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Eisenbahnforum Nordostbayern
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(Frankenpost) Busersatzverkehr bei Agilis wegen Mangel an Tf

Startbeitrag von Wunsiedel-Holenbrunn Hbf am 09.06.2011 07:40

Servus,

[www.frankenpost.de]

Antworten:

Da sollte lieber die DB noch weiterfahren!

Dann werden halt noch nicht so viele 628er abgegeben...
Ist das denn so schwer?

msg

vs

von Betroffener - am 09.06.2011 08:02

Re: Da sollte lieber die DB noch weiterfahren!

Zitat
Betroffener
Da sollte lieber die DB noch weiterfahren!

Dann werden halt noch nicht so viele 628er abgegeben...
Ist das denn so schwer?

msg

vs


Klar, das ist ganz einfach! Diese Woche fährt doch auch die Bundesbahn.
Warum soll das dann nächste Woche nicht klappen!

Und überhaupt: Ausschreibungen und Verträge - was brauchen wir das überhaupt! Was ist das eigentlich so genau?

Auf den Schienen ist noch immer die Bahn gefahren - und so soll's auch bleiben!

von Träumer - am 09.06.2011 08:29

Re: Da sollte lieber die DB noch weiterfahren!

Nein, so meinte ich das doch gar nicht!

Ich meinte nur, dass die DB doch so lange weiterfahren könnte, bis agilis die erforderliche Anzahl an Lokführern hat - dass eben die DB mit 628ern und Tfs aushilft...

Gruß
Jan

von Betroffener - am 09.06.2011 09:06

Re: Da sollte lieber die DB noch weiterfahren!

Zitat
Betroffener
Nein, so meinte ich das doch gar nicht!

Ich meinte nur, dass die DB doch so lange weiterfahren könnte, bis agilis die erforderliche Anzahl an Lokführern hat - dass eben die DB mit 628ern und Tfs aushilft...

Gruß
Jan


Servus,

ich glaube schlicht und ergreifend, das die Bahn AG das weder will oder es überhaupt kann. Die Fahrzeuge könnte man auch ein paar Monate später zum Stillstandsmangement abgeben, das lässt sich noch regeln.

Aber die Lokführer dafür? Es wurde - basierend auf dem Ende der Verkehrsleistungen zum 12. Juni der noch verbleibende Personalbedarf ermittelt. Wahrscheinlich nur das wirklich notwendige, das heißt mit minimalen Reserven für Urlaubszeiten und Krankheiten - so hörte sich das hier zumindest bei den Triebwagen selber an und ich kann mir schwer vorstellen, das Kaufleute, wenn sie einen Laden erst einmal durch-kaputtsparen, ausgerechnet vor dem Personal halt machen und dort üppige Reserven lassen. Für das ausscheidende Personal wurde ein Sozialplan erstellt, der fein säuberlich austariert regelt, wer wann zu gehen hat und was er dafür bekommt. Diesen Sozialplan jetzt aufzuschnüren und einzelne Leute halt erst 4 Monate in die Wüste zu schicken, dürfte ein Riesenakt sein, zumal dann einige fragen und klagen werden, warum sie nicht diese Gnade von 4 weiteren Monaten Lohn und Arbeit bekommen.

Außerdem glaube ich, das die Bahn AG von sich aus gar kein Interesse hat, dritten EVU zu helfen. Das steht so sehr groß zwischen den Zeilen im Zeitungsartikel. Warum soll sie der Konkurrenz helfen, groß zu werden? Bahnreisende sind meiner Einschätzung nach außerhalb solcher Inseln der Seligen wie SOB den Managern der Bahn AG völlig egal, Hauptsache die Kohle stimmt.

Meiner Meinung nach käme nur dann Hilfe von der Bahn AG, wenn es die BEG einfordert. es gibt da im großen Verkehrsvertrag BEG - DB Regio Regelungen für den fall der Pleite etc eines EVU, dann müsste DB Regio das auffangen.

In der Summe geht es jetzt wahrscheinlich nur um zwei bis drei Köpfe, die akut fehlen. Wobei ich davon ausgehe, das in Wirklichkeit noch mehr fehlen und die Dienstpläne der Tf auf das äußerste ausgereizt sind, inklusive Überstunden bis zum gesetzlichen Anschlag.

von Martin Pfeifer - am 09.06.2011 09:58

Re: Da sollte lieber die DB noch weiterfahren!

