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Eisenbahnforum Nordostbayern
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vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
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[OT]...Ich krieg die krise..... Lokführer werden mit handelsüblichen PC-Simulationen ausgebildet??? (mit Videolink)

Startbeitrag von Der Ex-Wiesauer am 24.02.2010 21:40

Servus zusammen :)

eben hat mir ein Kumpel einen Link zu folgendem Video gesendet: [www.zdf.de]-

Sowas kann doch wohl nicht sein..... Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Grüße, Christian

Nachtrag: Hier noch die Offizielle Webseite der "Firma": [easy2learn.org]

Antworten:

Mensch....

... eine super Schule, mit kostenlosen Süßigkeiten, Billardtisch usw. Was will man mehr!? :D Das solche Leute nach dem Bericht überhaupt noch frei rumlaufen dürfen. Willkommen in der Bananenrepublik....

Allerdings, daß sie beim Kommentar, als der angebliche Privatzug einfuhr, einen Güterzug mit DT185 von Railion einblenden, ist natürlich wieder typisch TV. Warum wird da nicht wirklich die betreffende Privatbahn eingeblendet und warum muß die DB wieder "herhalten"?

MfG

von Cargonaut - am 25.02.2010 08:47

Habt ihr gesehen wo die Firma ihren Sitz hat ?

Easy2Learn EV Ltd.
C/Castillejos 425 Bajos
E-08024 Barcelona
VRCompany No 5293375



Bernhard Koesters
Managing Director
C/Castillejos 425 Bajos ● E-08024 Barcelona
Tel.: 0711 / 78285097 ● Fax: 0711 / 78285098


und interessant war auch das die am Ende des Filmes eine Prüfungsfahrt (von der der Betriebsleiter der Privatbahn gar nichts wusste) inkl. eines Prüfers erwischten (wo der Prüfer dann durch den Zaun geflohen ist

von Neuenmarkt - am 25.02.2010 09:15

is aber sogar ausnahmsweise richtig

@Cargonaut

das passt in diesem Fall aber sogar. Den das Unternehmen, um welches es unter anderem geht (drei große Buchstaben) fährt massenweise Züge mit der BR 611 sowie aber auch Güterzüge mit DB-185 im Süden Deutschlands, teilweise der Schweiz und zumindest einige Züge von Singen bzw. Konstanz nach Wolfurt und auch die Aushubzüge Zürich - Schaffhausen mit Re 6/6 und dann weiter den Buckel hoch mit 2 mal 218 nach Wilchingen-Hallau.

MfG
Der Süddeutsche

von Der Süddeutsche - am 25.02.2010 09:15

ok, wußte ich nicht, ABER.....

... für den gemeinen TV-Zuschauer ist es ("mal wieder") die DBAG, wenn da zwei rote 185'er mit einem Güterzug angerollt kommen. Dann sollte das auch explizite Erwähnung finden.

MfG

von Cargonaut - am 25.02.2010 09:37

Re: Habt ihr gesehen wo die Firma ihren Sitz hat ?

In dem Zusammenhang sollte man vielleicht nochmal erwähnen, dass der E2L-Koesters NICHT der Bernhard Kösters ist, der als Ausbilder bei der DB arbeitet und z.B. mal das LZB-Lernprogramm geschrieben hat.

von 403 - am 25.02.2010 10:52

das dürfte jedem klar sein....

... weil das jeder sehen sollte, daß der im TV zu sehende Mann gar nicht weiß, was LZB ist... :D

von Cargonaut - am 25.02.2010 11:20

...... in der BRD ansäßige Fa. als "Ltd."-Gesellschaft

...... wenn eine Firma schon unter "Ltd." firmiert, sagt genug über deren "Seriosität" aus ......

von Noricus - am 25.02.2010 14:58

Re: ok, wußte ich nicht, ABER.....

Zitat
Cargonaut
... für den gemeinen TV-Zuschauer ist es ("mal wieder") die DBAG, wenn da zwei rote 185'er mit einem Güterzug angerollt kommen. Dann sollte das auch explizite Erwähnung finden.


Logo war keins direkt groß zu sehen und ob die gemeinen TV-Zuschauer die Farbe so eindeutig zuordnen können? Für die meisten ist doch sowieso alles, was auf Schienen fährt, noch die "Bundesbahn".

