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Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Martin Pfeifer, Böser Onkel, ---------------------------------

Winterdienst im Allgäu m. 2 B.

Startbeitrag von --------------------------------- am 03.12.2010 12:37

Hallo zusammen !

Die Hofer Beilhack-Schneeschleuder ist wie aus dem Forum hier zu erfahren war nunmehr in Kempten beheimatet.

Vorhanden ist hier seit 2002 das OB 100, das Oberbaufahrzeug 100 von Windhoff. An beiden Fahrzeugenden können Anbaugeräte angebracht werden. Dazu gehören ein Schneepflug für Höhen bis 1,80 Meter sowie eine Schneefräse (keine Schleuder) für Schneehöhen bis 3,00 Meter.

Die folgenden Fotos zeigen das OB 100 im Bf Oy-Mittelberg auf der Außerfernbahn.





Noch einen schönen Tag.

Axel

Antworten:

Spielzeug?

Sieht ein klein wenig wie ein Spielzeug aus
- im Vergleich zu einer V100 mit Schneepflug / -schleuder.

Oder täuscht das? - Was meint ihr?

Euer Onkel.

von Böser Onkel - am 03.12.2010 16:09

Re: Spielzeug?

Zitat
Böser Onkel
Sieht ein klein wenig wie ein Spielzeug aus
- im Vergleich zu einer V100 mit Schneepflug / -schleuder.

Oder täuscht das? - Was meint ihr?

Euer Onkel.


Servus,

man sollte sich nicht von den Höchstwerten wie zigtausend m³ Schleuderleistung pro Stunden täuschen lassen. Ein Schneepflug für 1,80 m Schneehöhe und eine Fräse für 3,0 m Schneehöhe ist ganz schön viel.

Das Problem der Bahnstrecken ist vor allem starker Schneefall in der Nacht, kombiniert mit Wind. Das ergibt dann Schneeverwehungen, durch die ein normales Triebfahrzeug nicht durchkommt. Wohl aber so eine Schneefräse.

Wichtig ist nur ein zeitgerechter Einsatz. Die örtlich zuständigen Mitarbeiter (das müsste heutzutage der Netzbezirksleiter Betrieb sein) müssen den Bedarf erkennen und eine Räumfahrt rechtzeitig einleiten. Dazu bedarf es aber personeller Reserven, z.B. auch für die längere Besetzung der Stellwerke und vor allem auch entsprechende Technik, die direkt vor Ort bereit steht. Wenn die Technik erst aus München angefordert werden muß, ist die Vorlaufzeit bis zum Beginn des Einsatzes im Bereich von Stunden, bis dahin ist die Strecke längst 10 m hoch zugeweht, so das wirklich schwerste Technik à la Baureihe 716 notwendig ist.

Ideal wären auch vorbeugende Maßnahmen. Während an Straßen ja immer noch Schneefangzäune aufgestellt werden, hat sich die Bahn von diesen [ironisch]überholten, nur Kosten verursachenden[/ironisch] Maßnahmen schon längst getrennt.

Das ist meiner Meinung nach genau die Technik, die die Bahn braucht. Bei meinem Arbeitgeber ist der Winterdienst im Werk mittlerweile auch Fremdvergeben. Da kommt eine Gartenbaufirma mit ihrem Traktor (der bekommt ein Räumschild) und dem Personal und räumt und streut. Eine meiner Meinung nach für beide Seiten durchaus vernünftige Lösung, die die Bahn verstärkt praktizieren sollte. Prädestiniert dafür wäre an für sich der klassische Unimog, für den es sowohl entsprechende Winterdienst-Ausrüstung als auch Zweiwege-Fahrwerke gibt. Nur ist dieses Grundfahrzeug leider bei den als Auftragnehmer in Frage kommenden Gleisbau-Firmen nicht allzuweit verbreitet. Ob man einen Zweiwege-Bagger (so etwas ist bei den Gleisbau-Firmen haufenweise vorhanden und im Winter nicht bestimmungsgemäß nutzbar) statt des relativ kleinen Planierschildes mit einem richtigen Schneepflug versehen kann, weiß ich nicht. Wer riecht da ein Zusatzgeschäft?

von Martin Pfeifer - am 03.12.2010 17:50
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