Hi,

ich glaube es wird bei der Bahn so schnell kein Sozialplan benötigt, wenn die Tf einverstanden sind sich zur S-Bahn Nürnberg zu begeben.
Dort sollen auch noch eine zweistellige Zahl an Tf fehlen...
(Eigentlich sieht es in sehr vielen Einsatzstellen ähnlich sein)

Grüße

von Gast - am 09.06.2011 10:03

Re: Da sollte lieber die DB noch weiterfahren!

Zitat
Gast
Hi,

ich glaube es wird bei der Bahn so schnell kein Sozialplan benötigt, wenn die Tf einverstanden sind sich zur S-Bahn Nürnberg zu begeben.
Dort sollen auch noch eine zweistellige Zahl an Tf fehlen...
(Eigentlich sieht es in sehr vielen Einsatzstellen ähnlich sein)

Grüße


Servus,

als Agilis das E-Netz Regensburg übernommen hatte, wurde laut eines Beitrages hier im Forum auch ein Sozialplan erstellt. Auch bei der besten Bahn AG aller Zeiten dürfte im Arbeitsvertrag der Lokführer als Arbeitsort nicht "bundesweit nach Belieben des Arbeitgebers" stehen. Somit muß bei einem erheblichen Personalabbau in der konkreten Organisationseinheit ein Sozialplan erstellt werden, der diesen Personalabbau regelt. Natürlich wird die Bahn AG auf ihren internen Stellenmarkt verweisen und versuchen, die freiwerdenden Tf in irgendwelche unterversorgten Regionen zu locken. Das aber ein 55-jähriger ein Ausscheiden mit hoher Abfindung bevorzugt, dürfte klar sein.

von Martin Pfeifer - am 09.06.2011 10:13

Tf-Ausbildung/Warum helfen?

Hallo,

das ist schon ganz schön dreist. Man stellt jetzt seine 6-monatige Ausbildung als fundiert und überaus großzügig da, es gebe ja auch 3-monatige Ausbildungen. Ich hab ja schon einiges gehört und bei den Privaten gibt´s bestimmt auch vieles, aber bestimmt keine Ausbildung in 3 Monaten.

Und warum sollte die DB agilis unterstützen? Ich denk mal man wird eine Lösung gefunden haben, sonst wäre man bei der DB doch daran interessiert Leute bei agilis unterzubringen, bzw. würden diese sich selbst genau überlegen ob sie nicht wechseln statt woanders (Nürnberg, Hamburg, was weiß ich) hin zu gehen.

Noch ein Beispiel aus der hier so gerne verglichenen "freien Wirtschaft":

Ein Zulieferer (DB) produziert für Audi (BEG) etwas (Zugleistung). Audi lässt den Vertrag auslaufen und beauftragt ein neues Unternehmen (agilis). Der Zulieferer (DB) richtet seine Produktion, Personalbestände etc. darauf aus. Wenn dann eine Woche vorher der neue Zulieferer (agilis) Probleme bekommt, ist dass dann das Problem des alten Zulieferers (DB)? Der wird kaum innerhalb von 5 Tagen alles umkrempeln, dem Konkurenten (agilis) zur Seite springen und 3 Monate später sitzt er dann trotzdem vor der Tür? Dann kann Audi (BEG) eben nicht/weniger produzieren und verkauft weniger Autos (Zugleistungen anbieten).

Vielleicht ergibt sich was, wenn Audi (BEG) beim alten Zulieferer (DB) anfragt, den doppelten und dreifachen Betrag zahlt und vielleicht andere Aufträge in Aussicht stellt.

Toll ist übrigens auch, das der Artikel in den Wirtschaftsnachrichten als 1-Zeiler "versteckt" ist. Im letzten Winter wurde über die DB halbseitig und teilweise auch auf der Titelseite über ausgefallene Züge und sonstige Probleme berichtet.....

MfG

von Lichtenfelser - am 09.06.2011 11:32

Re: Tf-Ausbildung/Warum helfen?

