Kurzbericht Regensburg-Weiden-Bayreuth

Startbeitrag von Schulleiter am 17.07.2010 11:20

Ein paar Notizen von gestern:

ICE aus Wien trifft mit +2 um 18.33 Uhr in Regensburg Hbf ein, Klimaanlage funktioniert in allen Wagen bis auf einen.

Umstieg auf ALEX am selben Bahnsteig, das einzige Mal am Tag, dass dieser Anschluss klappt. Vorne vier Wagen nach Hof (Abteilwagen 1./2. Klasse mit Fenster zum Öffnen und funktionierender Klimaalage und nur sechs Sitzen pro Abteil, Alex-Treff-Wagen Modell Südast ohne Klimaanlage, Doppelstockwagen mit funktionierender Klimaanalage, Abteilwagen 1./2. Klasse mit *nicht* funktionierender Klimaanlage und nur kleinen Kippfenster zum Öffnen sowie acht Sitze im Abteil zweiter Klasse). Hinten Zugteil nach Prag (u.a. mit tschechischem Bistro-/1.-Klasse-Wagen, der ebenfalls bewirtschaftet war (von JLV) und günstigere Preise als ALEX hat (u.a. 0,5 Liter Mineralwasser 1,20 Euro, 0,5 Liter Budweiser 1,80 Euro, fast der ganze Kühlschrank war voller Bier), außerdem sind diverse kleine Gerichte wie heiße Würstchen und größere wie Schnitzel erhältlich, das teuerste Hauptgericht kostet ca. 5 Euro (Zum Vergleich: ALEX möchte 2,00 Euro für 0,5 Liter Mineralwasser und 2,50 Euro für 0,33 Liter Becks). Aber: Auch hier funktionierte die Klimaanlage nicht, und es herrschten tropische Temparaturen in diesem tschechischen Wagen. Die restlichen tschechischen Wagen habe ich nicht erkundet.

Abfahrt Regensburg Hbf um 18.38 Uhr mit +3 mit lautem Gequietsche, vor der Donaubrücke wurde per Durchsage der Wagenmeister ins Bistro beordert. Unmittelbar nach der Donaubrücke Halt in ??? (Name vergessen), wo der Zug inspiziert und repariert wurde. In Schwandorf Zugtrennung, Abfahrt um 19.28 Uhr mit +19.

Durchfahrt Nabburg im Schritttempo, vermutlich wegen der gerade auf dem anderen Gleis haltenden Vogtlandbahn Richtung Regensburg.

Überholung der Vogtlandbahn Richtung Weiden in Wernberg links auf Gleis 3.

Einfahrt Weiden auf Gleis 1. Der Anschluss in Weiden nach Bayreuth (628.4) auf Gleis 3 hat freundlicherweise gewartet, Abfahrt Weiden mit +20 um 19.57 Uhr. Hätte man in Weiden auch auf Gleis 2 einfahren können? Wäre zumindest für die doch recht zahlreichen Umsteiger einfacher gewesen.

In Pressath stehen noch die ganzen Formsignale, die anderen Gleise bis auf eines sind aber rostig und/oder zugewachsen. Sind hier noch Zugkreuzungen möglich?

Kreuzung mit dem Gegenzug (628.2) in Trabitz. Ankunft Kirchenlaibach mit +22 um 20.30 Uhr, wo noch Anschluß an den IRE nach Nürnberg bestanden hätte, da dieser mit +12 um 20.31 Uhr einfuhr. Abfahrt nach Bayreuth mit +4 wegen Warten auf den Gegenzug (2x628.4). Ankunft Bayreuth Hbf ebenfalls +4.

Antworten:

Zitat
Schulleiter
In Pressath stehen noch die ganzen Formsignale, die anderen Gleise bis auf eines sind aber rostig und/oder zugewachsen. Sind hier noch Zugkreuzungen möglich?


Wenn dann nur über 4 (da ist aber kein Bahnsteig). Die Signale zu 3 stehen übrigens zwar noch, sind aber aktuell wegen fehlender Weichen ohne Funktion.

von domos - am 17.07.2010 11:35

Anmerkung dazu

Auf dem Papier mag der Anschluß vom ICE 22 auf den ALX 357/87014 klappen, praktisch ist aber bei einer Verspätung von nur wenigen Minuten ist es ratsam, den Umsteigewunsch an das Zugpersonal des ICE unbedingt weiterzugeben. Da hier der Umweg über TP Fern und Lokleitung ALEX gemacht werden muß, kann der Anschluß nicht immer erreicht werden. Es kam schon vor, daß der ICE einfuhr und der ALX lostigerte.

