Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Eisenbahnforum Nordostbayern
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
K. R., Horst, BW Passau, ein gast, Gast, derSchlömener

Privatbahn agilis präsentiert "Ferrari auf Schienen" (aus der Frankenpost vom Samstag zur Präsentationsfahrt von agilis)

Startbeitrag von derSchlömener am 25.04.2011 08:41

hier der Link zur Frankenpost-Seite:

[www.frankenpost.de]



Viele Grüße,
Johannes

Antworten:

Re: Automat im Zug AiZ

Hallo.

Da bin ich mal gespannt! Das erste versprechen... was ...

>Ticket-Automaten an Bord
>
>"Wir haben Fahrkarten-Automaten in unseren Zügen", verspricht Agilis-Geschäftsführer >Dietmar Knerr.

bis jetzt ist noch kein Automat in den Zügen.....

Deshalb steht das auch explizit nochmal in den artikel... Da hat bestimmt einer der Politiker aufgepasst, das in dem Zug etwas fehlt...

Mir währen Zugbegleiter lieber als so ein Stummer Automat, wo man auch mal fragen kann, was den für Ziele in der gegend interessant sind, bzw. einem beim Aussteigen behilflich sind.

War nicht von der BEG eine Besetzung mit Zub gefordert?

MfG Horst

von Horst - am 25.04.2011 10:43
Zitat

Bei den Triebwagen handele es sich um die ersten Dieselfahrzeuge, die die Euro-Norm-4 erfüllen, betont Knerr.
Sind das wirklich die ersten Euro4-VTs ??
Haben nicht die paar neuen RS1 der HzL (z.B. Seehäsle Radolfzell-Stockach) oder die neuen der Rhenus Veniro auch schon Euro4-Motoren?
Die 265kW-Variante hat glaub ich nur noch den neuen MAN-Motor drin, der von Haus aus mindestens Euro4 erfüllt.

Die neuen Itinos der VIAS/Odenwaldbahn erfüllen ja aufgrund einer SCR-Abgasreinigung (diese Sache mit dem Adblue wie beim LKW) schon EURO5.

Alle namhaften Motorenhersteller haben in diesem Leistungsbereich bereits seit 2006/2007 Euro4 / Euro5 / EEV - Motoren im Angebot, aber zum Beispiel beim aktuellen LINT (z.B. BRB in Augsburg 2008/9) wird immer noch der "alte" Euro3-Motor verbaut
Zitat

Die Züge seien besonders umweltfreundlich und beschleunigungsstark. "Im Dieselbereich ist das wie ein kleiner Ferrari auf Schienen"
So umweltfreundlich wie ein Ferrari???
Offenbar ist der Regioshuttle ein ziemlicher Spritschlucker...

Viele Grüße vom Gast

von Gast - am 25.04.2011 12:47
Hallo,

soweit ich damals bei den Fahrten in NNE gesehen habe, mußten die Tf zusätlich zum Diesel noch eine andere flüssigkeit tanken.

Auf nachfrage wurde mir gesagt das es Harnstoff ist was auch als AdBlue [de.wikipedia.org] bekannt sein sollte.

Dann ist Euro4 schon realistisch. Möglich ist mit AdBlue auch Euro5

MfG Horst

von Horst - am 25.04.2011 16:11
Guten Abend,

jetzt wirds Interessant. Da die DB Energie bisher an keinen Tankstellen AdBlue anbietet, muss das ja dann zwangsläufig im VT mitgeführt werden bzw wird bei jedem Werkstattaufenthalt in NMR voll gemacht.

Jedoch wird das sicherlich nicht so lange reichen, wie für die Umläufe vorgesehen ist. Jetzt frage ich mich mal, wo man bei einem RS mit ohnehin schon 101 Sitzplätzen und noch einem Automaten einen 20l-AdBlue-Kanister verstecken will.

