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ABomz, nix mehr, Gast aus Weiden, fahr-gast, Cargonaut, TEE, Martin Pfeifer, Neuenmarkt, Joachim Piephans

PM der DB: Startschuss für Elektrifizierung

Startbeitrag von Neuenmarkt am 02.07.2010 07:53

Startschuss für Elektrifizierung der Strecke Reichenbach–Hof: Bauarbeiten beginnen am 10. Juli 2010

Rund 3.000 Oberleitungsmasten werden gesetzt - Erster Projektabschnitt: Elektrifizierung Göltzschtalbrücke - Abschluss Elektrifizierung 2013

(Leipzig/Netzschkau, 1. Juli 2010)

Wesentliches Ziel ist es, die Region direkt an das künftige, elektrisch betriebene Mitteldeutsche S-Bahn-Netz anzubinden.

In Zukunft sollen die Nahverkehrszüge aus Südwestsachsen durch den City-Tunnel Leipzig nach Norden geleitet werden. Für die Reisenden bedeutet dies eine erhebliche Reisezeitverkürzung. Auch die Umwelt profitiert durch die deutliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes.

Ende 2012 soll der Abschnitt von Reichenbach nach Plauen elektrisch in Betrieb genommen werden und zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 die Elektrifizierung gesamthaft bis Hof abgeschlossen sein. Renaturierungs- und andere ergänzende Arbeiten dauern bis 2014 an.

[www.deutschebahn.com]
Baumaßnahmen im Detail:

Insgesamt werden auf dem 73 Kilometer langen Streckenabschnitt rund 3.000 Oberleitungsmasten gesetzt und 170 Kilometer Gleis mit Oberleitung überspannt. Hinzu kommt der Aufbau der Bahnstromversorgungs- und Einspeisungseinrichtungen in Hof und Plauen.

Darüber hinaus sind erhebliche Anpassungen an der bestehenden Infrastruktur notwendig. Da unter einigen Straßen- oder Fußgängerbrücken, die die Gleise überqueren, nicht genügend Platz für die elektrische Oberleitung ist, müssen diese entweder abgebrochen und durch neue, höhere Brücken ersetzt werden. An einigen Brücken werden dagegen die Gleise um mehrere Zentimeter abgesenkt. Desweiteren sind Umbauarbeiten in einigen Bahnhofsbereichen und der Bau von Anlagen zur Bahnstromversorgung erforderlich.

Die Elektrifizierungsarbeiten gliedern sich in vier Projektabschnitte, die aufgrund des engen Zeithorizonts zum Teil parallel geplant, genehmigt und realisiert werden. Die zuständige Planfeststellungsbehörde ist das Eisenbahnbundesamt, das für den ersten Abschnitt von Reichenbach bis Herlasgrün (rund 10 Kilometer) bereits den Planfeststellungsbeschluss erteilt hat. Der zweite Abschnitt führt von Herlasgrün bis Plauen (rund 15 Kilometer), der dritte von Plauen bis Gutenfürst (Landesgrenze Sachsen/Bayern, rund 35 Kilometer) und der vierte Abschnitt von Gutenfürst bis nach Hof (rund 13 Kilometer).

Bauarbeiten am Göltzschtalviadukt

Rund 16 Monate lang dauern die jetzt beginnenden Elektrifizierungsarbeiten im ersten Projektabschnitt, in dem sich auch das Göltzschtalviadukt befindet. Die Herausforderung dabei: Alle Arbeiten finden bei laufendem Betrieb statt. Damit ist der Verkehr über die Göltzschtalbrücke, also auch während der Bauarbeiten, eingleisig möglich. Das bedeutet, dass die Arbeiten zunächst an der östlichen Seite realisiert werden und danach die Gleise "umgeschwenkt" werden, um anschließend Baufreiheit für die Westseite zu haben.

Die weltbekannte Ziegelbrücke erhält im Zuge der Bauarbeiten auf der Oberseite ein komplett neues Tragwerk aus Stahlbeton mit einer neuen Fahrbahnwanne, wo sich die Fundamente für die insgesamt 22 neuen Oberleitungsmasten befinden. Aus diesem Grund müssen zunächst die Gleise vollständig zurück gebaut werden. Im Anschluss werden die Fahrbahnwanne erneuert und die neuen Gleise und Oberleitungsmasten errichtet.

Bereits seit dem Frühjahr laufen die bauvorbereitenden Arbeiten für diesen ersten Projektabschnitt, wie beispielsweise die Einrüstung der Göltzschtalbrücke, die Vorbereitung von Baustelle und Baufeld sowie die Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik, die für den eingleisigen Verkehr im Streckenabschnitt Reichenbach-Herlasgrün erforderlich sind.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland
Verantwortlich für den Inhalt:
Leiter Kommunikation Oliver Schumacher

Antworten:

Nun also doch

Hallo,

man kann hier geteilter Meinung sein:
-hätte der Güterverkehr etwas davon, wäre! es sinnvoll.
Aber glaubt hier jemand, das diese blöden Regierungen, von wirtschaftlichen Dingen benebelt und beeinflusst, ernsthaftes Interesse an Schienenverkehr haben? ALLES LÜGEN in BERLIN! Es zählt NUR NOCH der LKW, und wenn Gigaliner, noch besser.

-Schenker interessiert die Strecke im Vogtland nicht. Am liebsten alles nur über den Frankenwald.
-elektrisch nur, um in diesen dummen Leipziger Tunnel einfahren zu können.