Zu Weiden: Eine Einfahrt des verspäteten Zuges ist möglich, so es die Fahrstraße erlaubt. Aber über die Weichenverbindung ist eine Geschwindigkeitsreduzierung nötig, so daß der Zug noch später ankommt. Eine schnelle Einfahrt nach Gleis 1 ist somit sinnvoller, auch wenn die Reisenden dann einen Bahnsteigwechsel vornehmen müssen. Für die "Verspätungsbekämpfung" (in diesem Falle des ALX) ist also Gleis 1 ratsamer :)

von Zugbeobachter - am 17.07.2010 12:41

Re: Anmerkung dazu

Zitat
Zugbeobachter
Auf dem Papier mag der Anschluß vom ICE 22 auf den ALX 357/87014 klappen, praktisch ist aber bei einer Verspätung von nur wenigen Minuten ist es ratsam, den Umsteigewunsch an das Zugpersonal des ICE unbedingt weiterzugeben. Da hier der Umweg über TP Fern und Lokleitung ALEX gemacht werden muß, kann der Anschluß nicht immer erreicht werden. Es kam schon vor, daß der ICE einfuhr und der ALX lostigerte.



Das wird dann halt teuer für die DB, wenn der Anschluss nicht klappt und Reisende nach Sachsen ihren Zielort nicht mehr erreichen...

von Schulleiter - am 17.07.2010 13:03

Re: Anmerkung dazu

Nun ja - das Thema ist so alt wie die Eisenbahn selber. Ich zitiere mal die DB von 1999, der Grundsatz gilt ja nachwievor:

"... Das Abwarten von Anschlüssen stellt ein bewusstes Inkaufnehmen von Verspätungen dar. Entscheidungen darüber beeinflussen in der Regel den weiteren Betriebsablauf und müssen zum Wohle aller Reisenden - sehr kritisch abgewogen werden. ..."

Was ich sagen wollte, die Existenz verschiedener Geschäftsbereiche, EVU, usw. vereinfachen eine kurzfriste Anschlussaufnahme nicht wirklich. Und solltest du die Verbindung öfter nutzen, sollte es nur als "Hinweis" gedacht sein :)

Daß es heutzutage "günstiger" ist, Reisende mit dem Taxi weiterzubefördern oder eine Übernachtung zu spendieren, hat sich sicher schon rumgesprochen. Durch Wartezeiten entstehen die sog. "Trassenkonflikte" die weitaus kostspieliger sein können als ein Taxigutschein.

von Zugbeobachter - am 17.07.2010 13:47
Servus,

Zitat
Schulleiter
Ein paar Notizen von gestern:

....
Durchfahrt Nabburg im Schritttempo, vermutlich wegen der gerade auf dem anderen Gleis haltenden Vogtlandbahn Richtung Regensburg.

Überholung der Vogtlandbahn Richtung Weiden in Wernberg links auf Gleis 3.
....


das kann ich mir so nicht vorstellen. Vermutlich ist der Alex nur auf die vorausfahrende Vogtlandbahn aufgelaufen und musste auf das Hp 1 am Ausfahrsignal warten. Wobei erfahrene Tf diese Situation allein schon anhand ihrer Verspätung vorausahnen und in solch einer Situation nicht mit voller Geschwindigkeit bis zum Schluß fahren, sondern es vorher ausrollen lassen. Ein Ausschluß von Fahrten Ri Weiden bei einem Verkehrshalt von Zügen in Richtung Schwandorf ist mir für den Bf Nabburg und andere vergleichbare Situationen (Sulzbach-Rosenberg; Schwarzenfeld) nicht bekannt. Die Umgehung mittels Vorsichtsbefehl wäre außerdem aufwändig, da Befehle nur an stehende Züge übermittelt werden dürfen (Diktat über Funk). Und wenn der Zug in NSDO auch nur zur Aufnahme eines bereits vorbereiteten Befehls steht, hat sich die Situation eh schon erledigt.

Zitat
Schulleiter
In Pressath stehen noch die ganzen Formsignale, die anderen Gleise bis auf eines sind aber rostig und/oder zugewachsen. Sind hier noch Zugkreuzungen möglich?
....


Theoretisch ja, in der Praxis nur selten. Das Wärter-Stellwerk ist durchgeschaltet, solange es nicht für Fahrten von und nach Gräfenwöhr Lager gebraucht wird. Dann werden in der Regel die drei verbliebenen Hauptgleise 1; 2 und 4 genutzt.

von Martin Pfeifer - am 17.07.2010 14:59
Nur ein kleiner Hinweis (hat nichts mit Rechthaberisch sein zu tun):

Es heist nicht Zugtrennung sondern Zugteilung! Eine Zugtrennung ist bei der Bahn eine Trennung des Zugverbandes während der Fahrt! Z.B eine abgebrochene Schraubenkupplung!

Gruß Kurt

von K. R. - am 18.07.2010 14:07
Weitere Anmerkung: Reguläre Zugfahrten über 1 dürften wegen des höhengleichen Übergangs und deren verschärften Regelungen nicht mehr möglich sein.

von domos - am 19.07.2010 10:48
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