Wer die RS kennt, weis ja das schon zum Teil zu zweit auf dem Führerstand recht kuschelig wird :-)

Lassen wir uns überraschen!

von K. R. - am 25.04.2011 18:35
Nix AdBlue;-) Da in den RS1 MAN-Motoren(D20) verbaut sind braucht mans nicht. MAN erreicht EEV mit Abgasrückführung + Partikelfilter; erst ab Euro 6 kann auch MAN nicht mehr ohne SCRT.

von BW Passau - am 26.04.2011 13:47
Zitat
BW Passau
Nix AdBlue;-) Da in den RS1 MAN-Motoren(D20) verbaut sind braucht mans nicht. MAN erreicht EEV mit Abgasrückführung + Partikelfilter; erst ab Euro 6 kann auch MAN nicht mehr ohne SCRT.

kommt aber drauf an, wie aktuell die Motoren sind.
Im Lint Baujahr 2008/2009 wurden immer noch die "alten" Euro3-Mercedes-Motoren eingebaut, obwohl Mercedes damals schon die Nachfolgerbaureihe mit Euro 4 / Euro5 / EEV im Angebot hatte.

Mich wundert allerdings, dass der RS1 mit so groß dimensionierten Motoren unterwegs ist. Ein Einteiler mit 2x 10,5L Hubraum bei 2x265 kW. (Die Vorgängerversion hatte 12L für 257kW) Zum Vergleich: Bei Mercedes gibt es Motoren die mit 7L Hubraum schon 240kW haben.
(kleinerer Hubraum ->weniger Kraftstoffverbrauch)

Oder warum baut man den RS1 nicht nur einen Motor ein - ein Sechszylinder mit 12,8L und 390kW (zum Beispiel im LINT verbaut, ist genauso als Euro4/5/EEV erhältlich). Man würde sich das Gewicht eines zweiten Motors und eines zweiten Getriebes sparen, der Zug wird leichter. Und da weniger "in Bewegung" ist (nur 1x6 Zylinder, nur eine Kurbelwelle statt zwei, nur ein Getriebe statt zwei etc.), gibt es auch weniger Reibungsverluste --> weniger Energie geht "verloren" --> höherer Wirkungsgrad, geringerer Kraftstoffverbrauch. Und da der Zug dann leichter ist und weniger Reibungsverluste hat, kommt man mit einer geringeren Leistung auch auf eine hohe Beschleunigung

von ein gast - am 26.04.2011 21:07

Eisenbahnfahrzeugtechnik

Guten Abend,

also es ist, wie schon öfters gesagt, nicht immer alles so leicht, wie man es gerne hätte oder wie es aussieht.
Warum so große Motoren? Ganz einfach - weniger Verschleiß. Es macht einen großen Unterschied, ob ich z. B. die geforderte Leistung bei einer Drehzahl von 1400 U/min oder erst bei 1800 U/min abgreifen kann (vgl. Motorkennlinien). Man kann immer sehr viel mehr auch aus kleinen Motoren heraus hohlen, aber das wirkt sich auf Verschleiß und Kraftstoffverbrauch aus.

Warum nicht einen Sechszylinder mit 390 kW? Wegen gewisser Beschleunigungswerte. Und, schon rein mathematisch ist 1x 390 weniger als 2x 265 (oder früher 257)

Ersparnis von einem Motor und Getriebe? Klar, geht alles. Nur ist das so nicht Ratsam. Anders als beim Auto braucht ein Schienenfahrzeug ein bestimmtes Gewicht, um die Kraft auch auf die Schiene übertragen zu können. Durch Leichtbau kann es schnell dazu führen, das die Antriebskraft höher als die Haftkraft ist, somit "frässt man" einfach nur auf der Stelle aber bewegt sich nicht vorwärts. Klar kann das mit neuer Steuerungstechnik einfach geregelt werden (der sog. Schleuderschutz), aber dann ist das Fahrzeug nicht mehr so Sprintstark. Und die heutigen Motoren (egal ob MAN oder Mercedes, MTU, KHD, uws), GW und Getriebe sind nicht so schwer, als dass die Einsparung dieses Gewichtes ein Auskommen mit nur 390 kW möglich macht. Gerade Nahverkerhsfahrzeuge müssen sehr Sprintstark sein. Vergleicht doch mal das Gewicht eines VT628. Sorry wenn ich jetzt damit jemanden auf den Schlipps trete, aber ein VT 628 ist einfach Lahm wie Sau (wenns nicht gerade die 2-Motorige Version für die Steilstrecken ist).
Auch ist das Fahrzeug so im Störungsfall besser einsetzbar. Fällt eine Motorenanlage aus, kann man immer mit noch einer weiter fahren. Bei einem Motor alleine heist es dann schieben.

Gruß



von K. R. - am 28.04.2011 19:22
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.