Zitat
Lichtenfelser
Hallo,

das ist schon ganz schön dreist. Man stellt jetzt seine 6-monatige Ausbildung als fundiert und überaus großzügig da, es gebe ja auch 3-monatige Ausbildungen. Ich hab ja schon einiges gehört und bei den Privaten gibt´s bestimmt auch vieles, aber bestimmt keine Ausbildung in 3 Monaten.


Man macht sein eigenes Schlechtes eben besser, indem man noch schlechtere Bedingungen bei anderen aufführt. Sehr gute Taktik. Mal abgesehen davon, daß ich auch keine Privatbahn kenne, die Leute direkt von der Straße, ohne Eisenbahnvorkenntnisse in 3 Monaten zum Tf gemacht haben. Hier lenkt man geschickt vom eigenen "Elend" ab.

Zitat
Lichtenfelser
Und warum sollte die DB agilis unterstützen? Ich denk mal man wird eine Lösung gefunden haben, sonst wäre man bei der DB doch daran interessiert Leute bei agilis unterzubringen, bzw. würden diese sich selbst genau überlegen ob sie nicht wechseln statt woanders (Nürnberg, Hamburg, was weiß ich) hin zu gehen.


Ja, alles wird besser, nun fährt man eben Bus in Tagesrandlagen. Also ein gescheiter Werbestratege würde das gnadenlos ausnutzen. Nur leider sind die der DBAG zu dumm dafür.

Die DB kann gerne helfen, aber dafür würde ich "Gebühren" verlangen, daß den privaten die Augen tränen würden.

Zitat
Lichtenfelser
Toll ist übrigens auch, das der Artikel in den Wirtschaftsnachrichten als 1-Zeiler "versteckt" ist. Im letzten Winter wurde über die DB halbseitig und teilweise auch auf der Titelseite über ausgefallene Züge und sonstige Probleme berichtet.....


Was erwartest Du? Das Image muß doch gewahrt bleiben, daß alles besser wird, wenn endlich die Privaten kommen und nichts schief geht.

Warum herrscht denn Tf-Notstand? Zu geringe Gehälter, daß nicht genug Bewerber da sind, zu große Durchfallquote oder zu spätes Anfangen mit der Ausbildung. Was kann es noch für Gründe geben? Ich erinner mich noch an großspurig aufgezogene Zeitungsartikel zu Beginn der ersten Ausbildungen, daß alles im Plan liege und man schon genug Tf hätte. wo sind die denn hin?

MfG

von Cargonaut - am 09.06.2011 11:41

Sozialplan bei Regio?

Zitat
Martin Pfeifer
Für das ausscheidende Personal wurde ein Sozialplan erstellt,...


Sozialplan bei Regio? Ich lach mich ja tot. In Nürnberg fehlt eine zweistellige Anzahl von Tf und in umliegenden Dienststellen wird es nicht viel anders aussehen. Wer nur halbwegs mobil ist, braucht derzeit bei Regio keinerlei Angst um imaginäre Sozialpläne zu haben.

MfG

von Cargonaut - am 09.06.2011 11:43

Re: Da sollte lieber die DB noch weiterfahren!

Hallo.

Gerüchteweise werden auch ehemalige Lokführer, die sich vor Jahren zum Fdl umschulen ließen, angefragt, ob Sie wieder auf den Bock wollen.
Dabei fehlen uns genauso viele Leute.
Wie fast überall bei der DB.

von Eisenbahner1 - am 09.06.2011 12:16

Die DB...

Zitat
Eisenbahner1
Dabei fehlen uns genauso viele Leute.
Wie fast überall bei der DB.


Daran ist die DB aber z.T. auch selber Schuld. Ich weiß nicht, wieso z.B. DB Schenker Rail München 01/2010 11 EiBs verschiedener Standorte "verschenkte" (Übernahmeangebot nur von DB Zeitarbeit), 07/2010 mit dem Rest der Truppe (9) fast das selbe Spiel.
Wer Manager anstellt, die so kurzfristig denken, hat es eigentlich nicht anders verdient. Trotzdem: Es war eine sehr schöne Zeit bei der DB :-)

MfG VT 22

von VT 22 - am 09.06.2011 12:52

Es sind alle gleich...