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 25.02.2010 16:34

Re: ...... in der BRD ansäßige Fa. als "Ldt."-Gesellschaft

Zitat
Noricus
...... wenn eine Firma schon unter "Ldt" firmiert, sagt genug über deren "Seriosität" aus ......

Also sind quasi alle Firmen Großbritanniens für dich unseriös?

von ChristianMUC - am 25.02.2010 17:03

Re: ...... in der BRD ansäßige Fa. als "Ldt."-Gesellschaft

Zitat
ChristianMUC
Zitat
Noricus
...... wenn eine Firma schon unter "Ldt" firmiert, sagt genug über deren "Seriosität" aus ......

Also sind quasi alle Firmen Großbritanniens für dich unseriös?


Hast du die Überschrift gelesen? In Deutschland (BRD war nie ein offizieller Begriff) ansässige Firmen steht da.
Warum muss eine Firma dann über einen Briefkastenstandort als "Ltd" firmieren? DAs hat schon einen faden Beigeschmack.

Mit britischen Firmen an sich hat das nichts zu tun, wobei ich da auch einige wüsste die nichts auf die Reihe bringen...



von TEE - am 25.02.2010 17:47

Re: ...... erst lesen, dann maulen ......

...... für was hast Du Deine Augen?!

Für einen nüchternen Kopf klar erkennbar, ich meinte die in Deutschland ansäßigen "Ltd.". Mit deren "Gesellschaftsform" sich die Inhaber von der
deutschen Haftung entziehen.

von Noricus - am 25.02.2010 18:22

Re: ...... erst lesen, dann maulen ......

Tschuldigung, dass ich nicht jede Überschrift lese - im Regelfall sollte das Relevante aber im Text stehen...

Zur Sache an sich: Die Wahl der Rechtsform hat viele Ursachen - sicherlich ist die Haftung ein wichtiger Punkt, aber nicht der alleinig ausschlaggebende.
Im Übrigen entziehe ich mit Gründung einer Limited nicht der Haftung in Deutschland - diese "These" deinerseits unterstreicht eigentlich nur deine Ahnungslosigkeit. Für in Deutschland ansässige Betriebe (und dazu zählt auch die Niederlassung einer ausländischen Unternehmung, sei es eine GesmbH aus Österreich, eine s.r.o. aus Tschechien, eine SRL aus Frankreich oder eine Ltd. aus Großbritannien) gilt ausnahmslos das deutsche Recht.
Abgesehen von diesem kurzen Ausflug ins Unternehmensrecht: wir haben in Deutschland die Freiheit, dass man sich seine Vertragspartner aussuchen kann - und wenn du mit einer Ltd. keine Geschäfte abschließen willst, dann zwingt dich auch keiner dazu.
Für Details in Puncto Limited nach den britischen Rechtsvorschriften solltest du dir erstmal den Wikipediaartikel durchlesen und verstehen ([de.wikipedia.org])

von ChristianMUC - am 25.02.2010 18:33

Re: ...... Rechtsirrtum ......

Das haftende eingetragene Grundkapital einer "Ltd." beginnt ab einem engl. Pfund, eine deutsche "GmbH" mit mindest 25.000 EUR.

von Noricus - am 25.02.2010 18:45

Re: ...... Rechtsirrtum ......

Sehr schön nachgelesen. Es gibt aber in Deutschland seit November 2008 auch haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft, deren Grundkapital auch bei 1 Euro beginnt.
Und zu den 25.000 ¤ Grundkapital der GmbH - da sind auch Sachanlagen möglich. Zwar gibt es bei Unterbewertung der Sacheinlage eine Nachschusspflicht seitens des Gesellschafters, aber versuch erstmal zu beweisen, dass dem Gesellschafter die Unterbewertung bekannt war.
Sehr beliebt für solche Spielchen sind Grundstücke in den neuen Bundesländern, die durch urplötzlich entdeckte Bodenverseuchung sehr schnell wertlos werden können.
Sicherlich: im Handelsregister kann man prüfen, welcher Anteil vom Grundkapital einer GmbH in Form von Geldmitteln und welcher in Form von Sacheinlagen vorhanden ist - aber mal ehrlich: hast du dir diese Mühe jemals gemacht?

von ChristianMUC - am 25.02.2010 18:52
Zitat
Der Ex-Wiesauer
Servus zusammen :)

eben hat mir ein Kumpel einen Link zu folgendem Video gesendet: [www.zdf.de]-

Sowas kann doch wohl nicht sein..... Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Grüße, Christian
....