Ein Geschwafel höre ich hier, das Süd-West-Sachen hier Richtung Norden durchgebunden werden soll.
Frage: warum wurde dann in den letzten 10, 15 Jahren jeglicher sinnvoller, über Jahrzehnte hinweg gewachsener Verkehr zerhauen, zerhackt, verstümmelt?
Ach ja, da fuhr ja ein Desiro im tollen aktuellen Berlin-Verkehr. Inzwischen nicht mal ab Hof mehr...
Momentan fahren wir hier nach Leipzig und Dresden. Dann heißt es umsteigen.

Ich würde mich wundern, falls jemals der Draht von Hof Richtung Süden weiterführen sollte.
Über Regensburg niemals, denn da müßte der Güterverkehr ja am favourisierten Knoten Nürnberg ungesehen dran vorbei. Außerdem ist MünchenNord auch schon außen vor.
Nach Nürnberg? Durchs Pegnitztal? Ach ja, ach gott, die Natur! Hier wird gebrüllt.
Aber wäre es eine Autobahn, Schwamm drüber, da baut man. So ist halt die Politik.

Evtl. baut Schenker dann ein paar Steckdosen in Hof für die letzten existierenden Ludmillas, damit die an der Warmhalte-Dose überdauern. Pro Tag kommen dann ein bis zwei Elloks hier her und spannen um.
Tendenz Güterverkehr übers Vogtland: weiterhin abnehmend, gen NULL!!!

Und zukünftig wird in Hof immer umgestiegen. Geflügelt wird in Reichenbach.
Alles toll.
Eine Strippe für zig Millionen für aberwitzige Züge: vier Waggons, meist doch nur zwei...

Denn was bleibt denn übrig in naher Zukunft, wenn der Bus ein billiges Angebot für die Zeitarbeit-"Dschober" und den Hartz IV-Mob stellt?
Rückzug aus den meisten Flächen in D!
Ich lach mich schlapp. Dann brummen die Unterwerke nutzlos wie Fliegen im Vogtland.

malo

von nix mehr - am 02.07.2010 08:40

Hmm.

Hmm.
Einerseits wird von dir prognostiziert, dass die Strecken in ein paar Jahren verkommen würden, und man eingleisig von Nürnberg nach Hof mit 80 km/h schaukeln würde in Zukunft..
Dann passiert das genaue Gegenteil, die Elektrifizierung, und schon passt es auch wieder nicht.
Zum Güterverkehr lassen wir uns überraschen.
Zum Personenverkehr:
Deine prognostizerten 2 Wagen - das sind Jetzt-Zustand!
Jetzt-Zustand mit viel zu langer Fahrzeit und v.a. einem Angebot zwischen Hof und Leipzig, das gen Null geht (und wenn was fährt, dann ohne Anschlüsse in Hof von Süden!). Klar, dass da keiner drinhockt.

Potenzial ist da schon da. Ist ja nicht so, dass die Region zwischen Nürnberg und Leipzig ausgestorben ist, nein auf sächsischem Gebiet eine der dichtbesiedeltsten Regionen Deutschlands.
Es muss ja nicht auf Dauer so sein, dass das beauftragte EVU, der Aufgabenträger oder wer auch immer hier so "krautert" wie es derzeit der Fall ist. Da ist eine Investition in die Infrastruktur denke ich schon etwas Nachhaltiges!




von ABomz - am 02.07.2010 09:15

Güterverkehr!!!!!!!! Was sonst!?

Zeitgleich mit der Ankündigung des Baubeginns für die Elektrifizierung Reichenbach - Hof hat DB Netz übrigens bekanntgegeben, mit den Vorplanungen für die Elektrifizierung Hof - Regensburg zu beginnen!!

Ziel ist es, neben der Nord-Süd-Strecke Hannover - Würzburg (-München - Süd/Südost) einen zweiten Korridor für die Hafenhinterlandanbindung und den Gütertransit zu schaffen auf der Achse Uelzen - Leipzig - Hof - Passu/München (-Süd/Südost). Und das ist ein ernsthaftes Vorhaben! Der Frankenwald ist gerade wegen seiner Rampe außen vor, sondern wird weiträumig ostwärts umfahren.
Die Güterachse also braucht die Elektrifizierung, der Reiseverkehr profitiert höchstens davon.

Abgesehen davon gehört Nürnberg - Hof natürlich längst elektrifiziert. Was dort tagtäglich von zig Triebwagenkombinationen unter Vollast an Feinstaub und CO 2 hinausgeblasen wird auf dieser stabilen Nahverkehrsachse, ist doch irre!!!!

Man kann der DB eigentlich nur die Stange halten, daß sie mit Planungen in Vorleistung geht, auch wenn die Politik noch längst keinen müden Euro zusicher will. Die 232/233-bespannten und durchs Vogtland dröhnenden Güterzüge sind umweltpolitisch und ökonomisch ebensowenig sinnvoll. Besser eine langsame, zähe Verwirklichung als gar keine.

Die Politik müßte in Bayern eigentlich nur eins tun: festschreiben, daß Einsparungen im Nahverkehr aufgrund günstigerer Ausschreibungen nicht im allgemeinen Haushalt verschwinden, sondern für solcherlei Investitionsmaßnahmen bzw. den Anteil des bayerischen Staates daran zweckgebunden werden. Das würe völlig ausreichend, um in wenigen Jahren ein hübsches Sümmchen anzulegen.


Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 03.07.2010 09:48

Re: Güterverkehr - Elektrifizierung WEN/SAD - Hartmannshof

Man hört immer wieder von Gerüchten, dass der Knoten Nürnberg nach einer Elektrifizierung von Hof-Regensburg auch über eine Elektrifizierung der Strecke WEN-Neukirchen(-Hartmannshof) angebunden werden könnte. Ausweichstellen auf dem eingleisigen Abschnitt zwischen Weiden und Neukirchen sind ja vorhanden. Ist da was wahres dran?

von Gast aus Weiden - am 03.07.2010 12:52

Sag das denen...

Sag das denen, die bereits im Begriffe sind "aufzugeben", und drauf und dran sind, für alles hier in der Region apokalyptische Zukunftsprognosen abzugeben! [v.a. solchen die die Bundesbahnzeit versuchen wieder herbeizuschwören und nicht mal dran denken den noch nie dagewesenen derzeitigen 1h-Takt in Nordostbayern z.B. für präsdestinierte Fahrten zur Arbeit auch nur ansatzweise zu nutzen - mann kann ja billig in der Tschechei tanken - was Nordostbayern sicher voll weiterhilft...).
Anscheinend kann das, und v.a. solch Doppelmoral, auch "geil" machen...
Solch eine Denke hilft uns und somit den nordostbayrischen Landkreisen jedenfalls ganz und gar nicht weiter...
Hauptsache hinter jedem Vorhaben den Untergang herbeibeschwören - weiter so!!

von ABomz - am 03.07.2010 19:19

Mal eine Frage an malo

Hallo,

nur mal so am Rande würde mich interessieren:

Nutzt du eigentlich derzeit, wie man es von einem "Eisenbahnfreund" erwarten sollte, den - zu "heiligen" Bundesbahnzeiten noch nie dagewesenen 1h Stundentakt zwischen deinem Wohn- und deinem Arbeitsort per Bahn?
D.h. nützt und stützt du das System, dem du anlastest "es würden nur 2 Wagen-Klitschenzüge" fahren?
Zug oder doch eher Auto? Falls letzteres, wird in D oder in CZ getankt?
D.h. bei einer Autonutzung: Werden Tankstellenbesitzer - und somit Arbeitsplätze - in Marktleuthen, oder in Hazlov, von dir gestützt?


von ABomz - am 03.07.2010 19:28

Re: Nun also doch

Zitat
malo
Ach ja, da fuhr ja ein Desiro im tollen aktuellen Berlin-Verkehr. Inzwischen nicht mal ab Hof mehr...
Momentan fahren wir hier nach Leipzig und Dresden. Dann heißt es umsteigen.


Wie oft hast du den eigenwirtschaftlich gefahrenen Zug ab Hof genutzt und zu dessen Erfolg beigetragen?
Bei aller Härte deiner Vorwürfe, würde mich interessieren, in wie fern du das System Bahn, v.a. in Nordostbayern, selbst nutzt (und zwar jenes Bahnsystem das in der hiesigen Region so verdichtet und vertaktet ist, und so schnelle und häufige Verbindungen bietet wie nie - solch diletanitische Planungsfehler wie zwischen Hof und Leipzig sind in meiner Aussage schon eingerechnet!).
Du schreibst im Plural "wir führen momentan über Leipzig und Dresden nach Berlin". Wie oft bist du selbst da an Bord?
Das soll übrigens nicht heißen, ich würde alle gegenwärtigen Entwicklungen für gut verheißen.
Doch würde mich eine Stellungnahme eines Forenteilnehmers, der stets den Untergang heraufbeschwören will, hinsichtlich seines persönlichen Beitrags zum System Bahn in Ofr. durchaus interessieren.
Bahn hat eben nicht nur Erfolg, wenn Freaks für 2,50/Tag mit TramperMonats-Ticket ähnlichen Fahrscheinen Pampa-Nebenbahnen abklappern. Man sollte da als "Fan" schon etwas mehr dahinter stehen, und die Bahn nicht nur für Fahrten, die dem Freakdasein dienen, nutzen.

von ABomz - am 03.07.2010 19:44

Re: Güterverkehr - Elektrifizierung WEN/SAD - Hartmannshof

Zitat
Gast aus Weiden
Man hört immer wieder von Gerüchten, dass der Knoten Nürnberg nach einer Elektrifizierung von Hof-Regensburg auch über eine Elektrifizierung der Strecke WEN-Neukirchen(-Hartmannshof) angebunden werden könnte. Ausweichstellen auf dem eingleisigen Abschnitt zwischen Weiden und Neukirchen sind ja vorhanden. Ist da was wahres dran?


Servus,

die Idee gab es tatsächlich, den aktuellen Stand kenne ich nicht. Das ist im Zusammenhang mit dem Pegnitztal zu sehen, wo ja etliche Brücken zu erneuern sind.

Vorteile dieser Lösung sind:
- geringere Investitionen, da eingleisige Strecke, die zudem auch noch kürzer ist. Außerdem kann die Bahn hier die eigentlich für die S-Bahn gedachte Elektrifizierung und Streckenausbau zwischen Lauf (links) und Hartmannshof ausnutzen
- schneller realisierbar, da unabhängig von der Tunnel- und Brückensanierung im Pegnitztal. Somit entfallen auch sämtliche Diskussionen über die KLV- / Container-Tauglichkeit. Eine elektrifizierte Strecke, die so etwas nicht aufnimmt, taugt nichts für den Güterverkehr

Nachteile dieser Lösung sind
- im Vergleich zur zweigleisigen Strecke über das Pegnitztal verringerte Durchlaßfähigkeit.
Auch mit der demnächst ohne Einschränkungen verfügbaren Kreuzungsmöglichkeit in Vilseck. Mehr als 1 Güterzug pro Stunde und Richtung zusätzlich zum Regionalverkehr (auch weiterhin im Stundentakt) dürfte auch weiterhin nicht möglich sein. Hinzu kommen verlängerte Fahrzeiten durch die Kreuzungshalte. Im dümmsten Fall (80 km/h-Plan) hat ein Güterzug heute drei Kreuzungen: Weiherhammer mit RE, Freihung mit entgegenkommenden Gz und in Großalbershof / Vilseck nochmal ein RE.
- starke Steigung Hartmannshof - Neukirchen (bei Sulzbach-Rosenberg). Im Seehafen-Hinterlandverkehr gibt es keine ausgesprochene Lastrichtung, so das diese Strecke für den Verkehr zur See ungünstig ist.

