Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Neuenmarkt, Peter Griffin, Bahnwärter1848, Martin Pfeifer, KBS850

Rückbau Marktschorgast ?

Startbeitrag von Neuenmarkt am 13.02.2010 01:05

Wie der neuen Schiene Aktuell zu entnehmen ist , plant man im Zug der Estw Einrichtung ja den Fdl Markschogast abzuziehen was bedeuten würde, das dort dann keiner mehr die Reisendensicherung übernehmen kann.

Folglich darf es dann keinen höhengleich Bahnsteigzugang mehr geben. Laut Schiene aktuell ist dann ein eingleisiger Abschnitt Marktschorgast - Stammbach geplant mit einem neuen Haltepunkt in Marktschorgast ca. 500 mter vom jetzigen entfernt und der Zugang dann über die Straßenbrücke.


Ich lasse das mal so unkommentiert stehen.

Antworten:

Zitat
Neuenmarkt
Wie der neuen Schiene Aktuell zu entnehmen ist , plant man im Zug der Estw Einrichtung ja den Fdl Markschogast abzuziehen was bedeuten würde, das dort dann keiner mehr die Reisendensicherung übernehmen kann.

Folglich darf es dann keinen höhengleich Bahnsteigzugang mehr geben. Laut Schiene aktuell ist dann ein eingleisiger Abschnitt Marktschorgast - Stammbach geplant mit einem neuen Haltepunkt in Marktschorgast ca. 500 mter vom jetzigen entfernt und der Zugang dann über die Straßenbrücke.


Ich lasse das mal so unkommentiert stehen.


Hallo,
den eingleisigen Abschnitt Marktschorgast - Stammbach gibt es schon seit über 40 Jahren, gemeint ist sicher die Verlängerung desselben bis zur Einfahrtsweiche von NNE her.
Das der Bahnsteig 500 Meter Richtung NNE verlegt wird halte ich für unwarscheinlich, den der läge dann direkt in der Steigung der Schiefen Ebene.Es sind wohl eher
100-200 Meter.

Gruß
Klaus

von KBS850 - am 14.02.2010 16:49

nicht ganz

Ich weiß das es dort eh nur noch eingleisig ist aber die Planungen sahen(bzw. sehen) ja auch die Auflösung des Bahnhofes Stammbach und Rückbau der dortigen Gleisanlagen vor = Haltepunkt.

Es würden dort auch keine Züge mehr kreuzen können, vielmehr sollten die Züge sich dann auf dem zweigleisigen Abschnitt zwischen Stammbach und Münchberg auf der freien Strecke begnen.

von Neuenmarkt - am 15.02.2010 19:16

EBA

Ich hoffe mal das EBA und die Bundesnetzagentur verhindern einen Rückbau wenn dieser geplant sein sollte, das macht die Strecke nicht gerade attraktiver.

In jedem anderen Land hätte man eh schon längst eine Umfahrung der Schiefenen Ebene geplant, optimal wäre ja Münchberg - Neuenmarkt/Bindlach neu zu trassieren. Im Straßenbau wäre sowas möglich...

von Peter Griffin - am 15.02.2010 20:38

NBS Planung gab es tatsächlich

Im Sommer 1990 ließ die Deutsche Bundesbahn das Projekt einer Ausbau- bzw. Neubaustrecke Nürnberg-Bayreuth-Hof untersuchen.

Der Ausbau sollte sich dabei hauptsächlich auf den südlichen Abschnitt erstrecken, der Neubau auf ein Trasse von Bayreuth bist Oberkotzau !!!!!

Im November 1991 teilte die DB mit, das die Verkehrsprognose (nur 2 Jahre nach der Einheit ist ja interessant) dieser Strecke nur eine mangelnde Wirtschaftlichkeit zugestehe und das ganze wurde anstatt einer Ausbaustrecke im Pegnitztal (hätte auch NMR davon profitiert) und einer NBS ab Bayreuth im Zuge des 6streifigen Autobahnausbaues nur eine Umfahrung Neuenmarkt-Wirsberges (Schlömener Kurve).

Im übrigen gestattete der Landkreis Kulmbach nur den Bau dieser Kurve wenn hier niemals der Nahverkehr rollt da man eine Abkoppelung Neuenmarktes befürchtet.

Nun, welcher Verkehr rollt denn nun hier spätabends drüber ??

von Neuenmarkt - am 15.02.2010 21:50

Re: NBS Planung gab es tatsächlich

Zitat
Neuenmarkt
Im Sommer 1990 ließ die Deutsche Bundesbahn das Projekt einer Ausbau- bzw. Neubaustrecke Nürnberg-Bayreuth-Hof untersuchen.

Der Ausbau sollte sich dabei hauptsächlich auf den südlichen Abschnitt erstrecken, der Neubau auf ein Trasse von Bayreuth bist Oberkotzau !!!!!