Servus,

eine reale Gefahr für Leib und Leben der deutschen Bevölkerung besteht wohl nicht, weil ein Großteil nach dieser Schulung in der Prüfung durchgeflogen ist. Zum Glück, denn Leute mit Alkohol- oder Drogen-Problemen haben auf einer Lok nichts zu suchen (am Steuer eines PKW, LKW und Bus übrigens auch nicht). Anderseits: diese Computerprogramme können schon ein ganz schön reales Fahrgefühl vermitteln. Natürlich nicht so real wie ein echter Simulator, aber wie erinnern uns: neben diversen dreisten Fällen von Hobby-Tf vor einigen Jahren hatten die Attentäter des 9. September 2001 auch nur eine minimale Ausbildung auf echten Flugzeugen, dafür aber viel Training auf einem PC-Flugsimulator.

Der eigentliche Skandal liegt meinerseits bei der Arbeitsagentur. Schon die müssten sich wegen des finanziellen Aufwandes für eine Umschulung über ein 3/4 Jahr darum kümmern, das nur geeignete Leute hingeschickt werden. Dann stellt sich für mich die Frage, warum seitens der BA keine Erfolgskontrolle durchgeführt wurde. Ich habe selbst am Beginn meiner beruflichen Karriere eine vom Arbeitsamt bezahlte Fördermaßnahme bekommen, danach wollten die dann schon einen Erfolg, sprich eine Anstellung sehen.

von Martin Pfeifer - am 25.02.2010 20:29

Re: ...... Erklärung erübrigt sich ......

Ich muß nichts "nachlesen". - Ich selbst führe ein Unternehmen.

von Noricus - am 25.02.2010 21:31

Seriösität von "Ltd" und Co

Zitat

Sehr schön nachgelesen.

Wie auch Du. Dass es, wie von Dir aufgeführt, in der Tat eine Rechtsform namens "UG" oder Sacheinlagen bei GmbH-Firmierungen gibt, ändert absolut nichts daran, dass einer außerhalb des englischen Sprachraums ansässigen "Ltd" die Glaubwürdigkeit fehlt -- es zeigt letztlich, dass dem/den Gründer(n) nicht möglich oder, schlimmer noch, nicht wert war, das nötige Grundkapital aufzubringen. Selbst wenn es nur Sacheinlagen einer GmbH gewesen wären...

Die hier angesprochene "Easy2Learn EV Ltd" war allerdings nicht, wie von "Noricus" geschrieben, in Deutschland ansässig, sondern in Spanien, was die ganze Unternehmenskonstruktion noch eine Idee absurder macht...

Gruß -
Martin

von Martin - am 26.02.2010 00:31

Re: ok, wußte ich nicht, ABER.....

Zitat

.. für den gemeinen TV-Zuschauer ist es ("mal wieder") die DBAG, wenn da zwei rote 185'er mit einem Güterzug angerollt kommen

Sicherlich unschön für die DB, aber es ist ja auch ausschließlich die DB, die die UTL mit Personaldienstleistungen beauftragt. Welchen anderen Zug hätte das ZDF denn zeigen können?

Gruß -
Martin

von Martin - am 26.02.2010 00:34

Re: ok, wußte ich nicht, ABER.....

Zitat
Martin
Zitat

.. für den gemeinen TV-Zuschauer ist es ("mal wieder") die DBAG, wenn da zwei rote 185'er mit einem Güterzug angerollt kommen

Sicherlich unschön für die DB, aber es ist ja auch ausschließlich die DB, die die UTL mit Personaldienstleistungen beauftragt. Welchen anderen Zug hätte das ZDF denn zeigen können?


Oh, hab ich was verpaßt? Im Beitrag war bei dem speziellen Beispiel von einem Privatzug die Rede, oder? Und warum weiß die DB dan angeblich nichts von den Mitfahrten auf den Führerständen, wen sie selbst doch die UTL beauftragt hat? Irgendwie muß ich einen anderen Beitrag als Du gesehen haben.