Über Sinn und Verstand dieser Lösung mögen andere entscheiden.

von Martin Pfeifer - am 03.07.2010 20:42

Re: Güterverkehr - Elektrifizierung WEN/SAD - Hartmannshof

Danke für die detaillierte sachliche Antwort.

Ich persönlich denke, dass dies eine spätere Option ist, falls die Strecke durch das Pegnitztal nicht elektrifiziert werden sollte.

Und hier treffen politische Interessen (gute/schnelle regionale Anbindung) und die wirtschaftlichen Interessen der DB AG (Güterverkehr See/See) aufeinander.

Vor allem, da nach anderen Berichten im Internet, die Nord-Süd-Achse benötigt wird um den See/See Verkehr nicht an die östlichen Nachbarn zu verlieren.

Der Ost-West Verkehr scheint momentan nicht diesen Druck zu haben.

Bei 1 Güterzugpaar pro Stunde wären ja doch 20 Paare (ohne Betriebsruhe sogar 28 Paare) für den Ost-West Verkehr zwischen Neukirchen-WEN pro Tag möglich. Marktredwitz-Weiden muß ja den zusätzlichen Verkehr auch aufnehmen können.
Wobei ich nicht beurteilen kann, in wie weit die Steigung bei Hartmannshof bei elektrischem Verkehr eine Behinderung ist.

Interessant finde ich auch, dass bei einer Elektrifizierung Hof-Regensburg auch mittelfristig ein Ausbau der Strecke Landshut-Mühldorf-Salzburg zum Anschluß an die Tauernbahn diskutiert wird.

Ich würde mir wünschen, dass sowohl das Pegnitztal als auch das Naabtal elektrifiziert wird. Auf Dauer werden nur Strecken überleben, die ihr Geld erwirtschaften. Auf das Anhalten von Subventionen für den Regionalverkehr würde ich mich nicht verlassen.

Aber das entscheiden Wirtschaftler und/oder Politiker.


von Gast aus Weiden - am 04.07.2010 10:40

Re: Güterverkehr - Elektrifizierung WEN/SAD - Hartmannshof

Zitat
Gast aus Weiden
Ich persönlich denke, dass dies eine spätere Option ist, falls die Strecke durch das Pegnitztal nicht elektrifiziert werden sollte.


Ohne zweigleisigen Ausbau ist das niemals eine Option! Uelzen - Stendal wird auch nicht umsonst zweigleisig ausgebaut und heute schon ist der Nahverkehr auf dieser Strecke mehr als störungsanfällig.

Zitat
Gast aus Weiden
Interessant finde ich auch, dass bei einer Elektrifizierung Hof-Regensburg auch mittelfristig ein Ausbau der Strecke Landshut-Mühldorf-Salzburg zum Anschluß an die Tauernbahn diskutiert wird.


Mühldorf - Rosenheim, zum Anschluss an die Brennerstrecke wäre dann auch noch eine Option.

Zitat
Gast aus Weiden
Ich würde mir wünschen, dass sowohl das Pegnitztal als auch das Naabtal elektrifiziert wird. Auf Dauer werden nur Strecken überleben, die ihr Geld erwirtschaften. Auf das Anhalten von Subventionen für den Regionalverkehr würde ich mich nicht verlassen.


Dann müssten wir bald die meisten Straßen stilllegen, weil sie ihr Geld nicht erwirtschaften, das ist neoliberales Fantasiedenken.
Eine allgemeine Daseinsvorsorge ist notwendig und eigentlich grundgesetzlich garantiert. Das sind dann auch keine Subventionen, sondern eben für die Daseinsvorsorge nötige Ausgaben, wie auch für Schulen etc.


von TEE - am 04.07.2010 16:34

Re: Güterverkehr - Elektrifizierung WEN/SAD - Hartmannshof

Zitat
Gast aus Weiden
Interessant finde ich auch, dass bei einer Elektrifizierung Hof-Regensburg auch mittelfristig ein Ausbau der Strecke Landshut-Mühldorf-Salzburg zum Anschluß an die Tauernbahn diskutiert wird.


Zitat
Peter Griffin
Mühldorf - Rosenheim, zum Anschluss an die Brennerstrecke wäre dann auch noch eine Option.


Diese Lösung wurde auch schon bzgl. den Verkehrsströmen zum Brenner-Basistunnel diskutiert.

Zitat
Gast aus Weiden
Ich würde mir wünschen, dass sowohl das Pegnitztal als auch das Naabtal elektrifiziert wird. Auf Dauer werden nur Strecken überleben, die ihr Geld erwirtschaften. Auf das Anhalten von Subventionen für den Regionalverkehr würde ich mich nicht verlassen.


Zitat
Peter Griffin
Dann müssten wir bald die meisten Straßen stilllegen, weil sie ihr Geld nicht erwirtschaften, das ist neoliberales Fantasiedenken.


