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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 7 Monaten
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628 245-2, Rainer Michael, BorisM, K. R., Martin Pfeifer, Gast, olipet91, Schwandorfer

Sonderbares auf der Bad Stebener Strecke - "Sonderzug"

Startbeitrag von 628 245-2 am 04.11.2010 22:48

Hallo Leute,

ich schaute vorhin rein routinemäßig auf den Hofer Ankunftsplan für heute.
Und siehe da: ein Sonderzug aus Bad Steben!



Und um 04:44 Uhr kommt wieder was als "Sonderzug" raus nach Bad Steben:


Bin natürlich gleich mal runter zum Bahnhof gewetzt: lediglich der planmäßige 628, der als RB 34289 rausfährt, fuhr wieder zurück nach Hof.

Moment mal... ...LEDIGLICH?
Wenn in Bad Steben kein Zug steht, so kann ein anderer Zug nach Bad Steben rausfahren, denn der Block ist frei!
Das könnte also auf einen Bauzug herauslaufen!

Muss natürlich nicht der Fall sein, aber wäre denkbar! Kann natürlich auch nur sein, dass der 628 - warum auch immer - ins Bw muss...

Weiß jemand Näheres? Ich konnte leider niemanden mehr erreichen, werde aber die Ohren gespitzt halten und morgen mal nachsehen, ob die "abgeholzten" Telegrafenleitungsmasten noch liegen.

EDIT 05.11.2010: wird wohl kein Bauzug gewesen sein, da zumindest bei Bad Steben die Masten noch unverändert liegen....

Gruß
Jan

Antworten:

Zitat
628 245-2
Das könnte also auf einen Bauzug herauslaufen!


Warum sollte ein Bauzug ins RIS eingepflegt werden und dazu noch einen Verkehrshalt in Naila einlegen? Damit Besucher der Dorfdisko in Bad Sterben wieder recht zeitig heimkommen?

Gruß, Oli

von olipet91 - am 05.11.2010 00:49
Nein, natürlich nicht.
Der eingepflegte Zug war der 628, der sonst in Bad Steben abgestellt wird.

Gruß
Jan

von 628 245-2 - am 05.11.2010 07:10
GUten Abend,

vll hatte der Bad Stebener VT 628 einfach eine Nachschau/Frist im Bw oder einen Defekt, das er getauscht werden musste (zum Beispiel ein defektes WC). Und die Angebotsplaner in Oberfranken sind da ganz gut, die veröffentlichen die Fahrt halt, damit der Zug nicht leer fährt und auch Reisende einen Nutzen davon haben.
Die Stelle des Angebotsplaners wurde übrigens erst vor kurzem neu besetzt :-) und auch die Abteilung für das E-Netz (Ober)franken werkelt von Hof aus! Sehr fähige Leute, durfte die mal kennen lernen!

Gruß K. R.



von K. R. - am 05.11.2010 16:15

Re:

Die Strecke mußte freigefahren werden, für einen Messzug oder Arbeitszug.
Der VT war nicht defekt.
Es heißt nicht mehr Regio Oberfranken sondern Nordostbayern hat mir erst ein KiN gesagt.

Die Angebotsplanung ist nach der info durch einen Tf auch noch nicht besetzt!

das E-Netz wird im Auftrag der RSB durch Regio Nordostbayern betreut. Soweit ich das gehöhrt habe.

von Gast - am 05.11.2010 16:59
Zitat

Warum sollte ein Bauzug ins RIS eingepflegt werden


Die aufgeführten Züge dürften Leerreisezüge sein - aber da finde ich es trotzdem interessant, daß die im RIS drin sind...

Viele Grüße

Tobias

von Schwandorfer - am 05.11.2010 17:37

NOB

Gutn Abend,

ja stimmt die heisen ja etz NOB, hat ich vergessen!

Also ich weis das die Angebotsplanung für die Sparte E-Netz nicht besetzt ist! Was anderes weis ich net! UND der Teilnetzmanager des "neuen" E-Netzes ist ja ein "alter" Angebotsplaner, vll ist das der welcher für NOB zuständig ist gewesen! Kann sein!

Warum muss dann der VT weg? Bad Steben hat ja ein Abstellgleis? und im ZLB kann man die Strecke und auch den Bf freigeben! Wie? Abstellmeldung und schon ist die Strecke betr. wieder "frei". Das ein anderer Zug fahren darf! Also was war den da genau los?

Gruß K. R.

von K. R. - am 05.11.2010 22:41

Re: NOB

Das wüsste ich auch gerne.
Und ein Abstellgleis gibt's in Bad Steben leider nicht mehr, der Triebwagen steht direkt am Bahnsteig abgestellt.

Gruß
Jan

von 628 245-2 - am 05.11.2010 23:17
Den Zugnummern nach handelte es sich hierbei um Lr bzw. Lt. Wegen Bauarbeiten war's jedenfalls nicht. Die umgelegten Masten liegen noch neben dem Gleis und werden erst demnächst mit einem GAF 100 eingesammelt. Hierzu muss aber die Strecke nicht freigefahren werden. Nach der "Ak" des letzen Zuges in Bad Steben kann das Streckengleis bis zur Trapeztafel gesperrt werden. Einen Streckenblock gibt's hier nicht. Soll in der Zuglaufstelle Bad Steben selbst rangiert werden, darf allerdings kein VT in Bad Steben stehen.

von Rainer Michael - am 06.11.2010 10:22
Zitat
Rainer Michael
Einen Streckenblock gibt's hier nicht.


