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Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Martin Pfeifer, Gast, BD Regensburg

Buchkritik "Eisenbahn in Regensburg"

Startbeitrag von BD Regensburg am 11.01.2011 17:39

Vor kurzem stand doch mal die Frage im Raum wie gut das Buch "Eisenbahn in Regensburg" vom Pustet-Verlag denn sei und nachdem ich es erworben habe, muss ich sagen daß ich damit sehr zufrieden bin.

Für alle die nach unentschlossen waren oder immer noch sind, der Bahn-Report vergibt dafür drei von drei Sternen.
Wer den Bahn-Report nicht hat, ich fasse zusammen:
Es ist keine Neuauflage des vor 10 Jahren erschienenen, ähnlich klingenden, Buches.
Der Schwerpunkt liegt bei den Hauptstrecken um Regensburg und die Regensburger Hafenbahn. Auf die Nebenbahnen wurde bewusst verzichtet, weil dafür bereits anderweitige Literatur verfügbar ist.
Erfreulich ist auch die Aktualität des Buches, meint der Bahn-Report, der ja auch jedem ans Herz zu legen ist.

Ich hoffe ich konnte damit unentschlossenen etwas weiterhelfen bei ihrer Entscheidung.

Antworten:

Fehler entdeckt

Das Buch ist sehr gut, aber auf Seite 75 hat sich ein Fehler eingeschlichen. Dort steht auf dem zweiten Bild etwas von Sommer 1989, was aber nicht sein kann, da der 614er auf Gleis 1 bereits das DBAG-Logo und nicht mehr den eleganten Bundesbahnkeks hat. Also dürfte das Bild ab 1994 entstanden sein, wahrscheinlich kurz nach der Bahnreform.
Nur als kleine Statistik.

von Gast - am 15.01.2011 13:10
Servus,

ich besitze mittlerweile dank Weihnachten beide damals vorgestellten Bücher. Neben dem Buch "Eisenbahn in Regensburg" auch das Buch "Feuerross und Flügelrad in Ostbayern - Die Ära der bayerischen Ostbahnen".

Das erste Buch hat mehr den Charakter eines Bildbandes, mit Text und sonstigen Zahlen, Daten und Fakten ist es für meinen Geschmack recht sparsam bestückt. An der Druck- und Wiedergabequalität gibt es nichts auszusetzen. Von meiner Seite aus daher eine Kaufempfehlung.

Wer sich mit Zahlen, Daten und Fakten beschäftigt, sollte sich unbedingt das zweitgenannte Buch des Autors Josef Dollhofer zulegen. Die vielen Literaturverweise, überwiegend auf Archivakten, zeigen an, dass der Autor gründlich recherchiert hat. Dem entsprechend vollgestopft ist das Buch dann auch mit "ZDF" aus der Entstehungs- und Baugeschichte. Trotz aller Fakten liest sich das Buch dann doch sehr gut, obwohl einige ältere nicht-meterische Maßeinheiten eins-zu-eins übernommen wurde. Wer weiß schon, was eine Schachtruthe oder ein Tagewerk Wald ist? Und mit den Kilometrierungsangaben "bei Profil soundso" komme ich selbst mit einem Taschenrechner und dem Anhang nicht klar.

Behandelt werden neben der eigentlich königlich priviligierten Ostbahnen auch angrenzende Strecken der königlich bayrischen Staatsbahnen (die Fichtelgebirgsbahn, nicht aber die Strecke Bamberg - Hof). Da das Buch etwa 1885 mit der Fertigstellung der großen Hauptstrecken in der Oberpfalz und umzu endet, fehlen praktisch alle Neben- und Lokalbahnen. Enthalten sind sie nur, soweit sie als Vizinalbahnen in dieser Zeit entstanden (zum Beispiel Wunsiedel-Holenbrunn Hbf - Wunsiedel und Wiesau - Tirschenreuth).

Leider wird die spätere Entwicklung der Strecke nach der Eröffnung, wie Ausbaumaßnahmen an den einzelnen Stationen oder der zweigleisige Ausbau nur an ganz wenigen Stellen gestreift.

Dafür wird auch das Rundherum behandelt, z.B. die Betriebswerkstätten oder die Centralwerkstatt in Regensburg. Oder die damalige Signaltechnik, das Leben der Bahnwärter und das Unfallgeschehen. Und auch der Fahrzeugpark - Loks und Wagen hat seinen Platz in diesem Werk.

Einige Punkte erwecken den Eindruck, das es so etwas nicht erst heute gibt, sondern eigentlich schon immer (Gleislatscher in München; Seite 480). Und wer wissen willen, was es mit "des ist ächt ostbahnerisch" gesagt wird, schlage Seite 317f auf.

Wer nicht vor 567 Seiten zurückschrekt, sollte sich dieses Buch zulegen. Keine Sorge, es ist nicht Text pur. Viele schöne Bilder, überwiegend aus den Jahren 1870 bis 1940 (der sehr geringen Verbreitung der Fotografie zu den Anfängen der Ostbahn geschuldet) ergänzen dieses Buch zu einem Klassiker, dem eine weite Verbreitung zu gönnen ist.

von Martin Pfeifer - am 15.01.2011 14:49
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