Das hat nichts mit neoliberales Fantasiedenken zu tun. Es sind eher Befürchtungen in Zeiten knapper Kassen.

Und im östlichen Forengebiet kann nur der überregionale Güterverkehr, der nicht durch Nürnberg muss, das unsubventionierte Geld für die Bahn bringen.

Die Schiene hat leider einen anderen Stand beim Gemeinnutz als die Strasse.
Wieviele Strassen wurden denn schon stillgelegt?
Aber wieviele Bahnstrecken wurden stillgelegt oder zurückgebaut.
Oder der Personenverkehr auf der Bahn wird durch Busse ersetzt.

Zitat
Peter Griffin
Eine allgemeine Daseinsvorsorge ist notwendig und eigentlich grundgesetzlich garantiert. Das sind dann auch keine Subventionen, sondern eben für die Daseinsvorsorge nötige Ausgaben, wie auch für Schulen etc.


Hoffentlich sieht das die Politik zukünftig beim Personennahverkehr der Bahn in unserem Raum auch so. Wobei eine profiltable Güterstrecke sicher keinen attraktiven Personenverkehr garantiert.

von Gast aus Weiden - am 04.07.2010 19:20

NEIN!

Aus gutem Grund: 45 min Verlust vor/nach Arbeit

11 km einfach per Karre, und GARANTIERT nicht mit VogelBahn.

Achja, war letzte Woche mal per ALEX in Regensburg. Zug testen.
Nun ja, sehr fein, im Gegensatz zu den Tw.

Dafür gestern und heute Sonntag: jeweils Zone+, ab/bis Cheb.
Dazwischen viel, viel, viel Eisenbahn! Waggons, Triebwagen alt und neu.
Überall Service, Gaststätten in Bahnhöfen.

DOCH: in Praha wimmelt es von Bussen der Firmen Letuschka und StudentAgency.

Unser aller Zukunft!!!
Ich hab die nicht gewählt.
Der BUS wird kommen! Mit aller Macht durch die unterwanderte Regierung, durch manipulierte Volksverdreher.
Und gerade hier wird man in kurzer Zeit regional sehr ausbluten.
Denn billich ist doch gut, oder?

ONO bei Cheb 30,50 kc das 95er!
Der Bande noch Steuern in Berlin zukommen lassen? Bestimmt nicht.
Urlaub gibt es nur noch in CZ, PL, SK, HU, RUS, BC.


von nix mehr - am 04.07.2010 19:51

Bord?

Sach mal, wo "an Bord"?

Also bei CeskyDrahy sitze im IM ZUG!

Mit dem ALEX war ich heuer schon vier mal weit unterwegs :-)

Und ach weißt Du, meine Kilometerleistungen in früherer Zeit, komischerweise bis 1994 lagen im Schnitt bei 30000 pro Jahr.
Ich bin genug gefahren. Muß ich heut nimmer ;-)

von nix mehr - am 04.07.2010 19:53

Re: NEIN!

Zitat
malo
ONO bei Cheb 30,50 kc das 95er!
Der Bande noch Steuern in Berlin zukommen lassen? Bestimmt nicht.
Urlaub gibt es nur noch in CZ, PL, SK, HU, RUS, BC.


Wie bitte? 30,50 der Liter drüben? Ist bei nem Kurs von 23 Kc ja dasselbe wie in Dtl. - rechnet man die unsinnigen Tankfahrten nüber und rüber mit ein!
Hauptsache hier nix stützen! Der Bande in Cheb/Prag die Steuern reinstopfen anstatt den Nachbarn in Marktleuthen/Hochfranken zum Überleben zu verhelfen?
Sorry, aber bei solch Mentalitäten kein Wunder, wenn in Hochfranken Familienbetriebe schließen müssen!

Und kein Urlaub mehr hier? Pleite für alle Pensionen in Marktleuthen, Bischofsgrün, Berneck? Die gehen dann aber nicht pleite wegen deiner vielgerügten Berliner Regierung, sondern wegen Leuten, die ihr Geld lieber in Osteuropa und Russland verpulvern! Wo doch die Sachen und v.a. die Verhältnisse in CZ kein Bisschen anders bzw. lohnend billiger mehr sind als in Dtl.! Wirklich super Einstellung! Als hinter der Region stehend kann ich das aber nicht bezeichnen!

Sorry, aber solch Einstellung - wenn denn jeder so denken würde - ist wahrlich der oberste Grund für das Sterben von Gewerbe hier.

Bitte erstmal selbst mit gutem und v.a. ideologischem Beispiel vorangehen, bevor hier tagein tagaus die Apokalypse prohezeit wird!

Ernst nehmen kann ich bei solch Hintergrund deine Untergangsbeiträge sicher nicht mehr - das ist Doppelmoral wie aus dem Bilderbuch!

von ABomz - am 04.07.2010 23:08

Re: Bord?

Zitat
malo


Ich bin genug gefahren. Muß ich heut nimmer ;-)



Ich denke mit Fahrleistungen, die vor 20 Jahren stattgefunden haben, braucht man heutzutage nicht zu argumentieren. Sind halt andere Zeiten heute. Da nutzen deine Fahrgeldeinnahmen durch Tramper Monats Ticket - Fahrten vor 2 Jahrzehnten heute nicht viel... Jedenfalls dann nicht, wenn man das heutige (z.T. im Nv nie so gut gewesene System Bahn in Ofr. nur schlecht macht - gleichzeitig aber keinerlei Stütze dafür beiträgt).
Evtl. mal moralisch vorangehen und selbst die eigenen vermeintlichen Ideologien stützen, anstatt hier den (zum Teil eigens mitherbeigerufenen?) Untergang hervorzurufen???