Aber sowas ähnliches, nen Möchtegernachszähler, der mit der Situation etwas Probleme bekommt. Meines Wissens nach gibt es aber keine Vorschrift, die die von Dir genannte Variante verhindert.

von BorisM - am 07.11.2010 02:13
Zwischen NHON und NBST wird der Betrieb nach der Richtlinie 436 betrieben. Der Zugleiter und das Zugpersonal haben zur Unterstützung den ZU-ZLB. Maßgebend für die Betriebsführung sind aber alleine die Zuglaufmeldungen und das vom Zugleiter zu führende Meldebuch für den Zugleitbetrieb.

Und ja, es ist richtig, dass die 436 keine Vorgaben enthält, die diese Variante verbieten würde, sprich, es ist betrieblich zulässig und wird auch in der Praxis
so angewendet.

von Rainer Michael - am 07.11.2010 08:32
Zitat
BorisM
Zitat
Rainer Michael
Einen Streckenblock gibt's hier nicht.


Aber sowas ähnliches, nen Möchtegernachszähler, der mit der Situation etwas Probleme bekommt. Meines Wissens nach gibt es aber keine Vorschrift, die die von Dir genannte Variante verhindert.


Servus,

der Achszähler hat mit dieser Art von Betriebsreglung keine Probleme. Der zählt einfach nur die Achsen, die bei ihm durchfahren und macht sich auch noch Gedanken über die Richtung. Hat Bad Steben auch einen Achszähler der die Achsen zählt, welche in das Bahnsteiggleis ein- und aus dem Streckengleis ausfahren, so das das Streckengleis für die Rückfahrt wieder frei ist?

Egal wie auch, wenn alles mit rechten Dingen zugeht und nicht irgendwo eine Achse hinzukommt oder verloren geht, müsste spätestens nach dem verkehren des ersten Zuges Bad Steben - Selbitz in der Frühe das Zählwerk wieder bei Null sein.

von Martin Pfeifer - am 07.11.2010 22:20
Zitat
Martin Pfeifer
der Achszähler hat mit dieser Art von Betriebsreglung keine Probleme. Der zählt einfach nur die Achsen, die bei ihm durchfahren und macht sich auch noch Gedanken über die Richtung. Hat Bad Steben auch einen Achszähler der die Achsen zählt, welche in das Bahnsteiggleis ein- und aus dem Streckengleis ausfahren, so das das Streckengleis für die Rückfahrt wieder frei ist?


Meinen Informationen nach zählt der Achszähler zumindest in der Ursprungsausführung des TUZ der Firma Tiefenbach nur bis zwei. Sobald zwei oder mehr Achsen wieder ausgefahren sind gilt die Strecke damit als frei. Was der Achszähler macht wenn auf einmal nochmal Achsen ausfahren weiß ich nicht. Auf jeden Fall dürfte aus TUZ-Sicht nach Ausfahrt des ersten Zuges die Strecke wieder frei sein, womit sich natürlich die Sicherheit vermindert. Bei regelmäßiger Anwendung würde das der Funktionsweise von TUZ widersprechen. Aber offenbar gibt es ja keine Vorschrift die dem entgegensteht.

von BorisM - am 08.11.2010 11:10
Ja, in der Zuglaufstelle Bad Steben gibt es auch einen Achszähler. Nach der Ankunft in NBST wird ausgezählt. Es besteht aber sogar dann noch ein erweiterter Nachfahrschutz von Selbitz aus in Richtung Bad Steben.

Macht aber nichts, weil ja, wie bereits erläutert, die Richtlinie 436 maßgebend ist. Entscheidend ist also die Ankuftmeldung in Bad Steben. Dann können die Streckengleise zwischen Selbitz und Naila und / oder Naila und Bad Steben gesperrt werden und auch Sperrfahrten verkehren.

Seit ich die Strecke übernommen habe, lasse ich die gesperrten Gleise in der Betra sogar zum Baugleis erklären. Keine Fahrpläne und ZLB-Befehle erforderlich. Feine Sache. Den Zugleiter freut' s besonders. Wärterhaltscheiben vorne und hinten, Rangierfahrten rein, Rangierfahrten raus. Frei und befahrbar. Fertig.

von Rainer Michael - am 08.11.2010 17:26
Das hieße dann, wenn z.B. ein 628 in Bad Steben nicht mehr will, dann müsste die Schlepplok (wahrscheinlicher: der zweite 628) als Sperrfahrt verkehren?

Gruß
Jan

von 628 245-2 - am 08.11.2010 21:15
Nein, die Durchführung als Sperrfahrt ist nicht erforderlich. Der "Hilfszug" kann regulär als "normale" Zugfahrt durchgeführt werden.

Vor Erteilung der Fahrerlaubnis in Selbitz wird der Zugleiter wohl noch einen ZLB-Befehl a) Grund Nr. 5 für die Zuglaufstelle Bad Steben diktieren. Mit ZLB-Befehl f) kann der Zugleiter ggf. weitere Weisungen erteilen. Da der erweiterte Nachfahrschutz aktiv ist, wird der "Hilfszug" in Selbitz an der Haltetafel bei blauem Ruhelicht vorbeifahren. Ist aber zulässig, da ja eine Fahrerlaubnis des Zugleiters vorliegt. Ein ZLB-Befehl ist hierfür nicht erforderlich, falls ich mir
die Zusatzbestimmungen des ZU-ZLB korrekt in Erinnerung rufe. Der Tf kann sich mit der Befehlstaste aus der 2000 Hz-Beeinflussung befreien.

So würde es wohl bei Bedarf in der Praxis funktionieren.


von Rainer Michael - am 09.11.2010 17:26
Danke für diese Erläuterung, Rainer!

Gruß
Jan

von 628 245-2 - am 09.11.2010 18:13
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