Zitat
Martin Pfeifer
Aber die Lokführer dafür? Es wurde - basierend auf dem Ende der Verkehrsleistungen zum 12. Juni der noch verbleibende Personalbedarf ermittelt.


Die DB wird genauso einen Personalmangel haben wie auch andere EVU, das ist fast überall so. Gerade bei der DB gibt es sehr viele Pläne wo fast nur Mitarbeiter im gehobenen Alter und Beamte sind, die gehen dann in den Vorruhestand.
Beschweren braucht es keiner, die Firmen legen es ja darauf an. Das Niveau runterfahren, immer miesere, familienunfreundlichere Arbeitszeiten, Pläne aufs äußerste ausgereizt und eine nicht angemessene Bezahlung für die Tätigkeit. Da kommt viel zusammen.

Zitat
Martin Pfeifer
Außerdem glaube ich, das die Bahn AG von sich aus gar kein Interesse hat, dritten EVU zu helfen. Das steht so sehr groß zwischen den Zeilen im Zeitungsartikel.


Das ist falsch und stimmt so nicht. Die DB hilft aber nur bestimmten Bahnen. Mit der VBG war die Zusammenarbeit wie man sah doch immer ausgezeichnet, sonst wäre diese nicht so lange im Auftrag der DB gefahren.
Man sollte aber den Fehler nicht immer nur bei der DB suchen, wer weiß schon was alles vorgefallen ist? Wir nicht, daher ist es nicht gut einseitig den schwarzen Peter zu suchen.

Zitat
Martin Pfeifer
In der Summe geht es jetzt wahrscheinlich nur um zwei bis drei Köpfe, die akut fehlen.


Hast du deine Glaskugel ausgepackt?

Zitat
Martin Pfeifer
Wobei ich davon ausgehe, das in Wirklichkeit noch mehr fehlen und die Dienstpläne der Tf auf das äußerste ausgereizt sind, inklusive Überstunden bis zum gesetzlichen Anschlag.


Das wird fast überall so gemacht, denn es geht nur noch um die Gewinnmaximierung um jeden Preis.
Ausgereizt wird nicht nur bei Personalmangel, das wird fast überall bei jeder Konstelation gemacht um möglichst viel aus der Kuh zu melken ohne Rücksicht auf familienfreundliche Planung, Menschlichkeit und soziale Ausgewogenheit.


Sich für 6 Monate Ausbildung zu rühmen finde ich auch schwach und dann wundern dass die meisten durchfliegen. Würde man sich mehr Zeit nehmen, würden es auch mehr schaffen, aber das kostet ja wieder was.
Nicht mal die schwarzen Schafe der Ausbilderbranche trauen sich 3 Monate ausbilden, wo das wieder her ist?
Komisch, ursprünglich hat man mal 9 Monate ausgebildet und jetzt rühmt man sich für 6 Monate. Das ist deutlich zu wenig.

Was ist nur aus diesem Land geworden? Die Arbeitgeber jammern dass sie keine Leute bekommen, aber wenn es ums bezahlen oder um die möglichst humanste Schichtenplanung geht wird klar warum das so ist.


von TEE - am 09.06.2011 15:11

Re: Tf-Ausbildung/Warum helfen?

Zitat
Cargonaut
Warum herrscht denn Tf-Notstand? Zu geringe Gehälter, daß nicht genug Bewerber da sind, zu große Durchfallquote oder zu spätes Anfangen mit der Ausbildung. Was kann es noch für Gründe geben? Ich erinner mich noch an großspurig aufgezogene Zeitungsartikel zu Beginn der ersten Ausbildungen, daß alles im Plan liege und man schon genug Tf hätte. wo sind die denn hin?


Das beruht doch auf mehreren Faktoren, einerseits zieht die Konjunktur an und dann für die paar Euro unter den Arbeitsbedingungen die heute bei den Eisenbahnen herrschen schuften? Da geht es nicht nur um die oftmals miese Bezahlung, sondern auch um die familienfeindliche Schichtenplanung und dass man gefühlt fast jeden Tag arbeitet weil alles nur auf maximale Wirtschaftlichkeit, nicht aber auf Menschlichkeit ausgerichtet ist.

