemand den Alex-Mitarbeiter befragt ?

Vielleicht war es ja gar kein fehlendes Fingerspitzengefühl und kein unnötig hartes Durchgreifen.

Es kommt immer wieder vor - und zwar quer durch alle Altersklassen und sozialen Schichten -, daß sich Leute einfach mal dumm stellen (wußte ich doch nicht, daß hier 1. Klasse ist) und dann kulanterweise nur eine Ermahnung bzw. Belehrung bekommen.
Am nächsten Tag sitzen die dann wieder in der 1. Klasse und treiben das gleiche Spielchen.

Wenn mir so jemand unter die Finger käme, wäre auch Schluß mit Kulanz.

von Patrick - am 21.08.2009 08:24

Re: Nochmal zum Thema, Eigenerlebnis

Zitat
Neuenmarkt
zum Schulleiter

Mit rauchen und gesoffen meine ich die Generation "doof", das sind die Jugendlichen die von Do-So früh sich zum Beispiel im Kunstparkt Ost in München vollaufen lassen (die Mädchen stehen den Jungs in nichts nach), dann noch kurz vor dem Nachhauseweg das letzte Geld im MC XXXXXX oder B.K. ausgeben und sich dann auf dem Bahnsteig oder im Zug (meistens) die Seele aus dem Leib kotzen, oder einschlafen und dann an der Endhaltestelle aufwachen obwohl sie da gar nicht wohnen (am Tag nicht so schlimm aber es passiert oft bei dem letzten Zug am Betriebstag und dann müssen sie halt zum Beispiel in Tutzing am Bahnsteig warten bis der 1. Zug in der Früh wieder fährt da ja die Schalterhalle bzw. Warteraum aus Sicherheitsgründen verschlossen ist).

Nächstes Beispiel zur Generation "doof", selbst erlebt.

2 Jugendliche (15-16) steigen in den RE nach Bayreuth ein, und ständig wieder aus um draussen zu rauchen und steigen dann wieder ein und dann gleich wieder aus, so ca. 20 Minuten vor Abfahrt. Der KIN (steht allgemein, ich schreibe hier nicht ob männlich oder weiblich) hat das auch beobachtet und fing dann bei Abfahrt des Zuges auch in der "Lounge" des 612er (wo auch die 2 saßen) mit der Fahrkartenkontrolle an.

Die Jugendlichen die vorher noch die ganze Zeit gealbert, in der Goßensprache sich über Computerspiele unterhalten haben usw., konnten natürlich keine Fahrkarte vorweisen.

Die Begründung: "Wir kennen uns am Fahrkartenautomat nicht aus, wir wollten die Karte im Zug kaufen ".

Zu diesem Satz fällt mir nichts mehr ein.



Das mag ja alles sein. Aber was hat das nun mit dem konkreten Vorfall im Alex zu tun? Ich konnte dem Zeitungsartikel nicht entnehmen, dass die beiden Damen zu einer "Generation doof" gehören.


Im übrigen ist "Generation doof" schon eine sehr menschenverachtende Bezeichnung. Warst du als Jugendlicher immer schön brav und hast keinen Blödsinn gemacht?


Das gab es doch alles auch schon früher. Wenn ich mal die alten Griechen bemühen darf:

"Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen." (Aristoteles)

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll.
Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." (Sokrates)

Seitdem sind viele Jahre vergangen, und die Welt ist immer noch nicht untergegangen...

von Schulleiter - am 21.08.2009 09:21

Keiner war dabei, aber rummeckern

Zitat
Patrick
Hat eigentlich zu diesem Vorfall mal jemand den Alex-Mitarbeiter befragt ?

Vielleicht war es ja gar kein fehlendes Fingerspitzengefühl und kein unnötig hartes Durchgreifen.

Es kommt immer wieder vor - und zwar quer durch alle Altersklassen und sozialen Schichten -, daß sich Leute einfach mal dumm stellen (wußte ich doch nicht, daß hier 1. Klasse ist) und dann kulanterweise nur eine Ermahnung bzw. Belehrung bekommen.
Am nächsten Tag sitzen die dann wieder in der 1. Klasse und treiben das gleiche Spielchen.

Wenn mir so jemand unter die Finger käme, wäre auch Schluß mit Kulanz.