!!!




von ABomz - am 04.07.2010 23:11

Re: NEIN!

Zitat
malo
Aus gutem Grund: 45 min Verlust vor/nach Arbeit



Und in deinem vielbeschworenem Bahnland CZ?
Wieviel machen die Arbeiter da mit dem Zug ggü. dem Auto an Zeit "schlecht"?
Dort wäre Stundentakt das Paradies! Aber nein, dort ist alles besser, bei 5 Zügen am Tag, v/max 50 km/h und keinerlei Vertakung / ITF-Anschlüssen.
Und wenn dann hier in Ofr. ein Stundentakt (was würde man mehr noch zwischen Nieder- und Martinlamitz erwarten?) installiert ist, wird weiter apokalyptisch in die Zukunft geschaut.
Selbst mitfahren? Nein doch...

von ABomz - am 04.07.2010 23:47

Re: Bord?

Eigentlich wollte ich mich als anonymer Teilnehmer hier in dieser Diskussion nicht einmischen, aber jetzt muß ich doch was loswerden:
ABomz hat hier schon recht mit seinen Argumenten: Das System "Eisenbahn" war hier in der Region was den Regionalverkehr betrifft, NOCH NIEMALS auch nur annähernd so gut wie heute, und nein, auch erst recht zu "guten(?), alten" Bundesbahnzeiten nicht!
Selbst auf den sehr wenigen Nebenstrecken, die selbst zu Bundesbahnzeiten in Punkto Zugdichte schon vergleichsweise ordentlich bedient wurden (etwa die heutige KBS857), wurde das Zugangebot in den letzten gut 15 Jahren nochmals deutlich ausgeweitet. Noch niemals fuhren hier pro Tag so viele Züge wie heute. Und auch ein Zeitvergleich lohnt: nach Steben fuhr in den 80ern der letzte Zug kurz nach 18 Uhr in Hof ab, der letzte aus Gegenrichtung kam kurz nach 20 Uhr wieder rein - danach wurden sprichwörtlich die Bahnsteige hochgeklappt. Auf vielen anderen Verbindungen in der Region wurden letztere oft gar nicht heruntergeklappt, an WE undoder Feitertagen herrschte komplette Betriebsruhe - nach Helmbrechts genauso wie auf der Linie Kirchenlaibach-Weiden (letztere immerhin eingleisige Hauptbahn!).
Natürlich kann man alles schlechtreden und beispielsweise den ach-so großartigen Kurswagen nach Bad Steben nachtrauern, aber: welcher Fahrgast muß sich heute das noch geben, im versifften Schnellzugwagen nach Hof (mangels vorhandener elektrischer Heizmöglichkeit bei den V100 natürlich mit 218), dort erst mal herumrangieren, bis es dann nach einer gefühlten Stunde endlich weitergeht? Kein Bedarf, danke.
Bei aller Kritik an der BEG, welche bei Ausschreibungen wie auch in Oberfranken Billigangebote bevorzugt, darf nicht unerwähnt bleiben, daß es ab nächsten Jahr nochmals eine teils drastische Aufstockung des Zugangebotes hier geben wird, teilweise auf einigen Verbindungen an WE um ca.PLUS 50%, selbst auf der wohl unwirtschaftlichsten Verbindung in der Region, nach Helmbrechts!
Die Voraussetzungen, die Bahn wieder konkurrenzfähiger gegenüber dem PKW zu machen, waren noch nie so gut wie jetzt!




von fahr-gast - am 05.07.2010 05:00

Moin

Moin ABomz,

was nützen mir Angebote, wenn ich die überhaupt nicht brauche?
Wozu soll ich Bahn fahren? Zu was?

Vor 14 Tagen wars, weil ich die zweite RTS-221 in Regensburg fotografiert habe.
War sehr schön mit dem ALEX. An- und Abreise passten.

Warum soll ich mir täglich 90 Minuten Warterei in Martinlamitz ans Bein schmieren, wenn Fahrzeiten mit Schichtzeiten überhaupt nicht passen?

Weiß Du wie prima auch die CeskyDrahy vertaktet ist? Zwei Tage rund um Praha.
Kolin, Pardubice, Nymburk, Turnov, Ceska Lipa, Liberec, Decin, Usti nad Labem.
Egal wo, dort ist das auch. Und ich nehme DORT! das Angebot wahr.
Freitzeit verfahre ich dort.
Es ist halt Pech, das mich das ganze Gewese hier in D nicht mehr juckt.

Was ich bräuchte: Züge via As. Und zwar so, das ich vor um 6 Uhr in Cheb bin.
Einsteig wäre dabei in Selb-Plößberg. Und nicht! mit Umsteig in Oberkotzau.
Was ich dann mache: Ausflüge nach Böhmen :-)
Ich will mir zahlreiche neue touristische Ziele erwandern, weil ich nach 30 Jahren hier nichts mehr neues finde.

Vor vier Jahren bin ich noch zur Erlanger Berchkerwa und zum Nernbercher Volksfest mit dem Zug gefahren. Aber ich will da nicht mehr hin.
Ach ja, und Lückenschluß Höllental? Wäre sehr gut, Einsteig hier!, Umsteig Hof. Es gäbe in Thüringen zahlreiche Ecken, wo man einen Wochenendausflug verbringen kann.

Ganz einfach.

malo

von nix mehr - am 05.07.2010 06:09

Ach gott

Dann rechne erst mal: 1,18 Euro der 95er.
Hinzu 1 Cent Gebühr pro Liter für die Kreditkarte.

