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Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
BR628, ABomz

[?] Stückelung Bayern => Sachsen via Gutenfürst

Startbeitrag von BR628 am 23.08.2009 10:18

Hallo!

Erstaunt habe ich vor wenigen Tagen am Hofer Hauptbahnhof mitbekommen, dass offenbar die Kombination aus Sachsen-Ticket und Normalpreis Hof Hbf => Gutenfürst auch zur Fahrt im RE/IRE ohne Halt in Gutenfürst berechtigt.

Ich dachte immer, die Fahrkarte muss bis zum ersten Halt im Geltungsbereich gelöst werden - dies gilt zumindest beim Übergang der allermeisten Verkehrsverbünde zum DB-Tarif und umgekehrt.

Ist das tatsächlich der Fall, dass hier nur eine Fahrkarte bis zur ersten Station - ohne Halt - im Geltungsbereich gelöst werden muss?

Und falls ja: Gilt das nur bei den Ländertickets oder gibt es noch weitere Angebote, bei denen dies so ist?

Danke und viele Grüße von der KBS 858!

Antworten:

Zitat
BR628
Ich dachte immer, die Fahrkarte muss bis zum ersten Halt im Geltungsbereich gelöst werden - dies gilt zumindest beim Übergang der allermeisten Verkehrsverbünde zum DB-Tarif und umgekehrt.


Richtig, bei Verbünden ist in der Tat der erste Haltebahnhof (und nicht der erste durchfahrenene Bahnhof im Verbundgebiet) maßgebend für die Ticketstückelung. Das sehen die Beförderungsbedingungen der meisten Verbünde vor.


Zitat
BR628
Ist das tatsächlich der Fall, dass hier nur eine Fahrkarte bis zur ersten Station - ohne Halt - im Geltungsbereich gelöst werden muss?


Ja, das hast du richtig mitbekommen. Die Beförderungsbedingungen der Bahn besagen nicht, dass man bei Stückelung den ersten Haltebahnhof beachten muss, ergo langt der Fahrschein Hof-Gutenfürst. Diese sog. gebrochene Abfertigung wird sowohl in der Hofer Fka als auch von den Schaffnern der IRE´s/RE´s so durchgeführt und akzeptiert.


Zitat
BR628

Und falls ja: Gilt das nur bei den Ländertickets oder gibt es noch weitere Angebote, bei denen dies so ist?


Ich würde sagen, bei Allem was DB-Tarif ist, funktioniert die gebrochene Abfertigung ohne gleichzeitigen Zughalt auf dem entsprechenden Bahnhof.
Also z.B. Kombination aus Monatskarten und Normalpreis, oder auch die Nutzung des Länderticket/Wochenendticket/Quer-Durchs-Land-Ticket bis zu Grenztarifpunkten (=reine "virtuelle" Tarifpunkte ohne Zughalte wie z.B. "Cheb Grenze").
Angeblich war die Ticketstückelung früher untersagt, da man damit Steuern hinterziehen kann (2x Fahrschein für 49 km --> 7 % MwSt anstelle von einem Fahrschein für 98 km mit 19 % MwSt).
Dass man durch das Stückeln Steuern spart, funktioniert heute kaum mehr, da man die Preisdegression (je mehr gefahrene km, desto weniger kostet der km) genauso arg angehoben hat, dass das Stückeln wegen Steuerersparnis nichts mehr bringt.
Ich stückele heute nur noch, wenn ich im Nahverkehr eine Zone nicht ausnutzen kann (z.B. Helmbrechts-Hof = 34 km, man zahlt aber 31-40 km, also 6,90 Euro). Hier kommt es billiger, wenn man stückelt und einmal die Zone 1 (1-5 km) kauft und voll ausnutzt (Helmbrechts-Hildbrandsgrün, 5 km, 1,40 Euro) und einmal die Zone 5 für 21-30 km kauft, in diesem Fall Hildbrandsgrün-Hof fast voll ausgenutzt mit 29 km für 5,10) . Gesamt also 6,50 ggü. dem durchgehenden Fahrschein für 6,90.
Stückeln von Fahrscheinen ist heute definitiv im Tarif nicht (mehr) untersagt, insofern stehen einem alle Möglichkeiten (außer wenn es sich um Verbünde handelt) offen.

von ABomz - am 23.08.2009 13:34

Danke! (owT)

hier steht nichts...

von BR628 - am 24.08.2009 08:10
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