Dann sind die üblichen "Zwangskunden" die sowieso nur dort sind weil sie müssen, die sind spätestens am Schluss weg, dann die die merken dass sie ja an Sonn- und Feiertagen usw. arbeiten müssen und sich abseilen, dann die die einfach zu doof sind usw.
Später ist sowas noch durch eine hohe Fluktuation gekennzeichnet.

Das alles zeigt doch auch wie wichtig eine gesetzliche vorgegebene Rahmenbedingung ist und ein Mindestniveau, sowohl was Ausbildungszeit, als auch was die Grundvorraussetzung um überhaupt zur Umschulung zugelassen zu werden betrifft. Nur dieses Grundniveau rechtfertigt auch eine angemessene Bezahlung.

Um mal zum Fall Dieselnetz Oberfranken zu kommen:
Die Ausschreibung wurde 2008 entschieden, man hatte also sehr viel Zeit sich darum zu kümmern Personal auszubilden und zwar welche die auch wollen, die sich begeistern lassen, keine Arbeitsamtskunden die der Staat finanziert, wobei auch da natürlich fähige dabei sind, die könnte man ja einbeziehen.
Dann eine anständige Ausbildung die auch etwas länger dauert als 6 Monate, denn es ist nicht wenig was man an Hintergrundwissen braucht, das kann man in der Zeit nicht in einem akzeptablen Niveau schaffen. Das beweist auch die hohe Durchfallquote.
Ist es auf Dauer nicht billiger für die EVU gleich anständig auszubilden, denn das schafft auch zufriedenere Mitarbeiter und verhindert eine große Fluktuation (von der Eurobahn hört man z. B. in die Richtung nichts gutes), die ja eigentlich dem wirtschaftlichen Erfolg nicht zuträglich ist.

von TEE - am 09.06.2011 15:23

Re: Die DB...

Dass Cargo seine EiBs verschenkt, ist doch die Regel, dass war bei uns damals (hab 2006 ausgelernt, allerdings bei Regio) genauso. Nach drei Jahren gründlicher Ausbildung ein Übernahmeangebot als Lrf oder als Rangierer zu bekommen ist auch nicht wirklich eine Perspektive. Die anderen Geschäftsbereiche und die Privaten reiben sich die Hände...

von 218 358 - am 09.06.2011 16:23

Re: Es sind alle gleich...

Servus,

Das mit der 6-Monatsausbildung ist mir neu. Ich kenne eine 9-Monatsausbildung bei der DB, falls es nicht ein EIB-Lehrling ist, der ist länger Azubi.

Kann mich da an eine gut 10 Jahre zurückliegende Begebenheit erinnern, wo ich das mit den "9-Monats-Kindern" mitbekommen habe. Auf einer Strecke weit außerhalb des Forengebietes fuhr so ein Azubi unter "Überwachung" einen VT 628 Ri. Feierabend. Da die Führerstandstüre offen war und der planmäßige Tf und er sich unterhielten, konnte ich so etwas mitbekommen. Der Azubi hatte damals nur Ausbildung auf den Triebwagen bekommen, das waren damals nur 2 verschiedene. Die in der Dienststelle eingesetzten andern Loks der E-Traktion sowie der V-Traktion waren nicht Bestandteil der Ausbildung.
In die 9 Monate wurde somit viel Theorie über den Betriebsdienst gepackt sowie natürlich über die VT's . Dazu Streckenkunde und selber fahren unter Überwachung bzw. natürlich auch mit dem Ausbildungslokführer davor.
Falls er die Prüfung besteht und in der Dienststelle bleiben darf, bekommt er so nach und nach die anderen Fahrzeuge - so hatte er damals erzählt.

Zur DB Aushilfe bei Privatbahnen:
Dieses Thema hatten wir 1998 hier im bayerischen Oberland, wo die BOB noch nicht alle Tf's ausgebildet hatte bzw. mittels 218 ein Ersatzverkehr gefahren werden mußte zwecks der nicht vorhandenen Verfügbarkeit der Integrale. Damals wurden einige Zugleistungen durch die kurz vorher abgezogenen Tf's der DB (GB Traktion) übernommen. Zog sich einige Wochen hin, es mußten sogar Übernachtungen gemacht werden . Hatte alles einen etwas komischen Beigeschmack die ganze Aktion, aber von der BEG so angeordnet.