Im November 1991 teilte die DB mit, das die Verkehrsprognose (nur 2 Jahre nach der Einheit ist ja interessant) dieser Strecke nur eine mangelnde Wirtschaftlichkeit


Wenn man auf die NBS Ebensfeld - Erfurt verzichtet hätte, dürfte diese Strecke mehr als wirtschaftlich sein, so hätte man hier einiges bündeln können.
Aber zumindest ein gemäßigter Ausbau wäre doch immer noch möglich, z. B. einzelne Begradigungen und der komplett 2gl. Zustand um Bayreuth.

von Peter Griffin - am 15.02.2010 22:03

Re: Rückbau Marktschorgast - richtig gelesen

Hallo Neuenmarkt,

ich habe nun auch die Schiene-aktuell gelesen, da steht aber inhaltlich was anderes drin. Die 500 m sind nicht die Verlegung, sondern der Weg, der ein Reisender Richtung Hof zurücklegen müsste, um über die vorhandene Strassenbrücke auf die andere Gleisseite zu gelangen, zum dann vorhandenen 2. Bahnsteig.

Bedenkenträger (diesmal fast berechtigt) vermuten da, dass der Weg über das Gleis der schnellere ist ...

Die "Horrorvision" ist: einzige Weiche vor dem Bahnhof Marktschorgast, am Ende der Steigung, und dann schon eingleisig am vorhandenen, zukünftig aufgehöhten einzigen Hausbahnsteig vorbei!

So hab zumindest ich die Zeilen interpretiert.

Und überhaupt: die Umgehung der Schiefen Ebene wurde schon vor 1892 projektiert. Über die spannende Geschichte, wie dennoch die (notwendigen?) Militärtransporte über den Berg geschafft werden konnten, müßte noch mal was geschrieben werden. Dazu gibt es Telegramme von Testfahrten, in wie vielen Minuten mit welcher Bespannung wie viele Geschütze, Pferde usw. nach Marktschorgast hochgejagt wurden. Nur: wen interessiert das heute noch?

von Bahnwärter1848 - am 15.02.2010 22:45

Re: Rückbau Marktschorgast - richtig gelesen

Zitat
Bahnwärter1848
Hallo Neuenmarkt,

...
Und überhaupt: die Umgehung der Schiefen Ebene wurde schon vor 1892 projektiert. Über die spannende Geschichte, wie dennoch die (notwendigen?) Militärtransporte über den Berg geschafft werden konnten, müßte noch mal was geschrieben werden. Dazu gibt es Telegramme von Testfahrten, in wie vielen Minuten mit welcher Bespannung wie viele Geschütze, Pferde usw. nach Marktschorgast hochgejagt wurden. Nur: wen interessiert das heute noch?


Servus,

im wesentlichen ist das schon geschehen:
Gernot Dietel, Ronlad Fraas
Eisenbahn in Münchberg 1848 - 1998
Münchberg-Helmbrechtser Zeitung Verlags GmbH, Münchberg 1998
(Beiträge zur Münchberger Stadtgeschichte, Band 1)
Seite 150 ff

von Martin Pfeifer - am 17.02.2010 13:09

Umgehungsfrage

Zitat
Bahnwärter1848
Bedenkenträger (diesmal fast berechtigt) vermuten da, dass der Weg über das Gleis der schnellere ist ...


Solange das stillschweigend akzeptiert wird wird das munter als Volkssport betrieben. Die Gleislatscherorte sind alle bekannt, sogar an der Gleisfärbung ersichtlich und die Bundespolizei hält es nicht für nötig mal Stichpunktkontrollen durchzuführen wie sie bei Autofahrern durch Blitzgeräte gemacht werden.

Zitat
Bahnwärter1848
Und überhaupt: die Umgehung der Schiefen Ebene wurde schon vor 1892 projektiert.


Wie hätte diese Umfahrung denn ausgesehen?

Es ist einfach nur bescheuert dass jede drittklassige Straße neutrassiert wird wenn sie nicht mehr zeitgemäß ist, aber die Bahnstrecken müssen scheinbar für immer ihre miesen Trassierungen die sie tw. haben behalten, zumindest in Deutschland. In anderen Ländern ist man da oftmals sehr aktiv wenn es um Begradigungen und Linienverbesserungen geht, bei uns steckt man alles nach Stuttgart oder in den Thüringer Wald bzw. noch schlimmer gleich in den Straßenbau, wissen wir ja dass die Eisenbahn in Deutschland unterfinanziert ist und sich Deutschland europaweit lächerlich macht mit den paar Euro für die Eisenbahn.

von Peter Griffin - am 17.02.2010 14:02

Re: Umgehungsfrage - neue Kurven

Da hätte es anstelle der Schlömener Kurve eine Wirsberger- und eine Bernecker Kurve gegeben, denn die Neutrassierung hätte zur Höhengewinnung bei geringerer Steigung eine 180-Grad-Kehre bei Wirsberg benötigt und wäre dann hangaufwärts bis kurz vor Berneck verlaufen. Dort nochmals im scharfen Bogen nach Nordosten, bis bei Marktschorgast die alte Trasse wieder erreicht worden wäre.

Die Trasse wäre rund 10 km länger als die bestehende geworden, dadurch hätte sich die Steigung von 1:40 auf harmlose 1:100 verringert.

von Bahnwärter1848 - am 17.02.2010 18:13
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.