MfG

von Cargonaut - am 26.02.2010 08:43
Zitat

Anderseits: diese Computerprogramme können schon ein ganz schön reales Fahrgefühl vermitteln. Natürlich nicht so real wie ein echter Simulator


Schon die Simulatoren können m.E. kein echtes Fahrgefühl vermitteln - und Computerprogramme schon gleich dreimal nicht.

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 26.02.2010 14:14

Re: Seriösität von "Ltd" und Co

Zitat
Martin
Wie auch Du.

Danke für das Kompliment - aber ich hab das nicht nötig...
Zitat
Martin
Dass [...] ändert absolut nichts daran, dass einer außerhalb des englischen Sprachraums ansässigen "Ltd" die Glaubwürdigkeit fehlt -- es zeigt letztlich, dass dem/den Gründer(n) nicht möglich oder, schlimmer noch, nicht wert war, das nötige Grundkapital aufzubringen. Selbst wenn es nur Sacheinlagen einer GmbH gewesen wären...

Ich verstehe zwar deinen Pauschalbedenken immer noch nicht so wirklich - aber da werden wir uns wohl nicht einigen können. Ich halte eine Ltd. - gleich in welchem Land - in Sachen Seriösität nicht für besser oder schlechter als eine sonstige Rechtsform.

Zitat
Martin
Die hier angesprochene "Easy2Learn EV Ltd" war allerdings nicht, wie von "Noricus" geschrieben, in Deutschland ansässig, sondern in Spanien, was die ganze Unternehmenskonstruktion noch eine Idee absurder macht...

Dass dieses Unternehmen nicht wirklich seriös ist, stelle ich ja nicht Frage - ich störe mich nur daran, dass dies ausschließlich an der Rechtsform festgemacht wird.
Übrigens: schau mal im Nürnberger Hbf bei der Drogerie Müller an die Eingangstüre, was da für eine Rechtsform angegeben ist...

von ChristianMUC - am 26.02.2010 14:22
Was ich nicht verstehe, der Prüfer muss ja von der IHK sein. Warum lassen sich die auf so eine inoffizielle Sache ein, bei der sie dann am Schluss durch einen Zaun flüchten müssen?

von Regensburger - am 26.02.2010 18:36
Bei einer Funktionsausbildung gibt es keine Prüfung durch die IHK, sondern lediglich eine Prüfung durch den EBL bzw. dessen Vertreter. Eine Abschlussprüfung bei der IHK gibt es nur bei Berufsausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz.

von ChristianMUC - am 26.02.2010 18:38
Na das ist ja mal ein totaler Schmarn! Sind die schriftlichen Prüfungen auch nicht einheitlich? Und dann darf man bei allen EVU fahren. Dann hat dieses Schein EVU ohne Züge auch einen EBL der die Prüfungen abnimmt?

von Regensburger - am 26.02.2010 19:57
Grundsätzlich steht es jedem EVU frei, wen es fahren lässt und wen nicht...

Und EBL kann man mieten - es gibt diverse Personen, die die EBL-Prüfungen erfolgreich absolviert haben und ihre Dienste jedermann zur Verfügung stellen.

von ChristianMUC - am 26.02.2010 20:00
Zitat
ChristianMUC
Grundsätzlich steht es jedem EVU frei, wen es fahren lässt und wen nicht...

Und EBL kann man mieten - es gibt diverse Personen, die die EBL-Prüfungen erfolgreich absolviert haben und ihre Dienste jedermann zur Verfügung stellen.


Es gibt aber von verschiedenen Seiten, u. a. von Gewerkschaften, den Ansatz die Prüfungen zum EBA zu verlegen.

von TEE - am 26.02.2010 20:35
Der Ansatz ist sogar sehr begrüßenswert - denn nur einheitlich strenge Prüfungen sorgen für einheitliche Ausbildungsstandards.

von ChristianMUC - am 26.02.2010 20:59

Allerdings, und ...

... bitte alle bereits fahrberechtigten Personen bitte nochmal nachprüfen. Nur so kann garantiert werden, dass dann nur ausschließlich qualifiziertes Personal auf die Menschheit losgelassen wird.

Wobei es mir egal ist, denn ich bin ein Fahrschalterflüchtling! :-)

von Fahrschalterflüchtling - am 26.02.2010 23:46
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