Keiner von uns war dabei, aber aufgrund eines parteiischen Zeitungsartikels der auf Aussagen der Mutter beruht wird hier Partei ergriffen, das kann es nicht sein. Kennt jemand die Hintergründe, weiß was war?
Es ist einfach traurig wie sehr man sich auf den Zeitungsartikel verlässt, als wären diese Aussagen bewiesen. Aber klar, die bösen Eisenbahner sind wie immer schuld, die armen Fahrgäste sind Opfer und wenn das in der Zeitung steht, dann muss es doch stimmen.

Blöd rumreden kann hier jeder, aber von der Realität haben viele keine Ahnung. Es gibt zu viele die absichtlich in der 1. Klasse sitzen, das habe ich als Fahrgast selbst schon erlebt wie normal wirkende Personen (nicht nur jugendliche) gesagt haben: "Ach komm setzen wir uns in die 1. Klasse, wenn der Schaffner kommt schmeißt er uns schon raus." Da herrscht gar kein Unrechtsbewusstsein und das wird von der Öffentlichkeit auch noch Akzeptiert. Diebstahl im Supermarkt wird doch auch (noch) nicht toleriert, aber das besch... der ehrlichen Fahrgäste schon und eine Fahrt in der 1. Klasse mit 2. Klasse-Ticket ist eine Leistungserschleichung.
Will wohl in der 2. Klasse jeder seinen Privatplatz und wenn nicht mind. 10 Sitze um einen rum frei sind, ist der Zug überfüllt?
Ich habe es schon erwähnt, es gibt Kunden die zahlen sehr viel Geld für ein 1. Klasse-Ticket, die haben das Recht von 2. Klasse-Kunden verschont zu bleiben.

Es ist verrückt hier von Kundenfeindlichkeit zu reden. Sollte ein Supermarkt einen Dieb nicht belangen, weil der könnte dann ja nie wieder dort einkaufen wollen?
Außerdem kann man auf Fahrgäste verzichten die absichtlich 1. Klasse fahren (und das ist nun mal die Mehrheit der Personen, die Realitäten müsst ihr schon akzeptieren).
Lieber solche Fahrgäste verlieren als Kunden der 1. Klasse, die abwandern weil nichts gegen 2. Klasse-Fahrgäste in der 1. Klasse getan wird.

Es ist einfach schlimm wenn hier einige wieder ihr einseitiges, engstirniges Bashingbild ausleben böses Personal - guter Fahrgast, das ist finsterste Ideologie.
Wie gesagt, keiner weiß was los war, also lasst es einfach hier Schuldzuweisungen zu geben und diese armen Teenies, die sicher eine schreckliche Kindheit hatten zu glorifizieren. Das ist doch ein Erziehungseffekt und schadet sicher nicht, ohne Strafe würden sie es immer wieder versuchen, denn was einmal klappt, klappt auch öfter. Wenn man keine Grenzen aufzeigt, wird das gnadenlos ausgenutzt.

von Stilllegungskandidat - am 21.08.2009 09:42

es ist aber so

jeden Tag zu erleben, anderes Beispiel zu dieser Generation:

Zugteil endet hier, wird geschwächt, das vordere oder der hintere Teil fährt weiter.

Einen Halt vor dem Ziel kommt "Nicht einsteigen" und die entsprechende Durchsage 1-2 Mal.

Und was ist dann ? Dann kommen gerade die Jugendlichen mit Stöpsel im Ohr, irgendwo in einer geistigen Welt gefangen und beschweren sich bei der Durchsicht des Zuges vor der Fahrt in die Abstellung warum der Zug nicht weiterfährt.

Es geht aber noch schlimmer, wenn diese dann erst noch in den Zug mit "Nicht einsteigen" und trotz der Durchsagen am Bahnsteig hinter deinem Rücken einsteigen, für dich dann der Zug leer ist (bist ja durchgelaufen) und in der Abstellung findest dann diese Personen -
wenn sie nicht vorher schon die Notbremse gezogen haben, dann die Türnotentriegelung und rausspringen.