Gruß
KBS 955

von KBS 955 - am 09.06.2011 17:03
Lachhaft... Hauptsache die Euphorie für die neue Bahn stimmt. Ma sehen ob der restliche Betriebsstart gelingt. Und selbst wenn er gehörig in die Hose geht ist das doch alles kein problem.. Immerhin hat man schon Fahrzeuge..

von weiterer Gast - am 09.06.2011 17:03

Re: Die DB...

Das ist aber dann nicht verschenkt (=abgeschoben zu DB Zeitarbeit) sondern derjenige hat ein Übernahmenangebot als Rb oder Lrf bekommen.
Inwiefern ein solches Angebot attraktiv ist, steht auf einem anderen Blatt...

von 403 - am 09.06.2011 17:45
Servus !

...über sowas kann man sich eigentlich nur noch kaputtlachen...und einige Beiträge zu dem Thema wenn i hier scho wieder les`...wie naiv kann man eigentlich sein ?...

..."dem qualitativ besten und günstigsten Angebot wurde der Zuschlag erteilt"...dann bitte schön soll doch auch der qualitativ beste Anbieter fahren wie in der Ausschreibung festgelegt, und zwar ab 12.06....es ist doch nicht doch das Problem der unterlegenen Unternehmen, wenn der Gewinner der Ausschreibung innerhalb von zwei Jahren nicht in der Lage ist, sich mit genügend Personal einzudecken...
...und deswegen ist es in diesem Zusammenhang völlig uninteressant, ob, wo und wieviel Personal Regio oder auch die VBG zuviel hat, wo es deswegen Sozialpläne gibt und was Railion mit seinen EIB`s macht...
...gäbe es nur den Verkehrdurchführungsvertag nicht, aber das steht ja wieder auf einem anderen Blatt...

Pfürti
Oli

von Oliver218254 - am 09.06.2011 18:10

Re: auch an den 5000 Test Kilometer scheitert es z.Zt.

geschrieben von: weiterer Gast (87.185.94.---)
Datum: 09. Juni 2011 19:03


Lachhaft... Hauptsache die Euphorie für die neue Bahn stimmt. Ma sehen ob der restliche Betriebsstart gelingt. Und selbst wenn er gehörig in die Hose geht ist das doch alles kein problem.. Immerhin hat man schon Fahrzeuge..
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Das ich nicht lache, die meisten Fahrzeuge haben noch nicht mal 2000 km auf dem Tachometer..... habe ich erst selbst live gesehen, als ich ein Fahrzeug zufällig unabsichtlich (für ein paar fotos) am Bahnsteig in Bayreuth bestiegen habe....
Der Tf drückte den Knopf im Führerstand, und es wurden 1589 angezeigt... und das war der km Zähler.... das hat er mir noch persönlich erklärt! Und das war am letzten Sonntag.

MfG Horst


von Host - am 09.06.2011 20:20

Re: auch an den 5000 Test Kilometer scheitert es z.Zt.

Wie kann man denn "zufällig unabsichtlich" einen Zug besteigen?

Welche Fahrzeugnummer war denn das? Wahrscheinlich einer der zuletzt gelieferten VT, denn die Ruhrgebietseingesetzten dürften das km-Soll locker erreicht haben und es wurde ja auch getauscht ... Wenn jemand die Rücküberführung von 8 RS 1 am Stück erwischt haben sollte, wäre ein Bildchen hier im Forum erbeten!

von Bahnwärter1848 - am 10.06.2011 16:06

Re: Es sind alle gleich...

Das waren damals zumindest teilweise ganz andere DB-Lokführer. Bei einer Führerstandsmitfahrt nach Bayrischzell damals war ein Kollege aus Amberg oder so drauf der extra für diesen Hilfseinsatz (freiwillig) nach München beordert wurde und Streckenkunde usw. erhalten hatte. Und er war damals nicht der einzige.

von Kilux - am 11.06.2011 11:14
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