Die Kiste parkt so oder so in Cheb.
Ich fahr ja nicht extra zum tanken. Man ist halt zu 99% freizeitmäßig als "Tscheche" unterwegs. Da bleibt leider fürs Pfund in Berlin nix übrig.

Einkaufen in CZ lohnt nimmer.
Doch ich nehme mir eben Spezialitäten mit. Aber das sind oft so viele, das ich hier in 14 Tagen höchstens Brot kaufen muß :-)))

So und jetzt komm, ich muß lachen.
Bevor awp noch die Keule für Dich austeilt....

von nix mehr - am 05.07.2010 06:15

Lieber Fahr-Gast

Moin,

wo steht, das ich einer DB nachweine?
Nirgends.

Der Takt möge gut sein, aber er fährt regional heiße Luft umher.

Hinter allem steht in jeder Sekunde mit immer größeren Druck:
GELD

Und ich frage mich, wie lange sie das noch in Berlin drucken können.
ICH darf ja nun für die griechischen Lügner Milliarden an Steuergelder umleiten, damit die weiterwirtschaften.
Und dafür zahle ich!
Ich bin zum Euro nie gefragt worden. Keine Wahl war hierzu.
Nur in D wurde das per "Regierung" durchgeboxt. Birne der Antreiber.

Lasset Portugal, Spanien und Italien absaufen. Der Rest folgt schnell.
Und dann noch Taktverkehr?

Die Daseinsvorsorge wird regional dann so aussehen:
Es entstehen zuerst Taktlücken!!! Und dann hast Du einen guten, alten Bundesbahn-Fahrplan. Und dann schau mal aufs Busangebot.
Dann schau mal Straßen und Bürgersteige an. Die sind bereits so bröselig, das man sie gar nicht mehr um 20 Uhr hochklappen kann.
Du sollst ja abends auch daheim sein, und nicht den Anspruch stellen, nach einem Theaterbesuch in Hof um 23.45 Uhr noch mit der VBG ins Land hinaus fahren zu wollen.
Und das Hofer Theater? Das wird ein Theater, wenn es geschlossen werden muß, weil kein GELD mehr da ist.

Flughafen Hof? Diesen zerlegt es genauso.

Warte mal, viel liebgewonnenes werden wir schon bald verlieren.

malo

von nix mehr - am 05.07.2010 06:25

Re: Moin

Zitat
malo
Weiß Du wie prima auch die CeskyDrahy vertaktet ist? Zwei Tage rund um Praha.
Kolin, Pardubice, Nymburk, Turnov, Ceska Lipa, Liberec, Decin, Usti nad Labem.
Egal wo, dort ist das auch.


Naja, von "egal wo" würde ich nicht sprechen.
Auch ich habe viel Erfahrung mit der CD, bin dort viel umhergefahren.
Bei fast jeder Tourplanung saß ich haarsträubend vorher stundenlang am PC, weil die Vertakung eben lange nicht so passt wie hier. Spätestens am dritten, vierten Umsteigebahnhof hakts, dort ist schon keine Vertaktung mehr. Schau dir halt nur mal den Knoten Domazlice (Einreise aus Furth, Weiterfahrt auf der Nebenbahn) an und schau dir mal an, wielange z.B. Domazlice-Horazdovice dauert!
Da kommt man in Volary aus Richt. Lipnosee an, und es geht nichts weiter - in keine Richtung. Erst nach 45 Minuten. Für Gesamtrelationen mittlerer Reiseweiten von 200-300 km braucht man - handelt es sich nicht ausschließlich um eine Hauptbahn - nicht selten 5 Stunden.
Und und und.




von ABomz - am 05.07.2010 20:13

Re: Ach gott

Zitat
malo
Einkaufen in CZ lohnt nimmer.
Doch ich nehme mir eben Spezialitäten mit. Aber das sind oft so viele, das ich hier in 14 Tagen höchstens Brot kaufen muß :-)))


Ich denke halt, dass die hochfränkischen Unternehmen derzeit mehr der Stütze bedürfen, als es bei den Tschechen zur Zeit der Fall ist.
Aber liegt vllt. auch ein Bisschen an meiner "Liebe" zu Oberfranken. Dessen kulinarische Spezialitäten ja den Tschechen wirklich in null komma nichts nachstehen!




von ABomz - am 05.07.2010 20:20

Fahr z.B. mal in die Fränkische Schweiz!

Zitat
malo

Ach ja, und Lückenschluß Höllental? Wäre sehr gut, Einsteig hier!, Umsteig Hof. Es gäbe in Thüringen zahlreiche Ecken, wo man einen Wochenendausflug verbringen kann.



:-) Die gibt es in allen anderen Regionen, in die die Bahn fährt, schon auch...
Aber man will ja immer dahin, in das einzige Eck, wo die Bahn grad nicht hinfährt...

Mal ein Tipp: Die fränkische Schweiz, mit 194 Brauereien - davon m.W. nach keine einzige mit Konzernbindung, jede völlig unabhängig!
Was glaubst was es da alles zu entdecken gibt! Und ich meine damit nicht Pottenstein und Ebermannstadt, sondern Hunderte von unbekannten Trockentälern, Höhlen, Jurahochfläche, Dörfer wo 1970 die Zeit stehen geblieben ist, nichts auf die Gegenwart hindeutet! Überall Wirtshäuser!
Ein Landstrich mit heiler Welt, mit der größten Dichte regionsansässiger Betriebe, mit Leuten die hinter der Region stehen! Wo man ohne ein einziges Nestle Produkt [dieser Nestle- und Konzernkult geht übrigens in tschechischen Supermärkten 1000 mal schlimmer um als hier!] auskommen wird! Wo ich in noch keinem Gasthof Coca Cola gesehen habe (sondern vielleicht Stöckel-Cola aus Hintergereuth oder Schuler-Limonaden aus Bamberg)! Wo jedes Dorf selber braut, schlachtet, bäckt und (Schnaps) brennt.
Das alles ist noch viel geiler als in vielen Regionen Tschechiens :) !!! Und solche Betriebe bieten vielen unserer Nachfolger einen Ausbildungsplatz! Deswegen gilt es das zu stützen, und nicht immer nur Tschechei...

