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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren
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PeterP, ---------------------------------, milchi

Leserbrief: Radweg wäre sinnvoller

Startbeitrag von milchi am 23.08.2009 16:48

Thema: Bahn

Zitat

"Es fährt ein Zug nach nirgendwo ...", an das Lied von Christian Anders fühlt man sich erinnert, wenn er an die Reaktivierung der Zugverbindung Weidenberg-Warmensteinach denkt.

So wie dieses Lied könnte man die aktuelle Diskussion um die Reaktivierung der Zugverbindung Weidenberg-Warmensteinach umschreiben. In Oberfranken sollte man sich eher ein Beispiel an der Oberpfalz nehmen. Dort wurde der Fichtelnaabradweg von Windischeschenbach bis Neusorg ausgebaut und entlang der alten Bahnlinie Neusorg-Fichtelberg bis zur Regierungsbezirksgrenze (kurz vor Mehlmeisel) asphaltiert und familienfreundlich (mit Leitplanken aus Holz zur Verkehrssicherheit und Ruhebänken zur Entspannung) gestaltet. Dieser Radweg hat augenscheinlich sehr zur Belebung des Tourismus in der Oberpfalz beigetragen. So sieht man in den Gastwirtschaften entlang dem Radweg immer mehr Radler verschiedenen Alters, die ein "Radler" trinken und gemütlich bei einer Brotzeit zusammensitzen.
So sollte Oberfranken in den Tourismus durch die Gestaltung eines familienfreundlichen Radweges von Bayreuth bis nach Warmensteinach investieren. Nicht nur für Touristen sondern auch für Berufstätige wäre ein Radweg bis nach Bayreuth sinnvoll, da aus Sicht der Verkehrssicherheit dann eine Konfliktsituation für Radfahrer und Autofahrer auf der Staatsstraße vermieden werden kann.
Der jetzige Radweg von Weidenberg nach Bayreuth ist denkbar ungeeignet, da er wegen der nicht geradlinigen Verkehrsführung und des unebenen Schotterbelages zwischen Untersteinach und Döhlau nicht mit dem Rennrad benutzt werden kann. Ein Steinachtalradweg wäre eine viel sinnvollere Förderung des regionalen und überregionalen sanften Fremdenverkehrs als die finanziell unkalkulierbare Investition in einen leeren Geisterzug, wie er jetzt zwischen Bayreuth und Weidenberg fährt und überwiegend nur von Schülern zwangsweise benutzt werden muss.
Nicht nachvollziehbar ist das Argument der Befürworter der Zugverbindung, dass durch den Zug der Tourismus belebt werden soll, denn bislang fährt der Zug ja nur von Montag bis Freitag und nicht am Wochenende.
Und dass jetzt kurz vor der Wahl noch acht Zapf-Garagen versuchsweise mit dem Zug transportiert werden, deute ich eher als letzten Hilferuf des Betreibers der Zugverbindung. Hoffentlich setzen die verantwortlichen Politiker des Landkreises Bayreuth und die vier Gemeinden der Erlebnisregion Ochsenkopf auf das richtige Zug-Pferd, bevor der Zug endgültig abgefahren ist.
Martin Wiche, Mehlmeisel



lg, milchi

Antworten:

Dieser Leserbriefschreiber kennt anscheinend nicht meinigen Beitrag aus dem NK. Bekanntlich sind die Zugfahrten zwischen Bayreuth und Weidenberg optimal in das Buskonzept des LK Bayreuth zur Erschließung des Fichtelgebirges eingebunden. Mit dem Anschluß an den VGN Nürnberg ab 1.1.2010 dürfte das Fichtelgebirge sicherlich für die Nürnberger interessant werden. Ab Juni 2011 ist ja dann auch die Taktverdichtung zwischen 6 und 22 Uhr von Mo - Fr beschlossene Sache. An Wochenenden wird dann erstmals seit den 70er Jahren wieder ein Zug verkehren, im Zweistundentakt mit Anschluß an die Busse Ri Warmensteinach, Mehlmeisel, Bischofsgrün und Fichtelberg.

Den Probetransport von acht Zapf Fertiggaragen als letzten Hilferuf des Betreibers so kurz vor der Wahl zu bezeichnen entbehrt jeglicher Grundlage.

Bis Jahresende 1999 wurden schwere und große Betonteile von der Fa. Zapf per Bahn auf die Reise geschickt. Durch die Verschlechterung der Infrastruktur bzw. aus Preisgründen führte Zapf diese Transporte dann per LKW durch. Erst nach grundlegenden Sanierung steht diese Strecke seit Januar 2007 auch für den Güterverkehr wieder zur Verfügung.

Wie bereits schon mehrfach von mir erwähnt, macht das Transitverbot in Österreich den Bahntransport nach Italien notwendig. Der Leserbriefschreiber kennt nicht die Dimensionen des geplanten Gütertransportes nach Italien. Wenn ein Straßentransport möglich wäre, kommen insgesamt 1000 Lkw Fahrten zusammen. Was würden da die Anwohner an der Staatsstraße zwischen Weidenberg und Bayreuth sagen ?

Erst wenn die Züge rollen, baut sich wieder Widerstand auf. Nämlich das wieder so oft die Züge pfeifen. Mit Blick auf die Umwelt ist wohl der Bahntransport die beste Lösung für die Umwelt.

Gruß

Axel

von --------------------------------- - am 23.08.2009 17:09
Es wäre diesem Herrn zu wünschen, dass die 1000 LKW mit den Garagen vor seiner Haustür durchrollen sollten. Dann wäre ganz schnell ein Artikel wegen Lärmbelästigung durch Straßenverkehr in der Zeitung.
Und dann der Blödsinn mit den Fahrradwegen in der Oberpfalz - ich lach mich krumm!!!!!! Ich kann mir die Tausenden von Fahhradfahrern am Wochenende bildlich vorstellen. Und auch die Berufpendler, die täglich von Warmensteinach nach Bayreuth mit dem Rad pendeln (vor allem bei schlechtem Wetter und im Winter) - wahrscheinlich alles Sportlehrer oder Teilnehmer am nächsten Rothtriatlon.

Aber am schlimmsten und traurigsten ist ja die Tatsache, dass die Bayreuther Zeitung solchen Unfug mit offensichtlich falschem Inhalt - wenn auch als Leserbrief - überhaupt druckt. Freie Meinung in Leserbriefen "ja bitte", aber nicht mit falschen Tatsachen - die sollten in den Papierkorb wandern.

von PeterP - am 23.08.2009 20:34
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