Kommt immer vor, und das sind zu über 99% Angehörige dieser Generation.



von Neuenmarkt - am 21.08.2009 10:09

Re: Nochmal zum Thema, Eigenerlebnis

Zitat
Schulleiter

Das mag ja alles sein. Aber was hat das nun mit dem konkreten Vorfall im Alex zu tun? Ich konnte dem Zeitungsartikel nicht entnehmen, dass die beiden Damen zu einer "Generation doof" gehören.


Es war aber auch nicht zu entnehmen, ob die beiden nicht vielleicht zu der Kategorie gehören, die sich absichtlich dumm stellen.

Zitat
Schulleiter
Das gab es doch alles auch schon früher. Wenn ich mal die alten Griechen bemühen darf:

"Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen." (Aristoteles)

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll.
Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." (Sokrates)

Seitdem sind viele Jahre vergangen, und die Welt ist immer noch nicht untergegangen...


Dein Geschichtswissen in allen Ehren, aber so eine Verblödung der Gesellschaft wie es jetzt der Fall ist, gab es früher nicht, auch nicht bei der Jugend!
Meine Jugend ist noch nicht lange her. Wenn ich vom Lehrer in der Schule paar auf die Finger bekommen hätte und ich hab das meinen Eltern erzählt, dann sind die nicht zum Lehrer gerannt und haben sich beschwert, sondern da hab ich von denen auch noch eine gefangen mit dem Argument, der Lehrer wird schon Recht gehabt haben. Und wenn ich heute sehe, wie es zum Teil schon in der Unterstufe in den Schulen zugeht... sowas gab es zu meiner Schulzeit nicht... und komm mir jetzt nicht mit alternativen oder neuen Lernmethoden. Welche Jugend wir uns hier selbst heranziehen, sehen wir jeden Tag.

MfG

von Cargonaut - am 21.08.2009 10:28

Re: Keiner war dabei, aber rummeckern

Zitat
Stilllegungskandidat
Es ist einfach traurig wie sehr man sich auf den Zeitungsartikel verlässt, als wären diese Aussagen bewiesen.


Die Medienhörigkeit wird eben immer besser... und das Hirn fehlt immer mehr, TV-Berichte oder Zeitungsartikel zu hinterfragen. Früher gab es mal SciFi-Filme, die Menschen der Zukunft darstellten mit Helmen auf dem Kopf, die dann alles per Kommando aus einer großen Zentrale ausführen...
Weit sind wir von dieser Zukunft nicht mehr entfernt.

Und bald sind wieder große Wahlen, wo die Bürger wieder denken, sie können auf die Politik Einfluß nehmen...

MfG

von Cargonaut - am 21.08.2009 10:33

Re: Avmz?

Die 5 Stück Avmz 111 stehen z.Zt. abgestellt in der Werkstatt in Neumark. Ist wohl nicht entschieden was damit geschehen soll.

von 183 003 - am 21.08.2009 14:34

Re: Avmz?

Zitat
oberpfalzbahner
Die 5 Stück Avmz 111 stehen z.Zt. abgestellt in der Werkstatt in Neumark. Ist wohl nicht entschieden was damit geschehen soll.


Da sie nun erst eine Hauptuntersuchung bekommen haben: Wie wäre es denn damit, die Abteilwände herauszureißen und 2.Klasse-Großraumwagen daraus zu machen? Die Frage ist aber, ob die Grundsubstanz noch so gut ist, daß sich so ein Umbau lohnt.
Eigentlich sollten die Wagen ja schon nach dem Ende des "alten" ALEX verschrottet werden.

Gruß 223 061



von 223 061 - am 21.08.2009 15:56

Re: Avmz?

So einfach ist das leider nicht meines Wissens. Führt man solche umfangreiche Umbauten durch muss man das auch wieder vom EBA abnehmen lassen und das kostet alles Geld. Außerdem ist ja z.B. die Klimaanlage für den Abteilwagen extra so ausgelegt, das müsste dann auch alles modifiziert werden. Von der Grundsubstanz her müssten sie aber noch recht gut sein.
Durch die Ablieferung der neuen ABvmdz aus Halberstadt benötigt man die Fahrzeuge jedoch nicht mehr. Vielleicht macht man in Zukunft noch was draus. Wenn man nichts mehr damit anzufangen hätte wären sie sicher verkauft worden.

von 183 003 - am 21.08.2009 19:12
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