Und alles z.B. ab MAK über PEG und Bus [keine Angst, da fuhr schon immer der Bus - ist ne uralte Postkonzession und kein Bahnkonkurrent] zweistündlich binnen kurzer Zeit zu erreichen...

Und wenn ich auch mal ne Apokalypse abgeben darf: In CZ-Land wird es auch bald vorbei sein mit Eisenbahnherrlichkeit!
Was fährt denn noch ab Cheb in den R´s? 4, 5 Wagen, kaum mehr Leute hocken drin! Geschweige denn noch ein Speisewagen auf der Strecke obenrum durchs Egertal!
Die Motorisierung nimmt zu, die Straßen werden gut dort!


Ich bin ja gespannt ob die Tschechen dann nach ner größeren Reform wie hier 1994 ein vergleichbares Bahnnetz aufziehen wie es bei uns derzeit angeboten wird (d.h. Stundentakt auf den Strecken die übrig bleiben, nach einer absoluten Verjüngungskur der Infrastruktur)!


von ABomz - am 05.07.2010 20:44

Mensch ABomz,

hast Du schon gesehen, was Busse der Bahn KONKURRENZ auf der Straße machen?
Warst Du in Polen, wo riesige Landstriche bereits ohne Bahnverkehr sind, aber vor den Bahnhöfen beängstigendes Gewimmel von Bussen herrscht?

Ebermannstadt profitiert von der Ballungsregion Bamberg - Erlangen - Nürnberg.

Klar, die Gegend dort ist ungemein fein und wird auch noch besucht.
Aber zuvor reise ich mir all das unter den Nagel, was in nächster Zeit nicht mehr per Bahn erreichbar sein wird.
Und das wird heuer im Oktober etwas rund um Mimon sein. Und da brauch ich noch einige Zeit. :-)

von nix mehr - am 06.07.2010 10:18

Re: Mensch ABomz,

Zitat
malo
hast Du schon gesehen, was Busse der Bahn KONKURRENZ auf der Straße machen?
Warst Du in Polen, wo riesige Landstriche bereits ohne Bahnverkehr sind, aber vor den Bahnhöfen beängstigendes Gewimmel von Bussen herrscht?


Das ist aber der Zustand, dass die Strecken stillgelegt wurden und gleichzeitig bzw dann die Busse aufkamen, ja.

Klar, wenn die Strecken abbestellt sind, dann MUSS man ja Bus fahren, wie in PL!
Ist dann aber auch keine Konkurrenz, da bei Aufkommen der Busse die Bahnen ja schon so gut wie tot waren! Das war politisch gewollt...

In Tschechien verkehrt z.B. beides parallel, quasi ständig Busse nach und von überall (sogar Stitary und Trojmezi...) Hranice im Stundentakt der Bus - trotzdem ist der 1x tägliche Zug gut besucht, obwohl teurer!
Sogar Asch-Prag täglich. Quasi von jedem Kaff nach Prag Linienverkehr mit Bus. Und auch mit dem Zug.

Ein Nebeneinander von Bus und Bahn geht also schon!

Dass die Bahn da in letzter Zeit aufkommensmäßig das Nachsehen hat, liegt halt an der Motorisierung dort, wie hier vor 30, 40 Jahren. Das trifft aber sicher den Bus genauso.

Fakt ist aber, dass auch in Nachwende-Zeiten und hier zu Hochzeiten der CD Bahn und Bus dort im Parallelverkehr bestens funktioniert haben.


Mal schaun, wohin bei uns die Tendenz geht. Die ganzen Strecken wurden ja jetzt erstmal für 10 Jahre wieder bestellt.
Eigenwirtschaftliches gibts ohnehin schon lang kaum mehr was (der IRE noch?)!

Wünschenswert wäre es schon, wenn Bahn und Bus so harmonisch nebeneinander laufen würden wie in CZ. Warten wirs ab, vielleicht kommts ja so! Ich will da noch nicht die Flinte ins Korn werfen...

von ABomz - am 06.07.2010 17:18

Re: Güterverkehr - Elektrifizierung WEN/SAD - Hartmannshof

Zitat
Martin Pfeifer
Vorteile dieser Lösung sind:
- geringere Investitionen, da eingleisige Strecke, die zudem auch noch kürzer ist. Außerdem kann die Bahn hier die eigentlich für die S-Bahn gedachte Elektrifizierung und Streckenausbau zwischen Lauf (links) und Hartmannshof ausnutzen


Wie vertragen sich "Lü" und Hochbahnsteige der S-Bahn?

Zitat
Gast aus Weiden
Wobei ich nicht beurteilen kann, in wie weit die Steigung bei Hartmannshof bei elektrischem Verkehr eine Behinderung ist.


Absolut irrelevant in meinen Augen, da die Steigung selbst mit einer Diesellok mit 1300t gefahren werden kann.

MfG

von Cargonaut - am 09.07.2010 17:44
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